"Bei diesen Shows bin ich noch nie durchgekommen, obwohl angeblich niemand anruft. Zahlen muss ich trotzdem. Das ist doch purer Betrug!"
Die sogenannten Call-In-Shows liegen im Trend. Auf vielen Kanälen laufen die interaktiven Formate, bei denen Anrufer durch die Lösung von Rätseln Geld gewinnen können. Schon viele Meldungen über unlautere Methoden und "Zuschauerabzocke" waren zu hören. Darum haben die Landesmedienanstalten gemeinsam mit den Sendern Regeln zum Schutz der Zuschauer aufgestellt. Besonders sollte man darauf achten, ob die folgenden Punkte eingehalten werden:
1. KOSTEN
Werden die Zuschauer permanent über alle anfallenden Kosten informiert?
2. MINDESTALTER
Wird explizit darauf hingewiesen, dass Minderjährige nicht teilnehmen dürfen?
3. SPIELGESTALTUNG
Sind die Rätsel mit durchschnittlicher Ausstattung zu lösen? Kann zum Beispiel ein Bilderrätsel mit einem normalen Fernseher
angezeigt werden, oder ist ein gesuchter Begriff in Standard-Nachschlagewerken zu finden? Grundsätzlich gilt: Ist das Spiel fair,
oder kommt Ihnen etwas abgekartet und merkwürdig vor?
4. MITMACHREGELN
Genaue Regeln und Beschreibungen aller Spiele und der anfallenden Kosten müssen in geeigneter Weise veröffentlicht werden,
etwa im Videotext oder im Internet.
5. MODERATION
In der Moderation müssen alle wichtigen Informationen über Kosten, Regeln und Chancen gegeben werden - und das mehrmals
pro Sendung, im Idealfall rund alle zehn Minuten. Darüber hinaus gilt generell: Irreführende und falsche Aussagen jeglicher Art,
besonders über Lösungslogik, Spielregeln und Einwahlchancen sind ebenso unzulässig wie der Aufbau von Zeitdruck.
Ausführlichere Informationen zu diesen Themen finden Sie zudem in der Broschüre 'Mediennutzerschutz', die zum Download und zur Bestellung bereitsteht.