Abgeschlossene Forschungsprojekte
Die LfM hat in den letzten Jahren zu unterschiedlichen medienbezogenen Fragestellungen Forschungsprojekte in Auftrag gegeben oder sich an wissenschaftlichen Untersuchungen beteiligt, die die LfM bei der Umsetzung ihrer Aufgaben unterstützt. Die Ergebnisse der Forschungsprojekte stellt die LfM öffentlich zur Verfügung, um medienbezogene Entwicklungen, Problemlagen sowie Handlungsbedarfe aufzuzeigen und Planungsgrundlagen nicht nur für die LfM sondern auch für andere Funktionsträger (Gesetzgeber, Bildungsinstitutionen, Programmanbieter, Verbände etc.) anzubieten sowie einen öffentlichen Diskurs über relevante Medienthemen anzuregen.
Folgende Projekte wurden seit 1991 im Auftrag oder unter Beteiligung der LfM durchgeführt. Die Forschungsprojekte sind chronologisch nach Projektabschluss und mit dem jüngsten Projekt beginnend sortiert. In der ALM-Forschungsdatenbank kann unter anderem auch eine thematische Sortierung vorgenommen werden:
2013
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Sekundäranalyse "Computerspielenutzung aus sozialisatorischer Perspektive"
Durchführung: Dr. Claudia Lampert, Hans-Bredow-Institut Hamburg, in Kooperation mit Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Universität Hamburg
Bei der Einschätzung der positiven wie negativen Wirkungen von Computerspielen ist es wichtig, die Merkmale der Spiele, der Spieler sowie die jeweiligen Kontextbedingungen, in denen gespielt wird, in den Blick zu nehmen (vgl. Fritz et al. 2009). Um jedoch zu einer umfassenden Einschätzung zu kommen, ist es notwendig, auch die sozialisatorische Perspektive einzubeziehen. Wie unterscheidet sich die Mediensozialisation von unauffälligen Spielerinnen und Spielern und solchen mit einer problematischen Nutzung? In diesem Zusammenhang sind insbesondere die familiale Bedingungen des Aufwachens mit Computerspielen zu fokussieren. Gerade Erwartungen und Bewertungen der Eltern sowie deren medienerzieherisches Verhalten tragen wesentlich zur Mediensozialisation bei. Diese Ziel- und Wertorientierungen sollte sowohl bei der Einschätzung möglicher Folgen des Computerspielens aber auch in der politischen Debatte und bei der Bereitstellung von Hilfestellungen und pädagogischen Angeboten stärker Berücksichtigung finden.
Vor diesem Hintergrund hat die LfM das Hans-Bredow-Institut in Kooperation mit der Universität Hamburg mit der Durchführung einer Sekundäranalyse zur Computerspielenutzung aus sozialisatorischer Perspektive beauftragt. Sie basiert auf empirischen Daten, die im Rahmen des Projekts der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) „Kompetenzen und exzessive Nutzung von Computerspielern: gefordert, gefördert, gefährdet“ (2011) und der vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegebene Studie „Exzessive Computer- und Internetnutzung Jugendlicher im Zusammenhang mit dem (medien-)erzieherischen Handeln in deren Familien“ (bis 2/2012, Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Universität Hamburg) erhoben wurden. Das Projekt zielt darauf, den Verlauf der computerspielbezogenen Mediensozialisation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Beispiel der Computerspielenutzung nachzuzeichnen, wobei die Verläufe von „unauffälligen“ Spielerinnen und Spielern einerseits und die von exzessiven Spielerinnen und Spielern andererseits untersucht werden sollen. Anhand der unterschiedlichen Sozialisationsverläufe sollen Schlüsselerlebnisse identifiziert werden, die die Computerspielenutzung der Heranwachsenden nach deren Aussagen maßgeblich beeinflusst haben.

Musikcastingshows
Mittlerweile sind in Deutschland seit 12 Jahren Musik-Castingshows wie Popstars, DSDS, Unser Star für Oslo, X oder The Voice of Germany fester Bestandteil des Fernsehprogramms. Deutschland sucht den Superstar liegt dabei seit Jahren ganz vorn in den Fernseh-Hitlisten von Kindern, Jugendlichen und Familien. Die Motive, warum Kinder und Jugendliche sich Musik-Castingshows ansehen, sind mittlerweile gut erforscht. Einen bisher völlig unbearbeiteten Bereich bilden die TeilnehmerInnen selbst. Es gibt Studien zur Bedeutung von Starsein bzw. zur Mitwirkung als ProtagonistIn im Hauptcast einer Serie sowie eine Befragung von Talk-Show-Gästen. Doch was die Teilnahme an einer Musik-Castingshow für die Kandidaten selbst bedeutet, insbesondere wenn ihre Inszenierung im Fernsehen anschließend negativ gefärbt war, bleibt eine noch unbeantwortete Frage.
Die Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2012 in der Reihe LfM-Dokumentation erscheinen. Zudem werden die Ergebnisse in die Konzeption und Erarbeitung der dritten Ausgabe der LfM-Reihe „tv.profiler“ eingehen.

Medienkompetenz in der Grundschule
Durchführung: Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH in Kooperation mit dem Pädagogischen Institut der Universität Mainz.
Im Rahmen einer quantitativ und qualitativ angelegten Studie wird untersucht, welchen Stellenwert und welche Qualität Medienkompetenzvermittlung in nordrhein-westfälischen Grundschulen hat. Zunächst soll der aktuelle Sachstand über den Medieneinsatz und die Medienbildung in Grundschulen in Nordrhein-Westfalen erhoben werden. Dadurch können Anstrengungen im Bereich der Unterstützung der Medienbildung in der Schule weiterhin effektiv an den Bedürfnissen der Schulen, Lehrkräfte und Schüler/innen ausgerichtet werden. Bei sämtlichen Fragestellungen wird differenziert zwischen (1) dem Einsatz von Medien als didaktischem Lernmittel, (2) dem Einsatz von Medien als Werkzeuge der Schüler/innen zum Lernen sowie (3) der Thematisierung von Medien und den damit verbundenen Chancen und Risiken als Unterrichtsinhalt. Mit Blick auf die strukturellen Rahmenbedingungen wird die Frage gestellt, an welchen Stellen in den Lehrplänen, Richtlinien und im schuleigenen Curriculum der Einsatz bzw. die Thematisierung von Medien bezogen auf die drei oben genannten Bereiche verankert ist. Ein weiterer Fragenkomplex fokussiert auf die Einstellung, die Qualifikation und die Kompetenzen der Lehrer/innen im Bereich Medienkompetenzförderung im Unterricht.
Link zur Ausschreibung (PDF-Dokument)
2012
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Medienerziehung durch Eltern: Medienkompetenzförderung in der Familie zwischen Anspruch und Realität
Durchführung: Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF), München, und Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Die Mediennutzung von Kindern beginnt häufig bereits im frühen Kindesalter. Der erste Kontakt mit Medien findet in der Familie statt, und die Familie ist die erste und wesentliche Instanz, durch die Grundmuster der Mediennutzung geprägt und beeinflusst werden. Dabei kommt den Eltern eine besondere Bedeutung zu: Einerseits sind sie die maßgebliche Instanz für die Medienerziehung ihrer Kinder. Zugleich nutzen sie selbst Medien auf vielfältige Weise, wobei die eigenen Mediennutzungsmuster Auswirkungen auf die Medienerziehung der Kinder haben. Angesichts der maßgeblichen Bedeutung, die die Familie für die Ausprägung der Mediennutzungsmuster und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen hat, sollen im Rahmen des Forschungsprojekts Informationen über Medienerziehungsstile, das elterliche Medienwissen und die Auswirkungen dieses Wissens auf die Medienerziehung der Kinder erhoben werden, um auf der Basis dieser Erkenntnisse Maßnahmen zur Förderung der elterlichen Medienkompetenzvermittlung zu optimieren.

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Social Networks, Foren & Co. – Problembewusstsein von jungen Nutzern und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln
Durchführung: Prof. Dr. Dr. Michael Schenk, Universität Hohenheim und Prof. Dr. Gabi Reinmann, Universität der Bundeswehr München, in Kooperation mit Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Leiter des Fachgebiets Öffentliches Recht, Universität Kassel und wiss. Direktor des Instituts für Europäisches Medienrecht e. V. (EMR)
Daten- und Persönlichkeitsschutz auf der einen Seite, digitale Jugendkultur und das Lebensgefühl der Jugendlichen auf der anderen Seite. In diesem Spannungsverhältnis bewegen sich verschiedene medienpädagogischen Angebote, die Jugendliche zu den Themen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte informieren, aufklären und sensibilisieren wollen. Um die Erfolgsaussichten von Informations- und Aufklärungsangeboten in diesem Bereich besser abschätzen zu können und so zu konzipieren, dass sie bei den Jugendlichen auch tatsächlich ankommen und deren Sensibilität für den Umgang mit eigenen Daten und den Daten Dritter im Netz befördern, sind detaillierte Kenntnisse über die Motive, die dem jugendlichen Verhalten in Sozialen Netzwerken zu Grunde liegen, über das Wissen zu Datenschutz und Rechtslage sowie über die Einstellungen von Jugendlichen zu Fragen von Privatheit und Intimität notwendig.
Es stellt sich ganz zentral die Frage, ob der oft sorglose Umgang mit persönlichen Informationen (eigener sowie Dritter) allein darauf zurückzuführen ist, dass insbesondere Heranwachsende die Folgen eines möglichen Datenmissbrauchs (noch) nicht abschätzen können oder ob dieses Verhalten vielmehr auch damit zu tun hat, dass Kinder und Jugendliche möglicherweise den Schutz der eigenen und fremder Daten als nachrangig ansehen und durchaus bewusst dazu bereit sind, potentielle Gefährdungen hinzunehmen, weil sie es aus ihrem individuellen Nutzungszusammenhang heraus als wichtiger ansehen, private und persönliche Informationen gezielt im Netz zu kommunizieren (Kosten-Nutzen-Abwägung). In diesem Zusammenhang gilt es also auch grundsätzlich zu hinterfragen, ob diesem Verhalten der Kinder und Jugendlichen ggf. eine gänzlich andere Definition dessen zu Grunde liegt, welche Art von Informationen überhaupt als „privat“ bzw. „persönlich“ und somit als „nicht öffentlichkeitstauglich“ eingeschätzt wird.

Evaluation „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen – Selbstständigkeit macht Schule“
Durchführung: Grimme-Institut Marl in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für empirische Bildungsforschung (ZeB) an der Universität Duisburg-Essen
Um die Wirkung des Projektes „ZeitungsZeit Nordrhein-Westfalen – Selbstständigkeit macht Schule“ zu messen und die Qualität des Angebots zu sichern bzw. ggf. zu optimieren, wird im Auftrag der LfM eine wissenschaftliche Evaluation durchgeführt werden, welche sich insbesondere auf den ersten Projektdurchgang im Herbst 2010 beziehen soll. Die Erkenntnisse aus der Evaluation des ersten Projektdurchgangs sollen bereits für den zweiten Projektdurchgang im Herbst 2011 nutzbar gemacht werden. Im Rahmen einer Vorher-Nachher-Untersuchung soll der Stand des Wissens und der Kompetenzen der Schüler/innen vor Beginn des Projekts und nach dem ersten Projektdurchgang erfasst und analysiert werden. Zudem soll eruiert werden, wie die teilnehmenden Schüler/innen sowie Lehrkräfte und Eltern das Projekt hinsichtlich der didaktischen Materialien, des Ablaufs, der erzielten Lernfortschritte etc. bewerten.

Aktueller Stand der Digitalisierungsforschung: Ausschreibung der LfM-Initiative "NRW digital"
Durchführung: Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Kooperation mit der Goldmedia GmbH
Digitale Informations- und Kommunikationstechnologien breiten sich in alle privaten und beruflichen Lebensbereiche aus, und die Nutzung von digitalen Diensten über Netze und verschiedene Endgeräte nimmt zu. Das ausgeschriebene Forschungsprojekt soll den Sachstand der Digitalisierungsforschung in interdisziplinärer Hinsicht systematisch erfassen und damit die derzeitigen Forschungsansätze in diesem Bereich sekundäranalytisch aufbereiten. Besondere Berücksichtigung sollen bereits bestehende, interdisziplinäre Forschungsansätze finden, wobei über die deutsche Forschungslandschaft hinaus auch der internationale Fachdiskurs in den Blick genommen werden soll. Ziel dieser Ausschreibung ist ein konziser, fächerübergreifender Überblick zum Stand der Digitalisierungsforschung, der die Ergebnisse aus zunächst juristischer, ökonomischer sowie technischer Perspektive integriert und bündelt.
2011
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X-Diaries - love, fun sun: Romantische Liebe, erotische Fantasien, moralische Aufreger und "Ablachen". Was X-Diaries für Jugendliche attraktiv macht.
„X-Diaries“ ist ein sog. „Scripted Reality-Format“. Das sind Sendungen, in denen die Handlungen erfunden sind, die ästhetisch jedoch so produziert werden, dass sie aussehen wie ein dokumentarisches Format. Gerade junge Zuschauer können deshalb oft nur schwer zwischen Inszenierung und Realität unterscheiden und erkennen das Gesehene nicht mehr als das, was es eigentlich ist: reine Fiktion. Was ist es, dass Jugendliche und junge Erwachsene an X-Diaries interessiert? Was sehen die regelmäßigen X-Diaries-Zuschauerinnen und -Zuschauer als dokumentiert und was als gescriptet an? Und: Was sind aus der Perspektive der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes die potenziellen Problembereiche des Formates? Die Ergebnisse der Einzelformatanalyse zur Sendung „X-Diaries – Love, Sun und Fun“ geben erste Einblicke in die Faszinationskraft, die für viele Heranwachsende von Scripted Reality-Formaten ausgehen, und zeigen ein breites Spektrum an Rezeptionsweisen auf.
Bibliographische Angaben: Maya Götz, Sophia Koenen: Romantische Liebe, erotische Fantasien, moralische Aufreger und „Ablachen“. Was X-Diaries für Jugendliche attraktiv macht, Düsseldorf: LfM, 2012. 54 S. (LfM-Dokumentation; Band 43/Online)
Die Ergebnisse der „X-Diaries“-Analyse gehen gegenwärtig in die Konzeption und Erarbeitung der zweiten Ausgabe der LfM-Reihe „tv.profiler“ zum Thema „Scripted Reality“ ein, welche in Kürze erscheinen wird.

In-Game-Werbung - Erscheinungsformen, aufsichtsrechtlicher Regulierungsbedarf und medienpädagogische Handlungsoptionen
Es gibt zahlreiche Erscheinungsformen von In-Game-Werbung. Werbung in und im Umfeld von Bildschirmspielen ist ein Thema für die verschiedensten Akteure: Einerseits für die Spiele- und Werbeindustrie, wenn auch mit Blick auf die Erlöse bisher erst in begrenztem Umfang, andererseits jedoch insbesondere für die Spielerinnen und Spieler – und damit auch für die mit Jugendmedienschutz, Medienkompetenzförderung und mit Medienrecht befassten Institutionen und Personen. Neben der Frage nach den verschiedenen Erscheinungsformen von In-Game-Werbung stellt sich somit die Frage nach dem medienpädagogischen sowie aufsichtsrechtlichen Handlungsbedarf. Im Rahmen einer quantitativ und qualitativ angelegten Studie wurde das Phänomen der In-Game-Werbung aus den Perspektiven Medienaufsicht und Medienkompetenzförderung untersucht und Erscheinungsformen sowie Handlungsbedarfe und -möglichkeiten aufgezeigt. Durchgeführt wurde das Projekt vom Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Mainzer Medieninstitut.
Die Ergebnisse sind im Rahmen der LfM-Schriftenreihe Medienforschung als Band 70 erschienen.

Wie Kinder und Jugendliche "Familien im Brennpunkt" verstehen
„Familien im Brennpunkt“ ist ein sog. „Scripted Reality-Format“. Das sind Sendungen, in denen die Handlungen erfunden sind, die ästhetisch jedoch so produziert werden, dass sie aussehen wie ein dokumentarisches Format. Gerade junge Zuschauer können deshalb oft nur schwer zwischen Inszenierung und Realität unterscheiden und erkennen das Gesehene nicht mehr als das, was es eigentlich ist: reine Fiktion. Was ist es, dass Jugendliche und junge Erwachsene an „Familie im Brennpunkt“ interessiert? Was sehen die regelmäßigen „Familien im Brennpunkt“-Zuschauerinnen und -Zuschauer als dokumentiert und was als gescriptet an? Und: Was sind aus der Perspektive der Medienpädagogik und des Jugendmedienschutzes die potenziellen Problembereiche des Formates? Die Ergebnisse der Einzelformatanalyse zur Sendung „Familien im Brennpunkt“ geben erste Einblicke in die Faszinationskraft, die für viele Heranwachsende von Scripted Reality-Formaten ausgehen, und zeigen ein breites Spektrum an Rezeptionsweisen auf.
Die Ergebnisse werden in Kürze in der Reihe LfM-Dokumentation erscheinen.
Die Ergebnisse der „Familien im Brennpunkt“-Analyse gehen gegenwärtig in die Konzeption und Erarbeitung der zweiten Ausgabe der LfM-Reihe „tv.profiler“ zum Thema „Scripted Reality“ ein, welche in Kürze erscheinen wird.

Expertise "Computerspiele und virtuelle Welten als Reflexionsgegenstand von Unterricht"
Computerspiele und virtuelle Welten sind aus dem Alltag vieler Kinder und Jugendlicher nicht mehr wegzudenken. Diese Medienalltagswirklichkeit macht vor dem Lebensbereich Schule nicht halt. Kinder und Jugendliche werden häufig in ihrer Computer(spiel)nutzung allein gelassen, sodass sich Schule zunehmend mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Das Ziel dieses Projekts war es, fachliches Lernen zu ermöglichen und zugleich die Reflexion von Schülern über Computerspiele und virtuelle Welten sowie deren Nutzung zu fördern. Schüler sollen über die positiven und problematischen Aspekte von Computerspielen und virtuellen Welten informiert werden. Unter Berücksichtigung curricularer und fachspezifischer Vorgaben wurde eine Zusammenstellung, Kategorisierung und Bewertung vorhandener didaktischer Konzepte und Materialin auf der Grundlage einer inhaltlichen Aufarbeitung der Thematik sowie einer Bedarfsermittlung auf Seiten der Schulen vorgenommen, sodass anschließend die besten Beispiele ausgewählt und in Form eines "Best Practice-Kompasses" herausgegeben werden konnten.
Dieser Best-Practice-Kompass ist separat als Lehrerhandreichung für die Schulpraxis aufbereitet worden und kann kostenlos über die LfM bezogen werden. Der hier vorliegende Bericht bildet dafür die Grundlage - und ermöglicht einen vertiefenden Einblick in Projektgenese und Thematik. Die ausführliche Expertise steht ebenfalls zum Download bereit.
Link zur Ausschreibung
2010
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Forschungsprojekt "Fernsehvollprogramme im Internet - Ergänzungsstudie zur kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten 2009 bis 2011"
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Projektlaufzeit: Oktober 2009 bis April 2010
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage, welche Sendungen und Beiträge der großen Fernsehvollprogramme zusätzlich zur konventionellen, linearen Ausstrahlung im Internet „on demand“ verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund wurde in einer Pilotstudie empirisch untersucht, welche der Sendungen und Beiträge, die im Rahmen der kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten im Herbst 2009 erfasst und ausgewertet wurden, innerhalb von sieben Tagen nach der Ausstrahlung auch im Internet abrufbar waren. Dadurch konnte die programmbezogene Internetpräsenz der Fernsehvollprogramme unter programmstrukturellen Gesichtspunkten beschrieben werden.
Teilergebnisse des Projekts sind im „Programmbericht 2010. Fernsehen in Deutschland“ nachzulesen.

