Pressemitteilung | 20.05.2016

Entscheidungen der Medienkommission vom 20. Mai 2016

Grimme Institut, ifs (internationale filmschule köln) und Film- und Medienstiftung: Entscheidungen der Medienkommission zur LfM-Förderpraxis

Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) fördert auch in diesem Jahr das Grimme Institut (Marl). Die Grimme-Institut erhält nach der Entscheidung der LfM-Medienkommission von heute (20. Mai) einen Betrag in Höhe von 400.000,- Euro.

Grundlage ist ein Kooperationsvertrag aus dem Jahr 2014. Er soll die Zusammenarbeit bei der Förderung von Qualität in den Medien dienen. Insbesondere die Bereiche des Diskurses und der Kennzeichnung von Programmqualität, der Qualitätsforschung und der qualitätsfördernden Vernetzung stehen hierbei im Mittelpunkt.

Die LfM fördert auf diesem Wege letztmalig das Grimme Institut. Der Vertrag soll zum Ende des Jahres gekündigt werden. Die Medienkommission hat außerdem beschlossen, den Kooperationsvertrag mit der ifs (internationale filmschule köln) zu kündigen und ihre Beteiligung als Gesellschafterin an der Film- und Medienstiftung NRW (FMS) zum Ende des Jahres 2016 aufzugeben.

Zum Hintergrund:
Die Entscheidungen gehen zurück auf neue Bestimmungen im WDR-Gesetz. Danach wird der LfM-Anteil am sog. Beitragsaufkommen (vormals: Rundfunkgebühren) von gegenwärtig 55% auf nur noch 50% ab dem Jahr 2017 reduziert. Diese fünf Prozentpunkte erhält der WDR zusätzlich mit der Verpflichtung, sie an die FMS (u.a. für die Aus- und Weiterbildung) und an das Grimme Institut weiterzuleiten.

Die LfM ist seit 1997 Gesellschafterin der Grimme Institut GmbH in Marl. Gesellschafter sind neben der LfM der Deutsche Volkshochschulverband e. V., die Film- und Medienstiftung NRW GmbH, der Westdeutsche Rundfunk, das Zweite Deutsche Fernsehen, die Stadt Marl und das Land Nordrhein-Westfalen. Zur ifs internationale filmschule köln (ifs) besteht keine gesellschaftsrechtliche Verbindung. Die Film- und Medienstiftung NRW GmbH (FMS) ist hier Alleingesellschafterin.

Lokaler Hörfunk: Zulassungen in Bielefeld, im Kreis Lippe und im Kreis Minden-Lübbecke verlängert

Nach dem Beschluss der Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) vom 20. Mai 2016 können die Lokalsender Radio Bielefeld, Radio Lippe und Radio Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke) für je weitere zehn Jahre auf Sendung bleiben. Auch die Lizenz für das Rahmenprogramm von radio NRW wird für diese Verbreitungsgebiete entsprechend verlängert.