Pressemitteilung | 30.09.2015

Präsenz vor Ort, Trendbeobachtung und Vernetzung

LfM veröffentlicht Medienkompetenzbericht 2014/15

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat heute (30. September 2015) den neuen Medienkompetenzbericht veröffentlicht. Darin beschreibt die LfM ausführlich ihre Aktivitäten zur Förderung der Medienkompetenz in NRW: Mit einer dreigeteilten Strategie aus Präsenz vor Ort, aktueller Trendbeobachtung und präziser Vernetzung entstehen Angebote, die in den Kommunen und Regionen auf eine große und stetig steigende Nachfrage stoßen.

Vor Ort präsent: Zum Beispiel bei 970 Elternabenden

Insgesamt sind derzeit 148 speziell geschulte medienpädagogische Fachreferenten und weitere 283 Medientrainer für Bürgermedien in Kitas, Schulen und Bibliotheken, in Jugendprojekten und in der Erwachsenenbildung aktiv. Sie schulen Pädagogen und andere Multiplikatoren, informieren Eltern, organisieren Schulprojekte oder befähigen interessierte Bürger, selbst Radio- oder Fernsehberichte zu erstellen, und ermöglichen so auch die demokratische Teilhabe.

Beispiele für Projekte, die die Vermittlung von Medienkompetenz vor Ort in den Mittelpunkt stellen („Transferprojekte“), sind die Medienscouts NRW und die Initiative Eltern+Medien. Im Falle der Medienscouts werden in Kooperation mit den Kommunen in den Schulen Jugendliche und Beratungslehrkräfte ausgebildet werden. Die Jugendlichen qualifizieren anschließend ihre Mitschüler und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Über 2.300 Medienscouts und mehr als 1.300 Beratungslehrkräfte an über 520 Schulen sind seit den ersten kommunalen Projektdurchläufen Mitte 2012 bis heute qualifiziert worden. Die Akzeptanz des Projekts ist hoch, insgesamt beteiligen sich aktuell 87% der Kommunen in NRW. Die Initiative Eltern+Medien bietet Kindertageseinrichtungen, Familienzentren und Schulen kostenfreie Elternabende, die von 100 eigens qualifizierten Medienpädagogen geleitet werden. Seit 2007 wurden etwa 140.000 Eltern in rund 5.400 Veranstaltungen über Chancen und Risiken analoger und digitaler Medien informiert und zur Medienerziehung beraten. Allein in 2014 wurden rund 20.000 Eltern erreicht, im Jahr 2015 werden insgesamt 970 Elternabende angeboten.

Monitoring und Netzwerkarbeit: 300 Ansprechpartner vor Ort

Im Rahmen ihrer Netzwerkarbeit kooperiert die LfM mit Bildungs- und Beratungsnetzwerken und unterstützt die lokalen Strukturen. Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor der LfM, sagte, aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre werde die LfM hier auch in Zukunft einen Schwerpunkt setzen: „Mit der Netzwerkarbeit möchten wir z. B. Mitarbeiter im örtlichen Jugendzentrum fit machen, damit diese Kinder und Eltern effektiv beraten können.“

Im Jahr 2014 etwa wurden mehr als 300 Mitarbeiter u. a. des Kinderschutzbundes NRW, der Kommunalen Integrationszentren in NRW sowie der Bibliotheken in jeweils speziell für sie konzipierten Veranstaltungen qualifiziert. Desweiteren wurden über finanziell geförderte Projekte zur Gewaltprävention und Medienkompetenz 14 lokale Netzwerke unterstützt und weitere rund 320 Fachkräfte sowie 650 Schüler erreicht.

Neben der Netzwerkarbeit verfolgt die LfM eine weitere Strategie im Sinne der Förderung von Medienkompetenz, indem sie neue Trends und Technologien begleitet. Im Rahmen der Trendbeobachtung für die pädagogische Praxis beobachtet sie alle aktuellen Entwicklungen in den Medien, bewertet diese und generiert entsprechende pädagogische Angebote daraus. Projekte wie das Internet-ABC, klicksafe oder Handysektor haben sich zu „Marken“ und hoch frequentierten Anlaufpunkten entwickelt.

Weitere Daten und Fakten über die Projekte der LfM finden Sie im aktuell vorliegenden LfM-Medienkompetenzbericht 2014/15.