Pressemitteilungen
Medienkommissionssitzung vom 17. Dezember 2010
Themen:
Neues LfM-Forschungsprojekt „Medienerziehung durch Eltern“: Ausschreibung beginnt
Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) schreibt das Forschungsprojekt „Medienerziehung durch Eltern: Medienkompetenzförderung in der Familie zwischen Anspruch und Realität“ aus. Die Medienkommission der LfM unter dem Vorsitz von Frauke Gerlach beschloss dies in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2010.
Der kritische, selbstbestimmte Umgang mit Medien ist eine Kompetenz, deren Erwerb und Förderung möglichst frühzeitig – bereits im Kindesalter – einsetzen sollte. Dabei ist die Familie die erste und wesentliche Instanz, durch die Grundmuster der Mediennutzung geprägt und beeinflusst werden. Trotz dieser maßgeblichen Bedeutung, die Eltern für die Ausprägung der Mediennutzungsmuster und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen haben, ist dieser Bereich bisher zu wenig erforscht.
Mit dem neuen Forschungsprojekt will die LfM grundlegende Informationen über unterschiedliche Medienerziehungsstile in Familien generieren, um anschließend medienpädagogische Angebote differenzierter und zielgruppengerechter ausrichten zu können.
Die Ausschreibungsunterlagen sind hier abrufbar.
LfM vergibt Projekt „Medienpädagogische peer-to-peer-Ansätze: Medienscouts – junge Nutzer für junge Nutzer“
Das Projekt „Medienpädagogische peer-to-peer-Ansätze: Medienscouts – junge Nutzer für junge Nutzer“ wird von der Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement, in Kooperation mit Marco Fileccia, Lehrer am Elsa-Brandström-Gymnasium in Oberhausen, durchgeführt. Dies beschloss die Medienkommission der LfM in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2010.
Besonders interaktive Medienangebote wie soziale Netzwerke, Chats und das sogenannte Instant Messaging werden immer stärker von Heranwachsenden genutzt. Neben Spaß und Unterhaltung bergen solche digitalen Kommunikationsplattformen aber auch Risiken. Eine neue medienpädagogische Maßnahme, um Kinder und Jugendliche für einen kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Medien zu sensibilisieren, ist der sogenannte peer-to-peer-Ansatz. Dabei werden junge Mediennutzer zu „Medienscouts“ ausgebildet. Diese so ausgebildeten Scouts agieren anschließend selbst als Ansprechpartner für ihre Mitschüler.
Im Rahmen des Projekts sollen bestehende Projektmodelle recherchiert und mit Blick auf die Nutzbarmachung der darin gesammelten Erfahrungswerte ausgewertet werden. In einem nächsten Schritt soll ein Pilotkonzept entwickelt, erprobt und evaluiert werden.
Projektfortführung: „Hören mit Qualität“ (Auditorix)
Die Medienkommission der LfM hat in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2010 in Düsseldorf beschlossen, dass die LfM gemeinsam mit der Initiative Hören e. V. das Projekt „Hören mit Qualität“ fortführt.
Ziel des Projekts ist es, die Hör- und Zuhörkompetenzen von Kindern im Grundschulalter zu fördern. Das AUDITORIX Hörbuchsiegel und der neu geschaffene Publikumspreis zeichnen Kinderhörbücher mit herausragender Qualität aus und sollen ebenso wie der begleitende Internetauftritt www.auditorix.de weiter etabliert und ausgebaut werden.
Ausbildungs- und Erprobungsfernsehen NRW: Hochschule Rhein-Waal ist neue Lern- und Lehrredaktion
Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) fördert eine weitere Lern- und Lehrredaktion im Rahmen des Ausbildungs- und Erprobungsfernsehens NRW. Nach der Entscheidung der LfM-Medienkommission vom 17. Dezember 2010 wird die Hochschule Rhein-Waal in Kleve in Kooperation mit der Kisters-Stiftung als Träger einer solchen Redaktion anerkannt und gefördert. Damit sind in NRW nunmehr 15 Lern- und Lehrredaktionen anerkannt. Sie werden bei Institutionen der beruflichen und wissenschaftlichen Ausbildung aufgebaut. (Hier finden Sie die Liste der geförderten Redaktionen.)
Haushalt 2011 der LfM
Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat in der Sitzung am 17. Dezember 2010 in Düsseldorf den LfM-Haushalt für das Jahr 2011 verabschiedet. Der Etat 2011 hat ein Volumen in Höhe von 18,8 Mio. Euro (im Vorjahr rund 19,6 Mio.). Bei den geplanten Ausgaben werden wie in den vergangenen Jahren auch weiterhin die Schwerpunkte in der Förderung der Medienkompetenz, bei der Forschung, in der Förderung der Bürgermedien sowie bei digitalen Projekten (NRW digital) liegen.
In den Haushaltsmitteln der LfM ist bereits der landesrechtlich gekürzte Gebührenanteil (55 Prozent) berücksichtigt. 45 Prozent des auf die LfM entfallenden Anteils am Gebührenaufkommen werden vorab der Filmstiftung NRW zugeleitet.
Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern der LfM-Pressemitteilungen Frohe Weihnachten und Alles Gute für das Jahr 2011.













