Leitbild Medienkompetenz

Abbildung Leitbild Medienkompetenz
Leitbild Medienkompetenz

Neben dem allgemeinen Leitbild der LfM orientieren sich die Aufgabenfelder der LfM im Bereich Medienkompetenz an folgenden Leitbildern: Die drei Themenfelder Schutz, Bildung und Partizipation stehen gleichberechtigt und tragen gemeinsam zu einer Chancengleichheit der Menschen in der heutigen Mediengesellschaft bei. Übergreifend steht die Vernetzung und Koordination aller betreffenden Aktivitäten.

Jugendmedien-/Mediennutzerschutz

Nur wer informiert ist und sich qualifiziert in der Medienwelt bewegen kann, fällt bspw. nicht auf Abzocke oder ungerechtfertigte Abmahnungen herein und weiß über seine Persönlichkeits- und Datenschutzrechte Bescheid. Deshalb unterstützt die LfM junge wie erwachsene Mediennutzerinnen und Mediennutzer, Rundfunk und Internet mit kritischen Augen zu begleiten. Denn man muss sich nicht alles gefallen lassen, was einem in Internet, TV und Co begegnet: Wenn Inhalte gegen bestehendes Recht verstoßen, kann eine Beschwerde eingereicht werden. Auch die LfM nimmt solche Beschwerden über TV- und Radio-Sendungen sowie Internetseiten entgegen. Darüber hinaus klärt sie umfassend über Risiken und Rechte in der modernen Medienwelt auf.

Bildung

In unserer Informationsgesellschaft wird die kompetente Nutzung von (Online-)Medien immer wichtiger, um zu lernen und Zugang zu Informationen zu bekommen. Medienkompetenz wird deshalb auch als vierte Kulturtechnik bezeichnet - neben dem Lesen, Rechnen und Schreiben. Das Beherrschen dieser Technik entscheidet heute in hohem Maße darüber, welche Entwicklungschancen sich Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eröffnen. So ist es Teil des Selbstverständnisses der LfM, für breite und tiefgehende Bildungsangebote zur Medienkompetenz zu sorgen.

Demokratiekompetenz

Letztendlich findet heute die Auseinandersetzung über gesellschaftliche Werte und politische Ziele im Wesentlichen über Medien statt. Wer diese Prozesse aktiv und mündig mitgestalten will, muss kompetent mit Medien umgehen: Hier sind insbesondere die Fähigkeit zur kritischen Reflexion von Medieninhalten gefragt, die eigenen Kompetenzen, sich (mithilfe der Medien) öffentlich zu artikulieren und das Wissen um die Macht- und Wirkungsstrukturen in der Medienlandschaft. Diese Fähigkeiten zu vermitteln ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Arbeit der LfM.

Chancengleichheit

Große Teile der Bevölkerung haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu den Medien und ihren Bildungs- und Partizipationspotenzialen. Um eine dadurch bedingte gesellschaftliche Ausgrenzung und/oder Verstärkung der Benachteiligung zu verhindern, gilt es, Medienkompetenz derart zu fördern, dass Nutzerinnen und Nutzer an der Informationsgesellschaft gleichberechtigt und barrierearm teilhaben können.

Vernetzung und Koordination

Durch Vernetzung und Koordination können Wissen und Erfahrungen ausgetauscht, Synergien erschlossen, Parallelaktivitäten vermieden und bedarfsgerechtere Angebote entwickelt werden. Nur auf diese Weise ist zu gewährleisten, dass die vorhandenen Ressourcen - Kenntnisse, Kompetenzen und Kapital - in Nordrhein-Westfalen möglichst sinnvoll verwendet werden. Deshalb möchte die LfM die Vernetzung der Institutionen und die Koordination der Aktivitäten und Projekte unterstützen.