Forschungsprojekt "Kompetenzerwerb, exzessive Nutzung und Abhängigkeitsverhalten. Chancen und problematische Aspekte von Computerspielen aus medienpädagogischer Perspektive"
Computerspiele sind ein fester Bestandteil der gegenwärtigen Medienwelt geworden. Die medienpädagogische Praxis zeigt, dass ein zunehmend problematischer Aspekt von Computerspielen in der exzessiven Nutzung zu sehen ist, was häufig unter dem Begriff der Computerspielsucht diskutiert wird. Dieses Phänomen ist bislang aus medienpädagogischer Perspektive weitestgehend unerforscht. Um künftig jedoch bedarfsgerechter zum Thema Computerspielsucht medienpädagogisch arbeiten und Aufklärungsarbeit leisten zu können, benötigt die LfM wissenschaftlich fundierte Informationen. Aus den Erhebungen sollen medienpädagogische Handlungsempfehlungen für die praktische Arbeit abgeleitet werden.
Die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sind in der Schriftenreihe Medienforschung der LfM als Bände 66 bis 68 veröffentlicht worden.

Expertise: Usergenerated News: Twitter & Co - News im Wandel
Mit Einzug des Web 2.0 werden Nachrichten nicht mehr ausschließlich redaktionell aufbereitet vermittelt, sondern werden Gegenstand von User-Generated-Content-Applikationen. Es gibt eine Vielzahl von Diensten zur Erstellung, Verbreitung und zum Abruf sogenannter „Usergenerated News“. Der bekannteste Micro-Blogging-Dienst heißt „Twitter“ mit weltweit über fünf Millionen Nutzern und wird in der Tagespresse mitunter als Ort, an dem die Breaking-News stattfinden, bezeichnet. Der Charme solcher Usergenerated News liegt insbesondere im schnellen Bekanntwerden von Ereignissen, in der einfachen Verbreitung (via Handy) und im niedrigschwelligen Zugriff (ein Internetzugang genügt). Allerdings ergibt sich gerade mit Blick auf den professionellen Journalismus ein Spannungsfeld: Solche bürgerjournalistischen Aktivitäten unterliegen keinen journalistischen Standards. Vor diesem Hintergrund ist im Rahmen einer Expertise insbesondere das Verhältnis von professionellem Journalismus und Usergenerated News untersucht worden. Die Expertise wurde durchgeführt von Prof. Dr. Christoph Neuberger, Westfälische Wilhelms-Universität Münster.
Die Ergebnisse sind in der Reihe LfM-Dokumentation, Band 38 veröffentlicht worden.
Link zur Ausschreibung (PDF-Dokument, 39 KB)

Expertise „Lesen als Grundqualifikation für Medienkompetenz“
Im Rahmen einer Expertise ist, insbesondere in Form einer vergleichenden Literaturrecherche und -auswertung, erörtert worden, inwieweit und in welcher Weise das Lesen eine Grundqualifikation für den kritisch-reflektierenden, selbstbestimmten Umgang mit Medien und deren Inhalten darstellt. Darüber hinaus ist für verschiedene Zielgruppen herausgestellt worden, wie die eine Kompetenz die andere befördern kann. Hierbei ist möglicher Handlungsbedarf für eine praktische Förderung der Lesekompetenz im Kontext Medienkompetenz herausgearbeitet worden.
Mit der Durchführung der Expertise „Lesen als Grundqualifikation für Medienkompetenz“ war Prof. Dr. Hansjakob Schneider (Pädagogische Hochschule FHNW) beauftragt. Die Ergebnisse sind in der Reihe LfM-Dokumentation, Band 40, veröffentlicht worden.

Forschungsprojekt "Skandalisierung und Provokationen als Quotenbringer in Zeiten rückläufiger Werbeeinnahmen? Analyse aktueller Castingshow- und Reality-Doku-Formate."
Prof. Dr. Margreth Lünenborg, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin / Dirk Martens, House of Research GmbH, Berlin
Projektlaufzeit: September 2009 bis August 2010
Castingshows und andere Reality TV Formate sind längst schon zu festen Bestandteilen des abendlichen Fernsehprogramms geworden. Umstritten und öffentlich viel diskutiert sind solche Sendungen insbesondere vor dem Hintergrund einer gefühlten Zunahme von Tabubrüchen, Grenzüberschreitungen und Provokationen vor laufender Kamera. Haben Einbußen bei den Werbeeinnahmen, der zunehmende Wettbewerbsdruck und ein noch intensiverer Wettlauf um die Quote diese Tendenz noch verstärkt? Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde dieser und weiterer Fragen systematisch und auf breiter empirischer Basis nachgegangen, um die Entwicklung privater und öffentlich-rechtlicher Reality TV-Formate mit Blick auf skandalträchtige und provozierende Inhalte nachzuzeichnen.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden in der LfM-Schriftenreihe Medienforschung als Band 65 veröffentlicht.

Machbarkeitsstudie: Medienerziehung durch Eltern – Medienkompetenzförderung in der Familie zwischen Anspruch und Realität
Ein Forschungsprojekt zur Medienerziehung der Eltern muss zum einen die Medienkompetenz von Eltern und deren eigene Mediennutzung und -bewertung untersuchen. Zum anderen sind auch die Medienerziehungskonzepte sowie deren Umsetzung zu erheben. In der Machbarkeitsstudie wurde daher zunächst eruiert werden, wie eine Untersuchung zur Medienerziehung durch Eltern angelegt sein sollte. Dabei wurde zum einen geprüft, welche methodischen Ansätze für eine Studie zu diesem Themenfeld sinnvollerweise eingesetzt werden sollten. Zum anderen wurde der aktuelle Forschungsstand aufbereitet sowie Forschungsdesiderate definiert. Schließlich bietet die Machbarkeitsstudie auch Anhaltspunkte dafür, wie einzelne, bereits vorliegende Studien zu medienkompetenzfördernden Sozialisationsinstanzen wie etwa Familie, Kindergarten oder Schule verknüpft werden können
Die Machbarkeitsstudie wurde durchgeführt von der Forschungsgruppe Kommunikation & Soziales (fks). Ihre Ergebnisse sind eingeflossen in die Ausschreibung der Hauptstudie „Medienerziehung durch Eltern“.

Forschungsprojekt "Medienkompetenz in der Schule"
Prof. Dr. Andreas Breiter, Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH
Projektlaufzeit: März 2009 bis Mai 2010
Mit dieser Studie wurde die Nutzung von Medien im Unterricht sowie die Vermittlung von Medienkompetenz an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen erstmals umfassend untersucht. Der Fokus der Untersuchung lag dabei auf dem Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe und entsprechend auf den Klassenstufen fünf und sechs. Wie und zu welchem Zweck werden digitale Medien als didaktische Hilfsmittel im Unterricht und darüber hinaus eingesetzt? Werden die Risiken, aber auch Chancen verschiedener Medien und ihrer Anwendungen im Unterricht thematisiert? Die Untersuchung liefert auf der Basis repräsentativer Daten eine Vielzahl von Anregungen dahingehend, wo mögliche Handlungsfelder für die Förderung von Medienkompetenz in der Schule liegen und wie sie zukünftig weiter ausgebaut und vernetzt werden können. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden in der LfM-Schriftenreihe Medienforschung als Band 64 veröffentlicht.
2009
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Forschungsprojekt "Mediennutzung Jugendlicher und junger Erwachsener mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen"
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung Potsdam / Prof. Dr. Joachim Trebbe, Department für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz) / Annett Heft, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin
Projektlaufzeit: Mai 2008 bis Juni 2009
Die Studie gibt auf der Basis von repräsentativen Befragungen und Gruppendiskussionen Aufschluss darüber, wie Personen türkischer Herkunft und russische Aussiedler im Alter von 12 bis 29 Jahren Medien nutzen. Im Rahmen des Frschungsprojekts wurde analysiert, welchen Medien sich Jugendliche mit Migrationshintergrund zuwenden und weshalb sie dies tun. Dabei wurde die Nutzung von sowohl klassischen Massenmedien wie Radio und Fernsehen als auch Individualmedien wie Internet und Handy untersucht. Auf der Basis dieser repräsentativen Daten können Impulse für die weiterführende Diskussion über mögliche zu ergreifende Maßnahmen der Medienkompetenzvermittlung entwickelt werden.
Die Ergebnisse der Studie wurden als Band 63 der Schriftenreihe Medienforschung veröffentlicht.

Forschungsprojekt "Jugendliche im Web 2.0. Eine quantitative und qualitative Untersuchung seiner Nutzung durch Heranwachsende"
Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg / Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg
Projektlaufzeit: Januar 2008 bis April 2009
Im Rahmen einer quantitativ und qualitativ angelegten Studie wurde die Internetnutzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter besonderer Berücksichtigung von Web 2.0-Angeboten untersucht. Neben dem konkreten Nutzungsverhalten und den Unterschieden nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext wurde dabei auch das Verständnis Jugendlicher zu Themen wie Quellenkritik, Urheber- und Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Intimität vs. Öffentlichkeit, rechtsextremistische und pornographische Inhalte etc. sowie der Umgang mit diesen Themen ermittelt. Die Studie basiert u. a. auf einer Repräsentativbefragung von insgesamt 650 Jugendlichen.
Pressemitteilung vom 29.4.2009
Zusammenfassung der Studie
(PDF-Dokument, 94 KB)
Link zur Ausschreibung
(PDF-Dokument, 42 KB)
Die Studie wird voraussichtlich im Sommer 2009 als Buch in der Schriftenreihe Medienforschung der LfM erscheinen.

Expertise über die inhaltliche und strukturelle Ausrichtung der Forschungsaktivitäten der LfM
Vor dem Hintergrund der gesetzlichen Aufgaben der LfM und den genannten Zielsetzungen hat die LfM in den vergangenen 20 Jahren eine Vielzahl von Projekten zu den Themenfeldern Medienkompetenz, Bürgermedien, Programmentwicklung, Werbeaufsicht, Qualität in den Medien, lokale Medienstrukturen sowie technische und rechtliche Entwicklungen in Auftrag gegeben. Die Studien wurden im Rahmen der Schriftenreihe Medienforschung der LfM publiziert. In der Reihe sind inzwischen 61 Bände erschienen.
Unter Berücksichtigung des gesetzlichen Auftrages der LfM soll auf der Basis einer Auswertung der bisherigen Forschungsaktivitäten der LfM ermittelt werden, ob - und wenn ja an welchen Stellen - die bisherige inhaltliche Ausrichtung der LfM-Forschung Desiderate aufweist, die zukünftig geschlossen werden sollten.
Link zur Ausschreibung (PDF-Dokument, 34 KB)
2008
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Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Fernsehen
In den letzten zehn Jahren hat sich der deutsche Fernsehmarkt grundlegend gewandelt: Ausgelöst durch neue digitale Verbreitungswege ist die Anzahl der Free-TVProgrammangebote derartig gewachsen, dass von einer generellen Unübersichtlichkeit im Fernsehmarkt gesprochen werden kann. Vorrangig sind in jüngster Zeit Lokal- und Regionalprogramme sowie Nischenprogramme für vergleichsweise kleine Zielgruppen auf Sendung gegangen. Die Palette reicht von Special-Interest-Angeboten wie AstroTV, tv.gusto, Tier.TV über "Glücksspielofferten" bei 9Live bis hin zu Eigenwerbekanälen wie Bahn TV, um nur einige zu nennen. Die Geschäfts- bzw. Refinanzierungsmodelle etlicher neuer Privatsender sind nicht mehr nur auf die Einnahmen durch klassische Werbeformen gerichtet. Vielmehr sind hier einerseits auch Entgelte über Call-In-Mehrwertdienste von Bedeutung. Andererseits spielen bei Spartenprogrammen mit großer Nähe zu Konsum- und Verbraucherthemen auch Bartering-Produktionen mit programmintegrierten werblichen Erscheinungsformen eine Rolle. Der Marktzutritt von Nischenprogrammen und deren Geschäftsmodelle beeinflussen zudem die Entwicklung des TV-Werbemarktes insgesamt. Generell lässt sich bei den privaten TV-Veranstaltern der Trend beobachten, Erlöse verstärkt über Zusatzgeschäfte zu erzielen und für die entsprechenden "Produkte" im Programm zu "werben". So lassen sich im großen Umfang "selbstreferentielle Werbeformen" beobachten. Hierunter sind werbliche Hinweise auf Produkte oder Dienstleistungen zu verstehen, die von den Programmveranstaltern selbst verkauft werden und in unmittelbarem Zusammenhang mit ihrem Programmangebot stehen. Alternative Erlösquellen aus DVD-Vermarktung von TVEigenproduktionen, Telefon-basierten Mehrwertdiensten, Handy-Klingeltönen und Merchandising-Produkten gehören ebenso dazu wie Verweise auf die eigene Website, die wiederum eine kommerzielle Plattform für allerlei Produkte bieten.
Publikation:
Helmut Volpers, Uli Bernhard, Detlef Schnier:
Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Fernsehen
Eine Typologisierung persuasiver Kommunikationsangebote des Fernsehens.
Berlin (Vistas) 2008. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 61.
ISBN 978 - 3 - 89158 - 485 - 9; 276 Seiten, 18,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band

Journalistische Recherche im Internet
Die Recherche im Internet gewinnt für Journalisten zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Schnelligkeit der Informationsbeschaffung und die Vielfalt der Informationen bieten erhebliche Vorteile. Doch aus veränderten Rahmenbedingungen in Redaktionen erwachsen auch Risiken und Qualitätsmängel. Eine Überprüfung von Online-Quellen findet nur selten statt. Und: Journalisten greifen bei ihrer Recherche im Netz vornehmlich auf andere journalistische Erzeugnisse zurück anstatt auf Primärquellen wie etwa Websites von politischen, wissenschaftlichen oder kulturellen Einrichtungen.
Die LfM-Studie formuliert vor diesem Hintergrund spezielle Handlungsempfehlungen, z. B. das Berufsbild des Dokumentationsjournalisten zu fördern. Im anglo-amerikanischen Bereich sind die so genannten "fact-checkers" in vielen Redaktionen Standard. Bei der journalistischen Aus- und Fortbildung, so eine weitere Empfehlung der Studie, müsse Recherchekompetenz verstärkt in den Fokus gerückt werden.
Publikation:
Marcel Machill, Markus Beiler, Martin Zenker:
Journalistische Recherche im Internet. - Bestandsaufnahme journalistischer Arbeitsweisen in Zeitungen, Hörfunk, Fernsehen und Online
Berlin: Vistas 2008, Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, Band 60, 406 Seiten.
ISBN 978-3-89158-480-4. 23,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band
2007
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Geschlechtersensible Medienkompetenzförderung
In der medienpädagogischen Praxis gibt es kaum Projekte für Jungen. Viele Projekte im Bereich der geschlechterspezifischen Medienkompetenzförderung wenden sich vorrangig an Mädchen, wobei sich eine Tendenz zur Fokussierung auf die Technikförderung von Mädchen zeigt. Medienkompetenz wird tendenziell mit technischem Know-How gleichgesetzt, was zur Folge hat, dass sich Medienkompetenzprojekte häufig auf den technischen Umgang mit Medien konzentrieren; soziale und medienkritische Aspekte werden weitestgehend vernachlässigt.
Der LfM-Studie zufolge mangelt es an medienpädagogischen Projekten, die sich explizit kritisch mit Geschlechterdarstellungen in den Medien auseinandersetzen. Ferner wird konstatiert, dass einem Teil der Projekte die Vorstellung von klassischen Geschlechterdifferenzen zugrunde liegt, die eine geschlechtersensible Medienbildung eher verhindert als fördert.
Publikation:
Renate Luca und Stefan Aufenanger, Geschlechtersensible Medienkompetenzförderung.
Mediennutzung und Medienkompetenz von Mädchen und Jungen sowie medienpädagogische Handlungsmöglichkeiten.
Berlin: Vistas 2007. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW, Band 58
ISBN 978-3-89158-468-2 18,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band

Förderung von Medienkompetenz im Kindergarten
Bei der Medienerziehung in nordrhein-westfälischen Kindergärten und bei der medienpädagogischen Ausbildung angehender Erzieherinnen gibt es nach wie vor zum Teil erhebliche Defizite. An der Praxis der medienbezogenen Bildung und Erziehung in den Kindergärten von NRW und an den hierfür relevanten Bedingungen hat sich in den letzten zehn Jahren nur wenig geändert. Stattdessen ist eine weitgehende Orientierungslosigkeit feststellbar. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt die neue Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Die Untersuchung mit dem Titel "Die Förderung von Medienkompetenz im Kindergarten" wurde am 30. August 2007 in Düsseldorf vorgestellt und diskutiert.
Publikation:
Ulrike Six und Roland Gimmler, Förderung von Medienkompetenz im Kindergarten.
Eine empirische Studie zu Bedingungen und Handlungsformen der Medienerziehung.
Berlin: Vistas 2007. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW, Band 57, 359 Seiten.
ISBN 978-3-89158-459-0. 21,- Euro
Pressemitteilung zu diesem Band
12. Medienpädagogischen Fachtagung der LfM - Fotodokumentation und Tagungsbericht

Bürgerfernsehen in Nordrhein-Westfalen
Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat nach dem Bürgerfunk nun auch das Bürgerfernsehen in Nordrhein-Westfalen untersuchen lassen. Derzeit können Bürgerinnen und Bürger des Landes in neun Orten (Bielefeld, Dortmund, Essen, Hamm, Lüdenscheid, Marl, Münster, Paderborn und Tudorf) im Fernsehen selbst produzierte Beiträge ausstrahlen. Die Situation und das Programmprofil der Einrichtungen des Bürgerfernsehens (Offene Kanäle) sind vor Ort jeweils recht unterschiedlich. Die neue Studie "Bürgerfernsehen in Nordrhein-Westfalen. Eine Organisations- und Programmanalyse" untersucht die Organisations- und Handlungsstrukturen, die Produzenten und die Programminhalte des Bürgerfernsehens an allen Standorten.
Hierbei wird deutlich, dass die Offenen Kanäle in Nordrhein-Westfalen sich in einem Umbruch befinden. Der gesellschaftliche Strukturwandel und die mediale Entwicklung verlangen eine Neuausrichtung der Bürgerfernsehlandschaft. Die Untersuchung liefert hierfür wichtige Impulse.
Unter den Produzenten der Offenen Kanäle, so eines der zentralen Ergebnisse, sind zwei Gruppen prägend: auf der einen Seite eher jüngere Nutzer, die in Redaktionsgruppen tätig sind und vor allem an einer späteren Berufstätigkeit in den Medien interessiert sind; auf der anderen Seite eher ältere Einzelnutzer, die vor allem eine Plattform für ihre Beiträge suchen, die Ressourcen der Offenen Kanäle aber zurückhaltend nutzen und kaum Interesse an Beratung oder Weiterbildung zeigen. Das Programmangebot wird an einigen Standorten von Produktionen dominiert, die sich auf individuelle Themen oder Vorlieben ihrer Produzenten beziehen.
Entwicklungspotenzial sehen die Autoren der Studie vor allem bei den Offenen Kanälen, die eine qualifizierungswillige Nutzerschaft haben und sich bereits in den Bereichen Ausbildung und Erprobung engagieren.
Publikation:
Helmut Volpers, Petra Werner (Hrsg.):
Bürgerfernsehen in Nordrhein-Westfalen. Eine Organisations- und Programmanalyse.
Berlin (Vistas Verlag) 2006 (Schriftenreihe Medienforschung der LfM; Band 56; 228 S.).
ISBN 978-3-89158-453-8. 15,- Euro.
Pressemitteilung zu diesem Band

