funkfenster online lfrZur LfM StartseiteZur funkfenster online StartseiteE-Mail an die Redaktion

 

Medien allgemein


Archiv 2009


17.12.2009
Qualitätsjournalismus als Querschnittsaufgabe

Lilienthal
Volker Lilienthal:
Qualitätsjournalismus ist
nicht nur eine Frage von
Eliteblättern
Foto: Privat

Dr. Volker Lilienthal hat die Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an der Universität Hamburg übernommen. Lilienthal war zuvor verantwortlicher Redakteur bei "epd medien". In dieser Funktion wurde er vor einigen Jahren einem breiteren Publikum durch die Aufdeckung des "Marienhof-Skandals" der ARD bekannt.

funkfenster online sprach mit ihm über seine Methoden, Qualitätsjournalismus zu vermitteln. Am 10. Dezember hielt er seine Antrittsvorlesung.

 

Der ganze Artikel

 

03.12.2009
Kein Kinofilm ohne Kassenbuch
Was macht eigentlich ein Filmgeschäftsführer?

Vorleser
NRW-Premiere von „Der Vorleser“
©Heike Herbertz, Filmstiftung NRW

"Inglourious Basterds", „Der Vorleser“, „Stauffenberg“ – Hollywood-Filme made in Germany lassen sich gerade in jüngster Zeit viele aufzeigen. Die Geschäfte am Medienstandort Deutschland laufen prima, internationale Produktionen, die es – auch wegen der deutschen Filmförderung – nach Berlin, Köln und München zieht, gibt es viele. Das Filmemachen ist ein interessantes Geschäft. Es fasziniert Millionen – und kostet oft auch einige Millionen. Neben künstlerischen Aspekten ist auch die kaufmännische Seite der Filmproduktion enorm wichtig für den Erfolg des Films. Schließlich soll das Kinospektakel am Ende Gewinn abwerfen. Das zu gewährleisten ist die Aufgabe des Filmgeschäftsführers. funkfenster online stellt diesen Beruf vor.

Der ganze Artikel

 

24.11.2009
Nachholbedarf
Die Computerspielindustrie boomt weltweit – nur Deutschland hält nicht mit.

Radio
BU: Spielentwickler: Eine seltene Art.
Foto: Ubisoft

Im August dieses Jahres öffnete Europas größte Computerspielmesse, die gamescom 2009, zum ersten Mal ihre Tore in Köln. 420 Aussteller aus dreißig Ländern waren vertreten. Der Markt für Computerspiele ist riesig, die Zuwachsraten, auch in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise, sind immens. Mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2008 ist Deutschland der zweitwichtigste europäische Markt für Unterhaltungselektronik – und die Branche wächst weiter. Die Masse der Computerspiele kommt aber weiterhin aus dem Ausland. Das liegt auch an der schlechten Ausbildungssituation für deutsche Spielentwickler.

Der ganze Artikel

 

13.11.2009
Interkultureller Austausch
"Communication and Journalism": ein neuer, deutsch-russischer Studiengang.

Radio
Die Lomonossow Universität in Moskau.
©Jean & Nathalie/flickr.com

In seiner aktuellen Rede an die Nation hat der russische Staatspräsident Alexander Medwedew sein eigenes Land als rückständig und reformbedürftig bezeichnet. Er forderte eine Gesellschaft der "klugen, freien und verantwortungsbewussten Menschen". Seine Reformpläne beziehen sich aber vor allem auf die Wirtschaft und die Umwelt – von der Freiheit der Presse fand sich in seiner Rede nichts. Dass unabhängiger Journalismus in Russland in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, belegen nicht zuletzt Fälle wie der der getöteten Reporterin Anna Politkowskaja. Wie also schreiben und recherchieren in einem Land, in dem das Leben eines Journalisten nicht viel wert ist? Fragen, auf die der neue deutsch-russische Studiengang "Communication and Journalism" Antworten zu geben versucht. Eine Kooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Lomonossow Universität Moskau.

Der ganze Artikel

 

29.10.2009
Verzweiflungsregulierung
23. Münchner Medientage eröffnet


"Wir sind über unsere Unfähigkeit, das Internet zu regulieren, so verzweifelt, dass wir das Fernsehen überregulieren", kritisierte Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland, zum Auftakt der Medientage München. Schäferkordt forderte mit Vehemenz eine konvergente Regulierung. "Irgendwann werden wir uns fragen, ob wir so einsam im Sattel sind, weil das Pferd tot ist", prognostizierte die RTL-Chefin. Rückendeckung bekam Schäferkordt ausgerechnet von einem Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland.
Der ganze Artikel

 

14.09.2009
Knastalltag jenseits von Haftromantik
Das Medienprojekt Podknast liefert die ungeschönte Wahrheit über das Leben hinter Gittern.

