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LfM startet Bürger-Infotelefon zur Abschaltung der analogen Satellitenübertragung

Noch bis zum 30. April 2012 haben die Bürgerinnen und Bürger Zeit, ihren Satellitenempfang mit digitaler Technik auszustatten. Wenn das versäumt wird, bleibt künftig der Bildschirm schwarz. Wer Fragen hat zur Abschaltung der analogen Satellitenübertragung, der kann sich an das neue Bürger-Infotelefon der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) wenden. Unter 0211 / 98700106 stehen ab dem 1. September Experten für die Fragen der Verbraucher zur Verfügung.

„Mit dem neuen Service helfen wir bei allen Fragen zur Umstellung,“ sagt LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier. „Die wichtigste Empfehlung ist: Kümmern Sie sich jetzt schon darum, ob ihr Fernseher und ihre Satellitenanlage fit sind für den digitalen Empfang. Handel und Handwerk sind zwar auf eine große Nachfrage eingestellt, aber wenn der Stichtag im nächsten Frühjahr näher rückt, könnte es zu Engpässen kommen.“

LfM-Bürger-Infotelefon zur Abschaltung der analogen Satellitenübertragung

0211 / 98 700 106

  • Vom 1. September 2011 bis 1. Mai 2012
  • Montag bis Freitag (außer an bundesweiten Feiertagen) von 9:00 bis 18:00 Uhr

Der TV-Satellitenempfang wird digital - Tipps für den Umstieg

Wer in Deutschland Fernsehprogramme über eine analoge Satellitenanlage empfängt, muss sich bald umstellen: Spätestens zum 30. April 2012 werden alle Veranstalter von TV-Programmen ihre Angebote via Satellit nur noch digital ausstrahlen. Dies gilt sowohl für die öffentlich-rechtlichen TV-Programme als auch für die der Mediengruppe RTL Deutschland (RTL, RTL 2, Super RTL, VOX, n-tv) sowie der ProSiebenSat.1 Media AG (Sat.1, ProSieben, Kabel eins, sixx). Andere Programmanbieter könnten die analoge Ausstrahlung auch noch deutlich vor dem genannten Datum beenden. Deshalb sollten sich Haushalte mit einem analogen Satellitenanschluss spätestens bis zum 30. April 2012 für eine Digitalisierung ihrer TV-Satellitentechnik entscheiden. Die o. g. bisher frei empfangbaren Programme werden auch künftig unverschlüsselt via Satellit empfangbar sein. Möglich ist auch der Umstieg auf eine andere Empfangsart, und zwar per Kabel, Antenne oder Internet.

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Wer genau ist betroffen?

Mehr als drei Viertel aller deutschen Haushalte mit Satellitenanschluss besitzen bereits einen digitalen Zugang und müssen nichts ändern. Betroffen sind also nur diejenigen, die nur über eine Satellitenschüssel mit einem analog ausgelegten Empfangskopf und Verteilweg verfügen. Dies gilt in Nordrhein-Westfalen für etwa 350.000 Haushalte (Stand Januar 2012). Wer sich nicht sicher ist, ob seine Satellitenempfangsanlage analog oder digital arbeitet, kann dies ganz leicht herausfinden: TV-Programme wie Das Erste, ZDF, RTL, Sat.1 und ProSieben bieten auf der Videotextseite 198 einen entsprechenden Service. Nur wer dort auf seinem TV-Bildschirm den Hinweis findet, dass sein analoges Angebot am 30. April 2012 abgeschaltet wird, ist zum Handeln gezwungen. In diesem Fall empfiehlt es sich, den Receiver und ggf. die Satellitenanlage umzurüsten oder sich für einen anderen TV-Empfangsweg zu entscheiden.

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Wie funktioniert die digitale Umrüstung?

Wer seine analoge Satellitenempfangstechnik umrüsten möchte, braucht die Satellitenschüssel (Parabolantenne) weder zu tauschen noch neu auszurichten. Allerdings ist ein digitaltauglicher Empfangskopf erforderlich, der im Brennpunkt der Schüssel montiert ist. Dieser sogenannte LNB (Low Noise Block Converter) muss digitale Signale verarbeiten können, was nur bei einem digitaltauglichen Universal-LNB der Fall ist. Da das herkömmliche analoge Fernsehgerät nicht in der Lage ist, digitale Impulse in TV-Bilder umzuwandeln, muss auch bei den Empfangsgeräten in der Wohnung umgerüstet werden. Der analoge Satellitenreceiver wird deshalb gegen einen digitalen ausgetauscht. Dieser Digitalreceiver „übersetzt“ digitale Signale so, dass sie vom herkömmlichen Bildschirm abgebildet werden können. In neueren TV-Geräten ist ein entsprechendes Modul für digitalen Satellitenempfang oft bereits integriert.

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Welche Alternative zur Digitalisierung der Satellitenanlage gibt es?

