Projektlaufzeit: April 1990 bis September 1992
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
"Bei dieser Studie geht es um die Frage, ob und inwieweit sich die Beiträge
der kulturellen Gruppen in das kommerzielle Programmumfeld integrieren lassen.
Die Autoren kommen in diesem Zusammenhang zu einem positiven Ergebnis und konstatieren,
dass dem Bürgerfunk eine weitaus stärkere Rolle zugemessen werden
muss, etwa was die Bereiche Professionalität und Kreativität betrifft.
(...) Die Wissenschaftler kommen nach Auswertung der Interviews zu dem Ergebnis,
dass "mit einem raschen Anstieg der Akzeptanz des Bürgerfunks und
schon mittelfristig mit einer Vollauslastung der Sendeplätze" gerechnet
werden kann. (...)" (Gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr.
II-66/93 -neu-) (Anschlussstudie "Aktualisierung Forschungsprojekt und
Integrationsfähigkeit 15% -Gruppen..." s. dort)
Publikation:
Lerg, Winfried B.; Angela Rieger und Jan Schenkewitz:
Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen,
15%-Gruppen in kommerziellen Lokalradios,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 10
Projektlaufzeit: August 1990 bis Februar 1992
"Diese Studie (...) geht der Frage nach, was Lokalradios als lokale Medien zur Bildung von Meinungen und Vorstellungen über herausragende kommunale Angelegenheiten beitragen. Das Resultat der Programmanalyse und des Vergleichs der publizistischen Leistungen der untersuchten lokalen Radiostationen und der jeweiligen lokalen Tageszeitungen lautet: Lokalradios können Grundlagen für eine fundierte Meinungsbildung bei den Hörern liefern." (Gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr. II- 66/93 -neu-)
Publikation:
Weiß, Ralph und Werner Rudolph:
Die lokale Welt im Radio,
Information und Unterhaltung im Lokalradio als Beiträge zur kommunalen
Kommunikation, Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 9
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Juni 1992
Ziel dieser Untersuchung ist die Frage nach den Auswirkungen, die der lokale Hörfunk auf die sogenannte "politische Kultur" in vier ausgewählten Kommunikationsräumen in Nordrhein-Westfalen hatte und hat. Die mit der Einführung der Lokalradios verbundenen Veränderungen in der örtlichen Sozial-, Kommunikations-, Interessen- und Medienstruktur werden in den Verbreitungsgebieten des lokalen Hörfunks Duisburg, Siegen-Wittgenstein, Hamm und Bielefeld empirisch analysiert und bewertet. Konkret wird untersucht, ob der lokale Hörfunk zu einer Verbesserung der lokalen Kommunikation und zu einer Verbesserung der Integration von "Problemgruppen" in die örtliche Gemeinschaft beiträgt, einen Beitrag zur Pluralisierung lokaler Machtstrukturen und zur Verbesserung der sozio-kulturellen Milieus zu leisten vermag und den publizistischen und journalistischen Wettbewerb in den jeweiligen Kommunikationsräumen fördert. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Einführung des lokalen Rundfunks in Nordrhein-Westfalen für die "kommunale Kommunikation" in allen Gebieten nicht ohne Wirkung ist. Die Auswirkungen selbst sind allerdings von den Rahmenbedingungen abhängig. (...) Die Studie selbst enthält weiterhin eine Journalistenbefragung, eine Zeitungsanalyse sowie Fallstudien zu bestimmten Sonderthemen (u.a. zum Thema Frauen und Lokalfunk). (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/93 -neu-)
Publikation:
Jarren, Otfried u.a.:
Die Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen,
Elektronische Medien und lokalpolitische Kultur,
Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 8
Projektlaufzeit: Februar 1990 bis März 1992
"Dieses Projekt beleuchtet aus rechts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive die Entstehungsbedingungen des lokalen Hörfunks in drei ausgewählten Verbreitungsgebieten Coesfeld, Wesel, Köln. In der Studie (...) werden außerdem detaillierte Aussagen zum Rahmenprogramm, zum Bürgerradio sowie zum Lokalprogramm, das von der Veranstaltergemeinschaft verantwortet wird, gemacht. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Frage, ob und in welcher Weise durch organisatorische Vorkehrungen das Kräfteverhältnis zwischen VG und BG ausgeglichen gestaltet wird. Ausgangspunkt ist die Forderung des Bundesverfassungsgerichts nach "materiellen, organisatorischen und Verfahrungsregelungen" für die tatsächliche Ausgestaltung eines privatwirtschaftlich finanzierten Rundfunkmodells. Diese Regelungen, im LRG NW für das Zwei-Säulen-Modell konkretisiert, sind im Rahmen der Studie analysiert worden. Die Wissenschaftler stellen bei dieser Analyse und nach Auswertung einer Fülle von zusätzlich geführten Interviews fest, dass das Gleichgewicht der Kräfte (VG und BG) faktisch nicht besteht. (...) Der Studie kommt über dieses Ergebnis hinaus eine weitere besondere Rolle zu: Durch die akribisch genaue Auflistung zentraler Daten, Ereignisse und Entwicklungen wird das vorgelegte Manuskript zu einer Chronologie des Lokalfunks in NRW." (Gekürzter Nachdruck aus: LfR Information II-66/ 93 -neu-)
