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Archiv 2009
17.12.2009
Qualitätsjournalismus als Querschnittsaufgabe
 Volker Lilienthal: Qualitätsjournalismus ist nicht nur eine Frage von Eliteblättern Foto: Privat
Dr. Volker Lilienthal hat die Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus an
der Universität Hamburg übernommen. Lilienthal war zuvor verantwortlicher Redakteur bei "epd medien". In dieser Funktion
wurde er vor einigen Jahren einem breiteren Publikum durch die Aufdeckung des "Marienhof-Skandals" der ARD bekannt.
funkfenster online sprach mit ihm über seine Methoden, Qualitätsjournalismus zu vermitteln.
Am 10. Dezember hielt er seine Antrittsvorlesung.
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03.12.2009
Kein Kinofilm ohne Kassenbuch
Was macht eigentlich ein Filmgeschäftsführer?
 NRW-Premiere von „Der Vorleser“ ©Heike Herbertz, Filmstiftung NRW
"Inglourious Basterds", „Der Vorleser“, „Stauffenberg“ – Hollywood-Filme made in Germany lassen sich gerade in jüngster Zeit viele aufzeigen.
Die Geschäfte am Medienstandort Deutschland laufen prima, internationale Produktionen, die es – auch wegen der deutschen Filmförderung – nach Berlin,
Köln und München zieht, gibt es viele. Das Filmemachen ist ein interessantes Geschäft. Es fasziniert Millionen – und kostet oft auch einige Millionen.
Neben künstlerischen Aspekten ist auch die kaufmännische Seite der Filmproduktion enorm wichtig für den Erfolg des Films.
Schließlich soll das Kinospektakel am Ende Gewinn abwerfen. Das zu gewährleisten ist die Aufgabe des Filmgeschäftsführers. funkfenster online stellt diesen Beruf vor.
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24.11.2009
Nachholbedarf
Die Computerspielindustrie boomt weltweit – nur Deutschland hält nicht mit.
 BU: Spielentwickler: Eine seltene Art. Foto: Ubisoft
Im August dieses Jahres öffnete Europas größte Computerspielmesse, die gamescom 2009, zum ersten Mal ihre Tore in Köln.
420 Aussteller aus dreißig Ländern waren vertreten. Der Markt für Computerspiele ist riesig, die Zuwachsraten, auch in Zeiten einer Weltwirtschaftskrise, sind immens.
Mit einem Umsatz von 1,57 Milliarden Euro im Jahr 2008 ist Deutschland der zweitwichtigste europäische Markt für Unterhaltungselektronik – und die Branche wächst weiter.
Die Masse der Computerspiele kommt aber weiterhin aus dem Ausland. Das liegt auch an der schlechten Ausbildungssituation für deutsche Spielentwickler.
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13.11.2009
Interkultureller Austausch
"Communication and Journalism": ein neuer, deutsch-russischer Studiengang.
 Die Lomonossow Universität in Moskau. ©Jean & Nathalie/flickr.com
In seiner aktuellen Rede an die Nation hat der russische Staatspräsident Alexander Medwedew
sein eigenes Land als rückständig und reformbedürftig bezeichnet. Er forderte eine Gesellschaft der "klugen,
freien und verantwortungsbewussten Menschen". Seine Reformpläne beziehen sich aber vor allem auf die Wirtschaft
und die Umwelt – von der Freiheit der Presse fand sich in seiner Rede nichts. Dass unabhängiger Journalismus in
Russland in den letzten Jahren immer schwieriger geworden ist, belegen nicht zuletzt Fälle wie der der getöteten
Reporterin Anna Politkowskaja. Wie also schreiben und recherchieren in einem Land, in dem das Leben eines
Journalisten nicht viel wert ist? Fragen, auf die der neue deutsch-russische Studiengang "Communication and
Journalism" Antworten zu geben versucht. Eine Kooperation zwischen der Freien Universität Berlin und der Lomonossow
Universität Moskau.
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29.10.2009
Verzweiflungsregulierung
23. Münchner Medientage eröffnet
"Wir sind über unsere Unfähigkeit, das Internet zu regulieren, so verzweifelt, dass wir das Fernsehen überregulieren",
kritisierte Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin der Mediengruppe RTL Deutschland, zum Auftakt der
Medientage München. Schäferkordt forderte mit Vehemenz eine konvergente
Regulierung. "Irgendwann werden wir uns fragen, ob wir so einsam im Sattel sind, weil das Pferd tot ist", prognostizierte die RTL-Chefin.
Rückendeckung bekam Schäferkordt ausgerechnet von einem Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland.
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14.09.2009
Knastalltag jenseits von Haftromantik
Das Medienprojekt Podknast liefert die ungeschönte Wahrheit über das Leben hinter Gittern.
 Drehbuch aus dem Knast. ©Hennen
Schonungslos, möglichst realistisch und jederzeit im Internet abrufbar – das sind die Produktionen
von "Podknast". Das Projekt der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium NRW
hat im zweiten Jahr seines Bestehens sein Programm erweitert. Neben den Audiobeiträgen, den so genannten "Podcasts
aus dem Knast" (Podknast) werden nun auch Videoproduktionen gezeigt. Alle Beiträge werden von den jugendlichen
Gefangenen aus drei nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalten selbst produziert und sind im Internet abrufbar.
