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13.4.2012
Der letzte Gong
Der Bieterwettbewerb um die Fußballbundesligarechte geht in die finale Runde.

Beim letzten Mal sah alles noch ganz anders aus: Als im Jahr 2008 die Übertragungsrechte an der Fußballbundesliga verkauft werden sollten, stellte sich das Bundeskartellamt hinter die Zuschauer und bestand auf einer Free-TV-Zusammenfassung vor zwanzig Uhr. Für Medienmanager Dieter Hahn eine „Lex Sportschau“, wie er damals erbost und treffend sagte. Jetzt werden die Rechte an der Fußballkönigsklasse erneut verkauft, und diesmal könnte es der Mutter aller Sportsendungen tatsächlich an den Kragen gehen. Denkbar wären nämlich die Zusammenfassungen der Spiele im frei empfangbaren Fernsehen samstags erst ab 21:45 Uhr – und das Bundeskartellamt hat diesmal nichts dagegen. Und auch der Pay-TV-Sender Sky hat auf einmal ernstzunehmende Konkurrenz für die Live-Übertragungen bekommen. funkfenster online mit den Details zum Bieterwettbewerb.

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20.03.2012

Netz mit doppeltem Boden

KJM erkennt erstmals Jugendschutzprogramme für das Internet an

Foto: klicksafe/Thomas Meyer-Ostkreuz

„Das ist ein wichtiger Schritt beim Jugendschutz im Internet. Es war ein langer und schwieriger Weg bis zur Anerkennungsreife“, so Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Zum ersten Mal hat die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) zwei Jugendschutzfilterprogrammen für das Internet ihre Zustimmung erteilt. Mit der Software der beiden Anbieter Deutsche Telekom und JusProg können Eltern und Pädagogen festlegen, welche Seiten für Kinder geeignet sind und wie lange sie surfen dürfen. funkfenster online hat mit Experten über die Programme gesprochen.

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25.01.2012

Switch off

Am 30. April dieses Jahres wird das analoge Satellitenfernsehen abgeschaltet. Was ist zu tun?

Die analoge Satellitenübertragung endet am 30.04.2012

Der Countdown läuft. Die Tage der analogen Satellitenübertragung von Fernsehsignalen in Deutschland sind gezählt. Kleinere Sender wie DMAX, Viva und Nickelodeon haben die Übertragung der analogen Satellitensignale bereits Ende letzten Jahres beendet. Die restlichen Sender stoppen spätestens am 30. April um drei Uhr morgens die analoge Ausstrahlung ihrer Programme per Satellit. Ende vergangenen Jahres bekamen nach Informationen des Branchenverbands Bitkom noch drei Millionen Haushalte im Bundesgebiet das Satellitensignal analog ins Wohnzimmer übertragen, in Nordrhein-Westfalen waren es etwa 350.000 Haushalte. Wer also ab dem 30. April 2012 weiterhin die Satellitenschüssel zum Fernsehen nutzen will, und nicht auf DVB-T, das Kabelfernsehen oder den Fernsehempfang per Internet (IPTV) umsteigen möchte, sollte vorbereitet sein. funkfenster online fasst die wichtigsten Änderungen zusammen und gibt Tipps, was jetzt zu tun ist.

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19.10.2011

Opulenter Fast-Alles-Könner

Buchbesprechung: Das Praxishandbuch Medien-, IT- und Urheberrecht von Rolf Schwartmann.

Praxishandbuch Schwartmann

Auf 1.333 Seiten umfasst die 2. Auflage des „Praxishandbuch Medien-, IT- und Urheberrecht“ die gesamte juristische Grundlage des Medienrechts. Die große Stärke des Werks liegt in seinem Umfang und seiner übersichtlichen Gliederung. Auch die neue Auflage ist zugleich Nachschlagewerk und Handwörter- oder Lehrbuch. Wer das riesige Spektrum des Medien-, IT- und Urheberrechtes abdeckt, kann naturgemäß nicht alle Details und Spezialfälle berücksichtigen. Dennoch erhalten etwa Fachanwälte und Justiziare einen profunden Überblick, ebenso wie etwa Journalisten oder Medienmanager, die nach Orientierung im komplexen Dickicht von Regulierung, Gesetzgebung und aktuellen rechtspolitischen Entwicklungen suchen.

Die Rezension

 

05.10.2011

Bettgeschichten unter freiem Himmel

Die NRW-Medienbühne auf dem Deutschlandfest (1.-3. Oktober) in Bonn

NRW-Tag und Deutschlandfest in Bonn Foto: Fotoagentur Fox
NRW-Tag und Deutschlandfest in Bonn Foto: Fotoagentur Fox

Umsonst und draußen – das war das Erfolgsrezept des Deutschlandfestes mit herrlichem Altweibersommer-Wetter an allen drei Tagen und rund 800.000 Besuchern. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) präsentierte sich beim Deutschlandfest und NRW-Tag an einem gemeinsamen Stand mit der Staatskanzlei und dem TV-Lernsender nrwision. Bei diesem Sender, beheimatet an der TU Dortmund und gefördert von der LfM, lernen Bürger und Studierende das Handwerk des Fernsehmachens – beim Deutschlandfest in Bonn sogar unter erschwerten Bedingungen außerhalb des Studios. Am Gemeinschaftsstand mit dabei war auch das Projekt Internet-ABC. Hier konnten Kinder im Grundschulalter den Surfschein für das World Wide Web machen und ihre Eltern bekamen Tipps rund um die Internetsicherheit ihrer Kinder.

Die Reportage

 

13.09.2011

Muttermord am Sonntagnachmittag

Fernsehen unter Kontrolle: Die Programmbeobachtung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM).

