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Westfalen-Blatt
Westfalen-Blatt Vereinigte Zeitungsverlage GmbH
Sudbrackstr. 14-18
33611 Bielefeld
Tel: 0521-5850
Fax: 0521-585480
wb@westfalen-blatt.de
www.westfalen-blatt.de

Das Westfalen-Blatt in Bielefeld verfügt über viele Wurzeln und ist bis heute nicht so ganz zusammengewachsen. Nur ein Teil der Ausgaben erscheint in der Westfalen-Blatt Vereinigte Zeitungsverlage GmbH. Der Haupttitel geht zurück auf die von den Briten lizenzierte Westfalen-Zeitung, die als konservative Zeitung bereits im März 1946 erschien. 1950 brachte der Verleger Busse das 1949 wieder aufgelegte Herforder Kreisblatt in die junge Zeitungsgruppe ein. Das Kreisblatt erscheint auch heute noch im Verlag Herforder Kreisblatt Busse GmbH & Co KG. Alle Leitungsfunktionen sind allerdings übergegangen auf den Bielefelder Verlag. Ähnlich verhält es sich mit den Ausgaben in den Kreisen Paderborn und Höxter, die unter dem Titel oder Untertitel Westfälisches Volksblatt in der Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn GmbH erscheinen. Der Titel hat gleichfalls eine lange Geschichte.

Die alten Titel stellen heute den Kern dar. Allein die Ausgaben des Westfälischen Volksblatts bringen heute mehr als die Hälfte in die Gesamtauflage von gut 120.000 Exemplaren ein. Die einst flächendeckend in Ostwestfalen verbreitete Titelallianz hat eine Reihe von Lokalausgaben aufgegeben. 1993 waren es nach verlagseigener Zählung noch 31 Ausgaben. Die Ausgabe Minden wurde im August 2003 aufgegeben, kurz nachdem mit einem neuen Titel ein Neustart versucht worden war. Gewichtiger war der Ende 2003 folgende Einschnitt, als sich der Verlag fast vollständig aus dem Kreis Lippe zurückzog und dort fünf Lokalredaktionen schloss. Deren Marktstellung war allerdings stets schwach gewesen.

Auch heute gilt das noch für einen Teil der Ausgaben. Selbst am Verlagssitz in Bielefeld hat das Westfalen-Blatt nur einen Markanteil von unter 20 Prozent. Die für den Erfolg im Anzeigenmarkt so wichtige Marktführerschaft hat das Blatt außer in den Kreisen Höxter und Paderborn von einzelnen Randgemeinden abgesehen nur in der Stadt Herford. Die Konkurrenz von der >Neuen Westfälischen erscheint vielerorts übermächtig. Das Westfalen-Blatt arbeitet in diesem Wettbewerb mit nicht nur für Nordrhein-Westfalen äußerst kleinräumig zugeschnittenen Lokalteilen. So werden beispielsweise im Altkreis Halle für fünf Gemeinden jeweils unterschiedliche Lokalteile kombiniert, wobei ein Teil der Seiten jeweils identisch ist. Bei Auflagen von z. T. unter 1.000 Exemplaren ist das ein sehr ambitioniertes Vorgehen. In den nördlichen Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke werden sogar die Zeitungstitel bei kleinen Auflagen ausgetauscht: Rahdener Zeitung (2.600 Exemplare); Stemweder Zeitung (1.600); Espelkamper Zeitung (2.000). Selbst in Bielefeld werden zwei unterschiedliche Lokalteile verbreitet. Nur in Ausnahmen begnügt sich der Verlag damit, ausschließlich die Reihenfolge der Lokalseiten an das jeweilige Verbreitungsgebiet anzupassen (Enger und Spenge).

Die wirtschaftliche Lage hat in den letzten Jahren eine Reduktion der einst vielfältigen Aktivitäten erfordert. Die rasch entwickelte Firma teuto-tele, ein Zulieferer von Fernsehbeiträgen vor allem für private Sender, wurde verkauft. Beteiligungen an Betriebsgesellschaften des Lokalfunks wurden entweder trotz bestehender Möglichkeiten nicht übernommen oder später wieder abgegeben. Der harte Wettbewerb, der u. a. bis vor wenigen Jahren auch noch mit eigenen Zustellern betrieben wurde, forderte Tribut. 2004 verkaufte die Verlegerfamilie Busse einen Anteil von rund 15 Prozent an den Springer-Konzern. Dieser Anteil wurde später an die Ippen-Gruppe (>Westfälischer Anzeiger) weitergereicht.

Im Sommer 2011 stieg der Verlag Aschendorff aus Münster ( >Westfälische Nachrichten) mit 24,9 Prozent bei der C.W. Busse Holding GmbH ein. Damit sind nun gleich zwei Verlagsgruppen aus der westfälischen Nachbarschaft bei der Bielefelder Verlagsgruppe engagiert – eine für die Verlagsbranche ungewöhnliche Konstellation.

Neben den Tageszeitungen bilden Anzeigenblätter eine zweite Säule der Verlagsgruppe. Dizahlreichen, teilweise hochauflagigenTitel  erscheinen in der Tochterfirma >Panorama-Verlag. Dabei profitiert Panorama auch davon, dass Strategien des Konkurrenten >Neue Westfälische für eigene Anzeigenblätter mehrfach scheiterten. Auch weil das Westfalen-Blatt mit den anderen Verlagen konkurrierte, fehlen dem Verlag Kooperationspartner.

Lokalausgaben des Westfalen-Blatts:

Lokalausgaben des Westfalen-Blatts:
Westfalen-Blatt, Bielefeld
Westfälisches Volksblatt, Paderborn
Westfälisches Volksblatt, Delbrück
Westfälisches Volksblatt, Büren
Schlänger Zeitung
Westfalen-Blatt, Höxter
Westfalen-Blatt, Brakel
Westfalen-Blatt, Warburg
Herforder Kreisblatt
Engerscher Anzeiger/Spenger Nachrichten
Bünder Zeitung
Löhner Zeitung
Westfalen-Blatt, Bad Oeynhausen
Vlothoer Zeitung
Lübbecker Kreiszeitung
Espelkamper Zeitung
Stemweder Zeitung
Rahdener Zeitung
Westfalen-Blatt, Gütersloh
Westfalen-Blatt, Schloss Holte
Verler Zeitung
Westfalen-Blatt, Versmold
Westfalen-Blatt, Halle
Westfalen-Blatt, Borgholzhausen
Westfalen-Blatt, Werther
Westfalen-Blatt, Steinhagen
gesamt

9.100
24.200
7.600
12.000
1.400
7.000
9.100
6.800
8.100
3.000
2.100
1.300
2.400
3.600
2.900
2.000
1.600
2.600
2.900
2.100
1.700
900
1.400
500
1.400
2.200
121.900

Stand Auflagenzahlen: 1. Quartal 2010 (ivw)
v1.3/0711



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