Pressemitteilung | 30.03.2015

Die Medienscouts NRW starten in Runde vier

Weitere 79 Schulen mit an Bord – Verstetigung durch „Train-the-Trainer-Programm“

Die nächste Phase des Medienkompetenzprojekts Medienscouts NRW der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ist eingeläutet: Nach den Osterferien starten die ersten von 79 Schulen mit der Ausbildung neuer Medienscouts. Diese Kinder und Jugendliche stehen unter dem Motto "Mitschüler als Ansprechpartner in Medienfragen" Gleichaltrigen bei Fragen und Problemen rund um die Mediennutzung zur Seite: von Cybermobbing über Datenschutzeinstellungen in sozialen Netzwerken bis hin zu Aspekten des Persönlichkeits- und Urheberrechtes.

Bis Ende Februar hatten nordrhein-westfälische Städte, Kreise und Gemeinden Zeit, sich für die vierte Ausbildungsrunde zu bewerben. Mit dabei sind nun die Städte Düren, Euskirchen, Kleve, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Rhein-Kreis-Neuss, der Rhein-Sieg-Kreis sowie Viersen und Wuppertal (gemeinsam mit Solingen und Remscheid).

Verankerung in kommunalen Strukturen

Mit der neuen Phase macht das Projekt einen weiteren Schritt in Richtung Selbstständigkeit: Duisburg, Hagen und der Hochsauerlandkreis nehmen am "Train-the-Trainer-Programm" teil. Dieses sieht vor, dass lokale Fachkräfte die Ausbildungs-Workshops durchlaufen, um in einer nächsten Phase selbständig weitere Medienscouts zu qualifizieren.

In NRW sind bereits über 1.700 Schülerinnen und Schüler als Medienscouts aktiv. Seit Beginn der Pilotphase im Jahr 2011 wurden diese in 444 Schulen ausgebildet. Hinzu kommen mehr als 870 Beratungslehrkräfte. Mit Beginn der neuen Phase nehmen 46 von 53 Kommunen in NRW am Projekt teil - dies entspricht einer kommunalen Beteiligungsquote von 87 Prozent. Damit ist das Projekt Medienscouts NRW das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum.

Aktuelle und umfangreiche Materialien sowie weitere Informationen zum Projekt unter www.medienscouts-nrw.de.

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts, also keine staatliche Einrichtung. Ihre Arbeit wird aus einem Anteil des in NRW erhobenen Rundfunkbeitrages finanziert. Dies gewährleistet Unabhängigkeit und Staatsferne der LfM.

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld ist die Förderung von Medienkompetenz. Daneben umfassen die Aufgaben auch die Zulassung, Aufsicht und Beratung privater Rundfunkveranstalter, z. B. in Sachen Jugendschutz. Zudem überwacht die LfM Internetangebote mit Sitz des Domaininhabers in NRW auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.