Stewie aus der Serie „Family Guy“
Stewie aus der Serie „Family Guy“ Foto: VIVA

Der kleine Stewart, genannt Stewie, ist nur auf den ersten Blick ein süßes Zeichentrickbaby. Das hochbegabte Bürschlein spricht fließend und – in der Originalversion - mit britischem Akzent. Aber das, was Stewie sagt, hat es in sich. Und er will nicht mehr nur altklug reden, sondern endlich handeln und sich die lästige Mutter vom Hals schaffen. „Mit deiner matriarchalischen Tyrannei hast du mich dazu getrieben“, erklärt der diabolische Dreikäsehoch und hebt die Waffe. Die Maschinenpistole, mit der er unzählige Löcher in den Körper der Mutter ballert, ist größer als er selbst. Das Blut spritzt nach allen Seiten. Keiner beobachtet den kleinen Stewie und fast wäre es ihm gelungen, den Muttermord als Unfall aussehen zu lassen. Die erfolgreiche Zeichentrickserie Family Guy läuft auf VIVA. Die Reihe überzeichnet alles, was der US-Mittelschicht lieb und teuer ist, und führt die heile Welt mit Vater, Mutter, Kindern und Familienhund gnadenlos und pointensicher vor. Seit zwölf Jahren haben Erwachsene und Jugendliche ihren Spaß daran. Und was dem Zuschauer Recht ist, ist der Medienaufsicht billig. Meistens. Es sei denn, Stewie killt seine Mutter sonntagnachmittags. So geschehen im Januar dieses Jahres. Ein empörter Zuschauer, der sich um die zu der Zeit garantiert in Horden fernsehenden Kinder sorgte, wandte sich an die Landesanstalt für Medien NRW (LfM).

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11.07.2011
„News of the World“ in Aachen
An einem medienhistorisch relevanten Wochenende wurde das Internationale Zeitungsmuseum in Aachen wiedereröffnet.

Das Internationale Zeitungsmuseum Aachen
Das Internationale Zeitungsmuseum Aachen Foto: Stadt Aachen/P. Hinschläger

Am vergangenen Sonntag erschien die letzte Ausgabe der britischen Sonntagszeitung „News of the World“. Auf der Titelseite verabschiedet sich die Redaktion des 168 Jahre alten Blattes von ihren Lesern. Mit der Schließung der Zeitung versucht Medienunternehmer Rupert Murdoch Ruhe in den Abhörskandal zu bringen, der das Traditionsblatt in Verruf brachte. Die Affäre zeigt, dass Zeitungen, die schlechten allemal, auch im Internetzeitalter immer noch das Zeug dazu haben, Politiker in Bedrängnis zu bringen. Um die Bedeutung der Presse ging es auch Oskar von Forckenbeck, der Mitte des 19. Jahrhunderts begann, Erst- und Letztausgaben zu sammeln. Sein Zeitungsmuseum in Aachen wurde jetzt wiedereröffnet – und wird sicherlich bald auch die Letztausgabe der „News of the World“ zeigen.

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21.06.2011
Wie kommen die Nachrichten ins Radio?
Eine Duisburger Schulklasse macht ein Medientraining.

Hörfunkakademie Bedienpanel

Der Begriff Medientrainer ist nicht geschützt und wird unterschiedlich verwendet. So bieten im Internet zahlreiche Medientrainer ihre Dienste an – oft in Form von Interview- und Kameratrainings für Politiker. Der Bundesverband der Medientrainer in Deutschland erklärt auf seiner Homepage: „Medientraining bedeutet, sich auf ein Gespräch mit Journalisten vorzubereiten.“ Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) dagegen bildet Medientrainer aus, deren Aufgabe vor allem darin besteht, Qualifizierungskurse für den Bürgerfunk zu leiten. Die LfM ist nicht die einzige Landesmedienanstalt, die Medientrainer ausbildet. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg MABB etwa fördert die Ausbildung von Eltern-Medientrainern. Seit 2008 sind Qualifikationskurse für Bürgerfunk-Macher in Nordrhein-Westfalen Pflicht. Daneben fördert die LfM aber auch Medienkompetenz-Kurse an Schulen, geleitet von Medientrainern. funkfenster online übernimmt eine Reportage über ein Medientraining an einer Duisburger Gesamtschule – mit freundlicher Genehmigung des Online-Magazins Medien Monitor.

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16.06.2011
Wo ist der Deinhard?
Bilanz: Vor einem Jahr traten die Regeln zur Produktplatzierung in Kraft.

Hörfunkakademie Bedienpanel

Es ist Schleichwerbung, so hat es der Gesetzgeber definiert, wenn Produkte oder Dienstleistungen dargestellt werden und der Konsument über den Werbezweck im Unklaren gelassen wird. Und trotzdem haben die Schleichwerbungsskandale der letzten Jahre gezeigt, dass das Problem nicht in den Griff zu bekommen war. Systemübergreifend wurden in den meisten deutschen Fernsehsendern immer wieder Fälle von verbotener Produktplatzierung entdeckt – etwa im Frühstücksfernsehen von Sat.1. Auch die öffentlich-rechtlichen Programme bildeten mit der von epd-Medien aufgedeckten Schleichwerbung in der ARD-Serie Marienhof keine Ausnahme. Der Gesetzgeber hat mit dem 13. Rundfunkänderungsvertrag, der im letzten Jahr in Kraft getreten ist, die Produktplatzierung unter bestimmten Bedingungen legalisiert. Und die Bilanz dieses neuen Gesetzes fällt nach über einem Jahr durchaus positiv aus, wie eine Studie im Auftrag der Landesmedienanstalten ergeben hat.

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26.05.2011
Buchbesprechung
Frauke Gerlach: Moderne Staatlichkeit in Zeiten des Internets

Buchcover Gerlach

Das Thema Media Governance prägt seit Jahren immer stärker die Debatten über Medienpolitik. Dabei geht es um neue Modelle zur Steuerung oder Regulierung von Mediensystemen. Mit ihrer Dissertation über Media Governance und die moderne Staatlichkeit in Zeiten des Internets hat jetzt die Vorsitzende der LfM-Medienkommission, Frauke Gerlach, einen ebenso aktuellen wie aufschlussreichen Beitrag zur Diskussion über die Reform der Medienordnung in Deutschland vorgelegt. Mehr

 

 

 

 

11.05.2011
Vorbild Europa?
Die wachsenden Demokratien in Nordafrika und die Pressefreiheit in Europa

Medienforum Brüssel
Bild: © Deutsche Welle

„Wissen Sie, was für den deutschen Auslandsrundfunk heute in Tunesien die meistgefragte Thematik ist? Wie habt ihr Deutschen das nach der Wiedervereinigung eigentlich mit eurem Geheimdienst in der DDR gemacht?“ Erik Bettermann, Intendant der Deutschen Welle, sieht die Vorbildfunktion Europas in Sachen Pressefreiheit nüchtern. „Wir können nicht einfach sagen, so sieht unsere Medienfreiheit aus, nun macht mal“, erklärte Bettermann gegenüber funkfenster online. Die Menschen hätten zunächst erst einmal andere Sorgen. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hatte gemeinsam mit der Deutschen Welle zum 1. medienforum.brüssel in die nordrhein-westfälische Landesvertretung in der belgischen Hauptstadt eingeladen. Thema der Diskussionsrunde war die Frage, ob die Pressefreiheit in Europa als Vorbild für Nordafrika tauge.