Christian und Marius
Drehbuch aus dem Knast.
©Hennen

Schonungslos, möglichst realistisch und jederzeit im Internet abrufbar – das sind die Produktionen von "Podknast". Das Projekt der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium NRW hat im zweiten Jahr seines Bestehens sein Programm erweitert. Neben den Audiobeiträgen, den so genannten "Podcasts aus dem Knast" (Podknast) werden nun auch Videoproduktionen gezeigt. Alle Beiträge werden von den jugendlichen Gefangenen aus drei nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten selbst produziert und sind im Internet abrufbar. Die jugendlichen Straftäter sollen sich mit den Konsequenzen ihrer Inhaftierung auseinandersetzen. Podknast hat nichts mit Haftromantik zu tun und zeigt die ungeschminkte Wahrheit über den Alltag hinter Gittern – auch und gerade denjenigen, die noch nie im Gefängnis waren.

Der ganze Artikel

 

21.08.2009
Chancen, Risiken und Nebenwirkungen
Die Computerspielewelt blickt nach Köln, zur Gamescom 2009.

Gamescom

Köln ist in diesen Tagen zum ersten Mal das Mekka für interaktive Computerspieler aus aller Welt. Vom 19. bis zum 23. August trifft die Games-Branche in der Köln Messe auf ihre Kundschaft. Mit 420 Ausstellern aus mehr als dreißig Ländern ist die Gamescom Europas größte Messe für elektronische Spiele und interaktives digitales Entertainment. An etwa 10.000 Spielestationen wird auf insgesamt 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche aktuelle Software für Computer und Konsolen vorgestellt. Unter anderem präsentieren die Hersteller etwa hundert Spiele-Premieren. Der Andrang ist riesig: Um besonders attraktive Neuheiten ausprobieren zu können, müssen Zuschauer manchmal bis zu eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen. Aber das Thema Risiken und Nebenwirkungen spielt auf der Messe auch eine Rolle. funkfenster online hat den Beipackzettel.

Der ganze Artikel

 

1.07.2009
Die Generationenkluft schließt sich
Forscher von "EU Kids Online" geben Untersuchungsergebnisse bekannt.

EU Kids online Logo

Die alte Formel, Kinder seien die "Digital Natives" und Eltern die "Digital Immigrants", scheint auf europäischer Ebene nicht mehr zu gelten. Tatsächlich hat die Zahl der erwachsenen Internetnutzer die Zahl der Kinder, die online sind, eingeholt. 2005 waren erst 66 Prozent der Erwachsenen schon einmal online. Im vergangenen Jahr nutzten bereits 85 Prozent der Erwachsenen das Internet. 2005 waren dagegen noch deutlich mehr Kinder als Erwachsene im Internet. Das Verhältnis ist also inzwischen ausgeglichen. Zu diesem Ergebnis kommt der Forschungsverbund "EU Kids Online" zum Abschluss seiner dreijährigen Tätigkeit. Für Deutschland war das Hans-Bredow-Institut federführend, das die Ergebnisse der Kooperation beim 21. medienforum.nrw vorstellte.

Der ganze Artikel

 

10.06.2009
NRW-Medien wieder Chefsache?
Das Mediengesetz in Nordrhein-Westfalen soll novelliert werden.

Paragrafen

Während in den 1990er-Jahren alle arbeitsmarktpolitischen Hoffnungen auf den Medien ruhten, ist im 21. Jahrhundert Ernüchterung eingetreten. Die Medien leiden selbst unter einer schweren Struktur- und Wirtschaftskrise. Gleichzeitig ist die politisch katalysierte Förderung dieser Branche in Nordrhein-Westfalen in den Hintergrund getreten. Die Zeiten, in denen die Entwicklung der Medien in NRW auf der Agenda der Landespolitik ganz oben stand, sind vorbei. Aber sind sie das wirklich? Erste Zeichen für eine Wiederbelebung entdecken manche im Konzept für ein neues NRW-Mediengesetz. Kritiker dagegen vermissen den großen Wurf und bezeichnen die Novelle als verfassungsrechtlich bedenklich. Jetzt ist die Vorlage des neuen NRW-Mediengesetzes vom Kabinett in Düsseldorf verabschiedet worden. Was drin steht, erklärt funkfenster online.

 

14.05.2009
Ausgepöbelt
Mit Oliver Geissen verschwindet die vorletzte Nachmittagstalkshow aus den Programmen der kommerziellen Sender.

Oliver Geissen
Oliver Geissens Stuhl steht ab Herbst woanders.
© RTL

In den neunziger Jahren waren sie das medienpolitische Aufregerthema schlechthin: Die nachmittäglichen Talkshows, die mit viel Krawall und Themen unter der Gürtellinie Medienaufseher und Kritiker auf den Plan riefen: Shows wie "Hans Meiser", "Arabella", "Vera am Mittag", "Andreas Türck" oder "Ilona Christen" sorgten für gute Quoten und Werbeeinnahmen, wenn auch das Image litt und TV-Entertainer Harald Schmidt diese Sendungen "Unterschichten-Fernsehen" taufte.

Aber die Reichweiten rutschten immer tiefer in den Keller, eine Show nach der anderen verschwand vom Schirm. Doch von vielen unbemerkt gab es noch zwei Exemplare im Programm der Privatsender: "Oliver Geissen"(RTL) und "Britt" (SAT1). Doch für Oliver Geissen ist im Herbst nach mehr als 1.800 Sendungen Schluss. Damit scheint das endgültige Ende dieser Genres besiegelt.