Hörfunk in Deutschland oftmals durch verdeckte Werbe- und PR-Angebote "infiltriert" - LfM-Studie über Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Radio
In vielen Programmen des privaten und des öffentlich-rechtlichen Radios in Deutschland sind werbliche Erscheinungsformen verdeckt vorhanden. Oft werden so genannte Audio-PR-Beiträge ausgestrahlt, ohne dass sie zuvor journalistisch bearbeitet oder relativiert würden. Die Einflussnahme der Public Relations auf den Journalismus geht damit weit über eine Festlegung von Themen und Inhalten hinaus. Dies sind zentrale Ergebnisse der neuen Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Titel: "Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Radio".
Publikation:
Helmut Volpers:
Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Radio. Eine Typologisierung persuasiver Kommunikationsangebote des Hörfunks.
Berlin (Vistas) 2007. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 55.
ISBN 978-3-89158-449-1;256 Seiten, 18,- Euro
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2006
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Die Reform der Regulierung elektronischer Medien in Europa. Dargestellt am Beispiel der EG, Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs.
Die Studie beschäftigt sich mit der rechtsvergleichenden Betrachtung der Entwicklung der Medienordnung und -politik in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Die generelle Umstellung von Radio und Fernsehen auf digitale Technologie 2010 in Europa muss mit einer Anpassung der EG-Richtlinien und der nationalen Rechtsordnungen einhergehen. Änderungen sind erforderlich, um kulturelle Vielfalt und Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Sektor zu erhalten. Speziell die geltende EG-Fernsehrichtlinie, die unter den Bedingungen der analogen Welt verfasst wurde, ist betroffen. Die neue EG-Richtlinie soll einen technologieneutralen Ansatz verfolgen, damit eine inhaltsbezogene Betrachtung und Regulierung der Angebote möglich ist. Auf der Basis der Untersuchung der nationalen Rechtsordnungen in Belgien, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich werden konkrete Lösungsansätze für die Diskussion auf europäischer Ebene erarbeitet. Die Studie plädiert dafür, bei der Neudefinition des Anwendungsbereichs der künftigen Richtlinie großen Wert auf klare und berechenbare Bestimmungen zu legen; ferner sollten auch für nicht-lineare Dienste wie Video-on-Demand ausreichende Sicherungen, bspw. im Jugendschutz, vorgeschrieben werden. Bei allen Unterschieden im Detail besteht hinsichtlich dieser Forderungen breite Zustimmung in der politischen Betrachtung des Revisionsvorhabens.
Publikation:
Alexander Roßnagel, Thomas Kleist, Alexander Scheuer:
Die Reform der Regulierung elektronischer Medien in Europa. Dargestellt am Beispiel der EG, Belgiens, Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs.
Berlin (Vistas) 2007. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 53,
ISBN 978-3-89158-445-3. 339 Seiten. 20,- Euro
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Potentielle Problemkontexte bei der Präsentation und Rezeption von Musikvideos
Im Rahmen der Expertise wird auf der Basis einer Literaturanalyse überprüft, ob Forschungs- und Handlungsbedarf aus der Perspektive von Jugendmedienschutz und Medienkompetenz mit Blick auf aktuelle Entwicklungen im Musikvideomarkt bestehen. Dabei wird untersucht, welche Erkenntnisse über Art und Umfang der Musikvideonutzung von Jugendlichen bekannt sind und wie die Rezeptionssituation und Nutzung von Musiksendern gekennzeichnet ist. Hinsichtlich der Musikvideos wird untersucht, welches Wissen über die aktuellen Inhalte und Präsentationsweisen vorliegen, welche Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit sowie Gewalt vermittelt werden und welche Identifikationsmuster den jugendlichen Zuschauern geboten werden. Schließlich werden wissenschaftliche Erkenntnisse über Wahrnehmungsmuster, die sich bei Jugendlichen identifizieren lassen, unter Berücksichtigung von Genrekonventionen systematisiert werden.
Publikation:
Klaus Neumann-Braun, Lothar Mikos:
Videoclips und Musikfernsehen. Eine problemorientierte Kommentierung der aktuellen Forschungsliteratur.
Berlin (Vistas) 2006. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 52.
ISBN 3-89158-426-1.156 Seiten. 10;- Euro
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Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen. Eine Organisations- und Programmanalyse
Vor dem Hintergrund des im Juli 2002 in Kraft getretenen nordrhein-westfälischen Landesmediengesetzes wurden bei diesem Forschungsprojekt Leistungen und Funktionen des Bürgerfunks in Nordrhein-Westfalen erfasst und evaluiert. Unter Berücksichtigung der heterogenen Strukturen der Bürgerfunklandschaft war es Ziel, neben übergreifenden Trends zudem spezifische Ausprägungen zu untersuchen. Im Rahmen der Evaluation wurde die Analyse unterschiedlicher Teilbereiche, die das System Bürgerfunk determinieren, als relevant erachtet. Hierbei wurden die handelnden Akteure - wie Bürgerfunkgruppen, Radiowerkstätten und Lokalradios - und das Netzwerk, in das sie eingebunden sind, die zugrunde liegenden Organisations- und Handlungsstrukturen sowie die produzierten Inhalte in die Untersuchung einbezogen.
Publikation:
Helmut Volpers, Detlef Schnier und Christian Salwiczek:
Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen. Eine Organisations- und Programmanalyse.
Berlin 2006 (Schriftenreihe Medienforschung der LfM; Band 51; 213 S.).
ISBN 3-89158-420-2; 15,- Euro.
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Der Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen - Ergebnisse einer Inhaltsanalyse 1992 - 2004
Prof. Dr. Ruhrmann, Georg, Universität Jena
Projektlaufzeit: Januar 2005 bis Juni 2005
Als Fortsetzung zu der im Jahr 2003 veröffentlichten gleichnamigen Studie wird die Zeitreihenanalyse der Nachrichtenuntersuchung für das Jahr 2004 durchgeführt. Auf der Basis einer Stichprobenwoche, die von der GöfaK Medienforschung GmbH im Auftrag der DLM aufgezeichnet und für dieses Projekt einer Sonderauswertung unterzogen wird, wird untersucht, welche Veränderungen im Vergleich zu der ersten Untersuchung bezogen auf die Themenstrukturen und -hierarchien verschiedener Nachrichtensendungen festzustellen sind.
Die Studie ist als Download (PDF-Dokument, 3,8 MB) abrufbar.

Die Berichterstattung deutscher Fernsehprogramme über den Golfkrieg 2003
Laufzeit Mai 2003 bis März 2004
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA), der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR) und der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) unter Federführung der LfM
Im Rahmen der kontinuierlichen Programmforschung der Landesmedienanstalten werden seit 1998 zweimal jährlich die Programme folgender acht Fernsehveranstalter aufgezeichnet: ARD, ZDF, RTL, SAT.1, ProSieben, VOX, RTL 2 und Kabel 1. Die Aufzeichnungen umfassen jeweils die in einer Kalenderwoche ausgestrahlten Fernsehsendungen. Angesichts des Golfkriegs 2003 und der damit verbundenen öffentliche Debatte über die Art und Weise der Berichterstattung wurde dieser Themenkomplex auf der Basis einer Stichprobe, die die ersten beiden Kriegswoche umfasst, gesondert (über die Standardauswertung plus Vertiefungsanalyse) behandelt. Zudem finden die Nachrichtensender n-tv, N24 und CNN in der Analyse Beachtung. Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, wie die einzelnen Programme, Programmsysteme und Programmfamilien auf das Eintreten des Krieges reagieren und wie sich die Berichterstattung innerhalb der zwei untersuchten Programmwochen verändert, welcher Sendungsformen sich die Programme hierbei bedienen und welche Kooperations- und Konkurrenzstrukturen sich ergeben. Zudem soll ermittelt werden, welche Leistungen und Probleme der Fernsehberichterstattung über den Golfkrieg sich im Kontext der Programmnormen des deutschen Rundfunkrechts ausmachen lassen.
Publikation:
Mauerer, Torsten, Jens Vogelgesang und Hans-Jürgen Weiß: Anti-Amerikanismus oder nationale Tendenzen?
In: Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ALM)
Hrsg: ALM Programmbericht.
Fernsehen in Deutschland 2005.
Programmforschung und Programmdiskurs. Berlin 2005, S.119 bis 137.
2005
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Die Berichterstattung deutscher Fernsehprogramme über den Golfkrieg 2003
Die Berichterstattung deutscher Fernsehprogramme über den Golfkrieg 2003
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Laufzeit Mai 2003 bis März 2004
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA), der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR) und der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) unter Federführung der LfM
Im Rahmen der kontinuierlichen Programmforschung der Landesmedienanstalten werden seit 1998 zweimal jährlich die Programme folgender acht Fernsehveranstalter aufgezeichnet: ARD, ZDF, RTL, SAT.1, ProSieben, VOX, RTL 2 und Kabel 1. Die Aufzeichnungen umfassen jeweils die in einer Kalenderwoche ausgestrahlten Fernsehsendungen. Angesichts des Golfkriegs 2003 und der damit verbundenen öffentliche Debatte über die Art und Weise der Berichterstattung wurde dieser Themenkomplex auf der Basis einer Stichprobe, die die ersten beiden Kriegswoche umfasst, gesondert (über die Standardauswertung plus Vertiefungsanalyse) behandelt. Zudem finden die Nachrichtensender n-tv, N24 und CNN in der Analyse Beachtung. Im Rahmen der Studie soll untersucht werden, wie die einzelnen Programme, Programmsysteme und Programmfamilien auf das Eintreten des Krieges reagieren und wie sich die Berichterstattung innerhalb der zwei untersuchten Programmwochen verändert, welcher Sendungsformen sich die Programme hierbei bedienen und welche Kooperations- und Konkurrenzstrukturen sich ergeben. Zudem soll ermittelt werden, welche Leistungen und Probleme der Fernsehberichterstattung über den Golfkrieg sich im Kontext der Programmnormen des deutschen Rundfunkrechts ausmachen lassen.
Publikation:
Mauerer, Torsten, Jens Vogelgesang und Hans-Jürgen Weiß: Anti-Amerikanismus oder nationale Tendenzen?
In: Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland (ALM)
Hrsg: ALM Programmbericht.
Fernsehen in Deutschland 2005.
Programmforschung und Programmdiskurs. Berlin 2005, S.119 bis 137.

Regulierung von Suchmaschinen im Internet - Rechtsgutachten
Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: Juli 2004 bis Oktober 2004
Suchmaschinen übernehmen eine zentrale Zugangsfunktion im Internet. Bei der zunehmenden Informationsflut wären ohne ihre Unterstützung für die Nutzer viele Informationen im Netz nicht auffindbar. Durch ihre Hoheit über Auswahl und Sortierung der angezeigten Seiten und die damit verbundene Kanalisierung des Informationsflusses kommt Suchmaschinen eine Gatekeeper-Funktion zu. Für die Nutzer sind jedoch die Kriterien für das Zustandekommen der Ergebnislisten sowie ihre Beeinflussung durch externe und interne Manipulationen kaum transparent. Da Suchmaschinen den Zugang zu Informationen und Wissensressourcen einer modernen Gesellschaft regeln, stellt sich für den Markt der Suchmaschinen hinsichtlich der durch Monopolisierungstendenzen zu befürchtenden Einschränkung der Meinungsvielfalt die Frage nach einer Konzentrationsbegrenzung und einer für den Nutzer transparenteren Gestaltung der Suchprozesse und -ergebnisse. Im Rahmen des Rechtsgutachtens wurde überprüft, unter welchen rechtlichen Ansatzpunkten diese Problematik zu behandeln ist, welche gesetzlichen Vorgaben hier greifen, welche Instanzen handlungsbefugt sind und welche rechtlichen Vorkehrungen und Verfahren darüber hinaus ggf. notwendig sind, um die für die Verwirklichung der Meinungs- und Informationsfreiheit bedenkliche "Flaschenhals"-Situation zu vermeiden.
Pressemitteilung zu diesem Band
Zusammenfassung der Studie (PDF-Dokument, 34 KB)

Zur Kritik der Medienkritik
Prof. Dr. Ralph Weiß, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg;
Prof. Dr. Knut Hickethier, Universität Hamburg;
Prof. Dr. Otfried Jarren, Universität Zürich, Institut für Publizistik und Medienforschung
Projektlaufzeit: August 2002 bis Februar 2004
Angesichts der Tatsache, dass das soziale und politische Leben in modernen Gesellschaften umfassend durch Medien geprägt ist, stellt Medienkritik, d.h. die kritische Reflexion von Medienleistungen, ein notwendiges Medium der Selbstverständigung in mediengeprägten Gesellschaften dar. Im Rahmen des Projekts soll der Frage nachgegangen werden, was Medienkritik für diese Selbstverständigung leisten kann und ob sie dieser Notwendigkeit im hinreichenden Maße gerecht wird. Hierbei soll sowohl die allgemeinöffentliche als auch die fachöffentliche Medienkritik in den Blick genommen werden. Neben der Programmkritik wird auch die Kritik an allgemeinen Tendenzen der Medien- und Programmentwicklung berücksichtigt. In diesem Zusammenhang werden sowohl Formen als auch Inhalte der Medienkritik analysiert. Darüber hinaus hat die Studie das Ziel zu untersuchen, wie das System Medienkritik funktioniert und unter welchen institutionellen Regeln dies geschieht. Ferner wird der Frage nachgegangen, welche professionellen Netzwerke Medienkritiker unterhalten und welche systembedingten Abhängigkeiten bestehen (z.B. Cross-Ownership).
Vertiefende Informationen und Anhänge zur Publikation "Zur Kritik der Medienkritik. Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten" zum Download:
- Ralph Weiß: Zur qualitativen Analyse der öffentlichen Rede über das Fernsehen - Überlegungen zur Methode.
- Joan Kristin Bleicher: Traditionslinien und Geschichte der Medienkritik.
- Joan Kristin Bleicher: Die Darstellungsformen der Fernsehkritik.
- Joan Kristin Bleicher: Fernsehkritik im Fernsehen
- Kerstin Engels: Fallstudien zur Kommunikatorstudie: Porträts einzelner Medienredaktionen
- Anhang A - Inhaltsanalysen
- Anhang B - Kommunikatorstudie
Publikation:
Weiß, Ralph (Hrsg.):
Zur Kritik der Medienkritik,
Wie Zeitungen das Fernsehen beobachten,
Berlin 2005,
LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 48
2004
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Deutschland und die digitale Welt
Entwicklung der Internetnutzung und Medieneinschätzung in Deutschland und im internationalen Vergleich - Entwicklung von Gründen und Motiven der Nichtnutzung von Computer, Internet und Onlinediensten. Fortsetzung 2003
Prof. Dr. Jo Groebel, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf;
Dr. Gernot Gehrke, Europäisches Zentrum für Medienkompetenz (ecmc), Marl
Projektlaufzeit: September 2003 bis Februar 2004
Im Hinblick auf die digitale Zukunft Deutschlands und Nordrhein-Westfalens und den damit zusammenhängenden gesellschaftsrelevanten Implikationen gilt es, die zentralen Entwicklungen bei der Nutzung bzw. Nichtnutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien weiter im Blick zu behalten und Einschätzungen der aktuellen Lage vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund hat die LfM eine Sekundäranalyse von neuen Untersuchungen auf nationaler und internationaler Ebene sowie eine nationale und internationale Expertenbefragung zu Erfolgs- und Misserfolgskriterien in Auftrag gegeben, um die zentralen Forschungsfragen, die in der Vorjahreserhebung "Internet 2002" aufgeworfen wurden, vertiefend zu diskutieren und zu Handlungsempfehlungen zu kommen. Dabei ist es Ziel, aktuelle Entwicklungen bei Onlinern und Offlinern zu identifizieren, Erklärungsansätze für diese Entwicklungen zu systematisieren und mit den 2002 erhobenen Daten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen analytisch zu vergleichen. Um den Ergebnissen der Untersuchung eine größtmögliche Plattform zu verschaffen und eine Verknüpfung mit weiteren Projekten und Initiativen rund um das Thema digitale Teilung zu ermöglichen, wurden die Ergebnisse auf der Internetseite www.digitale-teilung.de (link) aufbereitet.

Analyse der multimedialen Verwertung von Markenzeichen am Beispiel von Kindersendungen und Entwicklung medienpädagogischer Materialien
Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt;
Prof. Dr. Ingrid Paus-Haase, Institut für Kommunikationswissenschaft, Salzburg;
Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-Institut, Hamburg;
Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Universität Hamburg;
Prof. Dr. Franz Hamburger, Institut für Sozialpädagogik, Mainz
Projektlaufzeit: November 2001 bis Juni 2003
Im Auftrag der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Federführung: LPR Hessen
Die Bedeutung der Kinder für den Marken-, Medien- und Werbeverbund nimmt immer weiter zu. Insbesondere im Fernsehen kann ein weiterer Ausbau des Kindermedienmarktes beobachtet werden. Die Besonderheit besteht darin, dass umfassende Spielwelten kreiert werden, die große Attraktivität auf Kinder ausüben. Dies geschieht vorrangig mit dem Ziel, ein Produkt oder ein Markenzeichen zu vermarkten. Besondere Beispiele sind Pokémon, Digimon, Junior, Bob der Baumeister etc. Mit dem Forschungsprojekt werden mediale Verbundsysteme im Hinblick auf die immer frühzeitiger einsetzende Ansprache auch schon von Kleinkindern umfassend in den Blick genommen. Das ausgeschriebene Forschungsprojekt ist interdisziplinär angelegt. Zur Beantwortung des Erkenntnisinteresses und der einzelnen, für die Landesmedienanstalten relevanten Forschungsfragen teilt sich das Projekt in fünf unterschiedliche Teiluntersuchungen, die jeweils unterschiedliche Methoden voraussetzen. Die Ergebnisse der Studie stellen die Grundlage für die Entwicklung medienpädagogischer Handreichungen für Kindergärten und Schulen dar.
Publikation:
Paus-Hasebrink, Ingrid, Klaus Neumann-Braun, Uwe Hasebrink und Stefan Aufenanger:
Medienkindheit - Markenkindheit.
Untersuchung zur multimedialen Verwertung von Markenzeichen für Kinder
München 2004,
Schriftenreihe der LPR Hessen, Band 18
www.kopaed.de/kopaedshop/index.php
2003
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Inhaltsanalyse landesweit ausgestrahlter Regionalfenster im Programm privater Fernsehveranstalter (Folgestudie zur gleichnamigen Untersuchung aus dem Jahre 1999)
Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung (IMGÖ), Göttingen/Köln
Projektlaufzeit: Mai 2003 bis Dezember 2003
Im Auftrag der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM), der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR), Federführung: NLM
Die Studie stellt inhaltsanalytische Daten zu den Strukturen und Inhalten landesweit ausgestrahlter regionaler Programmfenster in den Programmen privater Fernsehveranstalter bereit. In der Untersuchung soll insbesondere geklärt werden, ob die Programmveranstalter das Gebot der vielfältigen Berichterstattung aus den jeweiligen Ländern angemessen umsetzen und mit welcher publizistischen und journalistischen Qualität die Regionalberichterstattung erfolgt. (Folgestudie zur gleichnamigen Untersuchung aus dem Jahre 1999) Link zur Vorgänger-Studie