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28.04.2011
Überprüfbar, professionell und gewichtend
Wie TV-Nachrichten entstehen – Teil 4: Haben Fernseh-News eine Zukunft?

Sat1 news
Foto: Sat.1/Claudius Pflug

Fernsehnachrichten gelten vielen als Dinosaurier aus dem Prä-Internet-Zeitalter. Ob dieses Urviech überlebensfähig ist, bezweifeln Kritiker. Zu langsam sei das Fernsehen, und als lineares Medium sowieso zu unflexibel. Schließlich habe man anhand der Revolutionen im Nahen Osten erkennen können, dass das Internet dem Fernsehen bei der Vermittlung von Nachrichten längst den Rang abgelaufen habe. Aber es gibt auch Auguren, die wollen nichts wissen vom Abgesang auf die TV-News. Prof. Dr. Joachim Trebbe lehrt als Kommunikationswissenschaftler in der Schweiz. funkfenster online hat mit ihm über die Zukunft dieses Genres TV-Nachrichten gesprochen.

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Teil 1 der Serie
Teil 2 der Serie
Teil 3 der Serie

 

28.04.2011
Auswählen, lenken, entscheiden
Wie TV-Nachrichten entstehen – Teil 3: Beim Chef vom Dienst laufen die Fäden zusammen

RTL aktuell
Foto: RTL

Wie oft Gerhard Kohlenbachs Telefon jeden Tag klingelt, kann er gar nicht mehr zählen. Es schrillt zeitweise im Minutentakt. Kohlenbach ist Redaktionsleiter und Chef vom Dienst der Hauptnachrichten von RTL, und je näher die RTL-Aktuell-Sendung um 18:45 Uhr rückt, desto häufiger muss sich Kohlenbach mit oftmals hektischen Anrufen auseinandersetzen. Ab neun Uhr morgens sitzt er als einer der Ersten auf seinem Schreibtischstuhl, und erst nach einer kurzen Manöverkritik zur Sendung gegen 19:15 Uhr macht sich Kohlenbach wieder auf den Heimweg. Dazwischen liegt ein Potpourri aus Tages-, Wochen- und Schaltkonferenzen, Themenabsprachen, Recherchen, Diskussionen, Textbearbeitungen, Mitarbeiter-Gesprächen, Personalentscheidungen und vielem mehr.
Und natürlich die Hauptaufgabe des sogenannten „CvD“: die Sendung zu „bauen“. Was das genau bedeutet, erklärt funkfenster online im 3. Teil der Serie über TV-Nachrichten.

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Teil 1 der Serie
Teil 2 der Serie

 

05.04.2011
Die nötige Fallhöhe
LfM-Studie zur Skandalisierung im Fernsehen

Skandalisierung

Tabubrüche und bewusste Grenzüberschreitungen, Erniedrigungen und eine softpornografische Bildästhetik – im sogenannten Reality TV wird provoziert, was Drehbuch und Postproduction hergeben. Skandale sind Katalysator für eine Begleitberichterstattung in den anderen Medien und Garant für eine gute Einschaltquote. Was viele schon ahnten, hat jetzt eine wissenschaftliche Studie zum Thema „Skandalisierung im Fernsehen“ belegt. 418 Formate in 29 privaten und öffentlich-rechtlichen Programmen wurden in einer Langzeitbeobachtung von Berliner Wissenschaftlern untersucht. Ihr Ergebnis: Ja, es gibt in einzelnen Sendungen wie „DSDS“ oder „Super Nanny“ mehr bewusste Grenzüberschreitungen. Aber nein, man kann nicht von einem generellen Anstieg sprechen. Das sagt Prof. Margreth Lünenborg, eine der Autorinnen der Studie.

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17.03.2011
Kultfigur aus dem Ruhrpott
Der Fußballkommentator Günther Pohl ist in Bochum längst eine Lokalgröße.

Günther Pohl
Günther Pohl
Foto: Radio Bochum

775 Spiele des VfL Bochum kommentiert und seit zwanzig Jahren kein einziges verpasst: Das ist Günther Pohls Bilanz. Vor der Rente will der 57-Jährige Journalist noch die 1.000er-Marke knacken. Der Sportmoderator von Radio Bochum ist bei jedem Match des VfL Bochum dabei und berichtet seit 1990 ausschließlich und mit großem Enthusiasmus über alle Spielzüge seines Lieblingsvereins. Für Pohl haben beim Fußball, so scheint es, journalistische Tugenden wie Distanz und Neutralität nichts verloren. Lautstark, emotional und stets auf der Seite des VfL, das sind die Markenzeichen von Günther Pohl. Für dieses Engagement wird er in Bochum verehrt. funkfenster online stellt den fußballverrückten Sportjournalisten vor.

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01.03.2011
Sky: Neuer Sportkanal
Trotz operativer Verluste geht Sky Deutschland mit einem neuen Sportkanal auf Sendung.


Foto: Sky

Auch wenn der Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland AG nicht aus den roten Zahlen kommt, will er noch in diesem Jahr einen 24-Stunden-Sportnachrichtenkanal auf Sendung schicken. Finanziert wird das Unterfangen mit einem zusätzlichen Gesellschafterdarlehen von 48 Millionen Euro, aufgenommen bei Rupert Murdochs News Corporation. Mehr als hundert zusätzliche Mitarbeiter will das Unterföhringer Unternehmen für „Sky Sport News HD“ einstellen, darunter fünfzig Sportjournalisten. Die Sendelizenz werde bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) beantragt, erklärte Sky Deutschland.

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18.02.2011
Keine Macht den Medienmogulen
Der erste Deutsche Webvideopreis würdigt die unbekannten Filmemacher im Internet.

