Das Internet gehört für Jugendliche und junge Erwachsene zum Alltag. Mit Hilfe von Netzwerkplattformen
oder via Instant Messaging pflegen sie Selbstpräsentationen und Beziehungen in erweiterten sozialen
Netzwerken, auf Videoportalen finden sie Unterhaltung und Ablenkung, und in der Wikipedia informieren
sie sich über relevante Themen. Die onlinebasierten Kommunikationsräume werden zur Bewältigung von
Entwicklungsaufgaben im Lebenslauf genutzt, erfordern aber auch eigene Kompetenzen im Umgang mit
den neuen Öffentlichkeiten oder riskanten Inhalten und Verhaltensweisen.
Die Studie erläutert auf breiter empirischer Basis, wie 12- bis 24-Jährige in Deutschland
über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten denken, wie sie im Alltag mit ihnen umgehen und
welche Unterschiede sich dabei je nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext zeigen. Damit
wird eine Grundlage geschaffen für eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem wichtigen
und heute bereits alltäglichen Bestandteil der Medienlandschaft.
Publikation:
Jan-Hinrik Schmidt, Ingrid Paus-Hasebrink, Uwe Hasebrink (Hrsg.):
Heranwachsen mit dem Social Web: Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Berlin (Vistas) 2009. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 62.
ISBN 978-3-89158-509-2; 352 Seiten, 22,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band
Medienpädagogische Fachtagung Chancen & Risiken: Jugendliche im Social Web
In den letzten zehn Jahren hat sich der deutsche Fernsehmarkt grundlegend gewandelt:
Ausgelöst durch neue digitale Verbreitungswege ist die Anzahl der Free-TVProgrammangebote
derartig gewachsen, dass von einer generellen Unübersichtlichkeit im
Fernsehmarkt gesprochen werden kann. Vorrangig sind in jüngster Zeit Lokal- und
Regionalprogramme sowie Nischenprogramme für vergleichsweise kleine Zielgruppen auf
Sendung gegangen. Die Palette reicht von Special-Interest-Angeboten wie AstroTV, tv.gusto,
Tier.TV über "Glücksspielofferten" bei 9Live bis hin zu Eigenwerbekanälen wie Bahn TV,
um nur einige zu nennen. Die Geschäfts- bzw. Refinanzierungsmodelle etlicher neuer
Privatsender sind nicht mehr nur auf die Einnahmen durch klassische Werbeformen gerichtet.
Vielmehr sind hier einerseits auch Entgelte über Call-In-Mehrwertdienste von Bedeutung.
Andererseits spielen bei Spartenprogrammen mit großer Nähe zu Konsum- und
Verbraucherthemen auch Bartering-Produktionen mit programmintegrierten werblichen
Erscheinungsformen eine Rolle. Der Marktzutritt von Nischenprogrammen und deren
Geschäftsmodelle beeinflussen zudem die Entwicklung des TV-Werbemarktes insgesamt.
Generell lässt sich bei den privaten TV-Veranstaltern der Trend beobachten, Erlöse verstärkt
über Zusatzgeschäfte zu erzielen und für die entsprechenden "Produkte" im Programm zu
"werben". So lassen sich im großen Umfang "selbstreferentielle Werbeformen" beobachten.
Hierunter sind werbliche Hinweise auf Produkte oder Dienstleistungen zu verstehen, die von
den Programmveranstaltern selbst verkauft werden und in unmittelbarem Zusammenhang mit
ihrem Programmangebot stehen. Alternative Erlösquellen aus DVD-Vermarktung von TVEigenproduktionen,
Telefon-basierten Mehrwertdiensten, Handy-Klingeltönen und
Merchandising-Produkten gehören ebenso dazu wie Verweise auf die eigene Website, die
wiederum eine kommerzielle Plattform für allerlei Produkte bieten.
Publikation:
Helmut Volpers, Uli Bernhard, Detlef Schnier:
Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Fernsehen
Eine Typologisierung persuasiver Kommunikationsangebote des Fernsehens.
Berlin (Vistas) 2008. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 61.
ISBN 978 - 3 - 89158 - 485 - 9; 276 Seiten, 18,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band