Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung

Medienerziehung in der Familie

Durchführung: Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF), München, und Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg

Medien durchdringen zunehmend den Alltag von Kindern und Familien. Die Komplexität der Medienwelt erschwert es den Eltern, den Überblick über die Mediennutzung ihrer Kinder zu behalten und diese angemessen zu begleiten. Der Trend, Eltern immer mehr Verantwortung für Erziehung und Wohlergehen ihrer Kinder aufzubürden, alarmistische Meldungen über die Risiken digitaler Medien sowie die eigenen Ansprüche setzen viele Eltern auch in der Medienerziehung zunehmend unter Druck.

Wie gehen Eltern mit diesem Druck und dem Thema Medienerziehung in ihrem Alltag um? Welche Ansprüche werden formuliert und wo liegen die Hindernisse, diese umzusetzen? Was wünschen sich Eltern an Informationen und wie können sie erreicht werden? Diesen und anderen Fragen geht die vorliegende Studie in einer Untersuchung mit Familien mit Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren aus verschiedenen Perspektiven nach. Die Ergebnisse zeigen, an welchen Stellen elterliche Vorstellungen mit der familialen Alltagsbewältigung und den Bedürfnissen der Kinder kollidieren und es werden medienerzieherische Informations- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie Konsequenzen für die medienpädagogische Elternarbeit und familienbezogene Unterstützungssysteme diskutiert.

Publikation:

Ulrike Wagner, Christa Gebel, Claudia Lampert (Hrsg.): Zwischen Anspruch und Alltagsbewältigung: Medienerziehung in der Familie. Berlin (Vistas), 2013. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 72, ISBN  978-3-89158-585.