Bewegte Bilder im Internet – auch Webvideos genannt – haben sich längst etabliert. Sie sind zu einem eigenen Mediengenre geworden, das vor allem junge Internetnutzer begeistert. Der Deutsche Webvideopreis trägt dieser Entwicklung Rechnung. Die Preisverleihung findet am 20. Februar im Anschluss an die Webvideotage in Essen statt. Ort der Gala ist das Astra-Theater, ein originalgetreu erhaltenes Kino aus den 1950er-Jahren. funkfenster online sprach mit Markus Hündgen, einem der beiden Initiatoren des Deutschen Webvideopreises.

Das Interview

 

11.02.2011
Letzte Ausfahrt Digitalradio
DABplus geht an den Start – und ist die letzte Chance für den digitalen terrestrischen Hörfunk.


DAB-Kofferradio
Foto: Pure

Nach langen Verhandlungen steht dem Aufbau eines deutschlandweiten Sendernetzes für die digitale Radioprogrammverbreitung per DABplus nichts mehr im Weg. Und dabei wäre das Digitalradio fast beerdigt worden. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) hatte die öffentlich-rechtlichen Sender 2007 in ihrem 16. Bericht angewiesen, kein weiteres Geld mehr dafür auszugeben. Die alte Version des DAB sei erwiesenermaßen marktunfähig, so die KEF. Aber jetzt kommt die neue Version DABplus mit mehr Sendeleistung und einem differenzierteren Angebot an Sendern. Ob sie am Markt Erfolg haben kann, ist ungewiss, denn um in Konkurrenz zum Internet zu bestehen, sind die richtigen Inhalte gefragt. funkfenster online stellt die Programmkonzepte für das lange tot gesagte DAB-Digitalradio in Deutschland vor.

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Siehe auch dieses Interview

 

01.02.2011
Die wahren Helden
Die Stuntmenausbildung in Deutschland ist im Umbruch.


Stuntmen riskieren Kopf und Kragen.
Bild: stockxchng

Für viele war und ist Stuntman in Film und Fernsehen ein Traumberuf. Denn schließlich sind es diese meist unbekannten Doubles, deren waghalsigen Auftritte die Hauptcharaktere eines typischen Actionfilms erst zu respektierten und damit wahren Helden machen. Sie wirken cool und unerschrocken, arbeiten mit den Stars zusammen und werden vielleicht eines Tages selbst berühmt – was für ein Traumberuf. Und der scheint inzwischen greifbar nah: Wer heute ernsthaft Stuntman oder Stuntwoman werden will, muss dazu nicht einmal den langen Weg nach Hollywood auf sich nehmen. In Deutschland wurden seit den 70er Jahren mehrere Stuntschulen gegründet, die inzwischen vielfältige Ausbildungsgänge anbieten. Doch wer heute als Stuntman erfolgreich sein will, muss mehr können, als reine Stunts auszuführen. Und das reine Double, das sich ins Feuer stellt, oder vom Hochhaus fallen lässt, gehört einer aussterbenden Gattung an. funkfenster online stellt die Stuntmenausbildung in Deutschland vor.

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24.01.2011
Das Handy als Waffe
Buchbesprechung: „Gewaltprävention 2.0 - Digitale Herausforderungen“

Gewaltpraevention

Handys, Computer und Videospiele sind feste Bestandteile in jugendlichen Lebenswelten. Die neuen Medien werden vor allem dazu genutzt, um mit Freunden zu kommunizieren, sich online zu informieren oder um Spaß zu haben. Aber es gibt auch Schattenseiten der Mediennutzung: Die Verbreitung von Gewaltvideos auf Handys, Cybermobbing im Web 2.0 oder der Umgang mit sogenannten Killerspielen sind vor allem für Pädagogen neue Herausforderungen. Der Sammelband Gewaltprävention 2.0 widmet sich dem Thema „Gewalt in jugendlichen Medienwelten“. Unter den Autoren sind Lehrer, Sozialarbeiter, Medienpädagogen, Polizisten, Jugendschützer, Vertreter der Hersteller von Neuen Medien und Wissenschaftler. In 15 Aufsätzen werden Hintergründe beleuchtet und verschiedene praxisorientierte Medienprojekte vorgestellt. funkfenster online stellt den Sammelband vor.

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17.01.2011
Blame Game
Die rechte US-Radioszene und das Attentat von Tucson.


Bild: rushlimbaugh.com

Die Reaktion von Sheriff Clarence Dupnik aus Arizona ließ nicht lange auf sich warten. Wenige Stunden nach dem Anschlag auf die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords am 8. Januar 2011 stellte sich Dupnik der Presse. Die hasserfüllte Stimmung im Land, geprägt durch die aggressive Rhetorik republikanischer Politiker und der rechten Medienszene, sei verantwortlich für diesen Anschlag, erklärte Dupnik. Der Sheriff von Pima County, der sein Amt seit 31 Jahren innehat, rang bei seiner Stellungnahme sichtbar um Fassung. Seitdem wird in den USA heftig darüber diskutiert, ob es wirklich sein kann, dass erzkonservative Medien wie der TV-Sender Fox oder die rechten Talkradiosender eine Mitschuld am Attentat von Tucson tragen. funkfenster online fasst die Debatte zusammen.

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07.01.2011
Berufsstand in der Krise
In Magdeburg soll ein neuer Studiengang die Chancen der Fotojournalisten verbessern

Sarkozy

Wirtschaftlich geht es den freien Fotojournalisten nach einer Umfrage des Deutschen Journalistenverbandes gar nicht gut. Vorteile auf dem Arbeitsmarkt durch bessere Qualifikation verspricht da der neue Studiengang „Fotojournalismus und Bildredaktion“ der Hochschule Magdeburg. Die Fachhochschule bildet die Studierenden aus, um sie umfassend für alle Tätigkeitsbereiche rund um die moderne Bildproduktion und -redaktion vorzubereiten. Sie sollen sich durch hohe journalistische Qualität in der Bildberichterstattung positiv von ihren Kollegen abheben.

