Pressemitteilung | 22.01.2016

Entscheidungen der LfM-Medienkommission vom 22. Januar 2016

LfM vergibt Forschungsprojekt "Extremismus in sozialen Medien"

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) plant, das Forschungsprojekt "Extremismus in sozialen Medien: Wahrnehmung, Hinwendung und Thematisierung durch Heranwachsende" an die Ludwig-Maximilians-Universität München zu vergeben. Dies beschloss heute (22. Januar) die Medienkommission der LfM in Düsseldorf.

Die Forscher um Prof. Dr. Carsten Reinemann sollen sich dabei vor allem der Frage widmen, welche Rolle politisch oder religiös extreme Meinungen und Einstellungen in der digitalen und der realen Lebenswelt von Jugendlichen spielen. Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der Medienkommission, sagte: "Wir erhoffen uns Erkenntnisse darüber, wie Jugendliche sich extremistischen Inhalten zuwenden, wie sie diese wahrnehmen und was sie auslösen. Insofern passt das Projekt gut zum aktuellen LfM-Aufruf gegen Hass und für Meinungsfreiheit im Netz."

LfM-Stiftung Vielfalt und Partizipation fördert Weiterbildungs-Projekte

In enger Zusammenarbeit mit der neuen Stiftung Vielfalt und Partizipation wird die LfM weitere Mittel für die Förderung journalistischer Weiterbildungsprojekte verge-ben. Heute (22. Januar) beschloss die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), dass sieben Antragsteller, darunter Journalistenbüros, -Akademien und -Schulen, Mittel in Höhe von insgesamt rund 195.000 Euro erhalten.

Der Geschäftsführer der Stiftung und LfM-Direktor Dr. Jürgen Brautmeier, sagte, dass mit der Verteilung der Fördergelder nun eine weitere Phase in der Stiftungsarbeit angebrochen sei. "Das Fortbildungsprojekt für Journalisten spiegelt das Gesamtkonzept der Stiftungsarbeit wider: Es vereinigt verschiedene innovative Elemente der Weiterbildung sowohl von kleineren als auch von großen Anbietern und bietet damit eine Vielfalt von Angeboten für Journalisten in NRW."

Fördermittel erhalten:
Journalistenzentrum Haus Busch, Hagen; Business Academy Ruhr, Dortmund; Medienakademie Ruhr gAG, Essen und Studio 47, Duisburg; Journalistenbüro Michael Voregger, Gelsenkirchen, mit Journalistenbüro Medienhaus Kai Rüsberg, Bochum; Journalistenbüro Medienhaus Kai Rüsberg, Bochum; TOP:Talente, Hennef, sowie die RTL Journalistenschule für TV und Multimedia, Köln.

Weiterbildungsanbieter aus NRW konnten sich mit Konzepten für zukunftsweisende Angebotspakete für erfahrene Journalisten aus NRW bewerben, die sowohl journalistische als auch technische, organisatorische und ökonomische Kompetenzen fördern sollen.

Nach dem Projekt "Datenjournalismus in NRW", das in Kooperation mit dem Recherchezentrum CORRECT!V durchgeführt wird, ist dies das zweite große Projekt, das wichtige Ziele der Stiftung umsetzt.

Programmberatung für Eltern: LfM fördert auch 2016 den FLIMMO

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) unterstützt weiterhin das Projekt FLIMMO des Vereins Programmberatung für Eltern e. V. Dies beschloss die Medienkommission der LfM in ihrer Sitzung am 22. Januar 2016. Die Broschüre FLIMMO gibt Eltern und Pädagogen einen Überblick über kindgerechte TV-Sendungen und soll bei der Fernseherziehung helfen. Der FLIMMO wird bundesweit kostenlos an Multiplikatoren verteilt und liegt beispielsweise in Kindergärten, Apotheken, Arztpraxen sowie Eltern- und Erziehungsberatungsstellen aus. Zusätzlich ist das Angebot unter www.flimmo.de und über die FLIMMO-Smartphone-App abrufbar.

LfM schreibt Fortführung des Medienkompetenzprojekts "Handysektor" aus

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) schreiben bis zum 18. Februar 2016 die Pflege und Weiterentwicklung des gemeinsamen Projektes Handysektor (www.handysektor.de) neu aus. Die Zustimmung erteilte die Medienkommission der LfM in ihrer Sitzung vom 22. Januar 2016. Die Ausschreibungsunterlagen können hier abgerufen werden. Handysektor hat das Ziel, insbesondere Kinder und Jugendliche über die Risiken der Handytechnologien und -anwendungen aufzuklären und ihre Kompetenzen im Umgang mit diesem Alltagsmedium zu stärken.

Rückblick auf die Arbeit der Medienkommission 2015 und Ausblick auf 2016

Die neue Stiftung Vielfalt und Partizipation, das Thema "Netzneutralität", die Zukunft der terrestrischen Hörfunkverbreitung (DAB+), die Telemedienaufsicht als neue Aufgabe der LfM: Dies sind einige der Schwerpunkte, mit denen sich die Medienkommission der LfM im vergangenen Jahr befasst hat. Für 2016 stehen diese und weitere Themen auf der Agenda des Gremiums: Intermediäre und virtuelle Plattformen, die Zukunft des Lokalfunks in NRW sowie medienpolitische Entwicklungen auf Bundes- und Europaebene. "Die Medienkommission hat es sich zum Ziel gesetzt, medienpolitisch relevante Entwicklungen zu erkennen und vorausschauend eigene Akzente zu setzen", sagte Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, der Vorsitzende der Medienkommission.

Papier Rückblick auf die Arbeit der Medienkommission 2015 und Ausblick auf 2016