06.12.2011

Digitales Kabel

Kabel-TV: Der lange Weg zur Volldigitalisierung

Abbildung der Teilnehmer des Fachgesprächs Digitales Kabel.
Teilnehmer des Fachgesprächs: Digitalisierung im Kabel am 6. Dezember in der LfM. Foto: LfM.

Düsseldorfer Fachgespräch mit hochrangigen Branchen-Vertretern

Etwa dreißig Experten von Kabelnetzbetreibern, TV-Programmanbietern, Wohnungswirtschaft, Medienaufsicht und Verbraucherschutz haben am 6. Dezember in Düsseldorf über die Digitalisierung der Kabelnetze diskutiert. Im Mittelpunkt eines fünfstündigen Experten-Hearings, zu dem die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) eingeladen hatte, standen technische, ökonomische und rechtliche Fragen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Medienberater Werner Lauff.

Wissenswertes für den Umstieg

Digitales Fernsehen bietet im Vergleich zum analogen für viele Nutzer Vorteile: zum Beispiel wegen der größeren Anzahl an Programmen und einer besseren Bildqualität. Deshalb haben die TV-Kabelnetzgesellschaften in Deutschland ihre Breitbandkabel inzwischen fast flächendeckend digitalisiert. Wer auf die neue Technik umsteigen möchte, sollte dabei ein paar wesentliche Aspekte kennen und berücksichtigen.

In die TV-Kabelnetze werden parallel zu den bereits seit Jahren vorhandenen analogen Hörfunk- und TV-Programmen mehr als 400 digitale Angebote eingespeist. Deshalb können Kabel-Haushalte für jedes Fernseh- oder Radiogerät einzeln bestimmen, ob es analoge oder digitale Programme empfangen soll.

Zwingend erforderlich ist die Digitalisierung eines bereits vorhandenen analogen Kabelanschlusses nicht, weil die Netzbetreiber nämlich vorerst weiterhin analoge Programme zur Verfügung stellen. Auch von der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens im kommenden Frühjahr (30. April 2012) sind in der Regel Kabelkunden nicht betroffen. Zu Problemen kann es allenfalls bei Gemeinschaftsantennenanlagen kommen. Dies könnte etwa dann der Fall sein, wenn deren Betreiber (meist Wohnungsbaugesellschaften) das Fernsehsignal, das sie über ihr Kabelsystem verteilen, ursprünglich von einem analog genutzten Satelliten beziehen. Die allermeisten dieser Gemeinschaftsantennenanlagen aber werden bis zum 30. April 2012 umgerüstet sein.

Weil die TV-Breitbandnetze in Deutschland inzwischen fast komplett für die Übertragung digitaler TV-Signale modernisiert sind, können nahezu alle Kabelkunden ohne eigene Umbaumaßnahmen auf digitalen Empfang umsteigen. Dafür muss ein entsprechender Vertrag mit dem örtlichen Kabelnetzbetreiber abgeschlossen werden. Informationen erhalten Kunden telefonisch oder über das Internet bei ihrem Kabelnetzbetreiber.