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30.12.2010
Eurovision Song Contest: Finale ausverkauft
Für das Finale des Eurovision Song Contest am 14. Mai 2011 in Düsseldorf gibt es keine Karten mehr. Auch für die Generalprobe einen Tag zuvor sind nur noch wenige Tickets zu haben, erklärte der NDR. Aufgrund dieser Generalprobe fällen die Experten-Jurys der teilnehmenden Länder ihre Entscheidungen. Diese Jury-Wertungen bestimmen die Hälfte des Endergebnisses, die anderen fünfzig Prozent bilden die Votings der Fernsehzuschauer. Der Gesangswettbewerb findet 2011 in Deutschland statt, weil die Deutsche Lena Meyer-Landrut den diesjährigen Wettbewerb im norwegischen Oslo gewonnen hatte. Moderiert wird das Finale in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt von Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers. Bei der Übertragung des Finales und der Vorentscheidungen setzen die ARD und der Privatsender ProSieben ihre in diesem Jahr begonnene Kooperation fort.
Weitere Meldungen

 

14.12.2010
Radio Afrika
Afrikanische Migranten machen Radio beim Bonner Bürgerfunk.


Radio Afrika aus Bonn
Foto: Henning Hübert

Bürgerradio in Nordrhein-Westfalen – das schließt selbstverständlich auch diejenigen ein, die hier leben, aber ursprünglich aus einem anderen Staat kommen. Die Afrikaner in Bonn zum Beispiel kennen sich gut. Einige von ihnen machen mit, wenn LoCom, einer der ältesten Radiofördervereine in Nordrhein-Westfalen, einen Workshop veranstaltet. Heraus kommt dann zum Beispiel „Radio Afrika aus Bonn“, eine halbstündige Magazinsendung auf der Frequenz von Radio Bonn/Rhein-Sieg, die von afrikanischen Rheinländern moderiert wird. Die Themen stammen mitten aus dem Alltag der Migrantinnen und Migranten in der Bundesstadt Bonn. Sie handeln von Schwierigkeiten mit der Ausländerbehörde, kulturellen Unterschieden, vom Heimweh und von funktionierenden oder nicht funktionierenden Partnerschaften. funkfenster online war bei einem solchen Workshop dabei.

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07.12.2010
Drehen, texten, schneiden
Wie TV-Nachrichten entstehen – Teil 2: Reporter und Redakteure machen die „News Stories“.


Nadine Schullerus im Düsseldorfer Landtag“
Foto: Christoph Bietz

Jeder Medienkonsument wird täglich mit ihnen konfrontiert: Nachrichten. Doch wie genau entsteht diese Form aktualitätsbezogener Kommunikation? Historisch gesehen wurden Nachrichten mit der Verbreitung der ersten Zeitungen geboren, und noch bis ins 17. Jahrhundert hinein waren die Begriffe „Zeitung“ und „Nachricht“ sogar bedeutungsgleich. Heute sind Nachrichten fester Bestandteil aller möglichen Medien, von Zeitungen über Fernsehen und Radio bis hin zum Internet. Die Kommunikationswege sind schneller und schneller geworden – via Internet schaffen es Nachrichten binnen weniger Minuten um die ganze Welt. Doch nur das, was neu und interessant ist, findet letztlich die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Und dieser wiederum vertraut zu einem großen Teil professionellen Nachrichtenherstellern, die Entscheidungen darüber treffen, was relevant ist. Im Zentrum dieses Vorgangs stehen Reporter und Redakteure – sie sind es, die aus Meldungen die so genannten News-Stories formen. Wie das geht, erläutert funkfenster online.

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Teil 1 der Serie

 

30.11.2010
Herr Kaiser ist tot!
The World after Advertising: Was wird aus der Werbung?, war das Thema einer Tagung in Düsseldorf.

„If you are a merchant you don’t want to advertise – you want customers.“ Kaufleute wollen nicht annoncieren, sie wollen Kundschaft. Auf diese simple Formel brachte der US-Medienanalyst Ken Doctor die aktuellen Entwicklungen in der Werbebranche. Die Kaufleute gehen dorthin, wo sie ihre Kunden am schnellsten finden und von ihren Kunden am schnellsten gefunden werden, lautete sein Fazit. Und das sei nicht mehr im Fernsehen oder in der Zeitung, sondern im Internet. Die meisten Teilnehmer der Tagung „The World after Advertising – der Kongress zur Zukunft der Werbung“ in Düsseldorf hätten diese These von Ken Doctor wohl unterschrieben. Was es noch über die Zukunft der Werbung und die Tagung, organisiert von Mediencluster NRW in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), zu erfahren gab, berichtet funkfenster online.

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19.11.2010
Gibt es ein Leben nach dem Lokalfunk?
Porträt – Rainer Zimmermann, ehemaliger Chefredakteur von Radio Duisburg


Rainer Zimmermann
Foto: Radio Duisburg

Wo sind sie geblieben, die Ex-Chefredakteure des nordrhein-westfälischen Lokalfunks? funkfenster online hat Rainer Zimmermann besucht. Im 21. Teil unserer Serie über die Karrieren ehemaliger Lokalfunk-ChefredakteurInnen in Nordrhein-Westfalen stellen wir den ehemaligen Chefredakteur von Radio Duisburg vor. Er ist der erste Lokalfunk-Chefredakteur in Nordrhein-Westfalen, der in dieser Funktion in den Ruhestand wechselt. Grund genug, um unsere Serie über ehemalige Lokalfunk-Chefredakteure mit einem Porträt über ihn fortzusetzen.

Das Porträt

Die anderen Porträts

 

02.11.2010
Die ganze Welt ist nebenan
Das Internet und die Regulierungsaufgaben des 21. Jahrhunderts.

Als die Landesmedienanstalten vor einem Vierteljahrhundert erfunden wurden, war der Rundfunk analog und öffentlich-rechtlich. Allein der Aussicht, dass bald werbefinanzierte Sender hinzu kommen sollten, haben die Regulierungsinstitutionen ihre Existenz zu verdanken. Mit einem TV-Programm aus einem Kellerstudio in Ludwigshafen wurde das Rundfunksystem in Deutschland dual - und die Landesmedienanstalten sorgten seitdem für die Einhaltung der Regeln. Heute umfasst das elektronische Medium Internet die ganze Welt, Fernsehen und Online-Inhalte verschmelzen – und die Landesmedienanstalten? „Die würden so nicht noch einmal erfunden“, sagt Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesmedienanstalt NRW (LfM). Seiner Meinung nach müssen die Regulierungsinstitutionen an sich arbeiten und sich in der vernetzten Welt von heute neu positionieren. Netzpolitik ist das Stichwort. Was es damit auf sich hat, erklärt funkfenster online.

