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DAB+ kann analogen ARD-Kabelempfang stören

Infos und Tipps finden sie hier. 


Bundesweiter Digital Radio Multiplex DAB+

Seit dem 1. August 2011 hat ein neues Digitalradio-Sendernetz seinen Betrieb aufgenommen. Über den terrestrischen Übertragungsstandard DAB+ können über dieses Sendernetz neben drei Programmen des Deutschlandradios zusätzlich bis zu zehn Programme privater Anbieter bundesweit empfangen werden.

Für den Empfang von DAB+ sind neue Radiogeräte erforderlich, welche im Zuge der Einführung verstärkt im Handel erhältlich sein sollten. DAB+-Geräte sind in Bezug auf den vorhandenen Standard DAB(alt) "abwärtskompatibel". Damit können mit diesen Geräten auch die Programme, welche gegenwärtig auf dem alten DAB-Standard ausgesendet werden, empfangen werden. In der Regel haben die neuen Empfänger auch einen Tuner für den Empfang der UKW-Signale integriert. Mit UKW oder DAB(alt)-Radios können die neuen Programmangebote aber nicht empfangen werden.

Logo Digitalradio - Radio der Zukunft

Der Senderbetreiber sieht für den Netzaufbau ein Stufenkonzept vor. Zu Beginn soll das bundesweite Hörfunk-Angebot zunächst von 27 Sendern an exponierten Standorten mit hoher Sendeleistung ausgestrahlt werden. Ein endgültiger Netzaufbau mit insgesamt ca. 110 Sendern soll bis Mitte 2015 erfolgen.

Plakatentwurf von Peter Schwarz, LfM

Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen steht ab dem 1. August 2011 zunächst in den Regionen Köln/Bonn und Düsseldorf/Ruhrgebiet, also hauptsächlich in den Ballungsgebieten, DAB+ zur Verfügung. Eine Empfangbarkeit des bundesweiten Multiplex in eher bevölkerungsschwächeren Regionen in NRW ist Gegenstand bei Planung und Umsetzung der weiteren Netzaufbaustufen.

Ergänzt werden soll das bundesweite digitale Hörfunkangebot durch die landesweite Ausstrahlung der Programme des Westdeutschen Rundfunks und weiterer privater Programmanbieter. Angestrebt wird entweder ein landesweiter Multiplex mit je öffentlich-rechtlichen und mit privaten Hörfunkprogrammen oder ein gemeinsamer Multiplex mit öffentlich-rechtlichen und privaten Programmen.


Hinweis für den Empfang von Rundfunkprogrammen über ein Kabelnetz

Durch die Inbetriebnahme der DAB+-Rundfunksender kann es im Einzelfall zu Störungen des Fernsehempfangs bei der Verwendung von älteren, nicht ausreichend abgeschirmten oder defekten Antennenkabeln zwischen Antennendose und Fernsehgerät kommen. Dies gilt nur für Haushalte, die über Kabel fernsehen. Betroffen ist in NRW überwiegend der Kabelkanal, über den das Fernsehprogramm „Das Erste“ zu sehen ist.

Ursache der Störungen ist in der Regel eine unzureichende Abschirmung der verwendeten Kabel zwischen Antennendose und Fernsehgerät. Betroffene sollten dieses Kabel überprüfen und gegebenenfalls durch gut abgeschirmte Antennenkabel (Klasse A / Class A) ersetzen. Obwohl die Kabelnetzbetreiber nicht Verursacher dieser Störungen sind und die Kabelnetze nach eigenen Angaben gegen diese Einstrahlung zuverlässig abgeschirmt sind, bietet z. B. der Kabelnetzbetreiber Unitymedia als freiwilligen Service für seine Kunden im Störungsfall kostenlos geeignete Antennenkabel für den Anschluss des Fernsehers an die Antennensteckdose an.
Weitere Informationen dazu unter http://www.unitymedia.de/service/soforthilfe/dab.html.


Zusätzliche Informationen zum Thema „Bundesweiter Digital Radio Multiplex DAB+“ können im Internet unter den nachfolgend genannten Links abgerufen werden.

http://www.digitalradio.de

http://www.media-broadcast.com

Über digitale Trends informiert zudem auch „Digitaltrends LfM“. Das Magazin erscheint zweimal im Jahr und ist über den Warenkorb der LfM zu beziehen sowie im Internet unter www.lfm-nrw.de/nrwdigital abrufbar.