Projektlaufzeit: November 1992 bis Juli 1995
Die Studie beschreibt den Fernsehalltag von Eltern und Kindern in verschiedenen Familienformen und geht der Frage nach, welche pädagogischen Probleme sich ergeben und wie man die Bereitschaft der Familie zu einer aktiven Medienerziehung unterstützen kann. In der Untersuchung wurden die Ursachen, die sozialen Verteilung der Problemlagen und die zusätzlichen Erziehungsanforderungen in Familien in Folge des veränderten Fernsehprogrammangebots analysiert sowie Methoden, Konfliktstrategien und Erfolge verschiedener Familienformen beim Umgang mit diesen Problemlagen vorgestellt.
Publikation:
Hurrelmann, Bettina; Michael Hammer und Klaus Stelberg
(Unter Mitarbeit von Claudia Rathmann und Cläre Stauffer):
Familienmitglied Fernsehen,
Fernsehgebrauch und Probleme der Fernseherziehung in verschiedenen Familienformen,
Opladen 1996,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 20
Projektlaufzeit: April 1992 bis Juni 1994
Erfolge und Probleme der Lokalradios wurden vielfach diskutiert und erforscht. Dabei stehen naturgemäß die Organisationsform, das Programm, die Akzeptanz, die Finanzierung, die Redaktion, die Bürgernähe, die publizistische Leistung und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Die Studie ergänzt solche medienzentrischen Betrachtungen und geht der Frage nach, wie sich Lokalfunk in die lokale Medienlandschaft eingefügt hat. Sie erörtert vorrangig, welche Auswirkungen gegenüber den traditionellen lokalen Medien zu erkennen sind. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus insbesondere bei der Bestimmung von Substitutions- und Komplementaritätseffekten im Wettbewerb zwischen Tageszeitung und Lokalfunk.
Publikation:
Pätzold, Ulrich und Horst Röper:
Lokale Medien in NRW:
Anbieterstrukturen und Angebotsvielfalt,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 19
Projektlaufzeit: Mai 1993 bis Oktober 1994
Auf der Beobachtung basierend, dass Kinder in den vergangenen Jahren zu einer bedeutenden Zielgruppe in der Fernsehwerbung geworden sind, wurde im Rahmen dieses Forschungsprojektes das Angebot von Werbung für Kinder und mit Kindern in privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen und dessen Verarbeitung durch Kinder analysiert. In Teil I der Studie wurden das Programmumfeld, der Umfang sowie die Inhalte der Werbeangebote für und mit Kindern analysiert. Der Untersuchungsteil II befasst sich mit der Rezeption der Fernsehwerbung durch Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren. Neben den Entwicklungsstufen des Kinderwerbeverständnisses wird der Werbekonsum, die Werbekompetenz sowie die Werbeerfahrung in der Familie analysiert. Teil III der Studie enthält eine Untersuchung der Fernsehwerbung aus juristischer Sicht. Schließlich werden Handlungsoptionen zum Jugend- und Verbraucherschutz im Bereich Kinder und Werbung entwickelt.
Publikation:
Charlton, Michael; Klaus Neumann-Braun, Stefan Aufenanger, Wolfgang Hoffmann-Riem
u.a.: Fernsehwerbung und Kinder,
Das Werbeangebot in der Bundesrepublik Deutschland und seine Verarbeitung durch
Kinder, Band 1: Das Werbeangebot für Kinder im Fernsehen,
Band 2: Die Rezeptionsanalyse und rechtliche Rahmenbedingungen,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 17 und 18
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Mai 1992
Im Rahmen des Projektes wurde anhand von Umfragen und Dokumenten die komplizierte Zusammenarbeit der auf Programmfragen konzentrierten Veranstaltergemeinschaft (VG) mit der profitorientierten Betriebsgesellschaft (BG), die nach dem nordrhein-westfälischen Rundfunkgesetz keinen Einfluss auf das Programm nehmen darf, untersucht. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass im Zwei-Säulen-Modell ein Ungleichgewicht zu Gunsten der Betriebsgesellschaft und zu Ungunsten der Veranstaltergemeinschaft existiert. Dies lässt sich auf die besseren Rahmenbedingungen der Betriebsgesellschaft zurückführen.
Publikation:
Lendzian, Bettina und Eckhard Münch:
Die Praxis des Zwei-Säulen-Modells,
Untersuchungen aus der Startphase des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 16
Projektlaufzeit: September 1991 bis November 1993
"Im Rahmen dieser Untersuchung wird analysiert, in welcher Weise die TV-Anbieter RTL, SAT 1, PRO 7 und TELE 5 12 Abs. 3 Satz 3 LRG NW in ihren Programmen realisieren ("Jedes Vollprogramm soll in der Berichterstattung angemessene Zeit für die Behandlung kontroverser Themen von allgemeiner Bedeutung vorsehen"). Darüber hinaus sollen die Methoden und Ergebnisse dieser Programmanalyse unter dem Gesichtspunkt erörtert werden, inwieweit es möglich ist, unbestimmte Rechtsbegriffe im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung juristisch zu konkretisieren und in inhaltsanalytische Kategoriensysteme umzusetzen. Die Studie berücksichtigt in ihrer Anlage und Umsetzung integrativ juristische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen und Ansätze." (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-44/93)
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen und Joachim Trebbe:
Öffentliche Streitfragen in privaten Fernsehprogrammen,
Zur Informationsleistung von RTL, SAT1 und PRO7,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 15
Projektlaufzeit: Januar 1993 bis Juni 1993
Die inhaltsanalytische Studie befasst sich mit dem Thema Gewalt gegen Bürger ausländischer Nationalität in Deutschland. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, was Lokalradios zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus beitragen können und wie die neuen lokalen Sender in ihrer publizistischen Arbeit mit dem Thema umgehen. Auf der Basis der Fragestellungen wurden Beiträge von drei Lokalradios in NRW zum Thema Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit einer Programmanalyse unterzogen. Die Autoren kommen in der Studie zu dem Ergebnis, dass die Lokalradios dem Konfliktthema nicht ausweichen, sondern sich intensiv damit auseinandersetzen, indem sie verschiedene Argumentationslinien in pluraler Breite vorstellen.
Publikation:
Weiß, Ralph und Bettina Nebel:
Lokalradio und Rechtsextremismus,
Aufklärung im Hörfunk?,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 12
Projektlaufzeit: Dezember 1992 bis Juli 1994
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Vor dem Hintergrund der Asyldebatte und der Gewalttaten gegen Ausländer wurde der Rechtsextremismus in Deutschland nach 1990 aufs Neue zum Problem. Die Berichterstattung des Fernsehens zu diesem Themenkomplex ist umstritten. Die Studie untersuchte in diesem Zusammenhang den spezifischen Beitrag, den private Fernsehprogramme 1992/93 zur Information der Öffentlichkeit und zur öffentlichen Diskussion des Rechtsextremismus leisteten. Schließlich wurden die Beiträge der privaten Veranstalter zu vergleichbaren Leistungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der überregionalen Tagespresse in Bezug gesetzt.
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen:
Gewalt von Rechts - (k)ein Fernsehthema?
Zur Fernsehberichterstattung über Rechtsextremismus,
Ausländer und Asyl in Deutschland,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 11