Der ganze Artikel

 

28.01.2009
Journalismus aus der Reisetasche
Videojournalisten sind für private und öffentlich-rechtliche Sender ein Berufsstand mit Zukunft.

Angela Merkel
Bundeskanzlerin Merkel eröffnete das Forum
Lokaljournalismus. © bpb

Vor kurzem konnte man Erschreckendes über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Medien lesen. Nicht nur, dass es künftig keine goldenen Fernsehpreise mehr geben soll, wie man aus den Reihen des Springer-Verlags hört. Bei medialen Großveranstaltungen soll auch am Essen gespart werden. Sind die Zeiten von Glanz und Gloria der Fernsehunterhaltung jetzt endgültig vorbei? Es sieht so aus. Die Branche backt kleinere Brötchen und spart wo sie kann. Wieder steht eine Werbekrise, wie schon zu Beginn des neuen Jahrtausends, vor der Tür. Und da besinnt sich die Medienwirtschaft auf ihre Primärtugend: den Journalismus. Nur dass dieser Journalismus – Krise eben – im Jahr 2009 ganz bescheiden daher kommt. Statt Christiansen im Abendkleid sollen so genannte Videojournalisten Ruhm und Ehre der Medienunternehmen mehren. Beim 17. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung in Schwerin war den Videojournalisten ein eigener Workshop gewidmet. Sind sie eine Zunft mit Zukunft?
Der ganze Artikel

 


Archiv 2008


10.11.2008
Weltmeisterschaft der schnellen Daumen
In Köln trafen sich die besten Computerspieler der Welt zu den "World Cyber Games".

World Cyber Games
Die World Cyber Games in Köln
© Fox-Foto Uwe Völkner

Sie sind männlich, jung und kommen aus aller Herren Länder. Ihre Leidenschaft heißt "World of Warcraft", "Age of Empires 3" oder "Counterstrike". Sie spielen am Computer und einige können davon mittlerweile sogar schon leben. Die besten von ihnen hatten sich vom 6. bis 8. November in Köln versammelt, um ihre virtuellen Krieger gegeneinander antreten zu lassen. Die World Cyber Games (WCG) fanden zum ersten Mal in Deutschland statt und sind so etwas wie die olympischen Spiele für "Online-Gamer". Die Wachstumsrate der Computerspiele-Branche ist atemberaubend. Zeitgleich zu den WCG fand in Köln die "Computerspiele Camp(us) Cologne" statt, von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) mitorganisiert. Hier stand das Thema "Jugendschutz" auf der Tagesordnung.
Der ganze Artikel

 

29.08.2008
Wage!
Fernsehen für junge Zuschauer - das Thema des RTL-Trendforums TV

BBC Three

Das Fernsehen hat die Jugend längst an das Internet verloren - wie ein negatives Mantra wabert dieser Satz durch die Büros deutscher Fernsehdirektoren. Hoffnungslos, junge Zuschauer wieder gewinnen zu wollen. Deswegen strecken vor allem die Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender die Hände ergeben nach oben. Das "Kukident-Image" scheint an ARD und ZDF zu kleben wie Haftcreme. Aber auch die kommerziellen deutschen Programme müssen um junge Zuschauer kämpfen, obwohl sie immerhin Kanäle wie RTL 2 eigens für diese Zielgruppe unterhalten. Das Trendforum TV, veranstaltet von der RTL-Journalistenschule, der LfM und Waltermedia, hat sich am 26. August das Thema "Der Faktor Jugend" vorgenommen. Das Beispiel des preisgekrönten Senders BBC Three sollte zeigen, dass Wunder wahr werden und Jugendliche sich wieder für das Fernsehen interessieren können.
Der ganze Artikel

 

16.05.2008
Atmen und vergeben
"Schreinemakers 01805-100232", so heißt der neue Selbstversuch von Margarethe Schreinemakers in Sachen TV-Karriere. Ihre Sendung läuft auf dem Sender 9 Live und hat sich auch dessen Geschäftsidee zu eigen gemacht: Umsatz mittels Telefongebühren.

Schreinemakers
© Schreinemakers

"Herzlich willkommen in einer neuen Fernsehwelt", heißt es bescheiden in der Eigenwerbung von 9 Live. Neun TV, so der Name der neuen Fernsehwelt, die es derzeit als Programmfenster auf 9 Live zu sehen gibt, sei eine einzigartige Verbindung aus Internet-TV, TV und Telefon. Und mitten drin in dieser Welt lebt Margarethe Schreinemakers. Tatsächlich, sie lebt wirklich mittendrin. Ihr Wohnhaus in Belgien ist gleichzeitig auch das Fernsehstudio, von wo aus sie die "einzigartige Verbindung" von Internet, TV und Telefon herstellen will. Immer freitags um 18:45 Uhr. Dass das Interesse an dem neuen Format so unterirdisch ist, dass "die Quoten-Queen" (9 Live-Eigenwerbung) nicht einmal an die Quote des Muttersenders Neun Live heranreicht, irritiert hier zunächst einmal niemanden. Unser Autor hat reingeschaut, bei Schreinemakers in Belgien.
Der ganze Text

 

9.04.2008
Gemeinsam einsam
An der Universitätsklinik Mainz hat die erste Ambulanz für Internet- und Computerspielsüchtige eröffnet. Und jetzt nimmt sich auch die Politik des Themas an.

