Pressemitteilung | 28.03.2014

Vorsitzende Dr. Frauke Gerlach scheidet aus der LfM-Medienkommission aus

Die langjährige Vorsitzende der Medienkommission, Dr. Frauke Gerlach, hat ihr Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt und scheidet damit vorzeitig aus dem Gremium der Landesanstalt für Medien NRW aus. Gleichzeitig legt sie ihre Ämter im Aufsichtsrat der Film- und Medienstiftung NRW und im Aufsichtsrat des Grimme-Instituts sowie im Verein des Kuratoriums Médaille Charlemagne pour les Médias Européens nieder. Am 1. Mai 2014 wird sie neue Direktorin des Grimme Instituts in Marl. Ihr Ausscheiden aus dem Aufsichtsgremium der LfM, dem sie 13 Jahre lang angehörte, stelle für sie eine Zäsur dar, sagte Gerlach anlässlich ihrer Amtsniederlegung: „Die Arbeit in der Medienkommission hat mir all die Jahre viel bedeutet. Zur Zukunft der Medienregulierung gehören gesellschaftliche Debatten, auch  über Inhalte und Qualität der Angebote. Die Gremien sind gefordert, durch Transparenz und Verantwortung hierfür die Grundlage zu schaffen.“ 


Als sie 2001 Kommissionsmitglied wurde, war die Medienlandschaft noch eine andere. 2005 wählte das Gremium sie zur Vorsitzenden, nachdem der bisherige Vorsitzende Wolfgang Hahn-Cremer sich anderen Aufgaben zuwendete. Mit der zunehmenden Digitalisierung wandelten sich sowohl Verbreitung wie auch Nutzung der Medien grundlegend und stellten Medienschaffende wie Regulierer vor immer größere Herausforderungen.  Nach ihrer Wiederwahl im Jahre 2008 machte Gerlach die Begleitung dieses Prozesses zum zentralen Thema der Kommissionsarbeit. 

Ende 2010 begann das Gremium mit der Entwicklung eines Leitbildes, das am 30. März 2012 beschlossen wurde und das in knapper Form die Ziele, die Arbeitsweise und das Selbstverständnis der Medienkommission unter den Bedingungen der digitalen Mediengesellschaft enthält. „Mit dem Abschluss des Leitbildprozesses ist es dem Gremium gelungen, einen Beitrag auf dem Weg zu einer modernen Medienaufsicht zu leisten. Auf dieses Arbeitsergebnis können die Mitglieder zu Recht stolz sein“, so Gerlach. „Ich wünsche der Medienkommission für ihre weitere Arbeit alles Gute, vor allem aber viel Erfolg für die bevorstehenden Herausforderungen.“

In ihrer nächsten Sitzung am 11. April 2014 muss die Medienkommission dem vorzeitigen Ausscheiden von Dr. Frauke Gerlach noch formal zustimmen. Gleichzeitig soll dann auch die Nachfolge geregelt werden. 

Über die Medienkommission der LfM:

Die Medienkommission ist neben dem Direktor das erste Organ der LfM. Sie ist ein plural besetztes Aufsichtsgremium und besteht aus 28 ehrenamtlich tätigen Mitgliedern, von denen sieben durch den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt und 21 von gesellschaftlich relevanten Gruppen entsandt werden. Gleichzeitig ist für jedes ordentliche ein stellvertretendes Mitglied in das Gremium zu entsenden. 

Die Medienkommission berät und trifft alle wesentlichen Entscheidungen bei der Lizenzierung und Kontrolle von privaten Programmanbietern und entscheidet über die Vergabe von Übertragungskapazitäten an private Veranstalter von Rundfunkprogrammen in Nordrhein-Westfalen sowie über die Vergabe von Fördermitteln und Forschungsprojekten. Aufgrund der Zuständigkeit der LfM für in Nordrhein-Westfalen ansässige Betreiber von Webseiten befasst sich die Kommission immer wieder auch mit den Inhalten von Internetangeboten. 


Die Amtszeit der Mitglieder der Medienkommission beträgt sechs Jahre. Die aktuelle fünfte Amtsperiode hat mit der konstituierenden Sitzung am 21. November 2008 begonnen und dauert somit noch bis November 2014 an. Vorsitzende ist seit Dezember 2005 Dr. Frauke Gerlach. Im November 2008 wurde sie als Vorsitzende der neu konstituierten Medienkommission wieder gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Christiane Bertels-Heering.