Medienstrukturen auf lokaler Ebene
Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung (IMGÖ), Göttingen/Köln;
Horst Röper, Prof. Dr. Ulrich Pätzold, FORMATT-Institut, Dortmund
Projektlaufzeit: Mai 2001 bis Januar 2003
Im Zentrum der Studie steht die Frage nach dem aktuellen Stand der Medienstrukturen auf lokaler Ebene: Haben sich die Anfang der neunziger Jahre festgestellten Tendenzen fortgesetzt? Inwieweit haben in diesem Zusammenhang die Verbraucher auf lokaler Ebene überhaupt noch die Möglichkeit, sich mittels eines publizistische Vielfalt garantierenden Medienangebotes zu informieren? Publizistische Vielfalt beinhaltet dabei die Zahl der medialen Angebote einerseits und die Beschaffenheit dieser Angebote sowie ihren jeweiligen Beitrag zur lokalen Kommunikation andererseits. Die Abbildung einer Vielfalt der vorhandenen Meinungen sowie die angemessene Berücksichtigung eines breiten Spektrums gesellschaftlich relevanter Akteure und Gruppen gehört ebenso zur Definition publizistischer Vielfalt wie die Anzahl der Quellen, aus denen sich der und die Einzelne informieren kann. In der Untersuchung wird analysiert, wie sich unterschiedliche Anbieterstrukturen auf die publizistische Leistung der Medienangebote sowie die publizistische Vielfalt eines untersuchten Gebietes auswirken. In diesem Zusammenhang spielt auch eine Rolle, wie Themen auf lokaler Ebene vermittelt werden und welche spezifische Rolle dem jeweiligen Medium hierbei zukommt. Das Forschungsprojekt umfasst eine Strukturanalyse bezüglich der Medienanbieter und Medienangebote sowie eine Inhaltsanalyse der lokalen Medien in vier exemplarisch ausgewählten Verbreitungsgebieten des lokalen Hörfunks.
Publikation:
Pätzold, Ulrich; Horst Röper und Helmut Volpers (Hrsg.):
Strukturen und Angebote lokaler Medien in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 2003,
LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 47
Pressemitteilung zu diesem Band
Zusammenfassung der Studie (PDF-Dokument, 44 KB)
Zusammenfassung der Studie (TXT-Dokument, 30 KB)

Expertise: Diversifizierung des Dokumentarischen im Fernsehen
Bernd Gäbler, Adolf Grimme Institut, Marl;
Fritz Wolf, Düsseldorf
Projektlaufzeit: Oktober 2002 bis Januar 2003
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Dokumentarfilminitiative (dfi), des Südwestrundfunks (SWR), des Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF)
In den letzten Jahren haben sich im Fernsehen verschiedene Formen des Dokumentarischen entwickelt und verfestigt. Das drückt sich deutlich erkennbar in der Verwendung des Sammel-Begriffs "Doku" aus. Das Feld reicht vom Feature bis zum langen Autorenfilm, von der History-Reihe bis zur Doku-Soap, von der Doku-Comedy bis zum Tierfilm. Die Studie verfolgt die Absicht, in dieser unübersichtlichen und sich schnell verändernden Situation eine Bestandsaufnahme und einen Überblick über gegenwärtige Trends dokumentarischer Sendungen zu geben. Hierbei steht die These im Mittelpunkt, dass sich die dokumentarischen Sendungsformen in den letzten Jahren ausdifferenziert haben, d.h. neben den klassischen Genres haben sich neue Formate etabliert. Diese neuen Formate richten sich insbesondere an den Gegebenheiten des Fernsehmarktes aus, d.h. sie müssen in das Programmschema passen und sind zunehmend unterhaltungsorientiert ausgerichtet. Die Ursachen und mögliche Folgen dieser Entwicklung werden in der Expertise beschrieben.
Publikation:
Wolf, Fritz:
Alles Doku - oder was?,
Über die Ausdifferenzierung des Dokumentarischen im Fernsehen,
Düsseldorf 2003,
LfM-Dokumentation, Bd. 25 (PDF-Dokument, 1,7 MB)
Kurzfassung: PDF-Dokument, 15 KB - TXT-Datei, 4 KB
Diese Publikation können Sie auch direkt bei der LfM als Print-Version bestellen.
Pressemitteilung vom 22.7.2003

World Internet Project. Deutscher Teil: Nutzung, Auswirkung und medienpolitische Implikationen der Entwicklung des Internet in deutschen Haushalten. Inklusive Teilstudie: NRW: Online - Offline: Gründe und Motive für die (Nicht)-Nutzung von Computer,
Prof. Dr. Jo Groebel, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf;
Dr. Gernot Gehrke, Europäisches Zentrum für Medienkompetenz (ecmc), Marl
Projektlaufzeit: Dezember 2001 bis Dezember 2002
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), dem Europäischen Medieninstitut (EIM), dem Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc)
Das World Internet Project ist eine weltweit angelegte Studie, in der in den etwa 30 teilnehmenden Ländern die Auswirkungen des Internet auf individuelle Einstellungen, soziale und ökonomische Verhaltensweisen sowie auf das Mediennutzungsverhalten der Bevölkerung untersucht wird. Im deutschen Teil der Studie wurde das Internetnutzungsverhalten der deutschen Bevölkerung untersucht und in einen internationalen Vergleich gestellt. Durch die weltweit angelegte Studie wird es möglich, die Situation in Deutschland vor dem Hintergrund eines internationalen Vergleiches einordnen zu können. Im Rahmen einer zusätzlichen Befragung wurden durch das ecmc zudem die Gründe und Motive für die Nicht-Nutzung von Computer und Internet in Nordrhein-Westfalen ermittelt. Die Ergebnisse der Zusatzbefragung ermöglichen zudem im Vergleich eine Einschätzung der Entwicklung in Nordrhein- Westfalen. Auf der Basis der Auswertung der erhobenen Daten konnten Ansatzpunkte für eine mögliche Unterbindung der zunehmenden "digitalen Spaltung" der Gesellschaft in Deutschland generell und bezogen auf Nordrhein-Westfalen im Speziellen gefunden werden, die in Handlungsempfehlungen münden.
Publikation:
Groebel, Jo und Gernot Gehrke (Hrsg.):
Internet 2002:
Deutschland und die digitale Welt,
Internetnutzung und Medieneinschätzung in Deutschland und Nordrhein-Westfalen im internationalen Vergleich,
Opladen 2003,
LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 46
Pressemitteilung zu diesem Band
Zusammenfassung der Studie (PDF-Dokument, 97 KB)

Der Wert von Nachrichtenwerten
Prof. Dr. Georg Ruhrmann, Universität Jena
Projektlaufzeit: Juli 2001 bis September 2002
Das Projekt widmet sich am Beispiel der Fernsehberichterstattung der Frage, was heute noch von "öffentlichem Interesse" ist und wie aus Ereignissen Nachrichten werden. Dabei werden insbesondere im Vergleich mehrerer Untersuchungsstichproben über einen Zeitraum von 10 Jahren untersucht, welche Veränderungen sich beobachten lassen, welche Themenstrukturen und Themenhierarchien Nachrichtensendungen in den Programmen verschiedener Fernsehveranstalter aufweisen und ob sich daraus Hinweise auf neue oder neu akzentuierte Nachrichtenwerte ergeben. Lässt sich anhand der TV-Nachrichtenberichterstattung ein Wandel in der Struktur öffentlicher Agenden feststellen? Es wird beschrieben, welche Ereignisse in der Mediengesellschaft in ihrer gegenwärtigen Ausprägung besonderen Nachrichtenwert besitzen, welche Rolle bei der Themenauswahl die Zielgruppe des jeweiligen Angebots spielt und in welchem Zusammenhang dies mit dem Wandel gesellschaftlicher Wertestrukturen und deren zunehmender Ausdifferenzierung steht. Darüber hinaus untersucht das Projekt in einer Kommunikatorstudie, wie Journalisten und Rezipienten ihre Funktion und Leistung im Prozess der Nachrichtenberichterstattung auffassen und bewerten.
Publikation:
Ruhrmann, Georg; Jens Woelke, Michaela Maier und Nicole Diehlmann:
Der Wert von Nachrichten im deutschen Fernsehen,
Ein Modell zur Validierung von Nachrichtenfaktoren,
Opladen 2003,
LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 45
Pressemitteilung zu diesem Band
Zusammenfassung der Studie (PDF-Dokument, 138 KB)
2002
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Gesellschaftliche Konsequenzen der Medienkonzentration - Veränderungen in den demokratischen und kulturellen Grundlagen der Gesellschaft
Prof. Dr. Klaus Schrape, Prognos AG, Basel;
Dr. A. Werner Meier,
Dr. Josef Trappel IPMZ, Zürich
Projektlaufzeit: Dezember 2000 bis Januar 2002
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Medienkonzentration und Medienmacht sind Phänomene, die das moderne und kommerzielle Medienwesen zunehmend charakterisieren. Dabei lassen sich Prozesse der Medienverflechtung sowohl auf regionaler und nationaler als auch auf globaler Ebene ausmachen. Neben den vielfach erforschten ökonomischen Folgen, die aus Konzentrationsentwicklungen resultieren, stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen Konsequenzen die Medienkonzentration hat bzw. haben kann. Die Studie geht systematisch möglichen Folgen der Konzentration für verschiedene gesellschaftliche Teilbereiche nach. Auf dieser Basis werden schließlich potentielle Maßnahmen zur Vermeidung unerwünschter Folgen von Medienkonzentration entwickelt.
Publikation:
Trappel, Josef; Werner A. Meier, Klaus Schrape und Michaela Wölk:
Die gesellschaftlichen Folgen der Medienkonzentration - Veränderungen
in den demokratischen und kulturellen Grundlagen der Gesellschaft,
Opladen 2002,
LfM-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 44
Pressemitteilung zu diesem Band
Zusammenfassung der Studie (PDF-Dokument, 37 KB)

Privatheit im öffentlichen Raum. Medien(ver)handeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung
Dr. Ralph Weiß, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg;
Prof. Dr. Knut Hickethier;
Prof. Dr. Jo Groebel, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf
Projektlaufzeit: September 2000 bis Dezember 2001
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde untersucht, welche Konsequenzen diese Entwicklung für das Selbstbild jedes einzelnen und für die Identität einer Gesellschaft im Gesamten hat oder haben könnte. In diesem Zusammenhang wurde auch nach den Auswirkungen dieser Grenzdurchlässigkeiten und Hierarchieverschiebungen auf den öffentlichen Raum - insbesondere in seiner Funktion als Sphäre der demokratischen Willensbildung - gefragt. Gefragt wurde weiterhin nach dem Wandel des Intimitätskonzepts unter solchermaßen veränderten Bedingungen. Und schließlich wurde im Projekt auch untersucht, wie die beobachteten Phänomene auf der Meta-Ebene verhandelt werden. Die Studie ist interdisziplinär und kulturvergleichend angelegt. Sie besteht zum einen aus einer Historiographie, die den Wandel des Verhältnisses von Öffentlichkeit und Privatheit vor dem Hintergrund der (jüngeren) Entwicklungsgeschichte der elektronischen Medien nachzeichnet und sich dabei an den oben skizzierten Schwerpunkten orientiert. Zum anderen werden im Rahmen explorativer Projektelemente einzelne typische Belege für diesen Wandel (auf Formatebene, auf Sendungsebene oder auf der Ebene einzelner Beiträge) beschrieben und diskutiert. Experten-Workshops ergänzen die Untersuchung.Das Projekt wird in enger Anbindung an das Projekt "Privatheit im öffentlichen Raum. Inter-disziplinäre und interkulturelle Perspektiven auf eine globale Entwicklung" durchgeführt.
Publikation:
Weiß, Ralph und Jo Groebel (Hrsg.):
Privatheit im öffentlichen Raum:
Medienhandeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung,
Opladen 2002,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 43
Zusammenfassung der Studie (MS Word Dokument - 102 KB)
Pressemitteilung

Privatheit im öffentlichen Raum. Interdisziplinäre und interkulturelle Perspektiven auf eine globale Entwicklung
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Prof. Dr. Jo Groebel, Dr. Bertram Konert, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf;
Projektlaufzeit: September 2000 bis Dezember 2001
Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, auf internationaler Ebene die Arbeit und das Wissen von Experten zu initiieren und zu koordinieren, um die Forschungsperspektive des Projektes "Privatheit im öffentlichen Raum. Medien(ver)handeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung" multidisziplinär und interkulturell zu erweitern. Die Einbindung der Experten erfolgte dabei in Form von zwei Gesprächskreisen ("Meeting Points") sowie parallel zu organisierenden E-Mail-Foren. In diesen Foren wurden Zwischenergebnisse von den Experten diskutiert und bewertet werden. Dabei waren herausragende Forscher aus allen relevanten Wissenschaftsdisziplinen (Soziologie, Sozialpsychologie, Kommunikations- und Medienwissenschaft, Medienökonomie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft/ Anthropologie) im Expertenkreis vertreten.Neben der interdisziplinären Perspektive wurde vor allem der interkulturellen Perspektive mit Blick auf das Problemfeld "Öffentlichkeit und Privatheit" besondere Bedeutung beigemessen. In Form von Expertengutachten wurden hier Japan, die USA, die Niederlande und Großbritannien in die Untersuchung einbezogen.Das Projekt wurde in enger Anbindung an das Projekt "Privatheit im öffentlichen Raum. Medien(ver)handeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung" durchgeführt.
Publikation:
Weiß, Ralph und Jo Groebel (Hrsg.):
Privatheit im öffentlichen Raum:
Medienhandeln zwischen Individualisierung und Entgrenzung,
Opladen 2002,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 43
Zusammenfassung der Studie (MS Word Dokument - 102 KB)
Pressemitteilung

Expertise zum Umstieg von analogem zu digitalem Fernsehen unter besonderer Beachtung der Rolle Nordrhein-Westfalens
Prof. Dr. Bernd-Peter Lange, Koblenz
Projektlaufzeit: März 2001 bis August 2001
In der Bundesrepublik soll bis zum Jahr 2010 die Umstellung der Fernsehübertragung auf digitale Technik abgeschlossen sein. Die nordrhein-westfälischen Kabelnetze sind bereits an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft worden, das umfassende Umstellungspläne vorgelegt hat. Im Zuge dieses Umstellungsprozesses auf allen Ebenen werden aufgrund des mit der Ausweitung der Übertragungskapazitäten einher gehenden technischen Fortschritts, des Zusammenwachsens mit anderen Infrastrukturen - z. B. der Datenverarbeitung und der Telekommunikation - sowie der Erschließung eines breitbandigen Angebotsspektrums neue ökonomische Impulse sowie Ausdifferenzierungen auf der Angebotsebene erwartet.Wenn diese Möglichkeiten schneller als bisher geplant realisiert werden sollen, ist zu klären, welche Rolle das Bundesland Nordrhein-Westfalen hier strukturpolitisch, technologiepolitisch und vor allem medien- und wirtschaftspolitisch spielen kann und in welcher Form ggf. Impulse von Seiten Nordrhein-Westfalens erfolgen könnten.Das Ziel der Expertise ist es, in Bezug auf diese Problematik Feststellungen und Empfehlungen zu formulieren, die sich der Perspektive der Gestaltung der Digitalisierung des Fernsehens in Nordrhein-Westfalen zu widmen und dabei technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und medienpolitische Fragestellungen zu bearbeiten.
Publikation:
Lange, Bernd-Peter:
Expertise zum Umstieg vom analogen zum digitalen Fernsehen,
Die Rolle Nordrhein-Westfalens, Düsseldorf 2002,
LfR-Dokumentation, Bd. 22
Diese Publikation können Sie auch direkt bei der LfM als Print-Version bestellen.

Rechtsextremismus als Thema der Berichterstattung deutscher Vollprogramme
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Projektlaufzeit: Dezember 2000 bis Juli 2001
Im Rahmen der kontinuierlichen Programmforschung der Landesmedienanstalten werden seit 1998 zweimal jährlich die Programme folgender acht Fernsehveranstalter aufgezeichnet: ARD (Erstes Programm), ZDF, RTL, SAT.1, ProSieben, VOX, RTL2 und Kabel 1. Die Aufzeichnungen umfassen jeweils die in einer Kalenderwoche ausgestrahlten Fernsehsendungen. Angesichts der Häufung rechtsextremistisch motivierter Straftaten und einer damit verbundenen Intensivierung der öffentlichen Debatte wurde dieser Themenkomplex in der Herbststichprobe 2000 gesondert (über die Standardauswertung plus Vertiefungsanalyse) erfasst. Die Studie "Rechtsextremismus als Thema der Berichterstattung deutscher Fernsehvollprogramme" ist als Projekt konzipiert, in dem Programmdokumentationen und Programmanalysen ineinander greifen. Dabei werden sowohl bisherige Studien und Dokumentationen als auch frühere und aktuelle Programmbeispiele in die Untersuchung einbezogen. Dabei soll versucht werden, eine typische Beitragsauswahl qualitativ zu analysieren. Die Studie ist auf eine längerfristige Entwicklungsperspektive hin angelegt, die es erlauben soll, die zur Zeit öffentlich diskutierten Defizite dieser Berichterstattung angemessen einzuschätzen.
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen und Cornelia Spallek:
Fallstudien zur Fernsehberichterstattung über den Rechtsextremismus in Deutschland
1998-2001,
Düsseldorf 2002,
LfM-Dokumentation, Bd. 23
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Werbepotenziale für die privaten elektronischen Medien in NRW
Prof. Dr. Jürgen Heinrich, Prof. Dr. Ulrich Pätzold, Universität Dortmund, Institut für Journalistik;
Horst Röper, FORMATT-Institut, Dortmund
Projektlaufzeit: Januar 2000 bis Juli 2001
Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der privaten elektronischen Medien in NRW wird in einem hohen Ausmaß durch ihre Leistungsfähigkeit bestimmt, die für ihr wirtschaftliches Überleben notwendigen Werbeeinnahmen zu erzielen. Hierfür sind ihre Werbepotenziale von zentraler Bedeutung. Mit der Untersuchung hat die LfM die Voraussetzungen und möglichen Interdependenzen der wirtschaftlichen Entwicklung privater elektronischer Medien in NRW unter dem Aspekt der Einnahmemöglichkeiten aus Werbung untersuchen lassen. Zu den hierfür relevanten privaten elektronischen Medien gehörten der lokale Hörfunk, landesweites Fernsehen sowie Ballungsraumradio und -fernsehen. Darüber hinaus sind im Rahmen des Forschungsprojektes die durch die neuen Medienangebote entstehenden Einflüsse auf den lokalen Hörfunk quantitativ abgeschätzt und unter dem Aspekt der Einnahmemöglichkeiten aus Werbung Verbreitungsgebiete für die neuen Medienangebote Ballungsraumradio und -fernsehen identifizierbar gemacht worden.
Publikation:
Heinrich, Jürgen; Ulrich Pätzold und Horst Röper:
Werbepotenziale für die privaten elektronischen
Medien in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 2002,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 42