Seccond Life
Bewohner der Online-Welt "Second Life"

Die Gemeinschaft der Computerspieler besteht aus Millionen von begeisterten Anhängern. Internet gesteuerte Spiele wie World of Warcraft oder "Second Life", aber auch so genannte Ego Shooter Spiele wie "Counterstrike" erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch wo hört der Spaß auf und wo fängt die Sucht an? Die Grenzen sind oft nicht eindeutig zu ziehen, weil es keinen quantitativen Richtwert gibt. Fest steht jedoch, dass Computerspiel- und Internetsüchtige sich von ihrer Umwelt abkapseln, zunehmend Probleme in Schule und Beruf bekommen und dass viel mehr Jungen und junge Männer als Mädchen und Frauen betroffen sind. Und das Thema beschäftigt jetzt auch die Politik. In einer Anhörung im Kulturausschuss fragten Bundestagsabgeordnete am 9. April Experten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Krankheitsbild und Therapiemöglichkeiten. Eine Behandlung bietet die deutschlandweit erste Ambulanz der Universitätsklinik Mainz an. Hier werden Computerspiel- und Internetsüchtige in Gruppen therapiert. funkfenster online hat mit Klaus Wölfling, dem psychologischen Leiter der Ambulanz gesprochen.
Das Interview

 


Archiv 2007


4.12.2007
Dick, gewalttätig und asozial
Wie das Fernsehen Kinder und Jugendliche darstellt.

Foto - Kinder in den Medien

Rütlischule, Pisa-Schock und Super Nanny. Wenn Kinder in den Medien zu Protagonisten werden, dann nicht selten als renitente, dicke und asoziale Wesen. Vor allem im Vorabend- und Abendprogramm des Fernsehens. Mit großer Sorge beobachten Kinderschutzorganisationen und Medienkontrollinstanzen eine polarisierende Darstellung auf der Mattscheibe: Entweder ist dort der tyrannisierende, rücksichtlose Jugendliche aus den Gerichtsshows zu sehen oder Werbespots sprechen das süße, liebliche Kind aus der intakten Familie heilig. Beide Darstellungen haben nichts mit der Lebensrealität der meisten Kinder und Jugendlichen zu tun, klagen Vertreter von Kinderschutzbund und Landesmedienanstalten. Und was halten die Betroffenen selbst von ihrem Medienimage? funkfenster online fasst die Positionen zusammen.
Der ganze Artikel

 

02.10.2007
Goldgräberstimmung
Bei den Cologne Conference Lectures ging es um die Online-Bemühungen der Rundfunkmedien.

CC Logo

Im digitalen Zeitalter haben die klassischen Medien schon längst ihre Deutungshoheit verloren. Auf diesen gemeinsamen Nenner konnten sich die Teilnehmer der Cologne Conference Lectures rasch einigen. Im Fokus des Seminars "The show must go online. Perspektiven der Fernsehunterhaltung" standen die Rolle und die Entwicklungsmöglichkeiten des Fernsehens in der Internet-Welt. "Alles ist möglich, nichts entschieden", so der Tenor. Es herrschte also Goldgräberstimmung bei den Fernsehverantwortlichen aus dem In- und Ausland, die sich im Mediapark versammelt hatten, um am ersten Fernsehfestival Cologne Conference außerhalb des medienforum.nrw teilzunehmen.
Der ganze Artikel

 

29.08.2007
"Wir sind keine Nestbeschmutzer"!
Die Initiative FAIR RADIO appelliert für mehr Recherche und Sorgfalt im Hörfunk.

Logo - Fair RadioDarf man einen von einem Bundesministerium bezahlten PR-Beitrag senden, ohne ihn als solchen zu kennzeichnen? Darf man als Reporter so tun, als sei man direkt am Ort des Geschehens, während man eigentlich gemütlich zu Hause mit dem Handy seinen Bericht in die Sendung liefert? Gebietet es nicht die journalistische Sorgfaltspflicht, Agenturmeldungen noch einmal gegenzurecherchieren? Journalismus lebt von Glaubwürdigkeit und Verstöße gegen die Sorgfaltspflicht unterminieren diese Glaubwürdigkeit. Davon waren die Teilnehmer eines Seminars der Akademie für Politische Bildung Tutzing zum Thema "Ethik im Radio" überzeugt. Einzelheiten über den daraus entstandenen "Tutzinger Appell für ein glaubwürdiges Radio" erläutert Mitgründerin Sandra Müller im Interview.
Das Interview

 

27.07.2007
Garantiert nicht sexy
Mit EOS TV will im November ein ganz besonderes Spartenprogramm auf Sendung gehen: ein Trauerkanal.