Die jugendlichen Straftäter sollen sich mit den Konsequenzen ihrer Inhaftierung auseinandersetzen.
Podknast hat nichts mit Haftromantik zu tun und zeigt die
ungeschminkte Wahrheit über den Alltag hinter Gittern – auch und gerade denjenigen, die noch nie im Gefängnis waren.
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21.08.2009
Chancen, Risiken und Nebenwirkungen
Die Computerspielewelt blickt nach Köln, zur Gamescom 2009.
Köln ist in diesen Tagen zum ersten Mal das Mekka für interaktive Computerspieler aus aller Welt.
Vom 19. bis zum 23. August trifft die Games-Branche in der Köln Messe auf ihre Kundschaft. Mit 420 Ausstellern aus
mehr als dreißig Ländern ist die Gamescom Europas größte Messe für elektronische Spiele und interaktives digitales
Entertainment. An etwa 10.000 Spielestationen wird auf insgesamt 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche aktuelle
Software für Computer und Konsolen vorgestellt. Unter anderem präsentieren die Hersteller etwa hundert Spiele-Premieren.
Der Andrang ist riesig: Um besonders attraktive Neuheiten ausprobieren zu können, müssen Zuschauer manchmal bis zu eine
Stunde Wartezeit in Kauf nehmen. Aber das Thema Risiken und Nebenwirkungen spielt auf der Messe auch eine Rolle. funkfenster
online hat den Beipackzettel.
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1.07.2009
Die Generationenkluft schließt sich
Forscher von "EU Kids Online" geben Untersuchungsergebnisse bekannt.
Die alte Formel, Kinder seien die "Digital Natives" und Eltern die "Digital Immigrants",
scheint auf europäischer Ebene nicht mehr zu gelten. Tatsächlich hat die Zahl der erwachsenen Internetnutzer
die Zahl der Kinder, die online sind, eingeholt. 2005 waren erst 66 Prozent der Erwachsenen schon einmal online.
Im vergangenen Jahr nutzten bereits 85 Prozent der Erwachsenen das Internet. 2005 waren dagegen noch deutlich
mehr Kinder als Erwachsene im Internet. Das Verhältnis ist also inzwischen ausgeglichen. Zu diesem Ergebnis
kommt der Forschungsverbund "EU Kids Online" zum Abschluss seiner dreijährigen Tätigkeit. Für Deutschland
war das Hans-Bredow-Institut federführend, das die Ergebnisse der Kooperation beim 21. medienforum.nrw vorstellte.
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10.06.2009
NRW-Medien wieder Chefsache?
Das Mediengesetz in Nordrhein-Westfalen soll novelliert werden.
Während in den 1990er-Jahren alle arbeitsmarktpolitischen Hoffnungen auf den Medien ruhten,
ist im 21. Jahrhundert Ernüchterung eingetreten. Die Medien leiden selbst unter einer schweren Struktur- und
Wirtschaftskrise. Gleichzeitig ist die politisch katalysierte Förderung dieser Branche in Nordrhein-Westfalen
in den Hintergrund getreten. Die Zeiten, in denen die Entwicklung der Medien in NRW auf der Agenda der
Landespolitik ganz oben stand, sind vorbei. Aber sind sie das wirklich? Erste Zeichen für eine Wiederbelebung
entdecken manche im Konzept für ein neues NRW-Mediengesetz. Kritiker dagegen vermissen den großen Wurf und
bezeichnen die Novelle als verfassungsrechtlich bedenklich. Jetzt ist die Vorlage des neuen NRW-Mediengesetzes
vom Kabinett in Düsseldorf verabschiedet worden. Was drin steht, erklärt
funkfenster online.
14.05.2009
Ausgepöbelt
Mit Oliver Geissen verschwindet die vorletzte Nachmittagstalkshow
aus den Programmen der kommerziellen Sender.
 Oliver Geissens Stuhl steht ab Herbst woanders. © RTL
In den neunziger Jahren waren sie das medienpolitische Aufregerthema schlechthin:
Die nachmittäglichen Talkshows, die mit viel Krawall und Themen unter der Gürtellinie Medienaufseher
und Kritiker auf den Plan riefen: Shows wie "Hans Meiser", "Arabella", "Vera am Mittag", "Andreas Türck"
oder "Ilona Christen" sorgten für gute Quoten und Werbeeinnahmen, wenn auch das Image litt und TV-Entertainer
Harald Schmidt diese Sendungen "Unterschichten-Fernsehen" taufte.
Aber die Reichweiten rutschten immer tiefer in den Keller, eine Show nach der anderen verschwand
vom Schirm. Doch von vielen unbemerkt gab es noch zwei Exemplare im Programm der Privatsender: "Oliver Geissen"(RTL)
und "Britt" (SAT1). Doch für Oliver Geissen ist im Herbst nach mehr als 1.800 Sendungen Schluss. Damit scheint
das endgültige Ende dieser Genres besiegelt.