Publikation:
Schröder, Hermann-Dieter und Torsten Sil:
Konstruktion und Realisierung des nordrhein-westfälischen Lokalfunkmodells,
Eine rechts- und sozialwissenschaftliche Untersuchung der Konstituierung des
lokalen Hörfunks, Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 7
Projektlaufzeit: Februar 1991 bei Dezember 1992
Das Gewaltprofil der privaten Sender RTL plus, SAT 1, Tele 5 und Pro 7 sowie der öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF wird in quantitativer und qualitativer Hinsicht vergleichend analysiert. Die zeitliche Platzierung und Dosierung der Gewaltdarstellungen im Programm werden beschrieben. Die Vielfalt der Gewaltdarstellung im Fernsehen wird durch ein mehrstufiges Kategoriensystem erfasst. Ergebnisse der Untersuchung sollen in die bisherigen Befunde der Wirkungsforschung eingeordnet werden.
Publikation:
Groebel, Jo und Uli Gleich:
Gewaltprofil des deutschen Fernsehprogramms,
Eine Analyse des Angebots privater und öffentlich-rechtlicher Sender,
Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 6
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Oktober 1991
"Ziel dieser Studie war, empirische Analysen mit verallgemeinerungsfähigen Daten zu lokalen Werbemarktstrukturen und zur Angebotskonkurrenz lokaler Radioanbieter in NRW zu erhalten. Es ging bei diesem Ansatz darum, die Potentiale der einzelnen Radiostationen hinsichtlich des Werbeaufkommens zu untersuchen. Die Studie (...) hat dabei eine Neubestimmung des zu erwartenden Werbepotentials aufgrund erstmals erhobener empirischer Ausgangsdaten geleistet. Ein Ergebnis ist, dass die Radiostationen noch längst nicht jene Ausschöpfung realisiert haben, die aufgrund der erhobenen Strukturdaten möglich sind. Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die Qualifikation von Marketingmitarbeitern nicht ausreichend ist. Hier bestehen ebenfalls weitere Möglichkeiten der Verbesserung." (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/93 -neu-) (Anschlussstudie: Expertise "Aktualisierung Werbemärkte" s. dort)
Publikation:
Kopper, Gerd G. (Hrsg.):
Lokale Werbemärkte. Empirische Untersuchungen zum Marketing lokaler Radios
in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 5
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Juli 1991
"Diese Untersuchung hatte zum Ziel, die Mediennutzung in Nordrhein-Westfalen zum Zeitpunkt des Sendebeginns des lokalen Radios zu erforschen. Mit diesem Projekt ist erstmals eine Grundlagenuntersuchung der Mediennutzung landesweit in Nordrhein-Westfalen und zusätzlich in fünf ausgewählten Verbreitungsgebieten (Dortmund, Duisburg, Neuss, Soest, Siegen- Wittgenstein) geleistet worden. Damit liegen Informationen nicht nur über die allgemeine Mediennutzung von verschiedenen Bevölkerungsgruppen vor, sondern auch über die Akzeptanz neuer elektronischer Medienangebote im lokalen Raum. Diese Daten werden in Verbindung gesetzt zu Daten, die den WDR betreffen. (...) In der Untersuchung werden dem neuen Medium in Nordrhein-Westfalen, dem lokalen Radio, gute Chancen im Umfeld der medialen Mitbewerber attestiert." (gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr. II-66/93 -neu-). Ergebnisse des Forschungsprojektes "Lokalradio und kommunale Öffentlichkeit. Wechselbeziehungen zwischen lokalem Hörfunk und vorhandenen infrastrukturellen Kommunikationsangeboten" wurden integriert.
Publikation:
Liepelt, Klaus; Wolfgang Neuber und Michael Schenk:
Lokalradio in Nordrhein-Westfalen,
Analysen zur Mediennutzung,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 4
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis April 1991
Untersuchung des Wechselverhältnisses zwischen lokaler Öffentlichkeit und Lokalradios in ausgesuchten Verbreitungsgebieten durch Experteninterviews und Recherche infrastruktureller Ausgangsbedingungen vor oder kurz nach Sendebeginn. Die Daten verdeutlichen die z.T. gravierenden strukturellen Unterschiede der fünf Verbreitungsgebiete, wobei unterstellt wird, dass damit auch sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen für die einzelnen Lokalradiosender verbunden sind.