Dr. Kerstin Gernig, Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes
Dr. Kerstin Gernig, Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes

Wie finde ich das richtige Bestattungsinstitut, wer erklärt mir eigentlich die Vorzüge und Nachteile einer anonymen Bestattung. Wie verfasse ich einen Nachruf? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Tod soll bald ein ganz besonderer Sender geben: EOS TV dient sich ab November als Trauerkanal an. Zielgruppe sind Menschen über sechzig. Viele befassen sich ab diesem Alter mit dem Ende ihres Lebens. "Aber kaum einer traut sich, ein Bestattungsinstitut zu besuchen, um sich informieren zu lassen", sagt Dr. Kerstin Gernig, Geschäftsführerin des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. EOS TV will dieses Informationsdefizit füllen. Gar nicht sexy werde das Programm, sagt Gernig realistisch, aber wichtig und notwendig. Das deutsche Bestattungsgewerbe kann einen Imagewandel gut gebrauchen.
Das Interview

 


Archiv 2006


12.12.2006
Kinder sehen anders
Seicht und kunterbunt. Das scheint die Prämisse vieler Kindermedienmacher zu sein. Was der Nachwuchs wirklich sehen will, darum ging es bei der 1. Kindermedienkonferenz der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Köln.

Foto - funkfenster online
© funkfenster online

Heute sind Kinder von so vielen Medien umgeben wie noch nie. Handys bedienen sie meist flotter als ihre Eltern. Allein vor dem Fernseher verbringen sie jeden Tag durchschnittlich 97 Minuten. Umso erstaunlicher ist es, dass sich die Macher von Medien für Kinder erst jetzt zu einer bundesweiten Konferenz versammelt haben: Vom 6. bis 8. Dezember 2006 hat die Bundeszentrale für politische Bildung sechzig Experten und Journalisten nach Köln in den Mediapark zur 1. Kindermedienkonferenz eingeladen. Um über kindgerechte Medieninhalte zu diskutieren. Und um Vorschläge zu sammeln, wie Journalisten Kindern die ganze Welt öffnen können.
Der ganze Artikel

 

14.11.2006
Die Zukunft des Lokalfunks -
Udo Becker im Gespräch mit funkfenster online

Foto - Dr. Udo Becker
Dr. Udo Becker - Foto: BG-Verband

"Die Attraktivität des Programms muss durch eine gelungene Mischung aus redaktionellen Inhalten und Musik für ein breites Publikum erhalten werden ohne die nachwachsende junge Hörergeneration mit ihren Wünschen und Bedürfnissen zu vernachlässigen." Das ist das Credo von Dr. Udo Becker. Der Geschäftsführer des BG-Verbandes in NRW äußerte sich detailliert über Zukunftsszenarien für die NRW-Lokalradios. Becker ist nach Dr. Jürgen Brautmeier (LfM) und Jörg Bertram (Chefredakteur "Radio Bonn/Rhein-Sieg") der dritte Experte in der kleinen Gesprächsreihe von funkfenster online.
Das Interview

 

 

16.10.2006
"DAB ist ein mittlerweile veraltetes System"
Jörg Bertram zur Zukunft des NRW-Lokalradios

Foto - Jörg Bertram
Jörg Bertram

Das Lokalradio und seine digitale Zukunft: Über dieses Thema hat funkfenster online eine Gesprächsrunde gestartet mit Experten aus NRW. Den Anfang machte Jürgen Brautmeier (LfM). Nun stellt sich die Macherseite der Radios den Fragen. Jörg Bertram, Chefredakteur der ersten Stunde und jetzt bei "Radio Bonn/Rhein-Sieg" tätig, setzt offensiv auf neue Techniken.
Das Interview

 

 

 

27.09.2006
Ein Medium im Umbruch
Jürgen Brautmeier, stellvertretender Direktor der LfM, blickt in die Zukunft des Radios.

Foto - Dr. Jürgen Brautmeier
Geht es mit den Lokalradios nach oben? Oder sehen die Perspektiven für den Hörfunk eher düster aus? Jürgen Brautmeier bei der Verleihung des LfM-Hörfunkpreises 2006. © Fox/Uwe Völkner

Thema "Digitales Radio" ist plötzlich wieder in aller Munde. Auslöser der neu geführten Debatte um die Zukunft des Hörfunks in Deutschland sind zwei Veranstaltungen: zum einen die Tagung "Digitales Radio", veranstaltet in Berlin vom Institut für Europäisches Medienrecht (EMR) und zum anderen der LfM-Mediendialog mit dem Titel "The End of the Radio - as we know it?". Diese Fachtagung fand vor der Verleihung des LfM-Hörfunkpreises am 22. September in Düsseldorf statt. funkfenster online sprach mit Dr. Jürgen Brautmeier, dem Stellvertreter des LfM-Direktors, über die Zukunftsaussichten des Radios.
Das Interview

 

19.09.2006
Für ganze Kerle
Aus dem Spartenprogramm XXP wurde Anfang September DMAX, ein Sender mit einer besonderen Zielgruppe: Männer.