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04.10.2010
Kölsch in Düsseldorf
Verleihung des 19. LfM-Hörfunkpreises im Alten Kesselhaus in Düsseldorf


Preisträger des 19. LfM-Hörfunkpreises
Bild: Fox-Fotoagentur

Dass sich der Lokalfunk nicht verstecken muss, das ist vielen klar. Besonders deutlich wird die Qualität der Berichterstattung in den Lokalstationen von Nordrhein-Westfalen immer dann, wenn im Herbst die LfM-Lokalfunkpreise verliehen werden. Zum 19. Mal gab es diese Auszeichnung in diesem Jahr. Diesmal in der Industriekulisse des Alten Kesselhauses in Düsseldorf. Die Preise gingen an engagierte Programmmacher und Werber, und zur Krönung gab es noch eine Live-Schalte ins Programm von ProSieben anlässlich des Bundesvision Song Contest von Stefan Raab – mit einer nordrhein-westfälischen Band als Siegerin.

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13.09.2010
„Last Night of the Proms“: britisches Konzert- und Krimi-Feeling im MedienHafen
Kooperation der LfM mit der BBC und anderen Medienunternehmen

BBC Late Summerparty
Live und exklusiv: das
legendäre Konzert
aus London

Was haben Sherlock Holmes und Dr. Watson im MedienHafen zu suchen – gar mit Lupe? Wen verdächtigen die beiden Ermittler unter 150 Medienleuten, die im Medienhafen singen und feiern?

Zum neunten Mal lud die Landesanstalt für Medien (LfM) zur “The Last Night of the Proms” ein. Die BBC übertrug das legendäre Konzert live und exklusiv aus der Royal Albert Hall in London direkt ins geschmückte Foyer der LfM.

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31.08.2010
Sortieren, ordnen, gewichten
Bei RTL dämmen „Feedies“ die tägliche Bilderflut.


Feedies bei RTL; Bild: Christoph Bietz

„18 Uhr 45 – hier sind die Nachrichten bei RTL.“ So begrüßt Peter Kloeppel, Chefredakteur und Anchorman von RTL aktuell, jeden Abend mehrere Millionen Zuschauer vor ihren Fernsehgeräten. Und insgesamt sehen etwa zehn Millionen Deutsche täglich die Hauptnachrichtensendungen allein der drei größten Fernsehsender ARD, ZDF und RTL. Was jedoch hinter der Oberfläche der Sendungen verborgen bleibt, ist die unsichtbare Struktur der TV-Nachrichten-Fabrikation. Redakteure, Reporter, Rechercheure, Producer, Kameraleute, Assistenten, Techniker, Sendeleiter, Regisseure, Ablaufkoordinateure, MAZer, Chefs vom Dienst, Redaktionsleiter – sie alle sind zu einem engen Gesamtgeflecht verbunden und tragen ihren Teil zu dem bei, was schließlich ‚vom Tage übrig bleibt.’ Denn die TV-Nachrichten-Macher sind aufgrund ihrer begrenzten Zeit gezwungen, hart zu selektieren. Im Falle der RTL-Nachrichten können davon vor allem die sogenannten ‚Feedies’ ein Lied singen.

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23.08.2010
Reflexartig gefilmt
Spiegelreflexkameras machen aus Fotografen Kameraleute.


Der Dokumentarfilm „Battle for Hearts and Minds“

Ein US-Soldat kniet im Staub einer Ruine und feuert mit einem Maschinengewehr durch die aufgerissene Wand. Hoch aufgelöst zeigen die Bilder das Auge des Soldaten in Großaufnahme. Es blickt durch das Zielfernrohr des Maschinengewehrs, das der Soldat in Richtung Taliban abfeuert. „Man down!“, schreit jemand in der Nähe. Ein eigener Mann ist getroffen. Die Soldaten tragen den Verwundeten aus dem Schussfeld. Was aussieht wie die aufwändige Kinoproduktion eines Kriegsfilms, sind in Wirklichkeit Ausschnitte aus der Kriegsdokumentation eines einzigen Multimediajournalisten. Möglich macht dies die simple Tatsache, dass in Spiegelreflexkameras der neuen Generation auch eine Videokamera steckt. funkfenster online zu den Konsequenzen dieser technischen Errungenschaft.

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06.08.2010
Generation Praktikum
Mit der „Praktika-Offensive“ gegen die Ausbeutung von Studienabsolventen.

Bild: Axel Hahne
Praktikumsvertrag: Praktikant muss als normaler Arbeitnehmer vergütet werden, wenn im Praktikum nicht der Ausbildungszweck im Vordergrund steht
Foto: Axel Hahne

Praktikum statt Festeinstellung: Mit dieser Situation müssen viele Absolventen nach dem Studium zurechtkommen. Viele arbeiten monatelang wie eine normale Arbeitskraft – für einen geringen oder gar keinen Lohn. Doch die „Generation Praktikum“ mag sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden und das muss sie auch nicht. Nach deutschem Recht ist dieses Verhalten der Arbeitgeber nämlich sittenwidrig. Eine Initiative der Medienbranche kümmert sich jetzt um das Problem. Sie gibt Studierenden Hinweise, worauf sie achten sollten, um ein faires Praktikum zu bekommen. funkfenster online stellt die Initiative vor.

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13.07.2010
Die Oscars von Bottrop
Furioses Finale beim 6. Trickfilm-Festival NRW.

Sarkozy

Mitten zwischen den Kulissen einer Western-Stadt und den Straßen von New York fieberten etwa 300 Nachwuchs-Filmemacher der Entscheidung entgegen. Als am 9. Juli im Bottroper Movie Park Germany die Jury ihre Entscheidungen bekannt gab, herrschte auf der Bühne und im Publikum bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius eine Spannung, die vielen den Schweiß auf die Stirn trieb. Es ging um Produktionen mit Filmhelden wie der Prinzessin auf der Erdbeere oder Joe, der die Wirkung des Heliums entdeckt. funkfenster online hat das Festival begleitet.

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09.07.2010
Von Sarkozys Gnaden
Der französische Präsident Sarkozy ernennt den Chef des Staatsrundfunks.