Publikation:
Teilergebnisse veröffentlicht in:
Liepelt, Klaus; Wolfgang Neuber und Michael Schenk:
Lokalradio in Nordrhein-Westfalen,
Analysen zur Mediennutzung,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 4
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Oktober 1991
"Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Kommunikatorstudie über die Arbeitsplatzbedingungen und zu Fragen der Qualifikation der journalistischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Untersuchung enthält kritische Aussagen über die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Auswertung der Ergebnisse wird zudem die materielle, personelle und technische Ausstattung kritisch bewertet. Die Autoren konstatieren Tendenzen, dass die Betriebsgesellschaften ihre Positionen gegenüber den Veranstaltergemeinschaften und den Redaktionen verstärkt ausbauen. Somit bestehe die Gefahr, dass die Betriebsgesellschaft zur dominierenden Kraft im Gefüge des Zwei-Säulen-Modells werde. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II -66/93 -neu-) (Anschlussstudie: "Aktualisierung Kommunikatorstudie" s. dort)
Publikation:
Rager, Günther; Petra Werner und Bernd Weber:
Arbeitsplatz Lokalradio,
Journalisten im lokalen Hörfunk in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 3
Januar 1990 bis Mai 1991
"Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Untersuchung zu den Medienanbietern und den -angeboten (vor allem der lokalen Tageszeitung) und zu den Kapitalstrukturen der Medien in den Verbreitungsgebieten in NRW vor dem Start des lokalen Hörfunks. Im Rahmen der empirischen Arbeit sind neben den Tageszeitungen auch die Anzeigenblätter, die lokalen Wochenblätter, die regionalen Publikumszeitschriften und sogenannten "Kostenlosmagazine" untersucht worden. Zusätzlich erfolgte eine Zuordnung der Printmedien zu den Verbreitungsgebieten des Lokalradios. Ein zentrales Ergebnis ist der Nachweis über Kongruenzen und über Differenzen zwischen den Verbreitungsgebieten der Tageszeitungen und des lokalen Hörfunks. Die Rahmenstrukturen für die lokal bezogene Berichterstattung werden so für beide Medien verdeutlicht. Fragen des publizistischen Wettbewerbs zwischen dem Lokalradio auf der einen und der Tageszeitung auf der anderen Seite sind besonders vor dem Hintergrund relevant, dass die Märkte der Printmedien zum Teil von den Märkten des Lokalfunks abweichen. Die LfR-Medienkarte, ein "visualisiertes" Resultat dieses Projekts, zeigt, dass sich die Lokalfunkredaktionen in der Regel einer oder mehreren (personell stärkeren) Tageszeitungsredaktionen gegenübersehen. Eine Folgerung aus dieser Untersuchung ist, dass die Wettbewerbssituation zwischen Lokalradio und Lokalzeitung jeweils differenziert zu bewerten ist. Diese "Überschneidungsproblematik" ist zum ersten Mal für ein Bundesland nachgewiesen worden. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/ 93 -neu-) (Folgeprojekt "Medienanbieter und Medienangebote in den Verbreitungsgebieten des Lokalfunks" s. dort)
Publikation:
Pätzold, Ulrich und Horst Röper:
Medienanbieter und Medienangebote,
Vor dem Start des Lokalfunks in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 2
Projektlaufzeit: Mai 1990 bis April 1991
"Das Landesrundfunkgesetz NW verpflichtete die LFM bis zur Gesetzesnovellierung 1992 dazu, sich regelmäßig einen Überblick über die Produktionsquoten der privaten Fernsehprogramme zu verschaffen Hintergrund war es das Ziel dieser Analyse, zu untersuchen, inwieweit die privaten Fernsehsender RTL, SAT 1, PRO 7 und TELE 5 den gesetzlichen Anforderungen des § 12 Abs. 6 LRG NW nachkommen. § 12 Abs. 6 LRG NW schreibt vor, dass der überwiegende Anteil der Fernsehvollprogramme aus Eigen-, Auftrags- oder Gemeinschaftsproduktionen sowie aus Produktionen aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum bestehen soll. Aus Vergleichsgründen wurden parallel hierzu auch die Fernsehprogramme der öffentlich-rechtlichen Anbieter ARD und ZDF ausgewertet. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-44/93)
Publikation:
Produktionsquoten privater Fernsehprogramme,
Eine Programmanalyse im Frühjahr 1990,
Düsseldorf 1991,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 1