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28.01.2009
Journalismus aus der Reisetasche
Videojournalisten sind für private und öffentlich-rechtliche Sender
ein Berufsstand mit Zukunft.

Bundeskanzlerin Merkel eröffnete das Forum Lokaljournalismus. © bpb
Vor kurzem konnte man Erschreckendes über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die
Medien lesen. Nicht nur, dass es künftig keine goldenen Fernsehpreise mehr geben soll, wie man aus
den Reihen des Springer-Verlags hört. Bei medialen Großveranstaltungen soll auch am Essen gespart
werden. Sind die Zeiten von Glanz und Gloria der Fernsehunterhaltung jetzt endgültig vorbei? Es
sieht so aus. Die Branche backt kleinere Brötchen und spart wo sie kann. Wieder steht eine
Werbekrise, wie schon zu Beginn des neuen Jahrtausends, vor der Tür. Und da besinnt sich die
Medienwirtschaft auf ihre Primärtugend: den Journalismus. Nur dass dieser Journalismus – Krise
eben – im Jahr 2009 ganz bescheiden daher kommt. Statt Christiansen im Abendkleid sollen so
genannte Videojournalisten Ruhm und Ehre der Medienunternehmen mehren. Beim 17. Forum
Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung in Schwerin war den Videojournalisten
ein eigener Workshop gewidmet. Sind sie eine Zunft mit Zukunft?
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Archiv 2008
10.11.2008
Weltmeisterschaft der schnellen Daumen
In Köln trafen sich die besten Computerspieler der Welt zu den
"World Cyber Games".

Die World Cyber Games in Köln
© Fox-Foto Uwe Völkner
Sie sind männlich, jung und kommen aus aller Herren Länder. Ihre Leidenschaft
heißt "World of Warcraft", "Age of Empires 3" oder "Counterstrike". Sie spielen am Computer
und einige können davon mittlerweile sogar schon leben. Die besten von ihnen hatten sich
vom 6. bis 8. November in Köln versammelt, um ihre virtuellen Krieger gegeneinander
antreten zu lassen. Die World Cyber Games
(WCG)
fanden zum ersten Mal in Deutschland statt
und sind so etwas wie die olympischen Spiele für "Online-Gamer". Die Wachstumsrate der
Computerspiele-Branche ist atemberaubend. Zeitgleich zu den WCG fand in Köln die
"Computerspiele Camp(us) Cologne" statt, von der Landesanstalt für Medien NRW (LfM)
mitorganisiert. Hier stand das Thema "Jugendschutz" auf der Tagesordnung.
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29.08.2008
Wage!
Fernsehen für junge Zuschauer - das
Thema des RTL-Trendforums TV
Das
Fernsehen hat die Jugend längst an das Internet verloren
- wie ein negatives Mantra wabert dieser Satz durch die Büros
deutscher Fernsehdirektoren. Hoffnungslos, junge Zuschauer
wieder gewinnen zu wollen. Deswegen strecken vor allem die
Verantwortlichen der öffentlich-rechtlichen Sender die
Hände ergeben nach oben. Das "Kukident-Image"
scheint an ARD und ZDF zu kleben wie Haftcreme. Aber auch
die kommerziellen deutschen Programme müssen um junge
Zuschauer kämpfen, obwohl sie immerhin Kanäle wie
RTL 2 eigens für diese Zielgruppe unterhalten. Das Trendforum
TV, veranstaltet von der RTL-Journalistenschule, der LfM und
Waltermedia, hat sich am 26. August das Thema "Der Faktor
Jugend" vorgenommen. Das Beispiel des preisgekrönten
Senders BBC Three sollte zeigen, dass Wunder wahr werden und
Jugendliche sich wieder für das Fernsehen interessieren
können.
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16.05.2008
Atmen und vergeben
"Schreinemakers 01805-100232",
so heißt der neue Selbstversuch von Margarethe Schreinemakers
in Sachen TV-Karriere. Ihre Sendung läuft auf dem Sender
9 Live und hat sich auch dessen Geschäftsidee zu eigen
gemacht: Umsatz mittels Telefongebühren.

© Schreinemakers
"Herzlich
willkommen in einer neuen Fernsehwelt", heißt es
bescheiden in der Eigenwerbung von 9 Live. Neun TV, so der
Name der neuen Fernsehwelt, die es derzeit als Programmfenster
auf 9 Live zu sehen gibt, sei eine einzigartige Verbindung
aus Internet-TV, TV und Telefon. Und mitten drin in dieser
Welt lebt Margarethe Schreinemakers. Tatsächlich, sie
lebt wirklich mittendrin. Ihr Wohnhaus in Belgien ist gleichzeitig
auch das Fernsehstudio, von wo aus sie die "einzigartige
Verbindung" von Internet, TV und Telefon herstellen will.