Sarkozy
Der französische Staatspräsident
Nicolas Sarkozy.
Bild: La documentation francaise

Nach einer Gesetzesänderung hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy zum ersten Mal von seinem Recht Gebrauch gemacht, den Direktor des öffentlich-rechtlichen Rundfunks France Télévisions selbst zu ernennen. Rémy Pflimlin stand bisher an der Spitze der Pressevertriebsgruppe Presstalis und löst Patrick de Carolis ab, der sich mit Präsident Sarkozy überworfen hatte. Die Ernennung Pflimlins fällt in eine Zeit der politischen Krise. Die französische Regierung sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, private und öffentliche Interessen vermischt zu haben. Gleichzeitig fallen die etablierten Medien durch journalistische Zurückhaltung auf, meint die Medienwissenschaftlerin Isabelle Bourgeois. Im Interview mit funkfenster online weist sie auf den Zusammenhang zwischen der französischen Verfassung und den dienstbereiten Medien hin.

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18.06.2010
Wider die Schummelei
Das Radio Guidebook soll Hörfunkmitarbeiter an journalistische Tugenden erinnern.

hoerfunker.de

Im hektischen Tagesgeschäft von Radiosendern werden journalistische Regeln manchmal nicht so ernst genommen. Vor allem, wenn sie nirgendwo festgeschrieben sind. Am meisten wird bei Interviews geschummelt. Ein Gespräch wird aufgezeichnet und später als „live“ gesendet und die meisten Hörer merken davon nichts. Das kann nicht so bleiben, befand das Projektteam Hörfunk in der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Und entwickelte ein so genanntes Radio Guidebook. Damit wollen die Journalisten die Regeln des Pressekodex' für die Radiopraxis fortschreiben. funkfenster online hat mit Norbert Linke vom Projektteam gesprochen.

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09.06.2010
Der gute Draht nach oben
Das Kölner Domradio feiert seinen 10. Geburtstag.

Pfingsten 2000 gab es den Startschuss für ein bis dahin einmaliges Hörfunkprojekt in Deutschland. Ein unterhaltsames Vollprogramm sollte das Domradio werden – und dabei der christlichen Gesinnung eine Stimme verleihen. Ein reiner Verkündigungssender wollte und will der Radiosender des Erzbistums Köln aber auf keinen Fall sein und legt zudem großen Wert auf redaktionelle Unabhängigkeit. Und obwohl das Domradio keine genauen Angaben über die Zahl der Hörer machen kann, ist man sich der Gunst derselben doch sicher. Da der Sender nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar ist, bekommen seine Macher durchaus mit, was das Publikum an dem Programm schätzt und was nicht. Das Domradio organisiert und überträgt zum Beispiel in jedem Jahr die Fronleichnamsprozession und auch auf dem jüngsten ökumenischen Kirchentag in München war der Sender dabei. funkfenster online stellt den Radiosender mit Sitz direkt neben dem Kölner Dom vor.

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01.06.2010
Radiokinder in Herford
Bei "94,9 Radio Herford" dürfen Schülerinnen und Schüler ans Mikrofon.


Schüler auf Sendung bei
94,9 Radio Herford
Bild: Rolf Ruck

"Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient dazu, das lokale Informationsangebot zu ergänzen und den Erwerb von Medienkompetenz, insbesondere von Schülerinnen und Schülern, zu ermöglichen und damit auch zur gesellschaftlichen Meinungsbildung beizutragen." So steht es im nordrhein-westfälischen Landesmediengesetz. Juristisch trocken, aber vielversprechend. Denn Schüler gehen tatsächlich auf Sendung in Nordrhein-Westfalen – gefördert von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). In einer losen Reihe berichtet funkfenster online über die Umsetzung der Schulprojekte in den Lokalradios von Nordrhein-Westfalen. Diesmal geht es um die Radiokinder bei "94,9 Radio Herford".

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17.05.2010
"Radio macht Schule"
Bei Radio 90,1 in Mönchengladbach gehen Schülerinnen und Schüler auf Sendung.


Teilnehmer des Projekts "Radio macht Schule".
Bild: Radio 90,1

"Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient dazu, das lokale Informationsangebot zu ergänzen und den Erwerb von Medienkompetenz, insbesondere von Schülerinnen und Schülern, zu ermöglichen und damit auch zur gesellschaftlichen Meinungsbildung beizutragen." So steht es im nordrhein-westfälischen Landesmediengesetz. Juristisch trocken, aber vielversprechend. Denn Schüler gehen tatsächlich auf Sendung in Nordrhein-Westfalen – gefördert von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). So geschehen seit März in Mönchengladbach bei Radio 90,1. "Radio macht Schule" haben die Mönchengladbacher ihr Projekt getauft. Und das war so vielversprechend, dass es Wiederholungen gibt. funkfenster online hat mit Radio 90,1-Chefredakteurin Gudrun Gehl gesprochen.

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29.04.2010
Der andere Blick
"Bikulturelle crossmediale Fortbildung für Migranten" – in Berlin werden Journalisten mit Zuwanderungsgeschichte ausgebildet.

Mehr Migranten in die deutschen Redaktionen – das war die Forderung von Maria Böhmer, der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung. Zwanzig Prozent der Menschen, die in Deutschland leben, haben eine Zuwanderungsgeschichte, sie selbst sind jedoch unterdurchschnittlich als Berichterstatter in den Medien vertreten. Diesem Defizit trägt nun eine spezielle Weiterbildung zum Journalisten für Menschen mit Migrationshintergrund in Berlin Rechnung. Beim Bildungswerk Kreuzberg BWK lernen 24 junge Leute den Beruf des Journalisten. Sie sollen den Blick von Migranten auf gesellschaftliche Themen in die tägliche Redaktionsarbeit hineinbringen.

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12.04.2010
Die Globalisierung des Journalismus
Traumjob und Herausforderung: Viele Journalisten wollen als Auslandskorrespondent arbeiten.

Heute eine Umweltkonferenz in New York, morgen die erste demokratische Wahl in einem afrikanischen Land, nächste Woche der große Sportwettkampf – die Welt ist voller Ereignisse, die für Menschen in anderen Ländern interessant sind. Von diesen Ereignissen berichten Journalisten für die Leser, Zuhörer und Zuschauer in der Heimat. Auslandskorrespondent gilt als eines der spannendsten Berufsbilder im Journalismus. Natürlich gibt es dabei auch Posten an weniger attraktiven Orten, und aus Krisengebieten muss ebenfalls berichtet werden. Neben einer soliden Ausbildung sind auf jeden Fall das Verständnis für die fremde Kultur und sehr gute Sprachkenntnisse wichtig. Und Auslandskorrespondent ist kein Schreibtischjob, wenn man ihn gut machen will. funkfenster online gibt Einblicke in diesen Beruf.