Wer seine analoge Satellitenanlage nicht umrüsten möchte, der kann auf andere Empfangswege umsteigen. In vielen Gebieten sind Kabelnetz-Anschlüsse möglich, die auch weiterhin noch analoge Signale liefern werden, also keinen Receiver erfordern. Auch die Kabelnetzanbieter versuchen allerdings zurzeit verstärkt, ihre Kunden zum Umstieg auf digitale Anschlüsse zu motivieren. Ein Vorteil von Kabelanschlüssen ist, dass über sie oftmals auch Telefon- und Internetanschlüsse möglich sind. Allerdings werden für TV-Kabelanschlüsse monatlich Gebühren fällig. In vielen Fällen stehen digitale private Programme nur verschlüsselt zur Verfügung.

Weitere Alternativen zum digitalen Satelliten-TV sind der Fernsehempfang via Antenne oder Internet. Für das per Antenne zu empfangene digitale terrestrische Fernsehen (DVB-T) werden bundesweit ohne Zusatzentgelt zahlreiche öffentlich-rechtliche Programme ausgestrahlt. In einigen Ballungsräumen (Rheinland, Ruhrgebiet) kommen auch Kanäle privater Veranstalter hinzu. Das konkrete Angebot für einzelne Regionen kann hier online abgerufen werden. Zum Empfang werden in der Regel nur eine Antenne sowie ein spezieller Receiver benötigt.

Wer seinen Fernseher an das Internet anschließt, kann TV-Programme auch über den Standard IPTV (Fernsehen über Internet-Protokoll) sehen. Voraussetzung ist ein entsprechender Anschluss und Vertrag mit einem IPTV-Anbieter (z.B. T-Home oder Vodafone).  

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Was sind die Vorteile des digitalen Fernsehens?

Die Digitalisierung der Bild- und Tonsignale macht es möglich, mehr TV-Programme zu übertragen – und dies sogar in höherer Qualität. Hinzu kommen Zusatzangebote wie zum Beispiel Fernsehkanäle in hochauflösender Bildqualität (High Definition Television, HDTV und z. T. schon einzelne Angebote in 3D) oder programmbegleitende Informationen, die über eine Menüsteuerung abgerufen werden können (Electronic Programm Guide, EPG). Darüber hinaus lassen sich digital ausgestrahlte TV-Programme in hoher Qualität auf Festplattenrecordern oder anderen Speichermedien (externe Festplatten, DVD etc.) aufzeichnen, sofern die Rechtesituation (Digital Rights Management, DRM) dies zulässt, und im Heimnetzwerk einbinden. Darüber hinaus können mit internetfähigen Fernsehgeräten auch hybride Angebote (z. B. HbbTV), wie Zusatzinformationen und Archive und ggf. kostenpflichtige Videoabrufe genutzt werden.

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Was ist bei der Anschaffung eines digitalen Satelliten-Empfängers zu beachten?

Voraussetzung für den digitalen Satellitenempfang ist ein geeigneter Receiver, der entweder zwischen TV-Gerät und Satellitenanschluss positioniert werden muss oder aber – wie bei vielen neueren Produkten – bereits in das Fernsehgerät integriert ist. Um auch ältere TV-Geräte an einen digitalen Receiver anschließen zu können, ist es wichtig, dass der Receiver über einen Ausgang für ein SCART-Kabel verfügt.

Für den Empfang von Programmen in HDTV-Qualität sind Röhrenfernseher nicht geeignet. Hochaufgelöste TV-Bilder setzen einen dafür geeigneten Bildschirm voraus, und zwar entweder mit einem bereits eingebauten Tuner oder in Kombination mit einem externen HD-tauglichen Satelliten-Receiver. HD-geeignete Fernsehgeräte tragen das Siegel „HD ready“ oder „Full HD", entsprechende Receiver werden durch das Logo „HD TV“ gekennzeichnet. Die HD-Kanäle privatwirtschaftlicher Anbieter sind in der Regel entgeltpflichtig (HD+) und deshalb ebenso verschlüsselt wie Pay-TV-Kanäle. Wer solche Programme empfangen will, benötigt einen Decoder, der auf die jeweiligen Systeme abgestimmt ist. Dies bedeutet, dass der Receiver entweder den Standard HD+ akzeptieren oder über eine CI+-Schnittstelle verfügen muss.

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Wie lassen sich Mehrgeräte-Anlagen umrüsten?

Versorgt eine Satellitenempfangsanlage – zum Beispiel in Mehrfamilienhäusern – mehrere Endgeräte, so muss außer dem LNB auch noch der Multischalter (Multiswitch) ausgetauscht werden. Dabei handelt es sich um eine Art Verteiler. Wenn zu diesem Bauteil vom LNB aus nur zwei Kabel führen, müssen zwei weitere Zuleitungen (für das sogenannte High-Band, 11,8-12,75 GHz) zur Parabolantenne geführt werden. Die bereits bestehenden Kabel zwischen dem Multischalter und den einzelnen Endgeräten können meist auch für den digitalen Signaltransport weiterverwendet werden.

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Was ändert sich beim Radioempfang via Satellit?

Hörfunkprogramme werden – ähnlich wie bislang beim analogen Satellitenempfang – auch digital via Astra übertragen, und zwar in noch größerer Anzahl und in CD-Qualität. Wer möchte, kann also Radiosendungen per Satellit empfangen und gegebenenfalls von seinem Receiver an eine Hi-Fi-Anlage weiterleiten, die einen noch besseren Klang ermöglicht.

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