Zur Kritik der Medienkritik

Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten

Durchführung: Prof. Dr. Ralph Weiß, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg / Prof. Dr. Knut Hickethier, Universität Hamburg / Prof. Dr. Otfried Jarren, Universität Zürich, Institut für Publizistik und Medienforschung

Angesichts der Tatsache, dass das soziale und politische Leben in modernen Gesellschaften umfassend durch Medien geprägt ist, stellt Medienkritik, d. h. die kritische Reflexion von Medienleistungen, ein notwendiges Medium der Selbstverständigung in mediengeprägten Gesellschaften dar. Im Rahmen des Projekts soll der Frage nachgegangen werden, was Medienkritik für diese Selbstverständigung leisten kann und ob sie dieser Notwendigkeit im hinreichenden Maße gerecht wird. Hierbei soll sowohl die allgemeinöffentliche als auch die fachöffentliche Medienkritik in den Blick genommen werden. Neben der Programmkritik wird auch die Kritik an allgemeinen Tendenzen der Medien- und Programmentwicklung berücksichtigt. In diesem Zusammenhang werden sowohl Formen als auch Inhalte der Medienkritik analysiert. Darüber hinaus hat die Studie das Ziel, zu untersuchen, wie das System Medienkritik funktioniert und unter welchen institutionellen Regeln dies geschieht. Ferner wird der Frage nachgegangen, welche professionellen Netzwerke Medienkritiker unterhalten und welche systembedingten Abhängigkeiten bestehen (z. B. Cross-Ownership).

Publikation:

Weiß, Ralph (Hrsg.): Zur Kritik der Medienkritik. Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten. Berlin (Vistas), 2005. 592 Seiten. LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 48. ISBN 3-89158-397-4

Vertiefende Informationen und Anhänge