Pressemitteilung |

Medienkommissionssitzung vom 13. Dezember 2013

Haushalt 2014 der LfM 

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat in der Sitzung am 13. Dezember 2013 in Düsseldorf den LfM-Haushalt für das Jahr 2014 verabschiedet. Der Etat 2014 hat wie im Vorjahr ein Volumen in Höhe von 17,5 Mio. Euro. Bei den geplanten Ausgaben werden die Schwerpunkte wie in den vergangenen Jahren auf der Förderung der Medienkompetenz, der Forschung, der Förderung der Bürgermedien sowie digitalen Projekten (NRW digital) liegen. In den Haushaltsmitteln der LfM ist nur der landesrechtlich gekürzte Beitragsanteil (55 Prozent) berücksichtigt. 45 Prozent des auf die LfM entfallenden Anteils am Beitragsaufkommen werden vorab der Film und Medien Stiftung NRW zugeleitet.

 

LfM-Konzept zur Förderung der geplanten Stiftung Vielfalt und Partizipation, der Internationalen Filmschule Köln und für des Grimme Instituts

 


Die Medienkommission beschloss ebenfalls ein Alternativkonzept zur Debatte um das Landesmediengesetz. Nach dem vorliegenden Konsultationsentwurf (Paragraf 116) war eine gesetzliche Regelung zur Förderung der Internationalen Filmschule Köln und des Grimme Instituts sowie für die geplante neue Stiftung Vielfalt und Partizipation vorgesehen. Das neue Konzept der LfM sieht als alternative Option nun vor, dass im neuen Haushaltsplan Vorkehrungen zur Finanzierung der Institutionen getroffen werden, so dass keine gesetzliche Festlegung notwendig ist. Die Filmschule und das Grimme Institut sollen danach künftig insgesamt mit je 850.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich soll erstmals eine Förderung in Höhe von 1,6 Mio. Euro für die geplante Stiftung Vielfalt und Partizipation erfolgen. 


LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier sagte, die neue Stiftung sei ein gutes und zukunftsweisendes Modell zur Förderung von lokalem und regionalem Qualitätsjournalismus. Sie werde auf der Grundlage des Rundfunkstaatsvertrages ihre Arbeit aufnehmen: „Die Stiftung wird an die LfM ‚angedockt‘ arbeiten, so dass die Staatsferne gewährleistet bleibt. Wichtig wird sein, vor allem Mediennutzern ein Bewusstsein dafür zu vermitteln, dass Qualität im Journalismus durchaus seinen berechtigten Preis hat.“ Er ergänzte, für eine langfristige Arbeit der Stiftung seien Partner aus der Medienbranche wichtig. Die Förderung sei überdies nur durch zum Teil erhebliche Abstriche bei anderen Aufgabenfeldern der LfM realisierbar. 

Die stellvertretende Vorsitzende der LfM-Medienkommission Christiane Bertels-Heering sagte, die Landesanstalt für Medien NRW habe mit diesen Planungen ihre Hausaufgaben gemacht: „Damit ist aus unserer Sicht der Weg frei für das angekündigte neue Landesmediengesetz, das aufgrund unserer heutigen Entscheidung ohne eine gesetzliche Festlegung dieser Fördermaßnahmen auskommen kann.“

Auch in 2014: „Medienscouts NRW“

Die Landesanstalt für Medien (LfM) führt das Projekt „Medienscouts NRW“ im Jahr 2014 weiter fort. Das beschloss die Medienkommission der LfM am 13. Dezember 2013 unter Vorsitz von Christiane Bertels-Heering in Düsseldorf. Bei den „Medienscouts NRW“ handelt es sich um ein Medienkompetenzprojekt, in dessen Rahmen Schüler der Sekundarstufe I zu Ansprechpartnern für Mitschüler in Medienfragen ausgebildet werden. Seit Beginn der Pilotphase 2011 - 2012 wurden bereits 1.109 Medienscouts und 561 Beratungslehrkräfte in 31 Kreisen und Kreisstädten in Nordrhein-Westfalen ausgebildet. In 2014 soll es bis zu zehn noch nicht am Projekt teilnehmenden Kommunen ermöglicht werden, mit Unterstützung der LfM Medienscouts auszubilden. Darüber hinaus soll mit bis zu fünf Kommunen in einer erneuten Durchführung und konzeptionellen Weiterentwicklung erprobt werden, mit welcher Unterstützung Kommunen das Projekt eigenständig umsetzen können. Einen Schwerpunkt soll in 2014 zudem die nachhaltige Projektverstetigung bilden. Details zur Bewerbung stehen ab Anfang 2014 unter www.medienscouts-nrw.de zur Verfügung.

„AUDITORIX – Hören mit Qualität“: Projekt wird weitergeführt

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) wird das Projekt „AUDITORIX - Hören mit Qualität“ im Jahr 2014 weiterhin in Kooperation mit der „INITIATIVE HÖREN e. V.“ durchführen. Dies beschloss die Medienkommission der LfM in ihrer heutigen Sitzung (13. Dezember 2013) in Düsseldorf. Das Projekt stellt die Bedeutung des Hörens für die Medienkompetenzförderung in den Mittelpunkt: Ziel ist es, Kindern im Grundschulalter (Zu)hörkompetenzen zu vermitteln und sie in die Lage zu versetzen, selber ein Hörbuch oder ein Hörspiel zu bewerten und sogar zu produzieren. Weitere Informationen unter www.auditorix.de.