Projektlaufzeit: Oktober 1999 bis November 2000
Eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Medienkompetenzförderung muss es sein, Eltern bzw. Familien darin zu unterstützen, Medienkompetenz zu erlangen und zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund sollte das Forschungsprojekt vor allem dazu dienen, vorhandenes Wissen über die Medienerziehung in den Familien und die Bedeutung der Eltern im Prozess kindlicher Mediensozialisation und kindlichen Medienkompetenzerwerbs zu erfassen und auszuwerten. Darüber hinaus sollten vorhandene Konzepte medienbezogener Elternberatung umsetzungsbezogen aufbereitet werden, wobei besonders die Gruppe der so genannten "schwer erreichbaren" Eltern in den Blick genommen wird. Auf dieser Grundlage wurden Modelle zur zielgruppenspezifischen Ansprache von Eltern entwickelt und weiterer Handlungsbedarf skizziert.
Publikation:
Burkhardt, Wolfgang:
Förderung kindlicher Medienkompetenz durch die Eltern,
Grundlagen, Konzepte und Zukunftsmodelle,
Opladen 2001,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 40
Projektlaufzeit: Dezember 1997 bis Juni 2000
Ziel des Projektes war es, für die Zielgruppe der über 35-Jährigen die Bereitschaft zu ermitteln, sich im beruflichen und/oder privaten Bereich mit neuen Medien neuen Kommunikationsdiensten auseinander zusetzen und vor diesem Hintergrund der Frage nachzugehen, ob sich hier eine Wissenslücke zwischen Nutzern und Nichtnutzern auftut, ob sich gleichsam ein Zwei-Klassen-System entwickelt, in dem Medienmündigkeit und Medienkompetenz heterogen verteilt sind. Eine der Hauptaufgaben des Projektes war es, zu ermitteln, wie Medienkompetenz auch außerhalb der traditionellen Lernstätten Schule und Universität, z.B. durch Institutionen der Erwachsenenbildung erfolgreich vermittelt werden kann und welchen Handlungsbedarf es für die LfM gibt.Im Rahmen der Studie wurden schließlich verschiedene Medienhandlungstypen ermittelt, die konkret für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Weiterbildungsempfehlungen genutzt werden konnten.
Publikation:
Treumann, Klaus Peter; Dieter Baacke, Kirsten Haacke, Kai Uwe Hugger und Ralf
Vollbrecht (Unter Mitarbeit von Oliver Kurz):
Medienkompetenz im digitalen Zeitalter,
Wie neue Medien das Leben und Lernen Erwachsener verändern,
Opladen 2002,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 39
Projektlaufzeit: März 2000 bis November 2000
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und der Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Federführung LfM
Das Forschungsprojekt hatte zum Ziel, aktuelle Forschungsarbeiten über den Umgang Jugendlicher mit den täglichen Talkshows und Serien zusammenzuführen und auf diese Weise einen umfassenden Einblick in die Rolle dieser Programmangebote im Alltag der Jugendlichen zu gewinnen. Erster Ausgangspunkt des Projektes war die im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW und der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) Rheinland-Pfalz durchgeführte Studie zur Bedeutung von Talkshows im Alltag von Jugendlichen. Zweiter Ausgangspunkt war ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zu Daily Soaps im deutschen Fernsehen. Schwerpunkt des Projektes bildete die Frage, wie die beiden Genres Talk und Soap in der Wahrnehmung der Jugendlichen zusammenspielen, welche Bedeutung den dort vermittelten Lebensstilmustern und -symbolen zukommt und welche medienpolitischen und medienpädagogischen Anforderungen sich hieraus ggf. ergeben.
Publikation:
Göttlich, Udo; Friedrich Krotz und Ingrid Paus-Haase (Hrsg.):
Daily Soaps und Daily Talks im Alltag von Jugendlichen,
Opladen 2001,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 38
Festschrift für LfR-Direktor Norbert Schneider zum sechzigsten Geburtstag.
Publikation:
Opladen: Leske + Budrich, 2000,
234 Seiten
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 37
Pressemitteilung zu diesem Band
Projektlaufzeit: Juni 1998 bis März 2000
Die Entwicklung in der Medienlandschaft stellt eine Herausforderung für Erziehung und Bildung, für Schule und Unterricht dar. Trotz medienerzieherischer Vorgaben in Richtlinien und Lehrplänen und einer Fülle von Materialien zu deren Realisierung bleibt die Medienerziehung im schulischen Alltag oft unzureichend. Ein entscheidender Ansatzpunkt für Veränderungen liegt dabei in den Einstellungen, Kenntnissen und Motivationen der Lehrkräfte. Aufbauend auf dem 1998 abgeschlossenen Projekt "Medienerziehung im Kindergarten" hat die LfM daher ein Forschungsprojekt "Medienerziehung in der Grundschule" in Auftrag gegeben, um herauszufinden, warum trotz Normsetzungen und trotz mancherlei exemplarischer Projekte noch immer vielen Grundschülern keine fundierte Medienerziehung und Förderung von Medienkompetenz vermittelt wird. Dabei hat sich gezeigt, dass Medienerziehung von Lehrern und Schulleitungen als eine wichtige Aufgabe der Grundschule angesehen wird. In der Praxis findet Medienerziehung in der Grundschule aber nach wie vor nur selten statt. Dies liegt unter anderem daran, dass das Aus- und Fortbildungsangebot für Grundschullehrer noch nicht ausreicht, um den Lehrkräften die notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche Umsetzung von Medienerziehung im Unterricht zu vermitteln. Hinzu kommt, dass es noch immer an vielen Schulen Defizite bei der Medienausstattung gibt, insbesondere bei der Ausstattung mit multimediafähigen Computern.