© DMAX Keine Sorge, auch wenn Schumi bald keine Runden mehr drehen wird: "DMAX behält das im Blick, was Mann wirklich sehen will", verspricht zumindest die Werbung. Und was könnte das sein? Falsch: Keine Vollerotik, das bleibt Sache der wahren Männerversteher von Premiere. DMAX widmet sich dem Rest. Politik? Auch falsch. Motor, Technik, Abenteuer und Populär(!)wissenschaft. Das wollen die Kerle sehen. Ach ja, und Heimwerken. Ob dies nur der amerikanische Blick auf den Mann ist, wird sich zeigen. Auf jeden Fall besitzt der US-Konzern Discovery seit März dieses Jahres die Mehrheit an dem Sender. Früher hieß er XXP und gehörte zu Spiegel TV und dctp. Mit einer Einschaltquote von zuletzt 0,9 Prozent machte XXP seine Eigner vermutlich nie glücklich. Aber da setzte man ja auch noch auf stundenlanges Abspielen von Dokumentarfilmen mit Namen wie "Das Dritte Reich in Farbe". DMAX hat da komplett umgesattelt und zeigt jetzt "Fish’n fun - die Angelshow". Mal sehen, wie viele anbeißen.
Der ganze Artikel

 

05.05.2006
"popetown" erregt die Gemüter
MTV will Anfang nächster Woche über die Fortsetzung der Satire-Serie entscheiden.

Logo - MTVAuch nach der Ausstrahlung der ersten Sendung der umstrittenen Zeichentrickserie am 03. Mai sorgt "popetown" weiterhin für Diskussionen. Vor allem kirchliche Vertreter kritisierten die Vatikan-Satire scharf. Politiker der Grünen dagegen verwiesen auf das Recht auf Meinungsfreiheit. Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Passau forderte erneut zu deutlichem Protest gegen die MTV-Serie auf. Sein Vorsitzender Wolfgang Beier monierte, dass auf Kosten der Gläubigen nur auf Werbeeinnahmen und Einschaltquoten geblickt werde.
Auch die KJM hat sich sehr kritisch zu "popetown" geäußert.
[ Der ganze Artikel ]

 


Archiv 2005


02.12.2005
Das Wort kehrt zurück
Schlechte Zeiten für Dudelfunk - auch Privatradios setzen wieder auf die Kraft der Information.

Foto -  Ruhe Sendung!Es ist das schnellste, eines der ältesten und eigentlich ein sehr angesehenes Medium. Aber es ist auch, fragt man Experten, dem Untergang geweiht. Der Hörfunk ist ins Gerede gekommen. Zuviel Gedudel, zu viele Jingles und Gewinnspiele und zuwenig Information. Hermann Stümpert, der kürzlich verstorbene Privatradiopionier, fragt gar in seinem Buch "Ist das Radio noch zu retten?" Auf jeden Fall, meint Inge Seibel-Müller und führt auch gleich zwei Beispiele an, in denen das Radio zukunftsfähig gemacht wird.
[ Der ganze Artikel ]

 

10.06.2005
Türöffner und Torwächter
Experten diskutierten das Internet-Thema "Suchmaschinen" bei der LfM in Düsseldorf.

Abbildung - Tagung SuchmaschinenAn Google kommt niemand vorbei, der im Internet etwas sucht. Der Platzhirsch unter den Suchmaschinen hat sich in den vergangenen Jahren zum unangefochtenen Marktführer entwickelt. Sehr zum Leidwesen der Konkurrenz. Aber auch Medienexperten sehen die Rolle von Google kritisch, weil dadurch die Kommunikation im Netz sortiert und gefiltert wird. Medienrechtler, Kommunikationswissenschaftler und Suchmaschinen-Betreiber diskutierten auf Einladung von LfM und klicksafe.de in Düsseldorf Probleme beim Zugang zu Online-Inhalten mit Suchmaschinen.
[ Der ganze Artikel ]

 

20.04.2005
Tausche Waffe gegen Radio
Die humanitäre Stiftung Freeplay Foundation leistet eine besondere Art der Hilfe in Ländern der Dritten Welt: Sie liefert Radios in die entlegensten Fleckchen Erde.

© Freeplay Foundation
© Freeplay Foundation

Während Industrienationen im Informationsüberfluss zu ertrinken drohen, fehlt es in den armen Ländern der Welt selbst am Strom, um ein Radiogerät zu bedienen. Das Letzte, was Bürgerkriegsgebiete wie Ruanda und Sudan brauchen, ist Hörfunk, mag man denken. Humanitäre Hilfe sollte vor allem aus Lebensmitteln und Medikamenten bestehen? Die Hilfsorganisation Freeplay Foundation geht einen Schritt weiter. Sie ist einzig zu dem Zweck gegründet worden, Radios in der Dritten Welt zu verteilen. Die größte Hürde bei der Überwindung der Armut ist die Isolation, meint Freeplay. Und da helfe es auch nicht, dass jedes Jahr Millionen für die Entwicklung von Ausbildungsprogrammen für die Dritte Welt ausgegeben würden, wenn deren Inhalten die Bedürftigen nicht erreichten. Die Radios, die die Stiftung vor allem in Afrika verteilt, lassen sich per Sonnenenergie oder Handkurbel bedienen und bringen Bildung bis ins hinterste Dorf.
[ Der ganze Artikel ]

 

12.04.2005
klicksafe.de
Startschuss für ein neues, deutschlandweites Projekt für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe.de ist eine Website und bildet den deutschen Knotenpunkt für die EU-Kampagne "Safer Internet Programme".

