Digitale Privatsphäre

Heranwachsende und Datenschutz auf Sozialen Netzwerkplattformen

Durchführung: Prof. Dr. Dr. Michael Schenk, Universität Hohenheim und Prof. Dr. Gabi Reinmann, Universität der Bundeswehr München, in Kooperation mit Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Leiter des Fachgebiets Öffentliches Recht, Universität Kassel und wiss. Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht e. V. (EMR)

Soziale Netzwerkplattformen sind aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene nutzen sie, um Kontakte zu pflegen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dabei müssen und wollen sie zahlreiche Informationen über sich preisgeben. Dies kann dazu führen, dass sie ihre eigene Privatsphäre gefährden. Die Nutzung der Plattformen erfolgt in einem Spannungsfeld zwischen wahrgenommenen Chancen und Risiken.

Die vorliegende Studie untersucht, wie 12- bis 24-Jährige Soziale Netzwerkplattformen nutzen, welche Informationen sie von sich dort preisgeben, wie sie die Risiken einschätzen und ihre Privatsphäre online schützen. Diese Fragestellungen wurden in einer empirischen Untersuchung mit einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden beantwortet.

Neben qualitativen Interviews mit jungen Nutzern und Experten wurde eine standardisierte Befragung inklusive einer Trackingstudie durchgeführt. Außerdem beinhaltet der Band ein ausführliches Rechtsgutachten zum Datenschutz. Anhand der Ergebnisse wurden Gestaltungsvorschläge für den Gesetzgeber und die Medienpädagogik formuliert.

Publikation:

Michael Schenk, Julia Niemann, Gabi Reinmann, Alexander Roßnagel (Hrsg.):
Digitale Privatsphäre. Heranwachsende und Datenschutz auf sozialen Netzwerkplattformen. Weitere Autoren: Silke Jandt, Jan-Mathis Schnurr. Berlin (Vistas), 2012. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 71, ISBN 978-3-89158-577-1, 25,- Euro.