Immer freitags um 18:45 Uhr. Dass das Interesse an dem neuen
Format so unterirdisch ist, dass "die Quoten-Queen"
(9 Live-Eigenwerbung) nicht einmal an die Quote des Muttersenders
Neun Live heranreicht, irritiert hier zunächst einmal
niemanden. Unser Autor hat reingeschaut, bei Schreinemakers
in Belgien.
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9.04.2008
Gemeinsam einsam
An der Universitätsklinik
Mainz hat die erste Ambulanz für Internet- und Computerspielsüchtige eröffnet.
Und jetzt nimmt sich auch die Politik des Themas an.

Bewohner der Online-Welt "Second Life"
Die Gemeinschaft der Computerspieler besteht aus Millionen von
begeisterten Anhängern. Internet gesteuerte Spiele wie World of Warcraft
oder "Second Life", aber auch so genannte Ego Shooter Spiele wie "Counterstrike"
erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch wo hört der Spaß auf
und wo fängt die Sucht an? Die Grenzen sind oft nicht eindeutig zu ziehen,
weil es keinen quantitativen Richtwert gibt. Fest steht jedoch, dass Computerspiel-
und Internetsüchtige sich von ihrer Umwelt abkapseln, zunehmend Probleme
in Schule und Beruf bekommen und dass viel mehr Jungen und junge Männer
als Mädchen und Frauen betroffen sind. Und das Thema beschäftigt jetzt
auch die Politik. In einer Anhörung im Kulturausschuss fragten Bundestagsabgeordnete
am 9. April Experten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Krankheitsbild
und Therapiemöglichkeiten. Eine Behandlung bietet die deutschlandweit erste
Ambulanz der
Universitätsklinik Mainz an. Hier werden Computerspiel- und Internetsüchtige
in Gruppen therapiert. funkfenster online hat mit Klaus Wölfling,
dem psychologischen Leiter der Ambulanz gesprochen.
Das
Interview
Archiv 2007
4.12.2007
Dick, gewalttätig und asozial
Wie das Fernsehen Kinder und Jugendliche
darstellt.
Rütlischule,
Pisa-Schock und Super Nanny. Wenn Kinder in den Medien zu
Protagonisten werden, dann nicht selten als renitente, dicke
und asoziale Wesen. Vor allem im Vorabend- und Abendprogramm
des Fernsehens. Mit großer Sorge beobachten Kinderschutzorganisationen
und Medienkontrollinstanzen eine polarisierende Darstellung
auf der Mattscheibe: Entweder ist dort der tyrannisierende,
rücksichtlose Jugendliche aus den Gerichtsshows zu sehen
oder Werbespots sprechen das süße, liebliche Kind
aus der intakten Familie heilig. Beide Darstellungen haben
nichts mit der Lebensrealität der meisten Kinder und
Jugendlichen zu tun, klagen Vertreter von Kinderschutzbund
und Landesmedienanstalten. Und was halten die Betroffenen
selbst von ihrem Medienimage? funkfenster online fasst die
Positionen zusammen.
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02.10.2007
Goldgräberstimmung
Bei den Cologne Conference Lectures ging
es um die Online-Bemühungen der Rundfunkmedien.
Im
digitalen Zeitalter haben die klassischen Medien schon längst
ihre Deutungshoheit verloren. Auf diesen gemeinsamen Nenner
konnten sich die Teilnehmer der Cologne Conference Lectures
rasch einigen. Im Fokus des Seminars "The show must go
online. Perspektiven der Fernsehunterhaltung" standen
die Rolle und die Entwicklungsmöglichkeiten des Fernsehens
in der Internet-Welt. "Alles ist möglich, nichts
entschieden", so der Tenor. Es herrschte also Goldgräberstimmung
bei den Fernsehverantwortlichen aus dem In- und Ausland, die
sich im Mediapark versammelt hatten, um am ersten Fernsehfestival
Cologne Conference außerhalb des medienforum.nrw teilzunehmen.
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29.08.2007
"Wir sind keine Nestbeschmutzer"!
Die Initiative FAIR RADIO appelliert für
mehr Recherche und Sorgfalt im Hörfunk.
Darf
man einen von einem Bundesministerium bezahlten PR-Beitrag
senden, ohne ihn als solchen zu kennzeichnen? Darf man als
Reporter so tun, als sei man direkt am Ort des Geschehens,
während man eigentlich gemütlich zu Hause mit dem
Handy seinen Bericht in die Sendung liefert? Gebietet es nicht
die journalistische Sorgfaltspflicht, Agenturmeldungen noch
einmal gegenzurecherchieren? Journalismus lebt von Glaubwürdigkeit
und Verstöße gegen die Sorgfaltspflicht unterminieren
diese Glaubwürdigkeit. Davon waren die Teilnehmer eines
Seminars der Akademie für Politische Bildung Tutzing
zum Thema "Ethik im Radio" überzeugt. Einzelheiten
über den daraus entstandenen "Tutzinger Appell für
ein glaubwürdiges Radio" erläutert Mitgründerin
Sandra Müller im Interview.
Das Interview
27.07.2007
Garantiert nicht sexy
Mit EOS TV will im November ein ganz besonderes
Spartenprogramm auf Sendung gehen: ein Trauerkanal.

