Pressemitteilung | 26.05.2015

LfM-Direktor Jürgen Brautmeier spricht sich für Werbebegrenzung im öffentlich-rechtlichen Radio aus

Höchstgrenze für WDR-Hörfunk von 60 Minuten in einem Programm

Die Beschränkung auf höchstens 60 Minuten Werbung täglich (statt gegenwärtig 90 Minuten) im öffentlich-rechtlichen Hörfunk hat Jürgen Brautmeier, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), gefordert. Er sagte mit Blick auf den Radiowettbewerb in Nordrhein-Westfalen, dass die Begrenzung zu mehr Chancengleichheit auf Seiten der privaten Lokalradios führen würde. „Die Lokalsender in NRW müssen sich gegen sechs gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche WDR-Programme behaupten. Auch durch die Formatierung der WDR-Programme werden immer wieder große Herausforderungen an den Lokalfunk in NRW gestellt“, schrieb Brautmeier in einem Beitrag für die neueste Ausgabe des Fachmagazins promedia.

Brautmeier, der auch Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Medienanstalten (DLM) ist, attestierte dem Lokalfunk bemerkenswerte Programmleistungen. „Die 44 Lokalradios bereichern seit 25 Jahren den Wettbewerb in NRW und zeichnen sich durch eine hohe Professionalität, enorme lokale Kompetenz und große Hörernähe aus.“

Die Begrenzung der Werbehöchstdauer sei überfällig. Andere ARD-Sender wie zum Beispiel der NDR könnten auch mit der Begrenzung auf 60 Minuten im Wettbewerb bestehen.