Klicksafe - LogoKeine Namen und Adressen in Chatrooms, Vorsicht vor automatischen Dialern auf so genannten Hausaufgaben-Homepages, Finger weg von kostenpflichtigen Service-Seiten. Was Internetprofis längst drauf haben, stellt Kinder, Jugendliche und ihre Eltern vor große Probleme. Sicherheit im Internet ist eine Illusion und nicht selten bezahlen Familien einen hohen Preis für die Online-Aktivitäten ihrer Sprösslinge. Seit dem 11. April soll es für Heranwachsende etwas behüteter zugehen im Netz der Netze: Die Aktion klicksafe.de ist an den Start gegangen. Hier können sich Nutzer über Sicherheit im Netz informieren und sich auf diesem Weg Medienkompetenz aneignen..
[ Der ganze Artikel ]

 

11.04.2005
Schnupperkurs im Krisengebiet
Das Bildungswerk des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) schickt Nachwuchsreporter nach Bosnien.

PatronenVierzig Jungjournalisten reisten auf Einladung des Bonner DJV-Bildungswerkes nach Sarajevo, um zehn Jahre nach Kriegsende den Zustand der Gesellschaft in der ehemals belagerten Stadt zu erkunden. Die bosnische Hauptstadt leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs. Nationalismus, Korruption und die allgegenwärtige Gefahr durch Minen destabilisieren das Land. Und die Erinnerung an den Krieg ist bei Kriegsreportern und bei Einheimischen noch sehr wach.
[ Der ganze Artikel ]

 

25.02.2005
Die Welt im Wassertropfen
Die Lokaljournalistenseminare der Bundeszentrale für politische Bildung sind seit dreißig Jahren erfolgreich.

Foto - Herforder Kreisblatt
Herforder Kreisblatt

Der Lokalteil ist das Herzstück der Zeitung – dieses Credo gilt auch und besonders in Krisenzeiten. Auflagen- und Leserschwund, Anzeigenrückgang und das boomende Internet haben der Zeitungsbranche schwere Jahre beschert. Den akuten Sparzwang haben viele Verleger mit Entlassungen und Etatkürzungen beantwortet. Besonders für die Weiterbildung der Redakteure war kein Geld mehr da. Da kommen die Seminare und Workshops der Bundeszentrale für politische Bildung für Lokaljournalisten gerade recht. Sie sind preisgünstig, ständig ausgebucht und nach wie vor vonnöten. Und seit 2004 gehören auch Journalistinnen und Journalisten aus dem lokalen und regionalen Hörfunk zur Zielgruppe des Lokaljournalistenprogramms.
[ Der ganze Artikel ]

 


Archiv 2004


12.01.2004
"Es fängt gerade erst an!"
Nach zwanzig Jahren Privatfernsehen verfügt Deutschland mittlerweile über das weltweit größte Angebot an frei empfangbaren Fernsehsendern. Doch nicht alle sind ein wirtschaftlicher Erfolg.

20 Jahre SAT 1Den Anfang machte PKS, ein Kabelpilotprojekt mit dem etwas umständlichen Namen "Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk". Am 1. Januar 1984 ging das Programm als Vorläufer von Sat.1 in Ludwigshafen auf Sendung. Einen Tag später folgte RTLplus. Und seitdem ist in der deutschen Rundfunklandschaft nichts mehr so wie früher. Zwanzig Jahre Privat-TV - Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) im Gespräch.
Das Interview

 


Archiv 2003


17.12.2003
Good News
O-Ton-Nachrichten, Wettervorhersagen und Korrespondentenberichte – Meldungen im Radio sind so vielfältig wie die Sender selbst.

Foto - Altes Radio

Was ist eine gute Meldung? Eine Meldung, die etwas Gutes verkündet? Mitnichten. Für Radiomacher sind Meldungen, die Quote machen, gute Meldungen. Doch wie funktioniert das überhaupt, mit Radionachrichten Hörer vor den Geräten festhalten? Da hat jeder Programmverantwortliche in Deutschland vermutlich sein eigenes Rezept. Hier ein paar Beispiele dafür, wie Nachrichten im Hörfunk sein können.
[ mehr ]

 

05.05.2003
Auf dem Weg nach Europa
Campus-Radio-Tag 2003 in Köln – ein Medium wird erwachsen

Foto - Campus-Radio-Tag 2003 in KölnDie Hochschulradioszene in Deutschland wächst zusammen. Kooperationen der Projekte in NRW bestehen schon länger und werden intensiviert. Der Campus-Radio-Tag 2003 will diese Zusammenarbeit auch auf Bundes- und EU-Ebene fördern. Europa wächst und davon sollen auch die Hochschulsender profitieren.
[ mehr ]

 

13.02.2003
Rolle rückwärts
Tabula rasa im Hause Bertelsmann. Konzernchef Reinhard Mohn rechnet mit dem Management ab und setzt gleichzeitig seine Frau Liz als Sprecherin der Familie an die Spitze des Unternehmens.