Dr. Kerstin Gernig, Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes
Wie
finde ich das richtige Bestattungsinstitut, wer erklärt
mir eigentlich die Vorzüge und Nachteile einer anonymen
Bestattung. Wie verfasse ich einen Nachruf? Antworten auf
diese und andere Fragen rund um das Thema Tod soll bald ein
ganz besonderer Sender geben: EOS TV dient sich ab November
als Trauerkanal an. Zielgruppe sind Menschen über sechzig.
Viele befassen sich ab diesem Alter mit dem Ende ihres Lebens.
"Aber kaum einer traut sich, ein Bestattungsinstitut
zu besuchen, um sich informieren zu lassen", sagt Dr.
Kerstin Gernig, Geschäftsführerin des Kuratoriums
Deutsche Bestattungskultur. EOS TV will dieses Informationsdefizit
füllen. Gar nicht sexy werde das Programm, sagt Gernig
realistisch, aber wichtig und notwendig. Das deutsche Bestattungsgewerbe
kann einen Imagewandel gut gebrauchen.
Das Interview
Archiv 2006
12.12.2006
Kinder sehen anders
Seicht und kunterbunt. Das scheint die
Prämisse vieler Kindermedienmacher zu sein. Was der Nachwuchs
wirklich sehen will, darum ging es bei der 1. Kindermedienkonferenz
der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Köln.
© funkfenster online
Heute
sind Kinder von so vielen Medien umgeben wie noch nie. Handys
bedienen sie meist flotter als ihre Eltern. Allein vor dem
Fernseher verbringen sie jeden Tag durchschnittlich 97 Minuten.
Umso erstaunlicher ist es, dass sich die Macher von Medien
für Kinder erst jetzt zu einer bundesweiten Konferenz
versammelt haben: Vom 6. bis 8. Dezember 2006 hat die Bundeszentrale
für politische Bildung sechzig Experten und Journalisten
nach Köln in den Mediapark zur 1. Kindermedienkonferenz
eingeladen. Um über kindgerechte Medieninhalte zu diskutieren.
Und um Vorschläge zu sammeln, wie Journalisten Kindern
die ganze Welt öffnen können.
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14.11.2006
Die Zukunft des Lokalfunks -
Udo Becker im Gespräch mit funkfenster online
Dr. Udo Becker - Foto: BG-Verband
"Die
Attraktivität des Programms muss durch eine gelungene
Mischung aus redaktionellen Inhalten und Musik für ein
breites Publikum erhalten werden ohne die nachwachsende junge
Hörergeneration mit ihren Wünschen und Bedürfnissen
zu vernachlässigen." Das ist das Credo von Dr. Udo Becker.
Der Geschäftsführer des BG-Verbandes in NRW äußerte
sich detailliert über Zukunftsszenarien für die
NRW-Lokalradios. Becker ist nach Dr. Jürgen Brautmeier
(LfM) und Jörg Bertram (Chefredakteur "Radio Bonn/Rhein-Sieg")
der dritte Experte in der kleinen Gesprächsreihe von
funkfenster online.
Das Interview
16.10.2006
"DAB ist ein mittlerweile
veraltetes System"
Jörg Bertram zur Zukunft des NRW-Lokalradios
Jörg BertramDas
Lokalradio und seine digitale Zukunft:
Über dieses Thema hat funkfenster online eine Gesprächsrunde
gestartet mit Experten aus NRW. Den Anfang machte Jürgen
Brautmeier (LfM). Nun stellt sich die Macherseite der Radios
den Fragen. Jörg Bertram, Chefredakteur der ersten Stunde
und jetzt bei "Radio Bonn/Rhein-Sieg" tätig,
setzt offensiv auf neue Techniken.
Das Interview
27.09.2006
Ein Medium im Umbruch
Jürgen Brautmeier, stellvertretender
Direktor der LfM, blickt in die Zukunft des Radios.
Geht es mit den Lokalradios nach oben? Oder sehen die Perspektiven für den Hörfunk eher düster aus? Jürgen Brautmeier bei der Verleihung des LfM-Hörfunkpreises 2006. © Fox/Uwe Völkner
Thema "Digitales Radio" ist plötzlich wieder
in aller Munde. Auslöser der neu geführten Debatte
um die Zukunft des Hörfunks in Deutschland sind zwei
Veranstaltungen: zum einen die Tagung "Digitales Radio",
veranstaltet in Berlin vom Institut für Europäisches
Medienrecht (EMR) und zum anderen der LfM-Mediendialog mit
dem Titel "The End of the Radio - as we know it?".
Diese Fachtagung fand vor der Verleihung des LfM-Hörfunkpreises
am 22. September in Düsseldorf statt. funkfenster online
sprach mit Dr. Jürgen Brautmeier, dem Stellvertreter
des LfM-Direktors, über die Zukunftsaussichten des Radios.
Das Interview
19.09.2006
Für ganze Kerle
Aus dem Spartenprogramm XXP wurde Anfang September DMAX, ein
Sender mit einer besonderen Zielgruppe: Männer.
