Romantische Liebe, erotische Fantasien, moralische Aufreger und "Ablachen".

Was X-Diaries für Jugendliche attraktiv macht.

X-Diaries“ ist ein sog. „Scripted Reality-Format“. Das sind Sendungen, in denen die Handlungen erfunden sind, die ästhetisch jedoch so produziert werden, dass sie aussehen wie ein dokumentarisches Format. Gerade junge Zuschauer können deshalb oft nur schwer zwischen Inszenierung und Realität unterscheiden und erkennen das Gesehene nicht mehr als das, was es eigentlich ist: reine Fiktion. Was ist es, dass Jugendliche und junge Erwachsene an X-Diaries interessiert? Was sehen die regelmäßigen X-Diaries-Zuschauerinnen und -Zuschauer als dokumentiert und was als gescriptet an? Und: Was sind aus der Perspektive der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes die potenziellen Problembereiche des Formates? Die Ergebnisse der Einzelformatanalyse zur Sendung „X-Diaries – Love, Sun und Fun“ geben erste Einblicke in die Faszinationskraft, die für viele Heranwachsende von Scripted Reality-Formaten ausgehen, und zeigen ein breites Spektrum an Rezeptionsweisen auf.

Die Ergebnisse der „X-Diaries“-Analyse sind in die Konzeption und Erarbeitung der zweiten Ausgabe der LfM-Reihe „tv.profiler“ zum Thema „Scripted Reality“ eingeflossen.

Publikation:

Maya Götz, Sophia Koenen: Romantische Liebe, erotische Fantasien, moralische Aufreger und „Ablachen“. Was X-Diaries für Jugendliche attraktiv macht. Düsseldorf: LfM, 2012. 54 S. (LfM-Dokumentation; Band 43/Online)