Publikation:
Tulodziecki, Gerhard; Ulrike Six u.a.:
Medienerziehung in der Grundschule,
Grundlagen,
empirische Befunde und Empfehlungen zur Situation in Schule und Lehrerbildung,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 36
Projektlaufzeit: November 1998 bis November 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM), der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR), Federführung: LfM
Die Studie stellt inhaltsanalytische Daten zu den Strukturen und Inhalten landesweit ausgestrahlter regionaler Programmfenster in den Programmen privater Fernsehveranstalter bereit. In der Untersuchung sollte insbesondere geklärt werden, ob die Programmveranstalter das Gebot der vielfältigen Berichterstattung aus den jeweiligen Ländern angemessen umsetzen und mit welcher publizistischen und journalistischen Qualität die Regionalberichterstattung erfolgt. Die Studie zeigt, dass die Regionalfenster im Programm von RTL und SAT.1 insgesamt ein breites Spektrum im Hinblick auf die inhaltliche Vielfalt und die journalistische Qualität aufweisen. Journalistische Anforderungen wie Präzision, Ausgewogenheit und filmhandwerkliche Qualität werden im Durchschnitt zufriedenstellend umgesetzt. Für eine vielfältige und aktuelle Berichterstattung über das wirtschaftliche und kulturelle Leben in der Region bleibt aber nicht allen Regionalfenstern ausreichend Raum.
Publikation:
Volpers, Helmut; Christian Salwiczek und Detlef Schnier:
Regionalfenster im Programm von RTL und SAT.1,
Eine vergleichende Inhaltsanalyse von Programmangeboten und journalistischer
Qualität,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 35
Projektlaufzeit: Juni 1998 bis Februar 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen
Campus Radio - ein neues Medium "von Studierenden für Studierende": Hat der älteste Sender dieser Art in Nordrhein-Westfalen, Radio c.t. in Bochum, Modellfunktion auch für andere Campus Radios? Die Expertise zeigt, welche Bedeutung ein eigenständiges Medium mit eigener Frequenz für die Kommunikation auf dem Campus haben kann. In diesem Zusammenhang wurde der Frage nach einer Vorbildfunktion der organisationsrechtlichen Strukturen und der praktischen Arbeit von Radio c.t. für weitere nordrhein-westfälische Campusradio-Initiativen nachgegangen.
Publikation:
Dürhager, Bettina; Thomas Quast und Franz Stuke:
Campus Radio,
Innovative Kommunikation für die Hochschule,
Das Modell Radio c.t.,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 34
Projektlaufzeit: Oktober 1997 bis Juni 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Federführung LfM
Ausgangspunkt der Studie, die die LFM gemeinsam mit der LPR Rheinland-Pfalz vergeben hat, war die anhaltende Diskussion um die täglichen Talkshows im Nachmittagsprogramm des Fernsehens. Angesichts der besonderen Realitätsausschnitte und Darstellungsformen in den Daily Talks werden diese speziell im Hinblick auf Kinder und Jugendliche, deren Identitätsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, problematisiert. Ziel des Projektes war es, die Nutzung und Bewertung täglicher Talkshows durch Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren vor dem Hintergrund des jeweiligen sozialen Kontextes (Familie, Freundeskreis, Schule usw.) zu erfassen und dabei sowohl auf Nutzungsmotive als auch auf (mögliche) Wirkungen der Rezeption von Talkshows einzugehen. Die Studie umfasst Produktanalysen, Sekundärauswertungen von GfK-Daten, quantitative und qualitative Befragungen sowie Fallstudien. Auf dieser Grundlage wird das Phänomen "Talkshows" mit Blick auf Handlungsoptionen der Anbieter, der Medienpädagogik, der Medienpolitik und der Öffentlichkeit diskutiert.
Publikation:
Paus-Haase, Ingrid; Uwe Hasebrink, Uwe Mattusch, Susanne Keuneke und Friedrich
Krotz: Talkshows im Alltag von Jugendlichen,
Der tägliche Balanceakt zwischen Orientierung,
Amüsement und Ablehnung,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 32
Projektlaufzeit: Dezember 1997 bis August 1998
Gegenstand der Untersuchung war die Frage, wie die Freiheit der individuellen und öffentlichen Meinungsbildung auch in der neuen, digitalen Fernsehwelt gesichert werden kann. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass digitales Fernsehen nicht weniger, sondern anderer Regulierungsmechanismen bedarf, um den verfassungsrechtlichen Zielvorgaben entsprechen zu können. Während sich das Rundfunkrecht bisher auf programminhaltliche Fragen (Werbung, Jugendschutz, Persönlichkeitsschutz) konzentriert hat, ist es nach Auffassung der Autoren zunehmend Aufgabe der Rundfunkaufsicht, für einen fairen Zugang, zum Beispiel zu Vertriebswegen und Programmrechten, zu sorgen. Damit rücken die Instrumente der Zugangssicherung und ihre Vernetzung mit denen der Konzentrationskontrolle in den Vordergrund. Nach einer Untersuchung der TV-Signalübertragung und der Unternehmenskonzentration auf den TV-Märkten analysieren die Autoren potentielle Zugangshindernisse und bewerten diese verfassungsrechtlich. Sie kommen zu dem Resultat, dass die Länder einen Ausgestaltungsauftrag zu Sicherung gerechter Zugangschancen bei den Dienstleistungen digitalen Fernsehens haben und geben konkrete Handlungsempfehlungen für die Regulierung.
Publikation:
Schulz, Wolfgang; Wolfgang Seufert und Bernd Holznagel:
Digitales Fernsehen,
Regulierungskonzepte und -perspektiven,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 31