Fernsehen und Internet - Neue Risiken, neue Regulierungsfragen
Prof. Dr. Jo Groebel, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf
Projektlaufzeit: Dezember 2000 bis Juni 2001
Im Auftrag der Landesanstalt für Rundfunk NRW (LfM) in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Europäischen Medieninstitut, Düsseldorf
In der Studie wurden sowohl gegenwärtige als auch potentielle Risiken der Entwicklung des Internet praxisorientiert eingeschätzt und dabei auch spezifische Probleme diskutiert, die in diesem Zusammenhang für die Rundfunkaufsicht Relevanz besitzen oder in absehbarer Zukunft haben könnten. Es wurden sowohl diejenigen Problembereiche in den Blick genommen, die in diesem Zusammenhang bereits eine lange "Tradition" haben (Jugendschutz, Persönlichkeitsrecht, Menschenwürde, Werbung, Cross Promotion), aber auch strukturelle neue Problembereiche, die sich aufgrund der Besonderheiten des Internet ergeben (Foren, Chatrooms, Communities, riskante Netzstrukturen).Auf der Basis einer beschreibenden Strukturierung der Problembereiche wurde abschließend ein Handlungsraster entwickelt, das eine Einordnung der beobachteten Phänomene hinsichtlich bestehender regulatorischer Möglichkeiten und problematischer Grenzfälle vornimmt. Dabei wurden auch Erfahrungen aus anderen Ländern in die Analyse einbezogen.
Publikation:
Groebel, Jo und Bertram Konert:
Fernsehen und Internet:
Neue Risiken, neue Regulierungsfragen,
Projektbericht des Europäischen Medieninstituts e.V.,
im Auftrag der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien,
Düsseldorf 2002,
LfR-Dokumentation, Bd. 21

Mediendemokratie im Medienland? Inszenierungen und Themensetzungsstrategien im Spannungsfeld von Medien und Parteieliten am Beispiel der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im Jahr 2000
Prof. Dr. Heribert Schatz, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), Duisburg;
Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Universität Koblenz-Landau, Institut für Politikwissenschaft
Projektlaufzeit: November 1999 bis Januar 2001
Ziel des Forschungsprojektes war es, zu prüfen, ob die Demokratie in Deutschland sich von einer Parteien- zu einer Mediendemokratie entwickelt und Themen nicht mehr an der Parteibasis, sondern im Zusammenwirken von Medien und Parteieliten entstehen. Am Beispiel der nordrhein-westfälischen Landtagswahl im Mai 2000 wurde ermittelt, wie Medien und Parteieliten Themen(-hierarchien) setzen bzw. entwickeln und Ereignisse inszenieren und in welcher Weise sie hiermit dem Wahlkampf Richtung zu geben vermögen. Anhand ausgewählter relevanter Themen wurden dabei Themenkarrieren in Printmedien und elektronischen Medien verfolgt und ihre Entstehung nachgezeichnet, wobei parallel dazu die Relevanz dieser Themen für die Bevölkerung ermittelt wurde. Darüber hinaus kam auch der Frage nach der Wahrnehmung und Bewertung von Inszenierungen bzw. Inszenierungsstrategien durch die Öffentlichkeit besondere Bedeutung zu.
Publikation:
Sarcinelli, Ulrich und Heribert Schatz (Hrsg.):
Mediendemokratie im Medienland?
Inszenierungen und Themensetzungsstrategien im Spannungsfeld von Medien und Parteieliten am Beispiel der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2000,
Opladen 2001,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 41
Pressemitteilung
Zusammenfassung der Studie

Medienkompetenz im digitalen Zeitalter: Neueste Entwicklungen im Medienbereich, ihre Akzeptanz und ihre sozialen Folgen
Prof. Dr. Klaus Peter Treumann, Prof. Dr. Dieter Baacke, Akademie für Medienpädagogik, Medienforschung & Multimedia im Institut für Innovationstransfer an der Universität Bielefeld GmbH, Bielefeld
Projektlaufzeit: Dezember 1997 bis Juni 2000
Ziel des Projektes war es, für die Zielgruppe der über 35-Jährigen die Bereitschaft zu ermitteln, sich im beruflichen und/oder privaten Bereich mit neuen Medien neuen Kommunikationsdiensten auseinander zusetzen und vor diesem Hintergrund der Frage nachzugehen, ob sich hier eine Wissenslücke zwischen Nutzern und Nichtnutzern auftut, ob sich gleichsam ein Zwei-Klassen-System entwickelt, in dem Medienmündigkeit und Medienkompetenz heterogen verteilt sind. Eine der Hauptaufgaben des Projektes war es, zu ermitteln, wie Medienkompetenz auch außerhalb der traditionellen Lernstätten Schule und Universität, z.B. durch Institutionen der Erwachsenenbildung erfolgreich vermittelt werden kann und welchen Handlungsbedarf es für die LfM gibt.Im Rahmen der Studie wurden schließlich verschiedene Medienhandlungstypen ermittelt, die konkret für die Entwicklung zielgruppenspezifischer Weiterbildungsempfehlungen genutzt werden konnten.
Publikation:
Treumann, Klaus Peter; Dieter Baacke, Kirsten Haacke, Kai Uwe Hugger und Ralf Vollbrecht (Unter Mitarbeit von Oliver Kurz):
Medienkompetenz im digitalen Zeitalter,
Wie neue Medien das Leben und Lernen Erwachsener verändern,
Opladen 2002,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 39
2001
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Meinungsvielfalt im kommerziellen Fernsehen. Medienspezifische Konzentrationskontrolle in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, den USA und auf der Ebene von Europarat und europäischer Gemeinschaft
Prof. Dr. Bernd Holznagel, Andreas Grünwald, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht
Projektlaufzeit: Januar 2000 bis Dezember 2001
Im Auftrag der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) unter Federführung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Die Unternehmenskonzentration auf den Fernsehmärkten schreitet immer weiter voran. Wichtiger denn je sind damit regulative Instrumentarien, um die Sicherung eines möglichst breiten Meinungspluralismus im Fernsehen zu gewährleisten. Neben dem allgemeinen Kartellrecht greifen hierfür viele Staaten auf besondere Regelungen zurück. Die Frage, inwieweit von rundfunk- bzw. medienrechtlichen Regelungen zugunsten des Kartellrechts Abstand genommen werden kann, oder ob nicht doch die Besonderheit medialer Märkte eine spezifische Konzentrationskontrolle erfordert, steht im Mittelpunkt der Studie. Untersucht wurden das Rundfunk- und Medienkonzentrationsrecht in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und den USA sowie Aktivitäten europäischer Institutionen in diesem Bereich.
Publikation:
Holznagel, Bernd und Andreas Grünwald:
Meinungsvielfalt im kommerziellen Fernsehen,
Medienspezifische Konzentrationskontrolle in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, den USA und auf der Ebene von Europarat und Europäischer Gemeinschaft,
Berlin 2001,
DLM-Schriftenreihe, Bd. 19

Daily Soaps und Daily Talks im Alltag von Jugendlichen
Dr. Udo Göttlich, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), Duisburg; Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg;
PD Dr. Ingrid Pause-Haase, Universitäten Klagenfurt und Salzburg
Projektlaufzeit: März 2000 bis November 2000
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und der Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Federführung LfM
Das Forschungsprojekt hatte zum Ziel, aktuelle Forschungsarbeiten über den Umgang Jugendlicher mit den täglichen Talkshows und Serien zusammenzuführen und auf diese Weise einen umfassenden Einblick in die Rolle dieser Programmangebote im Alltag der Jugendlichen zu gewinnen. Erster Ausgangspunkt des Projektes war die im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW und der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) Rheinland-Pfalz durchgeführte Studie zur Bedeutung von Talkshows im Alltag von Jugendlichen. Zweiter Ausgangspunkt war ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Projekt zu Daily Soaps im deutschen Fernsehen. Schwerpunkt des Projektes bildete die Frage, wie die beiden Genres Talk und Soap in der Wahrnehmung der Jugendlichen zusammenspielen, welche Bedeutung den dort vermittelten Lebensstilmustern und -symbolen zukommt und welche medienpolitischen und medienpädagogischen Anforderungen sich hieraus ggf. ergeben.
Publikation:
Göttlich, Udo; Friedrich Krotz und Ingrid Paus-Haase (Hrsg.):
Daily Soaps und Daily Talks im Alltag von Jugendlichen,
Opladen 2001,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 38

Förderung kindlicher Medienkompetenz durch die Eltern
Wolfgang Burkhardt, fokos - Forschungsgruppe Kommunikation und Soziales, Meckenheim
Projektlaufzeit: Oktober 1999 bis November 2000
Eine zentrale Aufgabe im Rahmen der Medienkompetenzförderung muss es sein, Eltern bzw. Familien darin zu unterstützen, Medienkompetenz zu erlangen und zu vermitteln. Vor diesem Hintergrund sollte das Forschungsprojekt vor allem dazu dienen, vorhandenes Wissen über die Medienerziehung in den Familien und die Bedeutung der Eltern im Prozess kindlicher Mediensozialisation und kindlichen Medienkompetenzerwerbs zu erfassen und auszuwerten. Darüber hinaus sollten vorhandene Konzepte medienbezogener Elternberatung umsetzungsbezogen aufbereitet werden, wobei besonders die Gruppe der so genannten "schwer erreichbaren" Eltern in den Blick genommen wird. Auf dieser Grundlage wurden Modelle zur zielgruppenspezifischen Ansprache von Eltern entwickelt und weiterer Handlungsbedarf skizziert.
Publikation:
Burkhardt, Wolfgang:
Förderung kindlicher Medienkompetenz durch die Eltern,
Grundlagen, Konzepte und Zukunftsmodelle,
Opladen 2001,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 40
2000
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Medienerziehung in der Grundschule. Einstellungen und Motivation von Lehrerinnen und Lehrern und die Umsetzung curricularer Anforderungen
Prof. Dr. Gerhard Tulodziecki, Universität Paderborn, Fachbereich Erziehungswissenschaften;
Prof. Dr. Ulrike Six, Universität Koblenz, Institut für Kommunikationspsychologie, Landau
Projektlaufzeit: Juni 1998 bis März 2000
Die Entwicklung in der Medienlandschaft stellt eine Herausforderung für Erziehung und Bildung, für Schule und Unterricht dar. Trotz medienerzieherischer Vorgaben in Richtlinien und Lehrplänen und einer Fülle von Materialien zu deren Realisierung bleibt die Medienerziehung im schulischen Alltag oft unzureichend. Ein entscheidender Ansatzpunkt für Veränderungen liegt dabei in den Einstellungen, Kenntnissen und Motivationen der Lehrkräfte. Aufbauend auf dem 1998 abgeschlossenen Projekt "Medienerziehung im Kindergarten" hat die LfM daher ein Forschungsprojekt "Medienerziehung in der Grundschule" in Auftrag gegeben, um herauszufinden, warum trotz Normsetzungen und trotz mancherlei exemplarischer Projekte noch immer vielen Grundschülern keine fundierte Medienerziehung und Förderung von Medienkompetenz vermittelt wird. Dabei hat sich gezeigt, dass Medienerziehung von Lehrern und Schulleitungen als eine wichtige Aufgabe der Grundschule angesehen wird. In der Praxis findet Medienerziehung in der Grundschule aber nach wie vor nur selten statt. Dies liegt unter anderem daran, dass das Aus- und Fortbildungsangebot für Grundschullehrer noch nicht ausreicht, um den Lehrkräften die notwendigen Kompetenzen für eine erfolgreiche Umsetzung von Medienerziehung im Unterricht zu vermitteln. Hinzu kommt, dass es noch immer an vielen Schulen Defizite bei der Medienausstattung gibt, insbesondere bei der Ausstattung mit multimediafähigen Computern.
Publikation:
Tulodziecki, Gerhard; Ulrike Six u.a.:
Medienerziehung in der Grundschule,
Grundlagen,
empirische Befunde und Empfehlungen zur Situation in Schule und Lehrerbildung,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 36

Zur Lage mittelständischer Fernsehproduzenten in drei europäischen Ländern
Runar Woldt, Europäisches Medieninstitut Düsseldorf
Projektlaufzeit: August 1999 bis Dezember 1999
Im Rahmen dieser Expertise wurden diejenigen Daten gesammelt und sekundäranalytisch aufgearbeitet, die ein Urteil über den Zustand, die Eigentumsverhältnisse und die wirtschaftliche und programminhaltliche Perspektive des TV-Produktionsbereichs zu formulieren erlauben. Diese am Beispiel dreier europäischer Länder (Großbritannien, Frankreich, Niederlande) exemplarisch durchgeführte Studie soll somit auch die Basis für eventuelle weitere Untersuchungen liefern. Durch den Vergleich auch mit der parallel durchgeführten Studie des FORMATT-Instituts, Dortmund, zur Lage mittelständischer Fernsehproduzenten in Deutschland lassen sich allgemeine Trends in der Fernsehwirtschaft und speziell im Fernsehproduktionsbereich leichter identifizieren und nationale Spezifika isolieren. Auf der Grundlage der Ergebnisse lassen sich darüber hinaus Rückschlüsse in bezug auf die deutsche Förderungspolitik im Produktionsbereich ziehen.Im Rahmen dieser explorativen Studie wurden vorhandene Daten und Dokumente recherchiert und ausgewertet und Hypothesen im Sinne weitergehender Problembeschreibungen entwickelt.
Publikation:
Koenen, Andrea; Helga Schmid und Runar Woldt:
Situationen unabhängiger Produzenten in Großbritannien,
Frankreich und den Niederlanden,
Düsseldorf 2000,
LfR-Dokumentation, Bd. 14
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Inhaltsanalyse landesweit ausgestrahlter Regionalfenster im Programm privater Fernsehveranstalter
Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung (IMGÖ), Göttingen/Köln
Projektlaufzeit: November 1998 bis November 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM), der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), der Unabhängigen Landesanstalt für Rundfunk und neue Medien (ULR), Federführung: LfM
Die Studie stellt inhaltsanalytische Daten zu den Strukturen und Inhalten landesweit ausgestrahlter regionaler Programmfenster in den Programmen privater Fernsehveranstalter bereit. In der Untersuchung sollte insbesondere geklärt werden, ob die Programmveranstalter das Gebot der vielfältigen Berichterstattung aus den jeweiligen Ländern angemessen umsetzen und mit welcher publizistischen und journalistischen Qualität die Regionalberichterstattung erfolgt. Die Studie zeigt, dass die Regionalfenster im Programm von RTL und SAT.1 insgesamt ein breites Spektrum im Hinblick auf die inhaltliche Vielfalt und die journalistische Qualität aufweisen. Journalistische Anforderungen wie Präzision, Ausgewogenheit und filmhandwerkliche Qualität werden im Durchschnitt zufriedenstellend umgesetzt. Für eine vielfältige und aktuelle Berichterstattung über das wirtschaftliche und kulturelle Leben in der Region bleibt aber nicht allen Regionalfenstern ausreichend Raum.
Publikation:
Volpers, Helmut; Christian Salwiczek und Detlef Schnier:
Regionalfenster im Programm von RTL und SAT.1,
Eine vergleichende Inhaltsanalyse von Programmangeboten und journalistischer Qualität,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 35

Zur Lage mittelständischer Fernsehproduzenten in Deutschland
Horst Röper, FORMATT-Institut, Dortmund
Projektlaufzeit: Juli 1999 bis Oktober 1999
Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) unter Federführung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Die Expertise beschreibt die Lage mittelständischer Fernsehproduzenten in Deutschland mit ihren beiden Teilbereichen Fiction-Produzenten und Non-Fiction-Produzenten. Neben dieser Differenzierung nach Produktionsschwerpunkten wird darüber hinaus eine Differenzierung nach Eignerstrukturen vollzogen. Auf der Grundlage des Produktionsvolumens unter Berücksichtigung der auftraggebenden Sender wird schließlich eine Typisierung der unterschiedlichen Produktionssegmente der Branche vorgenommen, aus der sich zugleich detaillierte Angaben zur Beziehungsstruktur zwischen Produktionsunternehmen und Sendern ergeben. In weiteren Arbeitsschritten werden spezifische Probleme mittelständischer Produktionsunternehmen identifiziert und anhand von Einzelfallstudien geschildert. Eine Überprüfung von Fernsehpreisen als Indikator für die Bedeutung unabhängiger Produzenten für Qualität und Vielfalt des Fernsehprogramms rundet die Studie ab.
Publikation:
Röper, Horst:
Zur Lage mittelständischer Fernsehproduzenten in Deutschland,
Düsseldorf 2000

Campus-Hörfunk in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Franz Stuke, Universität Bochum, Sektion für Publizistik und Kommunikation
Projektlaufzeit: Juni 1998 bis Februar 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Ministeriums für Wissenschaft und Forschung Nordrhein-Westfalen
Campus Radio - ein neues Medium "von Studierenden für Studierende": Hat der älteste Sender dieser Art in Nordrhein-Westfalen, Radio c.t. in Bochum, Modellfunktion auch für andere Campus Radios? Die Expertise zeigt, welche Bedeutung ein eigenständiges Medium mit eigener Frequenz für die Kommunikation auf dem Campus haben kann. In diesem Zusammenhang wurde der Frage nach einer Vorbildfunktion der organisationsrechtlichen Strukturen und der praktischen Arbeit von Radio c.t. für weitere nordrhein-westfälische Campusradio-Initiativen nachgegangen.
Publikation:
Dürhager, Bettina; Thomas Quast und Franz Stuke:
Campus Radio,
Innovative Kommunikation für die Hochschule,
Das Modell Radio c.t.,
Opladen 2000,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 34
1999
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Nutzung und Bewertung täglicher Talkshows und die Wahrnehmung der Wirklichkeit durch Kinder und Jugendliche
PD Dr. Ingrid Paus-Haase, Universität Salzburg, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft;
Dr. Uwe Mattusch, Universität Siegen, DFG Sonderforschungsbereich 214;
Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow-institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: Oktober 1997 bis Juni 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Federführung LfM
Ausgangspunkt der Studie, die die LFM gemeinsam mit der LPR Rheinland-Pfalz vergeben hat, war die anhaltende Diskussion um die täglichen Talkshows im Nachmittagsprogramm des Fernsehens. Angesichts der besonderen Realitätsausschnitte und Darstellungsformen in den Daily Talks werden diese speziell im Hinblick auf Kinder und Jugendliche, deren Identitätsentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, problematisiert. Ziel des Projektes war es, die Nutzung und Bewertung täglicher Talkshows durch Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren vor dem Hintergrund des jeweiligen sozialen Kontextes (Familie, Freundeskreis, Schule usw.) zu erfassen und dabei sowohl auf Nutzungsmotive als auch auf (mögliche) Wirkungen der Rezeption von Talkshows einzugehen. Die Studie umfasst Produktanalysen, Sekundärauswertungen von GfK-Daten, quantitative und qualitative Befragungen sowie Fallstudien. Auf dieser Grundlage wird das Phänomen "Talkshows" mit Blick auf Handlungsoptionen der Anbieter, der Medienpädagogik, der Medienpolitik und der Öffentlichkeit diskutiert.
Publikation:
Paus-Haase, Ingrid; Uwe Hasebrink, Uwe Mattusch, Susanne Keuneke und Friedrich Krotz: Talkshows im Alltag von Jugendlichen,
Der tägliche Balanceakt zwischen Orientierung,
Amüsement und Ablehnung,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 32

