Pressemitteilung | 24.11.2015

LfM-Appell „Für Meinungsfreiheit – gegen Hetze im Internet“!

Die Medienkommission der LfM wendet sich gegen Diskriminierung und Hetze im Netz

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat heute (24. November 2015) einen Appell gegen Hetze im Internet veröffentlicht. Darin ruft sie Bürger, Politik, Unternehmen und Institutionen auf, ihre Stimme für ein soziales Miteinander im Netz abzugeben. 

Unmittelbar nach Verabschiedung des Appells der LfM-Medienkommission haben sich ihm bereits namhafte Persönlichkeiten aus Nordrhein-Westfalen angeschlossen, deren Namen sich im Anschluss an den Text des Appells finden. Diese Liste wird ständig aktualisiert. Unter ihnen sind die Präsidentin des Landtags NRW, die Ministerpräsidentin des Landes, Spitzenvertreter der Landtags-Fraktionen, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in NRW, der Präsident des Bundesverbandes Deutsche Zeitungsverleger und die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats.

Der Appell im Wortlaut: 

"Ein demokratisches und tolerantes Miteinander ist auch im Internet unverzichtbar. Gegenwärtig werden dort aber Hetze, Hass und Diskriminierung immer wieder und immer mehr verbreitet – besonders in sozialen Netzwerken, Foren und Kommentarspalten. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die in ihre Medienkommission entsandten Mitglieder appellieren daher an alle Nutzer, aber auch an die Anbieter von Internetplattformen:

Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und Hetze dürfen auch im Internet keinen Raum finden. Diffamierungen sind zu verurteilen und dürfen nicht heruntergespielt oder verharmlost werden. Hasserfüllte Kampagnen im Netz sind Katalysator realer Gewalt. Gerade die aktuellen politischen Debatten und Geschehnisse rund um die Flüchtlingssituation zeigen, dass „Hate Speech“ und reale Gewalt oft nah beieinander liegen."

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