Pressemitteilung | 27.08.2015

Ist ein Cookie eine Kochhilfe?

LfM veröffentlicht neues Spiel und Website zum Thema „Kinder und Onlinewerbung“

„Was ist ein sicheres Passwort?“ – „Wie erkennen Internetseiten, was die Nutzer im Netz machen?“ – „Was ist ein Ad-Blocker?“ – Und ist ein Cookie wirklich eine Kochhilfe? Oder vielleicht ein schnelles Smartphone? Oder doch eher ein Programm, das das Surfverhalten im Netz speichert? Das sind einige der Fragen, denen sich Eltern zusammen mit ihren Kindern (ab acht Jahren) im neuen Spiel „Verflixte Werbeklicks“ der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) gegenüber sehen. Das Spiel greift eine Reihe wichtiger Aspekte zum Thema Internet und Werbung auf und sensibilisiert die Spieler auf lockere Art und Weise für die Wichtigkeit von Datenschutzthemen.  

Hintergrundinformationen unter kinder-onlinewerbung.de

Grundlegende Informationen darüber, mit welchen Formen und Spielarten von Werbung Kinder im Internet konfrontiert sind, was zu tun ist, wenn sie „mit einem Klick im Netz“ oder „plötzlich im Warenkorb“ landen, sie „seitenweise abgelenkt“ und ihre „Daten auf Abwegen“ sind, erhalten Eltern und Pädagogen auf der Website www.kinder-onlinewerbung.de. Eine spezielle Datenbank verlinkt zudem auf Projekte, die konkrete Umsetzungen zum Thema Kinder und Onlinewerbung anbieten und mit denen man zum Beispiel „Youtube-Stars auf der Spur“ sein, die Botschaft hinter Werbesprüchen entdecken oder ein eigenes Datenschutzprojekt entwickeln kann.


Dr. Jürgen Brautmeier
, Direktor der LfM: „In unserer heutigen vernetzten Medienwelt ist der richtige Umgang mit Werbung im Internet eine wichtige Aufgabe, die Kinder erst noch lernen müssen. Unser Anliegen mit diesen Angeboten ist es, Kindern und ihren Eltern sowie pädagogischen Fachkräften praxisnahe Hilfestellungen an die Hand zu geben, ganz klassisch in Form eines Spiels, aber eben auch dort, wo Internetwerbung zu finden ist, im Netz also.“ Brautmeier wies darauf hin, dass Werbung im Internet andere Formen annehme und oft schwer erkennbar sei. Darüber hinaus sei im Zusammenhang mit Onlinewerbung auch der Schutz persönlicher Daten sehr wichtig. 


Das Spiel, die Webseite www.kinder-onlinewerbung.de und der ebenfalls vorliegende Elternratgeber „Kinder und Onlinewerbung“ basieren auf den Ergebnissen eines umfangreichen Forschungsprojektes, das die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben hatte.

Spiel, Webseite und Elternratgeber wurden ebenfalls vom Bundesfamilienministerium gefördert und vom JFF – Institut für Medienpädagogik München entwickelt.


Das Spiel „Verflixte Werbeklicks“ und der Elternratgeber „Kinder und Onlinewerbung“ können kostenfrei über die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen bezogen werden: www.lfm-nrw.de/publikationen.


Bibliografische Informationen zur Studie

Band 75 der Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM): Dreyer, Stephan/ Lampert, Claudia/ Schulze, Anne (2014): Kinder und Onlinewerbung. Erscheinungsformen von Werbung im Internet, ihre Wahrnehmung durch Kinder und ihre regulatorischer Kontext. Leipzig: Vistas.


Zusammenfassung der Studie und weitere Informationen unter: www.lfm-nrw.de/onlinewerbung.