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04.03.2010
Medienkompetenz für Eingeborene
Internet-ABC und Deutsche UNESCO-Kommission präsentieren CD ROM.

Die Grundschulkinder von heute sind sogenannte "digital natives", also Menschen, die Zeit ihres Lebens von digitalen Medien umgeben waren. Ihren Eltern, nicht selten aus der Generation der "digital immigrants", jagt der Gedanke an ihren Nachwuchs im digitalen Dschungel jedoch Angstschauer über den Rücken. Denn: Virtuosität im Umgang mit Internet und Handy hat nicht zwingend etwas mit Medienkompetenz zu tun. Wer warnt eigentlich die Kleinen vor den Gefahren im Netz, wer erklärt ihnen, wie sie sich verhalten sollen? Ihre Eltern, die sich von ihrem Zehnjährigen das neue Handy konfigurieren lassen? Die Landesmedienanstalten, bei denen die Vermittlung von Medienkompetenz zum Kernaufgabenbereich gehört, wollen den digital zugereisten Vätern und Mütter unter die Arme greifen und geben mit ihrem Projekt Internet-ABC die CD-Rom "Wissen wie’s geht! Mit Spaß und Sicherheit ins Internet" heraus. In einer Kölner Grundschule wurde sie vorgestellt und gleich ausprobiert. funkfenster online war dabei.

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17.02.2010
Digitaler Hirte
Soziale Gemeinschaften im Netz sind der Renner. Doch ohne einen Fachmann, der die Fäden zusammenhält, funktionieren sie nicht.

Keine Internet-Community ohne Manager.
© evangelisch.de

Das Internet-Auktionshaus ebay hat sie, die Firma Bosch braucht sie erst seit kurzem, und auch die Kirche kommt nicht ohne sie aus: Die Rede ist von Community Managern. Will der Betreiber einer Website eine Community oder Netzgemeinschaft einrichten, gilt es auch diese Position zu besetzen. Auf dem Arbeitsmarkt werden sie gesucht – das zeigt schon die stattliche Menge offener Stellen, die sich allein bei der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit findet. Doch was sind die Aufgaben eines Community Managers und wie klappt es mit dem Arbeitsplatz? funkfenster online stellt diesen Beruf mit Zukunft vor.

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04.02.2010
Radioausbildung beim Marktführer
Ein Volontariat beim NRW Lokalfunk heißt, Radiomachen von der Pieke auf zu lernen.


© Timo Stoppacher

Die aktuelle Medienkrise hat den Lokalfunk in Nordrhein-Westfalen nicht verschont. Die 45 Sender arbeiten privatwirtschaftlich, daher hängen ihre Gewinne von der ökonomischen Lage ab. Obwohl die Zeiten schwierig sind, legen die meisten Sender großen Wert darauf, eigene Reporter und Moderatoren hervorzubringen. Die Hörfunkstationen zwischen Aachen und Minden-Lübbecke spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des journalistischen Nachwuchses. Und anders als in großen Sendern können Volontäre in kleinen Stationen häufig das Programm selbst mit gestalten, lernen also das Handwerk des Radiomachens von der Pieke auf.
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26.01.2010
Experimentieren erwünscht
Der TV-Lernsender.NRW in Dortmund unterweist Laien und angehende Profis in der Kunst des Fernsehmachens - gefördert von der LfM.

Der Studiengang Journalistik an der TU Dortmund gehört zu den beliebtesten Ausbildungsgängen für angehende Medienschaffende in Deutschland. Tausend Bewerbungen kommen auf fünfzig Studienplätze. Wer einen der begehrten Sitze im Hörsaal ergattert, hat auch Anspruch auf ein Volontariat im Rahmen des Studiums. Medienunternehmen wie ARD, ZDF und die großen Tageszeitungen bieten Volontariate für die angehenden Journalisten. Seit Juli vergangenen Jahres gibt es in Dortmund auch einen echten Fernsehsender. Der TV-Lernsender.NRW, den das Institut für Journalistik in der Ruhrgebietsstadt betreibt, ist Kern des Pilotprojekts "Ausbildungs- und Erprobungsfernsehen", mit dem die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) neben den Studierenden auch Auszubildenden und interessierten Bürgern die Möglichkeit gibt, das Fernsehmachen zu lernen. Die LfM unterstützt überdies Lern- und Lehrredaktionen an zwölf Institutionen in Nordrhein-Westfalen. funkfenster online hat den TV-Lernsender besucht.

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18.01.2010
Drei Länder – ein Problem
Dreiländertreffen der Initiativen Qualität im Journalismus.


Initiative Qualität im Journalismus

Mehr Qualität in den Medien: Das ist kurz gesagt das Ziel der Initiative Qualität im Journalismus in Deutschland. Auch in Österreich und der Schweiz gibt es solche Bestrebungen. Doch angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Medienkrise ist es schwer, Verlagsvertreter oder Senderverantwortliche davon zu überzeugen, dass Investitionen in Aus- und Weiterbildung gut eingesetztes Kapital sind. In der Schweiz, wo jetzt ein "Dreiländertreffen" der Initiativen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland stattfand, sorgte ungewöhnlicher Druck der Medienaufsicht für erste Erfolge.

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AKTUELLES

Buchbesprechung von Frauke Gerlach
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allesbestens.org
Die Internetseite hilft bei der Suche nach Dokumentarfilmen und Radiofeatures.
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MIGELO
Migranten-Eltern-Lotsen
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Buchbesprechung
"Radio" von Hans-Jürgen Krug
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Buchbesprechung
"Die Liberalisierung von Radio und Fernsehen"
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www.kulturkenner.de
Kultur aus dem Bundesland NRW im Netz
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Klicks-Momente
Medienkompetenz-Broschüre der Polizei
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Trainerhandbuch Journalismus
Leitfaden für die Aus- und Weiterbildung
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"Vitamin D"
Neue Jobbörse auf DWDL.de

klicksafe-Broschüre
Musik aus dem Netz
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Porträtserie Lokalfunk


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