Pressemitteilung | 24.10.2015

25 Jahre Kirche im NRW-Privatfunk

Radio und Verkündigung in digitalen Zeiten

Dr. Jürgen Brautmeier (l.i.B.) erläuterte in der Talkrunde, dass ein verstärktes Engagement im Social Media Bereich zusätzliche Fachkompetenz benötige. Die anderen Podiumsteilnehmer (v.l.n.r.) waren Birgit Pottler-Calabria (Unternehmensberaterin), Ma
Dr. Jürgen Brautmeier (l.) erläuterte in der Talkrunde, dass ein verstärktes Engagement im Social Media Bereich zusätzliche Fachkompetenz benötige. Die anderen Podiumsteilnehmer (v.l.n.r.) waren Birgit Pottler-Calabria (Unternehmensberaterin), Marc Weiß (radio NRW), Thorsten Kabitz (Konferenz der Chefredakteure der NRW Lokalradios), Professor Dr. Christian Grethlein (Praktische Theologie) und Daniel Gewand (Bistum Münster).

Jubiläums-Matinee „Alles bleibt anders?“ am 24. Oktober in Düsseldorf 

Düsseldorf. 25 Jahre nach dem Sendestart des Lokalfunks feierten evangelische und katholische Kirchen- und Medienvertreter sowie Senderverantwortliche aus dem NRW-Lokalfunksystem mit einer Matinee am 24. Oktober um 11 Uhr im Düsseldorfer „Film Funk Fernseh Zentrum“ ihr Engagement im und für den nordrhein-westfälischen Privatfunk. Im Zentrum der Jubiläumsfeier mit dem Titel „Alles bleibt anders?“ stand das Konsumenten- und Kommunikationsverhalten im Zeitalter von Digitalisierung und sozialen Netzwerken. 

Geschichte und Zukunft der Kirchen im Lokalfunk

Seit dem Sendestart der Lokalradios im Jahr 1990 sind die Kirchen mit dem Sonntagsmagazin „Himmel und Erde“ und der werktäglichen Verkündigungssendung „Augenblick mal!“ im Programm des Lokalfunks vertreten. Die beiden Formate erreichen jeweils mehr als eine Million Hörer und werden im wöchentlichen Wechsel von der Redaktion „Programm der evangelischen Kirchen für den Privatfunk in NRW“ (PEP) und der Redaktion „Katholische Kirche im Privatfunk“ (KiP) verantwortet. Daneben unterstützen beide Kirchenredaktionen das Mantelprogramm Radio NRW bei der Berichterstattung über soziale und kirchliche Themen. Vertreter der beiden großen Kirchen sitzen auch in der Medienkommission der Landesanstalt für Medien und in den Veranstaltergemeinschaften der 45 Lokalradios.

Albert Henz, Vorsitzender des Rundfunkausschusses der evangelischen Kirchen in NRW, beschrieb in seiner Ansprache die Wirkung der kirchlichen Sendungen: „Wir können nicht messen, was wie und wie viel bei unseren Hörern ankommt. Wir können die Hörendenzahl messen, und die ist ja toll. Sicher dürfen wir allerdings sein, dass immer wieder auch einzelne Menschen erreicht und tiefer angesprochen werden. Um deretwillen lohnt sich alle handwerkliche Mühe und Kompetenz, für die ich Ihnen heute danke.“ Henz wünschte sich in seiner Ansprache auch die Möglichkeit, weiterhin „breit auszustreuen“: „Seien wir sicher: Es lohnt sich! Für die Menschen, für unsere Gesellschaft, für uns selbst.“

Die enge Zusammenarbeit von Kirche und Lokalfunk in Nordrhein-Westfalen zeigt sich auch in der 1998 gegründeten „Aktion Lichtblicke – weil Menschen Hoffnung brauchen“. Hier sammeln Radio NRW, die Lokalstationen und die beiden kirchlichen Hilfswerke Diakonie und Caritas gemeinsam Spenden für Kinder und Familien in NRW, die in Not geraten sind. Bis heute kamen dabei fast 40 Millionen Euro zusammen, mehr als 140.000 Menschen konnte damit bislang geholfen werden. 

Pressekontakt:
Redaktion PEP
Christa A. Thiel
E-Mail: thiel@rundfunkreferat-nrw.de