Bundestagswahlkampf 1998. Sein medialer Charakter und seine demokratische Qualität im Spiegel früherer Erfahrungen und tradierter Vorstellungen von demokratischer Willensbildung
Albrecht Müller, Pleisweiler
Projektlaufzeit: April 1998 bis September 1998
Vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen als Wahlkampfmanager von Willy Brandt im Bundestagswahlkampf 1972 sowie seiner Erfahrungen als Politikberater hat Albrecht Müller den Bundestagswahlkampf 1998 und die Berichterstattung über diesen Wahlkampf beobachtet. Diese Beobachtungen waren bewusst nicht als empirische Studie, sondern als Evaluation - wenngleich auf einer breiten und in der Publikation umfangreich dokumentierten Materialbasis aufbauend - angelegt. Mit Blick auf die Diskussion um eine "Amerikanisierung" deutscher Wahlkämpfe und um Inszenierungsstrategien von Wahlkampfereignissen diskutiert Müller das Spannungsverhältnis zwischen Medien, Politikern und Politikmanagern sowie die Auswirkungen dieses Spannungsverhältnisses auf die demokratische Qualität der Willensbildung in unserer Gesellschaft. Die Studie kommt auf der Grundlage der Beobachtungen und des Vergleichs mit dem Bundestagswahlkampf 1972 zu dem Schluss, dass sich Deutschland von einer Parteiendemokratie zur einer Mediendemokratie entwickelt.
Publikation:
Müller, Albrecht:
Von der Parteiendemokratie zur Mediendemokratie,
Beobachtungen zum Bundestagswahlkampf 1998 im Spiegel früherer Erfahrungen,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 30

Digitales Fernsehen: Funktionen und Folgen des neuen Rundfunkstaatsvertrages auf das Mediensystem in Deutschland
Prof. Dr. Bernd Holznagel, Universität Münster, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM);
Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg;
Dr. Wolfgang Seufert, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin
Projektlaufzeit: Dezember 1997 bis August 1998
Gegenstand der Untersuchung war die Frage, wie die Freiheit der individuellen und öffentlichen Meinungsbildung auch in der neuen, digitalen Fernsehwelt gesichert werden kann. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass digitales Fernsehen nicht weniger, sondern anderer Regulierungsmechanismen bedarf, um den verfassungsrechtlichen Zielvorgaben entsprechen zu können. Während sich das Rundfunkrecht bisher auf programminhaltliche Fragen (Werbung, Jugendschutz, Persönlichkeitsschutz) konzentriert hat, ist es nach Auffassung der Autoren zunehmend Aufgabe der Rundfunkaufsicht, für einen fairen Zugang, zum Beispiel zu Vertriebswegen und Programmrechten, zu sorgen. Damit rücken die Instrumente der Zugangssicherung und ihre Vernetzung mit denen der Konzentrationskontrolle in den Vordergrund. Nach einer Untersuchung der TV-Signalübertragung und der Unternehmenskonzentration auf den TV-Märkten analysieren die Autoren potentielle Zugangshindernisse und bewerten diese verfassungsrechtlich. Sie kommen zu dem Resultat, dass die Länder einen Ausgestaltungsauftrag zu Sicherung gerechter Zugangschancen bei den Dienstleistungen digitalen Fernsehens haben und geben konkrete Handlungsempfehlungen für die Regulierung.
Publikation:
Schulz, Wolfgang; Wolfgang Seufert und Bernd Holznagel:
Digitales Fernsehen,
Regulierungskonzepte und -perspektiven,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 31

Digital Audio Broadcasting (DAB) in Nordrhein-Westfalen
Projektlaufzeit: September 1996 bis Dezember 1997
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) (in Vertretung des Vorstandes des DAB-Projektes NRW)
Das Ziel des Projektes war es, die Akzeptanz von DAB im Rahmen des DAB-Pilotprojektes Nordrhein-Westfalen zu ermitteln und die Erwartungen und Nutzungserfahrungen der Testteilnehmer zu dokumentieren. Auf der Basis der Ergebnisse wurden Planungsgrundlagen für die Markteinführung von DAB bereitgestellt.
Publikation:
Kliment, Tibor:
Digitales Radio in Nordrhein-Westfalen,
Nutzung und Akzeptanz eines neuen Mediums,
Opladen 1999,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 29

Versorgungssituation UKW-Hörfunk in Nordrhein-Westfalen
Eberhardt Heidrich, L & S Hochfrequenztechnik GmbH, Lichtenau;
Deutsche Telekom AG, Bonn
Projektlaufzeit: Januar 1998 bis Januar 1999
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Radio NRW GmbH, dem Verband der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e.V.
Darstellung des Ist-Zustands der Frequenzversorgung und erste Vorschläge zur Optimierung der Frequenzversorgung für den UKW-Hörfunk in Nordrhein-Westfalen.
Publikation:
Versorgungssituation UKW-Hörfunk in Nordrhein-Westfalen,
Endbericht,
Stand: April 1999 (erstellt von der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Telekom AG und L&S Hochfrequenztechnik GmbH),
Düsseldorf 1999,
LfR-Technik 3

DAB-Versorgung für den privaten Rundfunk in Nordrhein-Westfalen
Eberhardt Heidrich, L & S Hochfrequenztechnik GmbH, Lichtenau
Projektlaufzeit: Januar 1998 bis Dezember 1998
Untersuchung des Aufwands einer Verbreitung von Digital Audio Broadcasting (DAB) in Nordrhein-Westfalen; Rückschlüsse auf die flächendeckende Verbreitung von DAB anhand der Referenzgebiete Köln/Düsseldorf und Raum Hagen.
Publikation:
DAB-Versorgung für den privaten Rundfunk in Nordrhein-Westfalen,
Düsseldorf 1998,
LfR-Technik 2
1998
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Auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten: eine Evaluations- und Machbarkeitsstudie
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, Dr. Joachim Trebbe, Torsten Maurer, Andreas Dams, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Projektlaufzeit: Januar 1998 bis Dezember 1998
Im Auftrag der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) unter Federführung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Evaluations- und Machbarkeitsstudie für eine kontinuierliche Programmforschung der Landesmedienanstalten, Diskussion der Option einer eigenständigen kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten im Kontext vorhandener inhaltsanalytischer Instrumentarien; Entwicklung des methodischen Konzepts für eine kontinuierliche Analyse von Fernsehprogrammen; Pilotstudie zur Erprobung des Konzepts.
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen:
Auf dem Weg zu einer kontinuierlichen Fernsehprogrammforschung der Landesmedienanstalten: eine Evaluations- und Machbarkeitsstudie,
Berlin 1998,
DLM-Schriftenreihe, Bd. 12

Medienbezogene Problemwahrnehmungen und - bewältigungsstrategien von Erzieherinnen im Kindergarten
Prof. Dr. Ulrike Six, Universität Koblenz, Institut für Kommunikationspsychologie, Medienpädagogik, Landau
Projektlaufzeit: Januar 1997 bis Juli 1998
Die quantitativ und qualitativ angelegte Studie befasst sich mit der aktuellen Situation der Medienerziehung in nordrhein-westfälischen Kindergärten unter Berücksichtigung der Ausbildungssituation der Erzieherinnen und Erzieher vor dem Hintergrund curricularer Vorgaben sowie der strukturellen Rahmenbedingungen für medienerzieherische Arbeit. Die Untersuchung zeigt u. a. Defizite in der medienpädagogischen Ausbildung von Erzieherinnen sowie in der Praxis der Medienerziehung auf, die zum Teil auf strukturelle Rahmenbedingungen, zum Teil auf Kenntnisse und Einstellungen der Beteiligten zurückzuführen sind und medienpädagogische Hilfestellungen notwendig erscheinen lassen. Als Konsequenz aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes hat die Landesanstalt für Medien NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen das Qualifizierungsprojekt "Medienerziehung im Kindergarten" ins Leben gerufen, ein Fortbildungsinitiative für Erzieherinnen und Erzieher.
Publikation:
Six, Ulrike; Christoph Frey und Roland Gimmler:
Medienerziehung im Kindergarten,
Theoretische Grundlagen und empirische Befunde,
Opladen 1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 28

Evaluation und Konzeption von Analyseinstrumentarien zu nordrhein-westfälischen Regionalprogrammen/regionalen Fensterprogrammen
Prof. Dr. Günther Rager, Petra Werner, Universität Dortmund, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: Dezember 1997 bis März 1998
Im Zentrum des Forschungsprojektes stand die Erfassung bestehender Forschungsarbeiten und -instrumentarien auf dem Gebiet der Analyse von Regionalprogrammen. In einem zweiten Schritt wurden inhaltliche Kategorien und methodische Vorgaben für mögliche zukünftige Analysen sowie einer Kostenabschätzung für nordrhein-westfälische bzw. auch bundesweit vergleichende Analysen entwickelt.

Rechtsfragen des Datenschutzes bei Online-Kommunikaton. Expertise zum Datenschutz im Rahmen des Projektes InfoCity NRW
Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: Oktober 1997 bis März 1998
Im Rahmen der Expertise wurde die vorhandene Literatur zum Themenbereich "Datenschutz bei Onlinekommunikation" synoptisch aufbereitet. Vor dem Hintergrund der im Rahmen des Projekts "InfoCity NRW" unterbreiteten Angebote und der damit verbundenen Abrechnungsmodalitäten und Datenspeicherungsvorgänge wurde eine praxisnahe Darstellung und Analyse erstellt. In einem zweiten Schritt wurde hierauf aufbauend eine problemorientierte Defizitanalyse durchgeführt. Im letzten Schritt wurden für die erkannten Defizite Lösungsansätze skizziert.Über diese zentralen Ziele der Studie hinaus verfolgte der Auftrag auch den Zweck, die wissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt "InfoCity NRW" so auszugestalten, dass sie datenschutzrechtlichen Anforderungen genügt.
Publikation:
Schulz, Wolfgang:
Rechtsfragen des Datenschutzes bei Online-Kommunikation,
Expertise zum Datenschutz im Rahmen des Projektes InfoCity NRW,
Düsseldorf 1998,
LfR-Materialien 23

Inhalts- und Formatanalyse der nordrhein-westfälischen Lokalfunkprogramme. Stärkung des Lokalen
Michael Spohrer, Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK), Nürnberg
Projektlaufzeit: April 1997 bis Februar 1998
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und dem Verband lokaler Rundfunk in Nordrhein-Westfalen
Im Rahmen des Projektes wurde die nordrhein-westfälischen Lokalradios neben Moderations-, Präsentations- und Formatanalyse zudem einer umfassenden Inhaltanalyse unterzogen. Bezogen auf die lokalen Orientierungen der Zielgruppen und auf die verschiedenen lokalen Lebenswelten wurden sekundärstatistischer Daten integriert.

Synopse nationaler und internationaler Multimedia-Pilotprojekte
Prof. Dr. Herbert Kubicek, Universität Bremen, Forschungsgruppe Telekommunikation
Projektlaufzeit: Oktober 1997 bis Januar 1998
Die Synopse gibt den Forschungsstand in Bezug auf Multimedia-Pilotprojekte auf nationaler und internationaler Ebene wieder. Sie soll die Übersicht in der Vielzahl der Pilotprojekte, technischen Versuche und Markteinführungsszenarien im Multimedia-Bereich erleichtern. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Synopse 99 Multimedia-Projekte in Europa und den USA mit ihren wesentlichen Daten erfasst. 24 ausgewählte Projekte sind detailliert beschrieben und im Hinblick auf wesentliche Fragestellungen - technische und organisatorische Grunddaten, Anbieter und Zielgruppen, strategische Bedeutung, Nutzerstrukturen, Regulierungsrahmen, Perspektiven - untersucht und verglichen worden. So zeigte sich etwa, dass sich die neuen Multimedia-Angebote nicht durch die generelle Verschmelzung verschiedener Medienformen auszeichnen, sondern durch eine neue Kombination von Netzen, Geräten, Diensten und Inhalten.
Publikation:
Kubicek, Herbert; Bernd Beckert und Ranjana Sarkar:
Synopse nationaler und internationaler Multimedia-Projekte,
Düsseldorf 1998,
LfR-Materialien 25

Frauen im nordrhein-westfälischen Lokalfunk. Die Programmgrundsätze zur Gleichbehandlung auf dem Prüfstand
Petra Werner, Lars Rinsdorf, mct media consulting team Dortmund GmbH, Dortmund
Projektlaufzeit: November 1995 bis Oktober 1997
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), dem Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann Nordrhein-Westfalen
Die Studie hatte zum Ziel, das Frauenbild und Frauenthemen in den Programmen des nordrhein-westfälischen Lokalfunks zu analysieren. In diesem Zusammenhang geht die Studie der Frage nach, welchen Beitrag das Lokalradioprogramms zur gesetzlich festgeschriebenen "Verwirklichung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen" (§ 12 Abs. 2 LRG NW) beiträgt und welches Rollenverständnis vermittelt wird. In der Untersuchung finden darüber hinaus die Belange von Frauen und die Erwartungen von Frauen an die lokalen Hörfunkprogramme Berücksichtigung. Die Studie, die im Auftrag der LFM und des Ministeriums für die Gleichstellung von Frau und Mann NRW, in Auftrag gegeben wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass die Programme des Lokalfunks in NRW zwar formal den programmlichen Anforderungen des Landesrundfunkgesetzes genügen, allerdings nicht aktiv auf die Gleichstellung der Geschlechter hinwirken.
Publikation:
Werner, Petra und Lars Rinsdorf:
Ausgeblendet? - Frauenbild und Frauenthemen im nordrhein-westfälischen Lokalfunk, Opladen1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 27

Trennung von Werbung und Programm im digitalen Zeitalter
Prof. Dr. Helmut Volpers, Institut für Medienforschung (IMGÖ), Göttingen/Köln
Projektlaufzeit: Dezember 1996 bis August 1997
Ziel des Forschungsprojektes war es, unter Einbeziehung internationaler Angebotsformen und neuer technischer Möglichkeiten (digitales TV) aktuelle wie zukünftige Trends im Grenzbereich von Programm und Werbung zu recherchieren. Hierbei fand eine vergleichende Analyse zwischen der Situation in Frankreich, Großbritannien und den USA statt. In einem zweiten Schritt wurde aus juristischer Sicht eine Bewertung der erfassten Programm- und Werbeformen vorgenommen, indem auf der Folie der gültigen rechtlichen Vorgaben die Auswirkungen auf das Rundfunkrecht und die Programmkontrolle beschrieben wurden. Die Ergebnisse des Projektes gingen mit den Themenbereichen "Virtuelle Werbung", "Titelsponsoring" und "Schleichwerbung" in die Beratungen zum 4. Rundfunkänderungsstaatsvertrag ein.
Publikation:
Volpers, Helmut; Dirk Herkströter und Detlef Schnier:
Die Trennung von Werbung und Programm im Fernsehen,
Programmliche und werbliche Entwicklungen im digitalen Zeitalter und ihre Rechtsfolgen, Opladen 1998,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 25
Die Projektskizze können Sie downloaden (18,4 KB, Format WinWord 2.0/EXE).

Medienpädagogischer Atlas Nordrhein-Westfalen
Karl Wachtel, Adolf-Grimme-Institut, Marl; Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Bielefeld
Projektlaufzeit: Januar 1996 bis Juni 1997
Der Medienpädagogische Atlas bietet Information über relevante Institutionen und Angebote der Medienpädagogik in Nordrhein-Westfalen. Neben Angaben zu Adressen, Trägerschaft, Multiplikatoren, Kontaktpersonen und genereller Zielrichtung der jeweiligen Institution werden zudem Informationen zu Arbeitsformen, technischer und personeller Infrastruktur, spezifischen Adressatenkreisen und Kooperationsmodellen zusammengetragen, mit dem Ziel einen strukturierten und umfassenden Überblick über die Akteure und Aktivitäten im Bereich der Medienpädagogik zu gewährleisten. Zusätzlich zu der Printversion sind die Angaben des Medienpädagogischen Atlas in einer Datenbank aufbereitet und können hier abgerufen werden.
Publikation:
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 24
Die Angaben des Medienpädagogischen Atlas sind in einer Datenbank aufbereitet und können hier abgerufen werden.

Expertise "Lokalfunk NRW": Analyse von Forschungsergebnissen
Prof. Dr. Ulrich Pätzold, Universität Dortmund, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: August 1998 bis Dezember 1998
Die Expertise liefert eine Bestandsaufnahme der bisherigen Forschungen zum Thema lokaler Hörfunk in NRW im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW. In einem weiteren Schritt wurde schließlich der künftige Forschungsbedarfs in diesem Bereich ermittelt.
1997
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Eurofiction
Prof. Dr. Christian W. Thomsen, Universität Siegen
Projektlaufzeit: März 1996 bis Juni 19997
Im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes "Eurofiction" wird in Italien, Frankreich, Spanien, England sowie Deutschland eine vollständige Datenerhebung und inhaltsanalytische Auswertung aller nationalen fiktionalen Fernsehproduktionen durchgeführt. Die Untersuchung ist als Längsschnittstudie angelegt, so dass die kontinuierlich erhobenen Daten sowohl einen Vergleich der zeitlichen Entwicklung in den einzelnen Ländern als auch einen direkten Vergleich zwischen den Ländern ermöglicht.
Publikation:
Hallenberger, Gerd:
Fiktionale Fernsehproduktionen in Deutschland,
Ergebnisse der Eurofiction-Studie 1997,
In: Media Perspektiven 9/1998, S. 463-471

Affektfernsehen: Analyse von Sendungen, in denen einzelne Menschen bzw. Einzelschicksale im Mittelpunkt stehen
Prof. Dr. M. Gary Bente, Universität Köln, Psychologisches Institut;
Dr. Paul Burian, Universität Köln, Abteilung ausländisches und internationales Strafrecht
Projektlaufzeit: Januar 1995 bis Dezember 1996
Unter Einbeziehung psychologischer und juristischer Gesichtspunkte sollte in diesem Projekt geklärt werden, welche spezifischen Charakteristika dem insgesamt heterogenen Genre "Affektfernsehen" (mit seinen Elementen "Affekt-Talks", "Beziehungsshows", "Spielshows", "Konfro-Talks" und "Suchsendungen") zu eigen sind, welche Inszenierungsmuster und Kommunikationsstrategien vorherrschen und wie die Sendungen des Genres "Affektfernsehen" auf die Zuschauer sowie auf die an den Sendungen teilnehmenden Gäste wirken.
Publikation:
Bente, Gary und Bettina Fromm:
Affektfernsehen:
Motive, Angebotsweisen und Wirkung,
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 23

Expertise "Einhaltung der gesetzlichen Standards in Lokalfunkprogrammen"
Prof. Dr. Ulrich Pätzold, Universität Dortmund, Institut für Journalistik;
Prof. Dr. Udo Branahl, Deutsches Institut für publizistische Bildungsarbeit, Journalisten-Zentrum, Hagen;
Projektlaufzeit: Dezember 1995 bis Juli 1996
Im Rahmen einer rechtswissenschaftliche Untersuchung wurden die rechtlichen Voraussetzungen der Programmaufsicht der LFM und die theoretische Ausdeutung und Konkretisierung der Rechtsbegriffe des Landesmediengesetzes Nordrhein-Westfalen insbesondere in Hinblick auf die Programmanforderungen an den lokalen Hörfunk analysiert. In der Expertise wird in einem sozialwissenschaftlichen Teil zudem der Frage nach adäquaten wissenschaftlichen Instrumenten zur Ermittlung von Programmqualität im lokalen Hörfunk nachgegangen. Zudem konnten die erforderlichen Maßnahmen der LFM zur Erzielung einer Qualitätsverbesserung evaluiert werden.
Publikation:
Pätzold, Ulrich:
Einhaltung gesetzlicher Standards in nordrhein-westfälischen Lokalfunkprogrammen,
Düsseldorf 1997,
LfR-Materialien 18