Liz Mohn
© Bertelsmann AG
Für die Süddeutsche Zeitung ist sie die "Königin von Gütersloh", der Kölner Stadtanzeiger tituliert sie als "Mrs. Bertelsmann" - Liz Mohn, der schon Thomas Middelhoff seinen plötzlichen Abgang als Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG zu verdanken hat, übernimmt die Zügel in dem nicht börsennotierten Unternehmen. Für viele eine Rolle rückwärts, für andere die längst überfällige Besinnung auf die guten, alten Werte deutschen Unternehmertums. [ mehr ]

 

15.01.2003
Pro Sieben und der Unterleib
Der Privatsender füllt seine nachmittäglichen Quotenlöcher seit neuestem mit Talkshows aus dem Personal Help Ressort. Die Themen sind bei "Dr. Verena Breitenbach" und der "Jugendberaterin" die gleichen wie bei Arabella.

Foto - Die Jugendberaterin
Die Jugendberaterin - ein neues Nachmittagsformat auf Pro Sieben - © Pro Sieben
Eine Nachmittagstalkshow nach der anderen segnete im vergangenen Jahr das Zeitliche. Für die einen sind die Gerichtsshow die Antwort auf die Flaute am Nachmittag, die anderen setzen auf neue Formate. Pro Sieben hat das "ServiceTainment" entdeckt und schickt mit "Die Jugendberaterin" und "Dr. Verena Breitenbach" gleich zwei neue Sendungen in die heimischen Wohnzimmer. funkfenster online widmet sich der Ärztin unter den deutschen Nachmittags-Moderatorinnen.
[ mehr ]

 


Archiv 2002


27.11.2002
Stadt der Träume
Endemol plant eine Doku-Soap mit Arbeitslosen im thüringischen Artern. Ob es dem Medienkonzern dabei um Quote oder Jobvermittlung geht, liegt im Auge des Betrachters.

Abbildung - Artern"Stadt der Träume", so lautet der Arbeitstitel einer neuen Endemol-Serie. Ein passender Titel, sieht doch die Realität in der nordthüringischen Kleinstadt Artern eher trist aus. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 19,8 Prozent. Für Artern eine niedrige Quote, suchte doch vor einigen Jahren noch jeder Dritte in dem 6.800 Einwohner-Städtchen einen Job, das war ein deutschlandweiter Negativrekord. Die Doku-Soap - über eine Ausstrahlung wird derzeit mit dem MDR verhandelt - soll Artern schlagartig bekannt machen und Investoren anziehen.
[ mehr ]

 

16.09.2002
"Nur die Besten kommen durch"

DLM-Studie zum Thema "Fernsehwirtschaft"

Noch im Boomjahr 2000 profitierte die Branche von der wachsenden Nachfrage auf dem Fernsehmarkt. Doch dies ist mittlerweile Schnee von gestern. Heute herrscht auch unter den TV-Produzenten Katerstimmung. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der produzierenden Firmen von den Sendern ist stark gewachsen.
[ mehr ]

 

26.07.2002
Hans Meisers Erben treten ab

Bärbel Schäfer, Andreas Türck und Co. haben ausgedient. Mit preiswerten Gerichtsshows machen die Sender derzeit Quote.

Bärbel SchäferVon ehemals 13 Daily Talkshows ist nur noch eine Handvoll geblieben. Berühmt-berüchtigt waren sie einst Ende der 90-er Jahre, als sich mit Schmuddeltalk noch richtig viel Geld verdienen ließ. Auf jugendliche Zuschauer ausgerichtet, waren die Daily Talkshows eine Zeit lang die Lieblinge der Werbewirtschaft. Doch jetzt rücken die Fernsehrichterinnen und -richter nach.
[ mehr ]

 

11.07.2002
Fernsehen für Großstädter

XXP - LogoSpiegel TV und Alexander Kluges Produktionsfirma dctp haben seit mehr als einem Jahr einen eigenen Fernsehsender – seit dem 5. Juli gibt es XXP auch in NRW.

Die Fernbedienung soll die Zielgruppe ruhig aus der Hand legen. Bei XXP dauern die Nachrichten 45 Minuten, und auch Talks mit mehr als eineinhalb Stunden Länge sind keine Seltenheit. XXP ist Fernsehen für Ausdauernde. Bis Mitte nächsten Jahres will der Sender halb Deutschland von seinen Dokumentationen überzeugen.
[ mehr ]

 

07.01.2002
Im Namen der Quote

Und wieder wird ein neues Format-Schwein durchs audiovisuelle Dorf getrieben. Gerichtsshows lösen die Daily Talks ab. Und alle, (fast) alle machen mit. Droht eine Überversorgung wie beim Talkshowboom am Nachmittag oder dem Quizboom zu später Stunde, der einer Umfrage zufolge zunehmend die Fernsehkonsumenten zu ärgern scheint?
[ mehr ]

VOLLTEXTSUCHE
ARCHIV

Ältere Artikel aus dieser Rubrik:

Jahrgang 2009
Jahrgang 2008
Jahrgang 2007
Jahrgang 2006
Jahrgang 2005
Jahrgang 2004
Jahrgang 2003
Jahrgang 2002

EMPFEHLEN
Diese Seite weiterempfehlen


[to top]
© Copyright Landesanstalt für Medien NRW (LfM) • Impressum