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Auf über 100 Frequenzen - Programm aus 46 Gebieten

Klaus Schütz beim Sendestart von „Radio DU“ in Duisburg am 1. April 1990. Links: Karsten-Uwe Piper, Chefredakteur von „Radio DU“, in der Mitte: Margarethe Lazarowicz, damals Pressesprecherin der LfR. (Bild: LfM)

Mit der Konstruktion des Zwei-Säulen-Modells wurde für den Lokalfunk in NRW ein Konzept realisiert, dass die Trennung von Programmverantwortung und Finanzierung vorsieht.

Am 1. April 1990 begann in Nordrhein-Westfalen das Zeitalter des Lokalfunks mit dem Start von "Radio DU" in Duisburg. Mittlerweile existieren in Nordrhein-Westfalen 46 lokale Radiosender auf über 100 Frequenzen, jeder mit eigenem Lokalprogramm. Außerhalb der Sendezeiten des Lokalprogramms wird ein Rahmenprogramm von "radio NRW" übertragen, sodass jeder Sender rund um die Uhr sendet.

Um tatsächlich lokalen Rundfunk verwirklichen zu können, wurden per Satzung 46 Verbreitungsgebiete festgelegt. In der Regel umfasst ein Verbreitungsgebiet einen Kreis oder eine kreisfreie Stadt, um zusammenhängende Kommunikations-, Kultur- und Wirtschaftsräume abzudecken.

Der Bürgerfunk als weitere Besonderheit des Lokalfunks in Nordrhein-Westfalen

Das Landesmediengesetz Nordhrein-Westfalen (LMG NRW) sieht nach § 72 Absatz 4 eine Sendezeit von täglich höchstens 60 Minuten vor. Auch die Platzierung des Bürgerfunks ist gesetzlich geregelt. So soll der Bürgerfunk landesweit einheitlich im Programmschema der lokalen Hörfunkprogramme werktags in der Zeit zwischen 21 und 22 Uhr, an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen zwischen 19 und 21 Uhr verbreitet werden. Abweichend von diesen Regelungen können zur Förderung der Medienkompetenz durch Schulprojekte im Einvernehmen mit der Veranstaltergemeinschaft besondere zusätzliche Sendezeiten vereinbart werden.

Die LfM versteht sich in erster Linie als Partner der Lokalradios. Wichtiger als die formale Kontrolle, also ob und wie die Lokalradios die gesetzlichen Vorgaben einlösen, ist es für die LfM, die lokalen Radios zu beraten und zu fördern.

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