Drei Fragen an...

...Fritz-Joachim Kock

Vorsitzender des Verbandes Lokaler Rundfunk in Nordrhein-Westfalen (VLR NRW)

Welchen Stellenwert hat der LfM-Hörfunkpreis für den VLR?

Mit dem Hörfunkpreis würdigt und belohnt der VLR in der Kategorie "Projekte/Serie" die gute Arbeit der redaktionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hörfunkpreis ist jedoch mehr als ein Instrument zur Vergabe von Geldpreisen: Mit dieser Initiative wird seit Jahren - und so auch in diesem Jahr wieder - eine besonders herausragende Arbeit und damit die Kreativität und Originalität eines redaktionellen Teams vor Ort besonders anerkannt, unterstützt und für die Zukunft motiviert. Der Preis fördert darüber hinaus den fairen Wettbewerb unter den Lokalredaktionen. 

Sie stiften einen Preis in der Kategorie „Projekte/Serie“. Was ist das Besondere an der Kategorie? 

Preisträgern in der Kategorie „Projekte/Serie“ gelingt es immer wieder, ihre Hörerinnen und Hörer nicht nur für 90 Sekunden zu begeistern, sondern sie über längere Strecken und mehrfach für ein Thema zu gewinnen. Damit setzen sie wichtige Einschaltimpulse im Kreis der Hörer, und motivieren dazu, immer wieder und immer öfter den Sender zu hören. Die Frage, „Wie geht es weiter?“ erzeugt eine anhaltende Spannung. Es sind gerade die Projekte und Serien, die Radiohören zu einem Medium machen, dass zu einer aktiven persönlichen Auseinandersetzung mit den Programminhalten führt und bei Hörerinnen und Hörern Begeisterung für das gar nicht so alte "Dampfradio" auslöst. Diese Leistung geht weit über das Tagesgeschäft im Radio hinaus und macht die Kategorie „Projekte/Serien“ für dieses Medium so wichtig.

Was sind die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren im Lokalfunk in NRW?

1. Die Qualität des Programms in seiner ganzen Breite,

2. Die Lokalität des Programms und damit unmittelbare Nähe zu Hörerinnen und Hören,

3. Das professionelle Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Erfahrung aus 25 Jahren Lokalfunk.