Keine Sorge, auch wenn Schumi bald keine Runden
mehr drehen wird: "DMAX behält das im Blick, was
Mann wirklich sehen will", verspricht zumindest
die Werbung. Und was könnte das sein? Falsch:
Keine Vollerotik, das bleibt Sache der wahren
Männerversteher von Premiere. DMAX widmet sich
dem Rest. Politik? Auch falsch. Motor, Technik,
Abenteuer und Populär(!)wissenschaft. Das wollen
die Kerle sehen. Ach ja, und Heimwerken. Ob dies
nur der amerikanische Blick auf den Mann ist,
wird sich zeigen. Auf jeden Fall besitzt der
US-Konzern Discovery seit März dieses Jahres
die Mehrheit an dem Sender. Früher hieß er XXP
und gehörte zu Spiegel TV und dctp. Mit einer
Einschaltquote von zuletzt 0,9 Prozent machte
XXP seine Eigner vermutlich nie glücklich. Aber
da setzte man ja auch noch auf stundenlanges
Abspielen von Dokumentarfilmen mit Namen wie
"Das Dritte Reich in Farbe". DMAX hat da
komplett umgesattelt und zeigt jetzt
"Fish’n fun - die Angelshow". Mal sehen, wie
viele anbeißen.
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05.05.2006
"popetown" erregt die
Gemüter
MTV will Anfang nächster Woche über
die Fortsetzung der Satire-Serie entscheiden.
Auch
nach der Ausstrahlung der ersten Sendung der umstrittenen
Zeichentrickserie am 03. Mai sorgt "popetown" weiterhin
für Diskussionen. Vor allem kirchliche Vertreter kritisierten
die Vatikan-Satire scharf. Politiker der Grünen dagegen
verwiesen auf das Recht auf Meinungsfreiheit. Der Diözesanrat
der Katholiken im Bistum Passau forderte erneut zu deutlichem
Protest gegen die MTV-Serie auf. Sein Vorsitzender Wolfgang
Beier monierte, dass auf Kosten der Gläubigen nur auf
Werbeeinnahmen und Einschaltquoten geblickt werde.
Auch die KJM hat sich sehr kritisch zu "popetown" geäußert.
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Archiv 2005
02.12.2005
Das Wort kehrt zurück
Schlechte Zeiten für Dudelfunk -
auch Privatradios setzen wieder auf die Kraft der Information.
Es
ist das schnellste, eines der ältesten und eigentlich
ein sehr angesehenes Medium. Aber es ist auch, fragt man Experten,
dem Untergang geweiht. Der Hörfunk ist ins Gerede gekommen.
Zuviel Gedudel, zu viele Jingles und Gewinnspiele und zuwenig
Information. Hermann Stümpert, der kürzlich verstorbene
Privatradiopionier, fragt gar in seinem Buch "Ist das
Radio noch zu retten?" Auf jeden Fall, meint Inge Seibel-Müller
und führt auch gleich zwei Beispiele an, in denen das
Radio zukunftsfähig gemacht wird.
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10.06.2005
Türöffner und Torwächter
Experten diskutierten das Internet-Thema
"Suchmaschinen" bei der LfM in Düsseldorf.
An
Google kommt niemand vorbei, der im Internet etwas sucht.
Der Platzhirsch unter den Suchmaschinen hat sich in den vergangenen
Jahren zum unangefochtenen Marktführer entwickelt. Sehr zum
Leidwesen der Konkurrenz. Aber auch Medienexperten sehen die
Rolle von Google kritisch, weil dadurch die Kommunikation
im Netz sortiert und gefiltert wird. Medienrechtler, Kommunikationswissenschaftler
und Suchmaschinen-Betreiber diskutierten auf Einladung von
LfM und klicksafe.de in Düsseldorf Probleme beim Zugang zu
Online-Inhalten mit Suchmaschinen.
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20.04.2005
Tausche Waffe gegen Radio
Die humanitäre Stiftung Freeplay Foundation leistet eine
besondere Art der Hilfe in Ländern der Dritten Welt: Sie
liefert Radios in die entlegensten Fleckchen Erde.
 © Freeplay Foundation |
Während Industrienationen im Informationsüberfluss zu
ertrinken drohen, fehlt es in den armen Ländern der Welt
selbst am Strom, um ein Radiogerät zu bedienen. Das Letzte,
was Bürgerkriegsgebiete wie Ruanda und Sudan brauchen, ist
Hörfunk, mag man denken. Humanitäre Hilfe sollte vor allem
aus Lebensmitteln und Medikamenten bestehen? Die
Hilfsorganisation Freeplay Foundation geht einen Schritt
weiter. Sie ist einzig zu dem Zweck gegründet worden, Radios
in der Dritten Welt zu verteilen. Die größte Hürde bei der
Überwindung der Armut ist die Isolation, meint Freeplay.
Und da helfe es auch nicht, dass jedes Jahr Millionen für
die Entwicklung von Ausbildungsprogrammen für die Dritte
Welt ausgegeben würden, wenn deren Inhalten die Bedürftigen
nicht erreichten. Die Radios, die die Stiftung vor allem
in Afrika verteilt, lassen sich per Sonnenenergie oder
Handkurbel bedienen und bringen Bildung bis ins hinterste Dorf.
