Pressemitteilung | 26.11.2014

Zwischenbilanz zur Projektinitiative „NRW digital“

LfM will Vermittlerrolle intensivieren und Veränderungen bewirken

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) zieht ein positives Zwischenfazit für ihre Projektinitiative „NRW digital“: Im Frühjahr 2011 startete die LfM-Initiative mit dem Ziel, die Digitalisierung zu fördern und ihre Folgen sichtbar und verständlich zu machen. Wesentliche Tätigkeitsbereiche waren und sind Aufklärung und Informationsvermittlung für Bürger, Mediennutzer und Fachöffentlichkeiten über digitale Entwicklungen sowie die Vermittlung zwischen Verbraucherinteressen, Medien und der Industrie. In den vergangenen dreieinhalb Jahren erarbeitete die Initiative etwa 30 Einzelprojekte, 20 Veröffentlichungen und verschiedene Erklärvideos.

Ein Schwerpunkt liegt für die LfM bei der Aufklärung der betroffenen Nutzer und Bürger, die aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung mit neuen Gegebenheiten umzugehen lernen müssen. Einige Aktivitäten von NRW digital haben auch die Entwicklung neuer Digitaltechniken gefördert, andere trugen zur Positionierung der LfM bei gesellschaftlich bzw. medienrelevanten Themen bei. Ein wichtiges Ziel bleibt es in diesem Zusammenhang, Themen zu besetzen, Positionen zu entwickeln und konkrete Veränderungen zur Durchsetzung zu bringen. Um die jeweiligen Zielgruppen zu erreichen, spielt auch die Netzwerkbildung mit geeigneten Partnern eine wichtige Rolle.

LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier sagte in Düsseldorf, die Bilanz der Digitalisierungsbemühungen falle nach drei Jahren positiv aus; die Initiative habe zu komplexen Themen viele Impulse für Fach- und gesellschaftliche Debatten geliefert. „Ohne Verständnis der Gesetzmäßigkeiten der Digitalisierung, ihrer Chancen und Risiken verfehlen wir das Ziel, souverän und selbstbewusst als mündige Bürger zu agieren“, so Brautmeier. Kenntnisse über neue Entwicklungen seien ebenso wichtig wie deren Vermittlung in weite Teile der Gesellschaft hinein.

Brautmeier erinnerte an die Schwerpunkte der Arbeit der Initiative NRW digital. So hätten unter anderem die Themen „Vielfaltssicherung“, „Verändertes Mediennutzungsverhalten“ sowie „Persönlichkeitsrechte, Datenschutz und Datenkompetenz“ wichtige Handlungsfelder dargestellt, die in vielfältiger Form als Publikationen, Filme oder in Veranstaltungen abgebildet wurden.

Als weitere Themen nannte er „Smart-TV“, „Digitales Lernen“ und „Big Data“. „Wir werden neue Schwerpunkte setzen, bei denen wir deutlich machen wollen, wie sich unsere Lebenswirklichkeit aufgrund der Digitalisierung verändern wird.“

Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der LfM-Medienkommission, betonte, die LfM werde sich mit ihren Gremien als neutrale, nichtkommerzielle Instanz zukünftig noch stärker positionieren, zwischen unterschiedlichen Interessen moderieren und dafür erneut die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie z.B. Rundfunkveranstaltern, Verbänden, Daten- und Verbraucherschützern suchen. „Dies haben wir zuletzt beim Thema ‚Smart-TV und Datenschutz' unternommen, als wir mit Sendervertretern, der Deutschen TV-Plattform und Datenschützern kooperiert haben. Als Nächstes wollen wir beim Thema Netzneutralität aktiv werden.“

Eine Übersicht über die Projekte der LfM-Initiative „NRW digital“ finden Sie hier.

Zu den kostenlosen Broschüren:

Digitaltrends LfM
Digitalkompakt LfM

Zu den Filmen im Youtube-Kanal der LfM.