Wie Kinder und Jugendliche "Familien im Brennpunkt" verstehen

„Familien im Brennpunkt“ ist ein sog. „Scripted Reality-Format“. Das sind Sendungen, in denen die Handlungen erfunden sind, die ästhetisch jedoch so produziert werden, dass sie aussehen wie ein dokumentarisches Format. Gerade junge Zuschauer können deshalb oft nur schwer zwischen Inszenierung und Realität unterscheiden und erkennen das Gesehene nicht mehr als das, was es eigentlich ist: reine Fiktion.

Was ist es, dass Jugendliche und junge Erwachsene an  „Familie im Brennpunkt“ interessiert? Was sehen die regelmäßigen „Familien im Brennpunkt“-Zuschauerinnen und -Zuschauer als dokumentiert und was als gescriptet an? Und: Was sind aus der Perspektive der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes die potenziellen Problembereiche des Formates? Die Ergebnisse der Einzelformatanalyse zur Sendung „Familien im Brennpunkt“ geben erste Einblicke in die Faszinationskraft, die für viele Heranwachsende von Scripted Reality-Formaten ausgehen, und zeigen ein breites Spektrum an Rezeptionsweisen auf.

Die Ergebnisse der „Familien im Brennpunkt“-Analyse sind auch in die Konzeption und Erarbeitung der zweiten Ausgabe der LfM-Reihe „tv.profiler“ zum Thema „Scripted Reality“ eingeflossen.

Publikation:

Maya Götz, Andrea Holler, Christine Bulla, Simone Gruber: Wie Kinder und Jugendliche "Familien im Brennpunkt" verstehen. Düsseldorf: LfM, 2012. 63 S. (LfM-Dokumentation Band 44/online)