Pressemitteilung | 31.10.2013

Medienkompetenz ist Schlüsselkompetenz

LfM veröffentlicht Medienkompetenzbericht 2012/13

Medien sind heute in allen Lebensbereichen von zentraler Bedeutung - egal, ob bei der Arbeit, in Familie, Bildung, Freizeit oder Politik. Sowohl die Technik als auch die Angebote entwickeln sich mit einer so hohen Dynamik weiter, dass Medienkompetenz heute zu einer zentralen Schlüsselkompetenz geworden ist. Der Prozess des Erwerbs von Medienkompetenz stellt eine kontinuierliche Herausforderung dar, der sich jeder Einzelne genau wie jede Institution immer wieder neu stellen muss. In diesem Sinne kommt die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ihrem gesetzlichen Auftrag nach, die Medienkompetenz in Nordrhein-Westfalen zu fördern und die Medienerziehung in verschiedensten Bereichen zu unterstützen. Jetzt hat sie dazu den Medienkompetenzbericht 2012/13 veröffentlicht, in dem sie die Aktivitäten zur Förderung von Medienkompetenz und Bürgermedien des vergangenen Jahres vorstellt.


Förderung von Medienkompetenz - Arbeit auf vielen Ebenen

Die LfM entwickelt unter anderem Informationsportale im Internet, Ratgeber sowie medienpädagogische Unterrichtsmaterialien für Lehrer und Schüler. Sie bietet Fortbildungsprogramme für Multiplikatoren an, fördert die Bürgermedien, kennzeichnet Qualität bei Medienangeboten und sucht im Rahmen von Informationsveranstaltungen den Diskurs mit der Fachöffentlichkeit, aber auch dem „breiten Publikum“. Um möglichst effektiv und nachhaltig mit ihren Förderaktivitäten wirken zu können, vernetzt sich die LfM mit Akteuren und Institutionen, die auf landesweiter, regionaler und lokaler Ebene medienpädagogisch arbeiten. „Unser Anspruch ist, in NRW und darüber hinaus als verlässliche, unabhängige und kompetente Anlaufstelle für alle wahrgenommen zu werden, die sich für das Thema Medienkompetenz interessieren“, sagte LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier

Medienkompetenzförderung 2012/13: Zahlen und Fakten

Ein kleiner Ausschnitt verdeutlicht die Bandbreite der LfM-Aktivitäten: Im Rahmen der „Initiative Eltern+Medien" erreichte die LfM über ihre Elternabende rund 20.000 Eltern. Über das Projekt „Medienscouts NRW“ werden seit dem Start im Jahre 2012 an rund 300 Schulen über 570 Lehrer und 1.100 Schüler dazu ausgebildet, an ihren Schulen ein Beratungssystem zu schaffen, das es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich gegenseitig in Medienfragen zu helfen. Weitere rund 1.800 Schülerinnen und Schüler an 150 Schulen konnten im Berichtszeitraum in von der LfM geförderten Schulradioprojekten aktiv ihre Medienkompetenz verbessern. In „Train-the-Trainer-Schulungen“ wurden über 400 medienpädagogische Referenten und Medientrainer qualifiziert, und etwa 1.500 medienpädagogische Fachkräfte und Interessierte setzten sich im Rahmen der LfM-Fachtagungen mit Ergebnissen der medienkompetenzbezogenen Forschungs- und Projektarbeit der LfM und ihrer Partner auseinander. 


"Angesichts der Mediatisierung des Alltags, die eine zunehmend hohe (technische) Dynamik mit sich bringt, stellt sich nicht nur für Kinder und Jugendliche oder Fachkräfte, sondern auch für jeden einzelnen Erwachsenen immer wieder neu die Herausforderung, sich mit dem aktuellen Stand von Medien auseinanderzusetzen", so Dr. Jürgen Brautmeier. Deshalb verstetige die LfM den informierenden Zugang zu allen Nutzern zunehmend über die digitalen Informationswege wie spezielle Internetseiten (z.B. Internet-ABC.deklicksafe.deAUDITORIX.dehandysektor.de), Facebook, eine Smartphone-App (iOS und Android), Twitter und YouTube. Im Berichtszeitraum wurden überdies über 700.000 Printprodukte über das Online-Bestellsystem der LfM abgerufen.


Den kompletten Medienkompetenzbericht 2012/13 können Sie ab sofort im Online-Bestellsystem der LfM anfordern  oder als PDF-Dokument herunterladen.