Projektlaufzeit: April 1998 bis September 1998
Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Wahlkampfmanager von Willy Brandt im Bundestagswahlkampf 1972 sowie seiner Erfahrungen als Politikberater hat Albrecht Müller den Bundestagswahlkampf 1998 und die Berichterstattung über diesen Wahlkampf beobachtet. Diese Beobachtungen waren bewusst nicht als empirische Studie, sondern als Evaluation - wenngleich auf einer breiten und in der Publikation umfangreich dokumentierten Materialbasis aufbauend - angelegt. Mit Blick auf die Diskussion um eine "Amerikanisierung" deutscher Wahlkämpfe und um Inszenierungsstrategien von Wahlkampfereignissen diskutiert Müller das Spannungsverhältnis zwischen Medien, Politikern und Politikmanagern sowie die Auswirkungen dieses Spannungsverhältnisses auf die demokratische Qualität der Willensbildung in unserer Gesellschaft. Die Studie kommt auf der Grundlage der Beobachtungen und des Vergleichs mit dem Bundestagswahlkampf 1972 zu dem Schluss, dass sich Deutschland von einer Parteiendemokratie zur einer Mediendemokratie entwickelt.
Publikation:
Müller, Albrecht:
Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie,
Beobachtungen zum Bundestagswahlkampf 1998 im Spiegel früherer Erfahrungen,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 30
Projektlaufzeit: September 1996 bis Dezember 1997
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) (in Vertretung des Vorstandes des DAB-Projektes NRW)
Das Ziel des Projektes war es, die Akzeptanz von DAB im Rahmen des DAB-Pilotprojektes Nordrhein-Westfalen zu ermitteln und die Erwartungen und Nutzungserfahrungen der Testteilnehmer zu dokumentieren. Auf der Basis der Ergebnisse wurden Planungsgrundlagen für die Markteinführung von DAB bereitgestellt.
Publikation:
Kliment, Tibor:
Digitales Radio in Nordrhein-Westfalen,
Nutzung und Akzeptanz eines neuen Mediums,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 29
Projektlaufzeit: Januar 1997 bis Juli 1998
Die quantitativ und qualitativ angelegte Studie befasst sich mit der aktuellen Situation der Medienerziehung in nordrhein-westfälischen Kindergärten unter Berücksichtigung der Ausbildungssituation der Erzieherinnen und Erzieher vor dem Hintergrund curricularer Vorgaben sowie der strukturellen Rahmenbedingungen für medienerzieherische Arbeit. Die Untersuchung zeigt u. a. Defizite in der medienpädagogischen Ausbildung von Erzieherinnen sowie in der Praxis der Medienerziehung auf, die zum Teil auf strukturelle Rahmenbedingungen, zum Teil auf Kenntnisse und Einstellungen der Beteiligten zurückzuführen sind und medienpädagogische Hilfestellungen notwendig erscheinen lassen. Als Konsequenz aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes hat die Landesanstalt für Medien NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen das Qualifizierungsprojekt "Medienerziehung im Kindergarten" ins Leben gerufen, ein Fortbildungsinitiative für Erzieherinnen und Erzieher.
Publikation:
Six, Ulrike; Christoph Frey und Roland Gimmler:
Medienerziehung im Kindergarten,
Theoretische Grundlagen und empirische Befunde,
Opladen 1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 28
Projektlaufzeit: November 1995 bis Oktober 1997
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), dem Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann Nordrhein-Westfalen
Die Studie hatte zum Ziel, das Frauenbild und Frauenthemen in den Programmen des nordrhein-westfälischen Lokalfunks zu analysieren. In diesem Zusammenhang geht die Studie der Frage nach, welchen Beitrag das Lokalradioprogramms zur gesetzlich festgeschriebenen "Verwirklichung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen" (§ 12 Abs. 2 LRG NW) beiträgt und welches Rollenverständnis vermittelt wird. In der Untersuchung finden darüber hinaus die Belange von Frauen und die Erwartungen von Frauen an die lokalen Hörfunkprogramme Berücksichtigung. Die Studie, die im Auftrag der LFM und des Ministeriums für die Gleichstellung von Frau und Mann NRW, in Auftrag gegeben wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Programme des Lokalfunks in NRW zwar formal den programmlichen Anforderungen des Landesrundfunkgesetzes genügen, allerdings nicht aktiv auf die Gleichstellung der Geschlechter hinwirken.
Publikation:
Werner, Petra und Lars Rinsdorf:
Ausgeblendet? - Frauenbild und Frauenthemen im nordrhein-westfälischen
Lokalfunk, Opladen1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 27
Projektlaufzeit: August 1995 bis Juni 1997
Analyse der Entwicklung des Zwei-Säulen-Modells im nordrhein-
westfälischen Lokalhörfunk in den Jahren 1989-1994, insbesondere der
Tätigkeit und Funktionsweise von Veranstaltergemeinschaften, Betriebsgesellschaften
und Redaktionen im Zeitablauf im Hinblick auf Veränderungen seit der Frühphase
des Lokalfunks; Untersuchungsschritte: 1. Dokumentenanalyse zur formalen Ausgestaltung
des Zwei-Säulen-Modells; 2. Befragung zur praktischen Umsetzung und Bewertung
des Zwei-Säulen-Modells; 3. detaillierte Fallstudien zur Funktionstauglichkeit
des Zwei-Säulen-Modells.
