Pressemitteilung | 29.08.2014

Erste öffentliche Sitzung der LfM-Medienkommission

DVB-T: ProSiebenSat.1 Media AG und RTL; Bewerbungsverfahren Medienkommission; DAB+

Premiere in der LfM: Die monatlich stattfindende Sitzung der LfM-Medienkommission wurde am 29. August erstmals öffentlich abgehalten – nach dem im Juli in Kraft getretenen neuen Landesmediengesetz werden Sitzungen des Gremiums von nun an stets der Öffentlichkeit zugänglich sein. Bei vielen Beratungen und Entscheidungen können Bürgerinnen und Bürger zugegen sein. Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der Medienkommission, begrüßte die neue Regelung: „Die Arbeit der Medienaufsicht wird damit für Interessierte besser erkennbar.“


DVB-T: Gespräche mit Vertretern der ProSiebenSat.1 Media AG und von RTL

Im digitalen Antennenfernsehen in NRW (DVB-T) muss nach dem Verzicht von CNN (Turner Broadcasting Systems) entschieden werden, wer die freigewordene Übertragungskapazität bekommt. Die ProSiebenSat.1 Media AG (für das Programm „MAXX“) und die RTL Television GmbH (für „RTL NITRO“) hatten sich darauf beworben. Die Mitglieder der Kommission haben heute Gespräche mit Sendervertretern geführt (Florian Wissel und René Carl von ProSieben und Dr. Tobias Schmid und Oliver Schablitzki für RTL). Die Entscheidung, wer den DVB-T-Platz erhält, wird die Kommission im Herbst treffen. 

DAB+-Pilotprojekt in NRW: Medienkommission verlängert Frequenznutzung für Hörfunkprogramme

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat außerdem die Nutzungserlaubnis für bestehende DAB+-Frequenzen für drei Hörfunkprogramme verlängert. Somit bleiben die Programme „domradio“ (Veranstalter: Erzdiözese Köln e. V.) und „Radio Impala“ (Veranstalter: Pleximedia GmbH) im Rahmen des laufenden Pilotprojekts weiterhin empfangbar. Die Verlängerungen gelten bis zum Ende des Projekts am 31. Dezember 2015. Des Weiteren behält die MEGA Radio Bayern GmbH die Möglichkeit zur Verbreitung des Programms „MEGA RADIO“.

Bewerbung für zusätzlichen Sitz in der Medienkommission der LfM: Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bewerben

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat das Bewerbungsverfahren für den zusätzlichen Sitz in dem Gremium eröffnet. Für das Mandat als Mitglied oder als stellvertretendes Mitglied können sich demnach ab sofort medienpolitisch interessierte Bürgerinnen und Bürger bewerben. Mit diesem Beschluss von heute (29. August 2014) setzt die Medienkommission die im Juli 2014 in Kraft getretene Änderung des Landesmediengesetzes (LMG NRW) um, das die Zusammensetzung des Gremiums in der kommenden Amtsperiode (ab März 2015) neu regelt.

Bewerbungen können bis zum 31. Oktober 2014 (Ausschlussfrist) bei der Medienkommission der LfM eingereicht werden. Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sind in einer Bekanntmachung aufgeführt.


Die Medienkommission ist neben dem Direktor das Beschluss-Organ der LfM. Sie setzt sich im Wesentlichen aus Vertretern gesellschaftlich relevanter Gruppen und Verbände zusammen. Sie tagt öffentlich und entscheidet für die Allgemeinheit u.a. über Zulassungen von Rundfunkveranstaltern und über Projekte der LfM. Die Arbeit in der Medienkommission ist ehrenamtlich. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Zurzeit besteht die Kommission aus 28 Mitgliedern (plus Stellvertreter). Ihr Vorsitzender ist Prof. Dr. Werner Schwaderlapp.

Für die Amtszeit ab März 2015 wird die Anzahl auf 41 Mitglieder (plus Stellvertreter) erhöht. Ein Mitglied kann dabei nun die Medienkommission selbst bestimmen. Damit soll auch denjenigen Interessenten die Möglichkeit eröffnet werden, in der Kommission als Mitglied mitzuwirken, die nicht in einem Verband organisiert sind.