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12.04.2005
klicksafe.de
Startschuss für ein neues, deutschlandweites
Projekt für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe.de ist
eine Website und bildet den deutschen Knotenpunkt für die
EU-Kampagne "Safer Internet Programme".
Keine
Namen und Adressen in Chatrooms, Vorsicht vor automatischen
Dialern auf so genannten Hausaufgaben-Homepages, Finger weg
von kostenpflichtigen Service-Seiten. Was Internetprofis längst
drauf haben, stellt Kinder, Jugendliche und ihre Eltern vor
große Probleme. Sicherheit im Internet ist eine Illusion und
nicht selten bezahlen Familien einen hohen Preis für die Online-Aktivitäten
ihrer Sprösslinge. Seit dem 11. April soll es für Heranwachsende
etwas behüteter zugehen im Netz der Netze: Die Aktion klicksafe.de
ist an den Start gegangen. Hier können sich Nutzer über Sicherheit
im Netz informieren und sich auf diesem Weg Medienkompetenz
aneignen..
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11.04.2005
Schnupperkurs im Krisengebiet
Das Bildungswerk des Deutschen Journalistenverbandes (DJV)
schickt Nachwuchsreporter nach Bosnien.
Vierzig Jungjournalisten
reisten auf Einladung des Bonner
DJV-Bildungswerkes nach Sarajevo, um zehn Jahre nach Kriegsende den Zustand
der Gesellschaft in der ehemals belagerten Stadt zu erkunden. Die bosnische
Hauptstadt leidet noch immer unter den Folgen des Bürgerkriegs. Nationalismus,
Korruption und die allgegenwärtige Gefahr durch Minen destabilisieren das Land.
Und die Erinnerung an den Krieg ist bei Kriegsreportern und bei Einheimischen
noch sehr wach.
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25.02.2005
Die Welt im Wassertropfen
Die Lokaljournalistenseminare der Bundeszentrale für politische Bildung sind seit
dreißig Jahren erfolgreich.

Herforder Kreisblatt |
Der Lokalteil ist das Herzstück der Zeitung
dieses Credo gilt auch und besonders in Krisenzeiten.
Auflagen- und Leserschwund, Anzeigenrückgang und das boomende
Internet haben der Zeitungsbranche schwere Jahre beschert.
Den akuten Sparzwang haben viele Verleger mit Entlassungen
und Etatkürzungen beantwortet. Besonders für die Weiterbildung
der Redakteure war kein Geld mehr da. Da kommen die Seminare
und Workshops der Bundeszentrale für politische Bildung für
Lokaljournalisten gerade recht. Sie sind preisgünstig, ständig
ausgebucht und nach wie vor vonnöten. Und seit 2004 gehören
auch Journalistinnen und Journalisten aus dem lokalen und
regionalen Hörfunk zur Zielgruppe des Lokaljournalistenprogramms.
[ Der ganze Artikel ]
Archiv 2004
12.01.2004
"Es fängt gerade erst an!"
Nach zwanzig Jahren Privatfernsehen verfügt
Deutschland mittlerweile über das weltweit größte Angebot
an frei empfangbaren Fernsehsendern. Doch nicht alle sind
ein wirtschaftlicher Erfolg.
Den
Anfang machte PKS, ein Kabelpilotprojekt mit dem etwas umständlichen
Namen "Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk".
Am 1. Januar 1984 ging das Programm als Vorläufer von Sat.1
in Ludwigshafen auf Sendung. Einen Tag später folgte RTLplus.
Und seitdem ist in der deutschen Rundfunklandschaft nichts
mehr so wie früher. Zwanzig Jahre Privat-TV - Norbert Schneider,
Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) im Gespräch.
Das Interview
Archiv 2003
17.12.2003
Good News
O-Ton-Nachrichten, Wettervorhersagen und
Korrespondentenberichte Meldungen im Radio sind so
vielfältig wie die Sender selbst.
Was ist eine gute Meldung? Eine Meldung, die
etwas Gutes verkündet? Mitnichten. Für Radiomacher sind Meldungen,
die Quote machen, gute Meldungen. Doch wie funktioniert das
überhaupt, mit Radionachrichten Hörer vor den Geräten festhalten?
Da hat jeder Programmverantwortliche in Deutschland vermutlich
sein eigenes Rezept. Hier ein paar Beispiele dafür, wie Nachrichten
im Hörfunk sein können.
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05.05.2003
Auf dem Weg nach Europa
Campus-Radio-Tag 2003 in Köln ein Medium
wird erwachsen
Die
Hochschulradioszene in Deutschland wächst zusammen. Kooperationen
der Projekte in NRW bestehen schon länger und werden intensiviert.
Der Campus-Radio-Tag 2003 will diese Zusammenarbeit auch auf Bundes-
und EU-Ebene fördern. Europa wächst und davon sollen auch die Hochschulsender
profitieren.