Publikation:
Donges, Patrick und Philipp Steinwärder:
Entwicklung des Zwei-Säulen-Modells,
Eine interdisziplinäre Untersuchung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 26
Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung (IMGÖ), Göttingen/Köln
Projektlaufzeit: Dezember 1996 bis August 1997
Ziel des Forschungsprojektes war es, unter Einbeziehung internationaler Angebotsformen und neuer technischer Möglichkeiten (digitales TV) aktuelle wie zukünftige Trends im Grenzbereich von Programm und Werbung zu recherchieren. Hierbei fand eine vergleichende Analyse zwischen der Situation in Frankreich, Großbritannien und den USA statt. In einem zweiten Schritt wurde aus juristischer Sicht eine Bewertung der erfassten Programm- und Werbeformen vorgenommen, indem auf der Folie der gültigen rechtlichen Vorgaben die Auswirkungen auf das Rundfunkrecht und die Programmkontrolle beschrieben wurden. Die Ergebnisse des Projektes gingen mit den Themenbereichen "Virtuelle Werbung", "Titelsponsoring" und "Schleichwerbung" in die Beratungen zum 4. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ein.
Publikation:
Volpers, Helmut; Dirk Herkströter und Detlef Schnier:
Die Trennung von Werbung und Programm im Fernsehen,
Programmliche und werbliche Entwicklungen im digitalen Zeitalter und ihre Rechtsfolgen,
Opladen 1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 25
Projektlaufzeit: Januar 1996 bis Juni 1997
Der Medienpädagogische Atlas bietet Information über relevante Institutionen und Angebote der Medienpädagogik in Nordrhein-Westfalen. Neben Angaben zu Adressen, Trägerschaft, Multiplikatoren, Kontaktpersonen und genereller Zielrichtung der jeweiligen Institution werden zudem Informationen zu Arbeitsformen, technischer und personeller Infrastruktur, spezifischen Adressatenkreisen und Kooperationsmodellen zusammengetragen, mit dem Ziel einen strukturierten und umfassenden Überblick über die Akteure und Aktivitäten im Bereich der Medienpädagogik zu gewährleisten. Zusätzlich zu der Printversion sind die Angaben des Medienpädagogischen Atlas in einer Datenbank aufbereitet und können unter http://www.lfm-nrw.de/mpa2/ abgerufen werden.
Publikation:
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 24
Die Angaben des Medienpädagogischen Atlas sind in einer Datenbank aufbereitet und können unter http://www.lfm-nrw.de/mpa2/ abgerufen werden.
Projektlaufzeit: Januar 1995 bis Dezember 1996
Unter Einbeziehung psychologischer und juristischer Gesichtspunkte sollte in diesem Projekt geklärt werden, welche spezifischen Charakteristika dem insgesamt heterogenen Genre "Affektfernsehen" (mit seinen Elementen "Affekt-Talks", "Beziehungsshows", "Spielshows", "Konfro-Talks" und "Suchsendungen") zu eigen sind, welche Inszenierungsmuster und Kommunikationsstrategien vorherrschen und wie die Sendungen des Genres "Affektfernsehen" auf die Zuschauer sowie auf die an den Sendungen teilnehmenden Gäste wirken.
Publikation:
Bente, Gary und Bettina Fromm:
Affektfernsehen:
Motive, Angebotsweisen und Wirkung,
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 23
Projektlaufzeit: Dezember 1993 bis April 1996
Ziel der Studie war die Untersuchung des Strukturwandels fernsehspezifischer Politikvermittlung in den Jahren 1986-1994. Auf der Basis einer quantitativen Inhaltsanalyse von Nachrichten- und Informationssendungen im Hinblick auf Vielfalt, Emotionalisierung, Gewalt, Unterhaltsamkeit und Präsentation sowie einer qualitative Analyse von Sender- und Sendungsprofilen konnten in der Längsschnitt-Studie die Veränderungen der Politikvermittlung in Nachrichten und politischen Informationssendungen ermittelt werden.
Publikation:
Bruns, Thomas und Frank Marcinkowski:
Politische Information im Fernsehen,
Eine Längsschnitt-Studie zur Veränderung der Politikvermittlung in
Nachrichten und politischen Informationssendungen,
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 22
Projektlaufzeit: März 1995 bis Juli 1995
In der Studie wurden die wirtschaftlichen Realisierungsmöglichkeiten des lokalen Fernsehens in Nordrhein-Westfalen anhand von vier Fallstudien in den Städten Aachen, Bielefeld, Dortmund und Köln untersucht. Neben der Analyse des Werbepotentials und seiner Ausschöpfung werden Prognosen für die Kosten des Lokalfernsehen und der Umsatzpotentiale nach Fallstudiengebieten und Programmtypen gemacht. Unter der Voraussetzung, dass ein lokaler Sender sich ausschließlich aus dem Verkauf von Werbezeiten finanzieren soll, sieht der Autor lediglich für die Stadt Köln ein Lokal-TV als wirtschaftlich tragfähig an.
Publikation:
Pintzke, Thomas:
Chancen und Risiken lokalen Fernsehens in Nordrhein-Westfalen,
Fallstudien in den Städten Aachen, Bielefeld, Dortmund und Köln,
Opladen 1996,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 21