Präsentationsweisen der Information in Nachrichten- und politischen Informationssendungen
Prof. Dr. Heribert Schatz, Prof. Dr. Frank Marcinkowski, Dr. Thomas Bruns, Universität Gesamthochschule Duisburg, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e.V.
Projektlaufzeit: Dezember 1993 bis April 1996
Ziel der Studie war die Untersuchung des Strukturwandels fernsehspezifischer Politikvermittlung in den Jahren 1986-1994. Auf der Basis einer quantitativen Inhaltsanalyse von Nachrichten- und Informationssendungen im Hinblick auf Vielfalt, Emotionalisierung, Gewalt, Unterhaltsamkeit und Präsentation sowie einer qualitative Analyse von Sender- und Sendungsprofilen konnten in der Längsschnitt-Studie die Veränderungen der Politikvermittlung in Nachrichten und politischen Informationssendungen ermittelt werden.
Publikation:
Bruns, Thomas und Frank Marcinkowski:
Politische Information im Fernsehen,
Eine Längsschnitt-Studie zur Veränderung der Politikvermittlung in Nachrichten und politischen Informationssendungen,
Opladen 1997,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 22
1996
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Chancen und Risiken von lokalem Fernsehen in NRW
Thomas Pintzke, Rinke Treuhand GmbH, Wuppertal
Projektlaufzeit: März 1995 bis Juli 1995
In der Studie wurden die wirtschaftlichen Realisierungsmöglichkeiten des lokalen Fernsehens in Nordrhein-Westfalen anhand von vier Fallstudien in den Städten Aachen, Bielefeld, Dortmund und Köln untersucht. Neben der Analyse des Werbepotentials und seiner Ausschöpfung werden Prognosen für die Kosten des Lokalfernsehen und der Umsatzpotentiale nach Fallstudiengebieten und Programmtypen gemacht. Unter der Voraussetzung, dass ein lokaler Sender sich ausschließlich aus dem Verkauf von Werbezeiten finanzieren soll, sieht der Autor lediglich für die Stadt Köln ein Lokal-TV als wirtschaftlich tragfähig an.
Publikation:
Pintzke, Thomas:
Chancen und Risiken lokalen Fernsehens in Nordrhein-Westfalen,
Fallstudien in den Städten Aachen, Bielefeld, Dortmund und Köln,
Opladen 1996,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 21

Untersuchung der Problemlagen und zusätzlichen Erziehungsanforderungen in verschiedenen Familientypen infolge des veränderten Fernsehprogrammangebotes
Prof. Dr. Bettina Hurrelmann, Michael Hammer, Klaus Stelberg, Universität Köln, Arbeitsstelle für Leseforschung und Kinder- und Jugendmedien (ALEKI)
Projektlaufzeit: November 1992 bis Juli 1995
Die Studie beschreibt den Fernsehalltag von Eltern und Kindern in verschiedenen Familienformen und geht der Frage nach, welche pädagogischen Probleme sich ergeben und wie man die Bereitschaft der Familie zu einer aktiven Medienerziehung unterstützen kann. In der Untersuchung wurden die Ursachen, die sozialen Verteilung der Problemlagen und die zusätzlichen Erziehungsanforderungen in Familien in Folge des veränderten Fernsehprogrammangebots analysiert sowie Methoden, Konfliktstrategien und Erfolge verschiedener Familienformen beim Umgang mit diesen Problemlagen vorgestellt.
Publikation:
Hurrelmann, Bettina; Michael Hammer und Klaus Stelberg
(Unter Mitarbeit von Claudia Rathmann und Cläre Stauffer):
Familienmitglied Fernsehen,
Fernsehgebrauch und Probleme der Fernseherziehung in verschiedenen Familienformen, Opladen 1996,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 20
1995
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Lokale Programmkompetenz. Forschung zur Unterstützung der Programmqualität
Michael Spohrer, Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK), Nürnberg
Projektlaufzeit: April 1994 bis August 1995
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), der Radio NRW GmbH, dem Verband der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e.V. und des Westdeutschen Rundfunks
Auf der Basis des kommunikationswissenschaftlichen Nutzenansatzes wird die Gratifikationserwartungen an die Programme der nordrhein-westfälischen Lokalradiostationen im Vergleich zu denen des WDR untersucht. Zentrales Ziel dieser Untersuchung war es, gezielte Strategien zur Steigerung der lokalen Programmkompetenz zu entwickeln. Ferner wurden die lokalen, identifikationsstiftenden Programmbestandteile mittels einer Untersuchung der entsprechenden Bedürfnisse und Erwartungen der Hörer und Hörerinnen ermittelt.
Publikation:
Spohrer, Michael und Thomas Bauer:
Lokale Programmkompetenz,
Lokale Orientierung und qualitative Programmerwartungen von Hörern in Nordrhein-Westfalen,
Vergleichende Analyse der Rezeptionsansprüche
von Lokalfunkhörern mit Publika von WDR-Programmen,
Düsseldorf 1995,
LfR-Materialien 8

Organisationsrechtliche Vielfaltsicherung im privaten Rundfunk
Prof. Dr. Friedrich Kübler, Universität Frankfurt/Main, Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht
Projektlaufzeit: April 1995 bis Mai 1995
Gutachten zur Präzisierung des Begriffs der inneren Rundfunkfreiheit; Grundfragen, Möglichkeiten und Modelle organisationsrechtlicher Vielfaltsicherung (Anbietergesellschaft, Programmbeiräte, Zweisäulenmodell).
Publikation:
Kübler, Friedrich:
Organisationsrechtliche Vielfaltsicherung im privaten Rundfunk,
In: Kirche und Rundfunk 47 (1995) Nr. 39, 35 S.

Expertise zur Aktualisierung des Forschungsprojekts "Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen". Integrationsfähigkeit von 15%-Gruppen in kommerziellen Lokalradios in Nordrhein-Westfalen"
Prof. Dr. B. Winfried Lerg, Angela Rieger, Universität Münster, Institut für Publizistik
Projektlaufzeit: August 1994 bis April 1995
Die Untersuchung stellt eine Aktualisierung des Forschungsprojekts "Bürgerfunk in Nordrhein- Westfalen" dar. Dabei wurden Rahmendaten, Struktur (Kooperationsformen zwischen Gruppen, Selbstorganisation) und Organisation der Sendezeit beim Bürgerfunk in den vier Verbreitungsgebieten Bielefeld, Düsseldorf, Duisburg und dem Kreis Wesel analysiert. Zudem wurde eine Themen- und Programmanalyse durchgeführt.
Publikation:
Rieger, Angela:
Bürgerfunk 1994:
LfR-Studie zur Bürgerradio-Landschaft NRW,
Düsseldorf 1995,
LfR-Materialien 10

Expertise "Aktualisierung Werbemärkte"
Forschungsgruppe Medienökonomie und Kommunikationsplanung e.V., Universität Dortmund, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: August 1994 bis März 1995
In der Expertise werden die im Forschungsprojekt "Lokale Werbemärkte" gewonnenen Daten aktualisiert. In diesem Zusammenhang werden die gegenwärtigen Voraussetzungen der wirtschaftlichen Entwicklung des lokalen Hörfunks in NRW unter dem Aspekt der Einnahmemöglichkeit aus Werbung ermittelt. In der Untersuchung findet zudem die Erhebung möglicher Veränderungen der Daten und Verfahrensweisen zur Feststellung des Werbepotentials des lokalen Hörfunks in NRW statt.

Digitales Fernsehen - Marktchancen und ordnungspolitischer Regelungsbedarf
Prof. Dr. Klaus Schrape, Prognos AG, Basel
Projektlaufzeit: Mai 1994 bis Januar 1995
Im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Federführung: BLM
Aufschluss über Verbreitungswege, Angebotsformen und Nutzerkreise des digitalen Fernsehens; Schwerpunkt: ordnungs- und medienpolitischer Regelungsbedarf.
Publikation:
Digitales Fernsehen,
Marktchancen und ordnungspolitischer Regelungsbedarf,
Ein Bericht der Prognos AG im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen (LfR),
München 1995,
BLM-Schriftenreihe, Bd. 30
www.blm.de/inter/de/pub/aktuelles/publikationen/Schriftenreihe.cfm

Muttersprachliche Sendungen. Praxisforschungsprojekt (ISSAB II)
Prof. Dr. Gerd Metzger-Preziger, Dr. Helmuth Schweitzer, Universität Essen, Institut für stadtteilbezogene soziale Arbeit und Beratung (ISSAB)
Projektlaufzeit: April 1992 bis Januar 1995
In der Studie wurden muttersprachlicher Programmaktivitäten in den Verbreitungsgebieten von Radio Essen und Radio Duisburg mit dem Ziel untersucht, die Bedingungen und Strukturen einer dauerhaften Etablierung muttersprachlicher Programmangebote im redaktionellen Programm zu ermitteln und die Schwierigkeiten und Widerständen hierbei aufzudecken. In diesem Zusammenhang wurden die Formen und Inhalte muttersprachlicher Sendungen untersucht und zudem Überlegungen zu Finanzierung, Akzeptanz, wissenschaftliche Begleitung und Betreuung des Prozesses der Integration im Programm angestellt sowie hierzu ein Maßnahmenkatalog entwickelt (Anschlussstudie zum Projekt "Untersuchungen zu Bedingungen und Folgen der Beteiligung von Ausländern und anderen sprachlichen Minderheiten am Offenen Kanal im lokalen Rundfunk" ISSAB I).

Fernsehwerbung und Kinder. Das Werbeangebot in der Bundesrepublik Deutschland und seine Verarbeitung durch Kinder
Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Michael Charlton, Klaus Neumann-Braun, Universität Freiburg/Breisgau, Psychologisches Institut
Projektlaufzeit: Mai 1993 bis Oktober 1994
Auf der Beobachtung basierend, dass Kinder in den vergangenen Jahren zu einer bedeutenden Zielgruppe in der Fernsehwerbung geworden sind, wurde im Rahmen dieses Forschungsprojektes das Angebot von Werbung für Kinder und mit Kindern in privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen und dessen Verarbeitung durch Kinder analysiert. In Teil I der Studie wurden das Programmumfeld, der Umfang sowie die Inhalte der Werbeangebote für und mit Kindern analysiert. Der Untersuchungsteil II befasst sich mit der Rezeption der Fernsehwerbung durch Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren. Neben den Entwicklungsstufen des Kinderwerbeverständnisses wird der Werbekonsum, die Werbekompetenz sowie die Werbeerfahrung in der Familie analysiert. Teil III der Studie enthält eine Untersuchung der Fernsehwerbung aus juristischer Sicht. Schließlich werden Handlungsoptionen zum Jugend- und Verbraucherschutz im Bereich Kinder und Werbung entwickelt.
Publikation:
Charlton, Michael; Klaus Neumann-Braun, Stefan Aufenanger, Wolfgang Hoffmann-Riem u.a.: Fernsehwerbung und Kinder,
Das Werbeangebot in der Bundesrepublik Deutschland und seine Verarbeitung durch Kinder, Band 1: Das Werbeangebot für Kinder im Fernsehen,
Band 2: Die Rezeptionsanalyse und rechtliche Rahmenbedingungen,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 17 und 18

Zur publizistischen Behandlung des Rechtsextremismus in privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehprogrammen
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam (bis 1998: Göttingen)
Projektlaufzeit: Dezember 1992 bis Juli 1994
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Vor dem Hintergrund der Asyldebatte und der Gewalttaten gegen Ausländer wurde der Rechtsextremismus in Deutschland nach 1990 aufs Neue zum Problem. Die Berichterstattung des Fernsehens zu diesem Themenkomplex ist umstritten. Die Studie untersuchte in diesem Zusammenhang den spezifischen Beitrag, den private Fernsehprogramme 1992/93 zur Information der Öffentlichkeit und zur öffentlichen Diskussion des Rechtsextremismus leisteten. Schließlich wurden die Beiträge der privaten Veranstalter zu vergleichbaren Leistungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und der überregionalen Tagespresse in Bezug gesetzt.
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen:
Gewalt von Rechts - (k)ein Fernsehthema?
Zur Fernsehberichterstattung über Rechtsextremismus,
Ausländer und Asyl in Deutschland,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 11

Medienunternehmen und Medienangebote in den Verbreitungsgebieten des Lokalfunks (Folgeprojekt zu: Medienanbieter und Medienangebote)
Prof. Dr. Ulrich Pätzold, Horst Röper, Forum Forschungsgemeinschaft Medien NRW GmbH, Dortmund
Projektlaufzeit: April 1992 bis Juni 1994
Erfolge und Probleme der Lokalradios wurden vielfach diskutiert und erforscht. Dabei stehen naturgemäß die Organisationsform, das Programm, die Akzeptanz, die Finanzierung, die Redaktion, die Bürgernähe, die publizistische Leistung und die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund. Die Studie ergänzt solche medienzentrischen Betrachtungen und geht der Frage nach, wie sich Lokalfunk in die lokale Medienlandschaft eingefügt hat. Sie erörtert vorrangig, welche Auswirkungen gegenüber den traditionellen lokalen Medien zu erkennen sind. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus insbesondere bei der Bestimmung von Substitutions- und Komplementaritätseffekten im Wettbewerb zwischen Tageszeitung und Lokalfunk.
Publikation:
Pätzold, Ulrich und Horst Röper:
Lokale Medien in NRW:
Anbieterstrukturen und Angebotsvielfalt,
Opladen 1995,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 19
1994
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Untersuchungen zu Bedingungen und Folgen der Beteiligung von Ausländern und anderen sprachlichen Minderheiten am Offenen Kanal im lokalen Rundfunk (ISSAB I)
Prof. Dr. Gerd Metzger-Preziger, Dr. Helmuth Schweitzer, Axel Reisch, Heidi Meyer, Universität Essen, Institut für stadtteilbezogene soziale Arbeit und Beratung (ISSAB)
Projektlaufzeit: Juni 1990 bis September 1994
Zentraler Forschungsgegenstand: Ausgangsbedingungen und Folgen einer Beteiligung sprachlich-kultureller Minderheitsgruppen auf verschiedenen Ebenen des Lokalfunks, insbesondere des Bürgerfunks; Analyse der Formen der Beteiligung in den drei Verbreitungsgebieten Duisburg, Bochum und Essen; Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung und Lösungsansätze zur Förderung muttersprachlicher Sendungen im Lokalfunk (s. auch Anschlussstudie "Muttersprachliche Sendungen" ISSAB II)

Kontroverse Themen in der Berichterstattung privater Fernsehprogramme. Vergleichende Analyse der Berichterstattung der privaten Fernsehprogramme RTL plus, SAT 1, Tele 5 und PRO 7 sowie der öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF
Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Projektlaufzeit: September 1991 bis November 1993
"Im Rahmen dieser Untersuchung wird analysiert, in welcher Weise die TV-Anbieter RTL, SAT 1, PRO 7 und TELE 5 12 Abs. 3 Satz 3 LRG NW in ihren Programmen realisieren ("Jedes Vollprogramm soll in der Berichterstattung angemessene Zeit für die Behandlung kontroverser Themen von allgemeiner Bedeutung vorsehen"). Darüber hinaus sollen die Methoden und Ergebnisse dieser Programmanalyse unter dem Gesichtspunkt erörtert werden, inwieweit es möglich ist, unbestimmte Rechtsbegriffe im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung juristisch zu konkretisieren und in inhaltsanalytische Kategoriensysteme umzusetzen. Die Studie berücksichtigt in ihrer Anlage und Umsetzung integrativ juristische und sozialwissenschaftliche Fragestellungen und Ansätze." (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-44/93)
Publikation:
Weiß, Hans-Jürgen und Joachim Trebbe:
Öffentliche Streitfragen in privaten Fernsehprogrammen,
Zur Informationsleistung von RTL, SAT1 und PRO7,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 15

Über den Umgang des Lokalradios in Nordrhein-Westfalen mit dem Thema "Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit"
Dr. Ralph Weiß, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: Januar 1993 bis Juni 1993
Die inhaltsanalytische Studie befasst sich mit dem Thema Gewalt gegen Bürger ausländischer Nationalität in Deutschland. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, was Lokalradios zur öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus beitragen können und wie die neuen lokalen Sender in ihrer publizistischen Arbeit mit dem Thema umgehen. Auf der Basis der Fragestellungen wurden Beiträge von drei Lokalradios in NRW zum Thema Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit einer Programmanalyse unterzogen. Die Autoren kommen in der Studie zu dem Ergebnis, dass die Lokalradios dem Konfliktthema nicht ausweichen, sondern sich intensiv damit auseinandersetzen, indem sie verschiedene Argumentationslinien in pluraler Breite vorstellen.
Publikation:
Weiß, Ralph und Bettina Nebel:
Lokalradio und Rechtsextremismus,
Aufklärung im Hörfunk?,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 12

Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen. Eine Studie zur Integrationsfähigkeit von 15%-Gruppen in kommerziellen Lokalradios in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. B. Winfried Lerg, Angela Rieger, Universität Münster, Institut für Publizistik
Projektlaufzeit: April 1990 bis September 1992
Im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
"Bei dieser Studie geht es um die Frage, ob und inwieweit sich die Beiträge der kulturellen Gruppen in das kommerzielle Programmumfeld integrieren lassen. Die Autoren kommen in diesem Zusammenhang zu einem positiven Ergebnis und konstatieren, dass dem Bürgerfunk eine weitaus stärkere Rolle zugemessen werden muss, etwa was die Bereiche Professionalität und Kreativität betrifft. (...) Die Wissenschaftler kommen nach Auswertung der Interviews zu dem Ergebnis, dass "mit einem raschen Anstieg der Akzeptanz des Bürgerfunks und schon mittelfristig mit einer Vollauslastung der Sendeplätze" gerechnet werden kann. (...)" (Gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr. II-66/93 -neu-) (Anschlussstudie "Aktualisierung Forschungsprojekt und Integrationsfähigkeit 15% -Gruppen..." s. dort)
Publikation:
Lerg, Winfried B.; Angela Rieger und Jan Schenkewitz:
Bürgerfunk in Nordrhein-Westfalen,
15%-Gruppen in kommerziellen Lokalradios,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 10

Funktionsweise des Zwei-Säulen-Modells für lokalen Rundfunk in Nordrhein-Westfalen
Bettina Lendzian, Eckhard Münch, Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Mai 1992
Im Rahmen des Projektes wurde anhand von Umfragen und Dokumenten die komplizierte Zusammenarbeit der auf Programmfragen konzentrierten Veranstaltergemeinschaft (VG) mit der profitorientierten Betriebsgesellschaft (BG), die nach dem nordrhein-westfälischen Rundfunkgesetz keinen Einfluss auf das Programm nehmen darf, untersucht. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass im Zwei-Säulen-Modell ein Ungleichgewicht zu Gunsten der Betriebsgesellschaft und zu Ungunsten der Veranstaltergemeinschaft existiert. Dies lässt sich auf die besseren Rahmenbedingungen der Betriebsgesellschaft zurückführen.
Publikation:
Lendzian, Bettina und Eckhard Münch:
Die Praxis des Zwei-Säulen-Modells,
Untersuchungen aus der Startphase des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1994,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 16
1993
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Expertise "Medienpädagogischer Atlas Nordrhein-Westfalen"
Ulrich Timmermann, Adolf-Grimme-Institut, Marl;
Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Bielefeld
Projektlaufzeit: Dezember 1993 bis April 1994
Entwicklung eines inhaltlichen und methodischen Konzepts sowie Abschätzung des Aufwandes für die Erstellung eines medienpädagogischen Atlasses Nordrhein-Westfalen, der die dort vorhandenen Institutionen mit medienpädagogischen Angeboten erfassen und differenziert dokumentieren soll.

