Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund

Umfragen und Gruppendiskussionen mit Personen türkischer Herkunft und russischen Aussiedlern im Alter zwischen 12 und 29 Jahren in Nordrhein-Westfalen

Computer, Handy, Fernsehen – Jugendlichen steht heute ein breites Medienangebot zur Verfügung, dass sie in Schule und Freizeit selbstverständlich nutzen. Aktuelle Studien zeigen, dass mittlerweile jeder zweite 12- bis 19-Jährige von seinem Zimmer aus online gehen kann. Nach wie vor gehören aber auch klassische Medien in das alltäglich genutzte Medienensemble von Jugendlichen. Lässt sich dies auch auf die Mediennutzung von jungen Menschen mit Migrationshintergrund übertragen? Oder wenden sich die Jugendlichen anderen Medien, anderen Inhalten zu?

Diesen Fragen geht die Studie nach und zeigt auf, wie Jugendliche und junge Erwachsene mit türkischem und russischem Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen Medien nutzen. Dabei wird die Nutzung von sowohl klassischen Massenmedien wie Radio und Fernsehen als auch Individualmedien wie Internet und Handy untersucht. Die auf breiter empirischer Grundlage ermittelten, repräsentativen Ergebnisse zu Mediennutzung und Medienkompetenz der Jugendlichen werden auch im Hinblick auf Maßnahmen zur gezielten Förderung der Medienkompetenz diskutiert und bieten dadurch Impulse für deren weitere Ausrichtung.

Publikation:

Joachim Trebbe, Annett Heft, Hans-Jürgen Weiß: Mediennutzung junger Menschen mit Migrationshintergrund. Umfragen und Gruppendiskussionen mit Personen türkischer Herkunft und russischen Aussiedlern im Alter zwischen 12 und 29 Jahren in Nordrhein-Westfalen. Berlin (Vistas) 2010. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Band 63. ISBN 978-3-89158-518-4, 221 Seiten, 15,- Euro.