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Hybrid-Fernsehen (HbbTV)

Das aus den Lateinischen stammende Wort „hybrid“ bezeichnet Vermischtes, Gekreuztes, also eine Kombination von Teilen unterschiedlicher Herkunft. Hybrid als Begriff ist Vielen durch das Hybrid-Auto bereits bekannt.

Beim Hybrid-Fernsehen werden Rundfunkprogramme und Internet-Dienste kombiniert und  - wenn der Zuschauer es möchte - gleichzeitig auf dem Bildschirm dargestellt.

Zum Empfang des Hybrid-Fernsehen wird neben dem digitalen Fernsehsignal einen ausreichend breitbandiger Internetanschluss (min. 2 Mbit/s) benötigt. Der Anschluss des Internets an die neuen Hybrid-Empfangsgeräte (Fernseher, Set-Top-Box oder Blu-ray-Player) erfolgt über ein Netzwerkkabel des Haus-LAN´s (Local Area Network) oder eine gesicherte WLAN-Verbindung (Wireless Local Area Network) vom Internet-Router (z. B. Fritz-Box).

Die Hybriden-Empfänger sind allerdings nicht mit einem normalen PC vergleichbar und können daher nicht alle Internetinhalte - insbesondere „Flash“-Anwendungen - anzeigen. Auch sind die Möglichkeiten der Navigation ohne Maus und Tastatur eingeschränkt. Somit müssen auf der herkömmlichen Fernbedienung die im Kreis angeordneten Tasten „rauf, runter, rechts und links“ mit der OK-Bestätigungstaste in der Mitte, die Taste für die Zurückfunktion sowie die vier Farbtasten (rot, grün, blau und gelb) für die Navigation genutzt werden.

Der Wechsel vom TV-Programm zur Online-Welt erfolgt entweder mit dem Red Button (rote Taste) oder einer speziellen Portaltaste (Internet TV; Net TV, …) auf der Fernbedienung. Die jeweiligen Portal-Seiten sind abhängig von den jeweiligen Hybrid TV - Empfangsgeräte-Herstellern (Philips, Samsung, Sony, Panasonic, Humax, VideoWeb, …) unterschiedlich aufgebaut. Alle Portal-Seiten haben aber eins gemeinsam: Die Ansteuerung der Webseiten erfolgt durch das Anklicken der Anbieter-Logos/Bilder (Widgets) über die Steuertasten der Fernbedienung.

HbbTV (Hybrid Broadcasting Broadband TV) ist ein neuer Standard, der langfristig den mittlerweile veralteten Videotext ersetzen soll. HbbTV ist hochauflösend, kann Fotos darstellen und präsentiert sich damit deutlich schicker als der bisherige Klötzchengrafik-Standard. HbbTV-Seiten haben die Anmutung von modernen Internetseiten. Die neue Technologie benötigt einen interaktiven Rückkanal und ist daher auch technisch dem World Wide Web deutlich näher als dem alten TV-Teletext. Des Weiteren kann der Zuschauer über den Rückkanal via Fernbedienung an Abstimmungen beteiligen, die bislang nur über das Telefonnetz möglich waren oder an Spiel- oder Ratesendungen teilnehmen.

Die hybriden Plattformen bieten auch verschiedene Programmbeiträge wie z. B. die 100 Sekunden Tagesschau an. Aber es können auch Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmveranstalter, Online-Videotheken oder YouTube - Videos abgerufen werden. Damit eine möglichst gute Übertragungsqualität erreicht werden kann, sollte über den Internetanschluss mindestens 2 MBit/s (besser > 4 Mbit/s) Bandbreite zur Verfügung stehen.