Pressemitteilung | 29.01.2014

Regionale Fensterprogramme von SAT.1 und RTL: Publizistische Qualität in NRW gestiegen

ALM veröffentlicht neue Studie

Nach dem neuen Jahresbericht zur Analyse der Regionalberichterstattung 2013 ist in den Programmen von SAT.1 und RTL die publizistische Qualität dieser Formate in Nordrhein-Westfalen, aber auch bundesweit deutlich gestiegen. Der Umfang der Politikberichterstattung sei seit 2005 noch nie so hoch gewesen, lautet ein wesentliches Ergebnis. Regelmäßig untersuchen Wissenschaftler des Instituts für Medienforschung Göttingen und Köln (IM.GÖ) unter Leitung von Prof. Dr. Helmut Volpers im Auftrag der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) die landesweiten Fensterprogramme. In NRW sind dies „17:30 Sat.1“ und „RTL WEST“. 


Die Forscher bescheinigen den Angeboten sowohl die formelle als auch die inhaltliche Einhaltung der so genannten Fernsehfensterrichtlinie. Diese Vereinbarung aller Landesmedienanstalten definiert die Kriterien wie Dauer der Sendungen, redaktionelle Unabhängigkeit oder Themenvielfalt. Die Wissenschaftler hoben jedoch besonders die gestiegene inhaltliche Seriosität der Formate hervor. So sei die Berichterstattung zu den Ereignissen des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens in den nordrhein-westfälischen und den anderen Regionalprogrammen der beiden Sendergruppen erkennbar stärker auf politische Inhalte als auf Unterhaltungs- bzw. Boulevard-Themen gerichtet.


Diese positiven Bewertungen unterstrich auch Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Er sagte, nicht nur der öffentlich-rechtliche Rundfunk betreibe seriöse Regionalberichterstattung: „Die Privatsender leisten mit den Regionalprogrammen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Meinungsvielfalt. Sie erfüllen seit Jahren zuverlässig ihren gesetzlichen Auftrag und bieten ihren Zuschauern relevante und gut recherchierte regionale Inhalte aus ganz NRW – und das unter dem Druck privatwirtschaftlicher Produktionsbedingungen.“ Damit ergänzten sie auch sehr gut Angebote des öffentlich-rechtlichen Fernsehens. 


Auch die ZAK hatte in der vergangenen Woche begrüßt, dass sämtliche Regionalmagazine innerhalb ihres Sendegebiets eine vielfältige Berichterstattung über das aktuelle Geschehen geleistet hätten. Die zentralen Ergebnisse der Studie werden im Programmbericht 2013 der Medienanstalten veröffentlicht, der im März 2014 erscheinen wird.