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13.02.2003
Rolle rückwärts
Tabula rasa im Hause Bertelsmann. Konzernchef Reinhard Mohn rechnet mit dem
Management ab und setzt gleichzeitig seine Frau Liz als Sprecherin der Familie an die Spitze des
Unternehmens.
Liz Mohn © Bertelsmann AG
|
Für die Süddeutsche Zeitung ist sie die "Königin von Gütersloh", der Kölner Stadtanzeiger tituliert
sie als "Mrs. Bertelsmann" - Liz Mohn, der schon Thomas Middelhoff seinen plötzlichen Abgang als
Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG zu verdanken hat, übernimmt die Zügel in dem nicht
börsennotierten Unternehmen. Für viele eine Rolle rückwärts, für andere die längst überfällige
Besinnung auf die guten, alten Werte deutschen Unternehmertums.
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15.01.2003
Pro Sieben und der Unterleib
Der Privatsender füllt seine nachmittäglichen
Quotenlöcher seit neuestem mit Talkshows aus dem Personal
Help Ressort. Die Themen sind bei "Dr.
Verena Breitenbach" und der "Jugendberaterin"
die gleichen wie bei Arabella.

Die Jugendberaterin - ein neues
Nachmittagsformat auf Pro Sieben - ©
Pro Sieben |
Eine Nachmittagstalkshow nach der anderen segnete im vergangenen
Jahr das Zeitliche. Für die einen sind die Gerichtsshow die
Antwort auf die Flaute am Nachmittag, die anderen setzen auf
neue Formate. Pro Sieben hat das "ServiceTainment"
entdeckt und schickt mit "Die Jugendberaterin" und
"Dr. Verena Breitenbach" gleich zwei neue Sendungen
in die heimischen Wohnzimmer. funkfenster online widmet sich
der Ärztin unter den deutschen Nachmittags-Moderatorinnen.
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Archiv 2002
27.11.2002
Stadt der Träume
Endemol plant eine Doku-Soap mit Arbeitslosen
im thüringischen Artern. Ob es dem Medienkonzern dabei um
Quote oder Jobvermittlung geht, liegt im Auge des Betrachters.
"Stadt der Träume", so lautet der
Arbeitstitel einer neuen Endemol-Serie. Ein passender Titel,
sieht doch die Realität in der nordthüringischen Kleinstadt
Artern eher trist aus. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell
bei 19,8 Prozent. Für Artern eine niedrige Quote, suchte doch
vor einigen Jahren noch jeder Dritte in dem 6.800 Einwohner-Städtchen
einen Job, das war ein deutschlandweiter Negativrekord. Die
Doku-Soap - über eine Ausstrahlung wird derzeit mit dem MDR
verhandelt - soll Artern schlagartig bekannt machen und Investoren
anziehen.
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16.09.2002
"Nur die Besten kommen durch"
DLM-Studie zum Thema "Fernsehwirtschaft"
Noch im Boomjahr 2000 profitierte die Branche von der wachsenden Nachfrage auf dem Fernsehmarkt. Doch dies ist mittlerweile Schnee von gestern. Heute herrscht auch unter den TV-Produzenten Katerstimmung. Die wirtschaftliche Abhängigkeit der produzierenden Firmen von den Sendern ist stark gewachsen.
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26.07.2002
Hans Meisers Erben treten ab
Bärbel Schäfer, Andreas Türck und Co. haben
ausgedient. Mit preiswerten Gerichtsshows machen die Sender
derzeit Quote.
Von ehemals 13 Daily Talkshows ist nur noch
eine Handvoll geblieben. Berühmt-berüchtigt waren sie einst
Ende der 90-er Jahre, als sich mit Schmuddeltalk noch richtig
viel Geld verdienen ließ. Auf jugendliche Zuschauer ausgerichtet,
waren die Daily Talkshows eine Zeit lang die Lieblinge der
Werbewirtschaft. Doch jetzt rücken die Fernsehrichterinnen
und -richter nach.
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11.07.2002
Fernsehen für Großstädter
Spiegel TV und Alexander Kluges Produktionsfirma
dctp haben seit mehr als einem Jahr einen eigenen Fernsehsender
seit dem 5. Juli gibt es XXP auch in NRW.
Die Fernbedienung soll die Zielgruppe ruhig aus der Hand legen.
Bei XXP dauern die Nachrichten 45 Minuten, und auch Talks
mit mehr als eineinhalb Stunden Länge sind keine Seltenheit.
XXP ist Fernsehen für Ausdauernde. Bis Mitte nächsten Jahres
will der Sender halb Deutschland von seinen Dokumentationen
überzeugen.
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07.01.2002
Im Namen der Quote
Und wieder wird ein neues Format-Schwein
durchs audiovisuelle Dorf getrieben. Gerichtsshows lösen die
Daily Talks ab. Und alle, (fast) alle machen mit. Droht eine
Überversorgung wie beim Talkshowboom am Nachmittag oder dem
Quizboom zu später Stunde, der einer Umfrage zufolge zunehmend
die Fernsehkonsumenten zu ärgern scheint?
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