Aktualisierung Kommunikatorstudie (Projekt: "Arbeitsplatz Lokalradio")
Prof. Dr. Günther Rager, Universität Dortmund, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: Dezember 1992 bis September 1993
Auf der Basis der Ergebnisse der Untersuchung "Arbeitsplatz Lokalradio", dass für den Lokalfunk ein ausreichend qualifiziertes Personal nicht zur Verfügung steht und eine mangelhafte Ausstattung an Ressourcen und Personal in den untersuchten Redaktionen konstatiert werde konnte, wurde eine Nachfolgeuntersuchung durchgeführt, um mögliche Veränderungen zu erfassen. In den Verbreitungsgebieten Duisburg, Siegen-Wittgenstein, Hamm und Düsseldorf wurde die Arbeitssituation mit Hilfe von Interviews u.a. mit (Chef-)redakteuren der Sender und mit Vorsitzenden der entsprechenden Veranstaltergemeinschaften analysiert. Hinsichtlich der materiellen Ausstattung der Lokalsender, so ein Ergebnis, ist die Situation durch Stagnation gekennzeichnet. Im Bereich der personellen Ausstattung kam es lediglich zu einer geringfügigen Aufstockung. Die Programmqualität wird aufgrund routinierter redaktioneller Arbeitsabläufe beeinträchtigt.
Publikation:
Rager, Günther und Petra Werner:
Arbeitsplatz Lokalradio,
Journalistinnen und Journalisten im lokalen Hörfunk in Nordrhein-Westfalen,
Ergebnisse der ergänzenden Untersuchung im Projekt,
Bochum 1993

Expertise "Frauen und Lokalfunk"
Claudia Koll, Bettina Pinske, Universität Hamburg, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: Dezember 1992 bis Juni 1993
In der Expertise wird der Forschungsstand zum Thema "Frauen und Lokalfunk" dargestellt. Zudem werden Gründe für die Relevanz des Lokalfunks als Medium für Frauen aufgezeigt und die Möglichkeiten für Frauen, im Lokalfunk Nordrhein-Westfalen zu agieren, evaluiert und schließlich Vorschläge für ein Forschungsdesign erarbeitet.

Kurzgutachten zu den sich aus Art. 21 RFStV ergebenden Voraussetzungen für die Zulassung von SAT 1 zur Veranstaltung und terrestrischen Verbreitung eines landesweiten Fernsehprogramms in Nordrhein- Westfalen
Prof. Dr. Friedrich Kübler, Universität Frankfurt/Main, Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht
Projektlaufzeit: April 1993 bis April 1993
"Den untersuchten Gutachten ist nicht zu entnehmen, dass die Konzentrationsprüfung gemäß _ 21 II und V RVST zur Zulassung von SAT 1 führen muss. Soweit der Sachverhalt die Feststellung rechtfertigt, dass LK (Leo Kirch) auf SAT 1 einen vorherrschenden Einfluss ausübt, der mit dem einer 50%igen Kapital- oder Stimmrechtsbeteiligung (nicht: einer Mehrheitsbeteiligung!) vergleichbar ist, oder dass LK und ASV (Axel Springer Verlag) in einer Weise zusammenwirken, dass sie gemeinsam einen beherrschenden Einfluss auf SAT 1 ausüben können, ist die Zulassung zu versagen." (Funk-Korrespondenz 41 (1993) Nr. 19, S. 35)
Publikation:
Kübler, Friedrich:
Kurzgutachten zu den sich aus Art. 21 RFStV ergebenden Voraussetzungen für die Zulassung von SAT 1 zur Veranstaltung und terrestrischen Verbreitung eines landesweiten Fernsehprogramms in Nordrhein- Westfalen,
In: Funk-Korrespondenz 41 (1993) Nr. 19, S. 35-42

Medienkonzentration in Deutschland. Medienverflechtungen und Branchenvernetzungen
Horst Röper, Prof. Dr. Ulrich Pätzold, FORMATT-Institut, Dortmund
Projektlaufzeit: Januar 1992 bis Januar 1993
Im Auftrag der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), des Europäischen Medieninstitutes Düsseldorf, unter Federführung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM)
Länderstudie zur Medienkonzentration in Deutschland im Rahmen eines Forschungsprogramms des Europäischen Medieninstituts zur Medienkonzentration in Europa; erstmals synoptische Zusammenführung des relevanten Datenmaterials aus den fünf Hauptmedien Tageszeitung, Publikumszeitschrift, Hörfunk, Fernsehen und Film in einer Dokumentation; medienpolitische Empfehlungen zur Medienkonzentration.
Publikation:
Röper, Horst und Ulrich Pätzold:
Medienkonzentration in Deutschland:
Medienverflechtungen und Branchenvernetzungen,
Düsseldorf 1993
(Reihe Mediafact)

Untersuchungen zu Bedingungen und Folgen der Beteiligung von Ausländern und anderen sprachlichen Minderheiten am Offenen Kanal im lokalen Rundfunk (ISSAB I)
Prof. Dr. Gerd Metzger-Preziger, Dr. Helmuth Schweitzer, Axel Reisch, Heidi Meyer, Universität Essen, Institut für stadtteilbezogene soziale Arbeit und Beratung (ISSAB)
Projektlaufzeit: Juni 1990 bis September 1994
Zentraler Forschungsgegenstand: Ausgangsbedingungen und Folgen einer Beteiligung sprachlich-kultureller Minderheitsgruppen auf verschiedenen Ebenen des Lokalfunks, insbesondere des Bürgerfunks; Analyse der Formen der Beteiligung in den drei Verbreitungsgebieten Duisburg, Bochum und Essen; Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung und Lösungsansätze zur Förderung muttersprachlicher Sendungen im Lokalfunk (s. auch Anschlussstudie "Muttersprachliche Sendungen" ISSAB II)

Lokaler Rundfunk im Kontext lokal-politischer Kultur. Die Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Otfried Jarren, Universität Hamburg, Institut für Journalistik
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Juni 1992
Ziel dieser Untersuchung ist die Frage nach den Auswirkungen, die der lokale Hörfunk auf die sogenannte "politische Kultur" in vier ausgewählten Kommunikationsräumen in Nordrhein-Westfalen hatte und hat. Die mit der Einführung der Lokalradios verbundenen Veränderungen in der örtlichen Sozial-, Kommunikations-, Interessen- und Medienstruktur werden in den Verbreitungsgebieten des lokalen Hörfunks Duisburg, Siegen-Wittgenstein, Hamm und Bielefeld empirisch analysiert und bewertet. Konkret wird untersucht, ob der lokale Hörfunk zu einer Verbesserung der lokalen Kommunikation und zu einer Verbesserung der Integration von "Problemgruppen" in die örtliche Gemeinschaft beiträgt, einen Beitrag zur Pluralisierung lokaler Machtstrukturen und zur Verbesserung der sozio-kulturellen Milieus zu leisten vermag und den publizistischen und journalistischen Wettbewerb in den jeweiligen Kommunikationsräumen fördert. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die Einführung des lokalen Rundfunks in Nordrhein-Westfalen für die "kommunale Kommunikation" in allen Gebieten nicht ohne Wirkung ist. Die Auswirkungen selbst sind allerdings von den Rahmenbedingungen abhängig. (...) Die Studie selbst enthält weiterhin eine Journalistenbefragung, eine Zeitungsanalyse sowie Fallstudien zu bestimmten Sonderthemen (u.a. zum Thema Frauen und Lokalfunk). (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/93 -neu-)
Publikation:
Jarren, Otfried u.a.:
Die Einführung des lokalen Hörfunks in Nordrhein-Westfalen,
Elektronische Medien und lokalpolitische Kultur,
Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 8

Konstruktion und Realisierung des nordrhein-westfälischen Lokalfunkmodells
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann-Riem, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: Februar 1990 bis März 1992
"Dieses Projekt beleuchtet aus rechts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive die Entstehungsbedingungen des lokalen Hörfunks in drei ausgewählten Verbreitungsgebieten Coesfeld, Wesel, Köln. In der Studie (...) werden außerdem detaillierte Aussagen zum Rahmenprogramm, zum Bürgerradio sowie zum Lokalprogramm, das von der Veranstaltergemeinschaft verantwortet wird, gemacht. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die Frage, ob und in welcher Weise durch organisatorische Vorkehrungen das Kräfteverhältnis zwischen VG und BG ausgeglichen gestaltet wird. Ausgangspunkt ist die Forderung des Bundesverfassungsgerichts nach "materiellen, organisatorischen und Verfahrungsregelungen" für die tatsächliche Ausgestaltung eines privatwirtschaftlich finanzierten Rundfunkmodells. Diese Regelungen, im LRG NW für das Zwei-Säulen-Modell konkretisiert, sind im Rahmen der Studie analysiert worden. Die Wissenschaftler stellen bei dieser Analyse und nach Auswertung einer Fülle von zusätzlich geführten Interviews fest, dass das Gleichgewicht der Kräfte (VG und BG) faktisch nicht besteht. (...) Der Studie kommt über dieses Ergebnis hinaus eine weitere besondere Rolle zu: Durch die akribisch genaue Auflistung zentraler Daten, Ereignisse und Entwicklungen wird das vorgelegte Manuskript zu einer Chronologie des Lokalfunks in NRW." (Gekürzter Nachdruck aus: LfR Information II-66/ 93 -neu-)
Publikation:
Schröder, Hermann-Dieter und Torsten Sil:
Konstruktion und Realisierung des nordrhein-westfälischen Lokalfunkmodells,
Eine rechts- und sozialwissenschaftliche Untersuchung der Konstituierung des lokalen Hörfunks, Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 7

Das Lokale in Information und Unterhaltung. Vertiefende Analyse typischer Programmstrategien im Lokalfunk
Dr. Ralph Weiß, Werner Rudolph, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg
Projektlaufzeit: August 1990 bis Februar 1992
"Diese Studie (...) geht der Frage nach, was Lokalradios als lokale Medien zur Bildung von Meinungen und Vorstellungen über herausragende kommunale Angelegenheiten beitragen. Das Resultat der Programmanalyse und des Vergleichs der publizistischen Leistungen der untersuchten lokalen Radiostationen und der jeweiligen lokalen Tageszeitungen lautet: Lokalradios können Grundlagen für eine fundierte Meinungsbildung bei den Hörern liefern." (Gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr. II- 66/93 -neu-)
Publikation:
Weiß, Ralph und Werner Rudolph:
Die lokale Welt im Radio,
Information und Unterhaltung im Lokalradio als Beiträge zur kommunalen Kommunikation, Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 9

Wirtschaftsstruktur im lokalen Raum. Untersuchungen zur Erlös-, Kosten- und Finanzierungssituation von Lokalradios
Prof. Dr. G. Gerd Kopper, Arbeitsgemeinschaft für Kommunikationsforschung in NRW Dortmund, c/o Rinke Treuhand GmbH, Wuppertal
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Oktober 1991
"Ziel dieser Studie war, empirische Analysen mit verallgemeinerungsfähigen Daten zu lokalen Werbemarktstrukturen und zur Angebotskonkurrenz lokaler Radioanbieter in NRW zu erhalten. Es ging bei diesem Ansatz darum, die Potentiale der einzelnen Radiostationen hinsichtlich des Werbeaufkommens zu untersuchen. Die Studie (...) hat dabei eine Neubestimmung des zu erwartenden Werbepotentials aufgrund erstmals erhobener empirischer Ausgangsdaten geleistet. Ein Ergebnis ist, dass die Radiostationen noch längst nicht jene Ausschöpfung realisiert haben, die aufgrund der erhobenen Strukturdaten möglich sind. Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die Qualifikation von Marketingmitarbeitern nicht ausreichend ist. Hier bestehen ebenfalls weitere Möglichkeiten der Verbesserung." (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/93 -neu-) (Anschlussstudie: Expertise "Aktualisierung Werbemärkte" s. dort)
Publikation:
Kopper, Gerd G. (Hrsg.):
Lokale Werbemärkte. Empirische Untersuchungen zum Marketing lokaler Radios in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1993,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 5
1992
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Arbeitsplatz Lokalradio. Journalisten im lokalen Hörfunk in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Günther Rager, Arbeitsgemeinschaft für Kommunikationsforschung in NRW, Dortmund
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Oktober 1991
"Bei dieser Untersuchung handelt es sich um eine Kommunikatorstudie über die Arbeitsplatzbedingungen und zu Fragen der Qualifikation der journalistischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Untersuchung enthält kritische Aussagen über die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Auswertung der Ergebnisse wird zudem die materielle, personelle und technische Ausstattung kritisch bewertet. Die Autoren konstatieren Tendenzen, dass die Betriebsgesellschaften ihre Positionen gegenüber den Veranstaltergemeinschaften und den Redaktionen verstärkt ausbauen. Somit bestehe die Gefahr, dass die Betriebsgesellschaft zur dominierenden Kraft im Gefüge des Zwei-Säulen-Modells werde. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II -66/93 -neu-) (Anschlussstudie: "Aktualisierung Kommunikatorstudie" s. dort)
Publikation:
Rager, Günther; Petra Werner und Bernd Weber:
Arbeitsplatz Lokalradio,
Journalisten im lokalen Hörfunk in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 3

Mediennutzung in Nordrhein-Westfalen beim Sendebeginn des lokalen Radios. Ergebnisse und Analysen
Dr. Wolfgang Neuber, Institut für angewandte Sozialwissenschaft Bonn;
Forum Forschungsgemeinschaft Medien NRW GmbH, Dortmund
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis Juli 1991
"Diese Untersuchung hatte zum Ziel, die Mediennutzung in Nordrhein-Westfalen zum Zeitpunkt des Sendebeginns des lokalen Radios zu erforschen. Mit diesem Projekt ist erstmals eine Grundlagenuntersuchung der Mediennutzung landesweit in Nordrhein-Westfalen und zusätzlich in fünf ausgewählten Verbreitungsgebieten (Dortmund, Duisburg, Neuss, Soest, Siegen- Wittgenstein) geleistet worden. Damit liegen Informationen nicht nur über die allgemeine Mediennutzung von verschiedenen Bevölkerungsgruppen vor, sondern auch über die Akzeptanz neuer elektronischer Medienangebote im lokalen Raum. Diese Daten werden in Verbindung gesetzt zu Daten, die den WDR betreffen. (...) In der Untersuchung werden dem neuen Medium in Nordrhein-Westfalen, dem lokalen Radio, gute Chancen im Umfeld der medialen Mitbewerber attestiert." (gekürzter Nachdruck aus: LfR-Information Nr. II-66/93 -neu-). Ergebnisse des Forschungsprojektes "Lokalradio und kommunale Öffentlichkeit. Wechselbeziehungen zwischen lokalem Hörfunk und vorhandenen infrastrukturellen Kommunikationsangeboten" wurden integriert.
Publikation:
Liepelt, Klaus; Wolfgang Neuber und Michael Schenk:
Lokalradio in Nordrhein-Westfalen,
Analysen zur Mediennutzung,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 4

Lokalradio und kommunale Öffentlichkeit. Wechselbeziehungen zwischen lokalem Hörfunk und vorhandenen infrastrukturellen Kommunikationsangeboten
Klaus Niepelt, Dr. Wolfgang Neuber, Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik;
Prof. Dr. Michael Schenk, Forum Forschungsgemeinschaft Medien NRW GmbH, Dortmund
Projektlaufzeit: Januar 1990 bis April 1991
Untersuchung des Wechselverhältnisses zwischen lokaler Öffentlichkeit und Lokalradios in ausgesuchten Verbreitungsgebieten durch Experteninterviews und Recherche infrastruktureller Ausgangsbedingungen vor oder kurz nach Sendebeginn. Die Daten verdeutlichen die z.T. gravierenden strukturellen Unterschiede der fünf Verbreitungsgebiete, wobei unterstellt wird, dass damit auch sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen für die einzelnen Lokalradiosender verbunden sind.
Publikation:
Teilergebnisse veröffentlicht in:
Liepelt, Klaus; Wolfgang Neuber und Michael Schenk:
Lokalradio in Nordrhein-Westfalen,
Analysen zur Mediennutzung,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 4

Medienanbieter und Medienangebote. Vor dem Start des Lokalfunks in Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Ulrich Pätzold, Forum Forschungsgemeinschaft Medien NRW GmbH, Dortmund;
Horst Röper, FORMATT-Institut, Dortmund
Januar 1990 bis Mai 1991
"Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Untersuchung zu den Medienanbietern und den -angeboten (vor allem der lokalen Tageszeitung) und zu den Kapitalstrukturen der Medien in den Verbreitungsgebieten in NRW vor dem Start des lokalen Hörfunks. Im Rahmen der empirischen Arbeit sind neben den Tageszeitungen auch die Anzeigenblätter, die lokalen Wochenblätter, die regionalen Publikumszeitschriften und sogenannten "Kostenlosmagazine" untersucht worden. Zusätzlich erfolgte eine Zuordnung der Printmedien zu den Verbreitungsgebieten des Lokalradios. Ein zentrales Ergebnis ist der Nachweis über Kongruenzen und über Differenzen zwischen den Verbreitungsgebieten der Tageszeitungen und des lokalen Hörfunks. Die Rahmenstrukturen für die lokal bezogene Berichterstattung werden so für beide Medien verdeutlicht. Fragen des publizistischen Wettbewerbs zwischen dem Lokalradio auf der einen und der Tageszeitung auf der anderen Seite sind besonders vor dem Hintergrund relevant, dass die Märkte der Printmedien zum Teil von den Märkten des Lokalfunks abweichen. Die LfR-Medienkarte, ein "visualisiertes" Resultat dieses Projekts, zeigt, dass sich die Lokalfunkredaktionen in der Regel einer oder mehreren (personell stärkeren) Tageszeitungsredaktionen gegenübersehen. Eine Folgerung aus dieser Untersuchung ist, dass die Wettbewerbssituation zwischen Lokalradio und Lokalzeitung jeweils differenziert zu bewerten ist. Diese "Überschneidungsproblematik" ist zum ersten Mal für ein Bundesland nachgewiesen worden. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-66/ 93 -neu-) (Folgeprojekt "Medienanbieter und Medienangebote in den Verbreitungsgebieten des Lokalfunks" s. dort)
Publikation:
Pätzold, Ulrich und Horst Röper:
Medienanbieter und Medienangebote,
Vor dem Start des Lokalfunks in Nordrhein-Westfalen,
Opladen 1992,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 2
1991
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Produktionsquoten privater Fernsehprogramme in der Bundesrepublik Deutschland
Dr. Walter Demski, Prof. Dr. Helmut Volpers, Prof. Dr. Hans-Jürgen Weiß, GöfaK Medienforschung GmbH, Potsdam
Projektlaufzeit: Mai 1990 bis April 1991
"Das Landesrundfunkgesetz NW verpflichtete die LFM bis zur Gesetzesnovellierung 1992 dazu, sich regelmäßig einen Überblick über die Produktionsquoten der privaten Fernsehprogramme zu verschaffen Hintergrund war es das Ziel dieser Analyse, zu untersuchen, inwieweit die privaten Fernsehsender RTL, SAT 1, PRO 7 und TELE 5 den gesetzlichen Anforderungen des § 12 Abs. 6 LRG NW nachkommen. § 12 Abs. 6 LRG NW schreibt vor, dass der überwiegende Anteil der Fernsehvollprogramme aus Eigen-, Auftrags- oder Gemeinschaftsproduktionen sowie aus Produktionen aus dem deutschsprachigen und europäischen Raum bestehen soll. Aus Vergleichsgründen wurden parallel hierzu auch die Fernsehprogramme der öffentlich-rechtlichen Anbieter ARD und ZDF ausgewertet. (...)" (gekürzter Nachdruck aus: LfR Information Nr. II-44/93)
Publikation:
Produktionsquoten privater Fernsehprogramme,
Eine Programmanalyse im Frühjahr 1990,
Düsseldorf 1991,
LfR-Schriftenreihe Medienforschung, Bd. 1
