Video | 13.05.2016

Impressionen von der Verleihung der 16. Karlsmedaille an den European Song Contest (ESC)

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Transkription

[Sprecher] Die Karlsmedaille für europäische Medien geht in diesem Jahr an den Eurovision Song Contest  für seine Verdienste als Europa übergreifende Veranstaltung. Zur Preisübergabe ins Aachener Rathaus, kam deswegen auch Eurovision Prominenz.

[Nicole] Als Ehrengast, oder sogar Vertretung aller Grand Prix Sieger/Teilnehmer eingeladen zu sein, ist für mich eine ganz große Ehre. Es ist ein Ritterschlag, dass sie ausgerechnet mich auserkoren haben. Und das Björn Ulvaeus von ABBA die Laudatio halten wird, ist ganz großes Kino.

[Sprecher] Bevor es oben im Saal aber Zeit für großes Kino, bzw. die Preisverleihung war, wurden ein Stock tiefer erstmal die Medien mit Fotos und Statements versorgt, denn das Interesse war auch in diesem Jahr wieder groß.

[Michael Kayser] Bei André Rieu waren auch 17 Fernsehstationen da. Den Preis kriegt jemand anderes, der European Songcontest. Björn Ulvaeus möchte [mit seiner Laudatio] seine Verbundenheit zur Europa und dem ESC darstellen. Auch hat er gesagt, dass seine Karriere nicht so verlaufen wäre, wäre er zweiter bis neunter geworden. Dies war die einzige Chance die sie hatten.

[Sprecher] Und diese einzige Chance haben ABBA für eine Weltkarriere nutzen können. In Björn Ulvaeus 15 minütiger Laudatio auf den ESC war dann sogar ein kleines Ständchen eingebaut.

[Sprecher] Und dann war es auch so weit und der Preis wurde an die EBU übergeben.

[Moderatorin] Und deswegen bitte ich jetzt zu mir: Ingrid Deltenre und Jan-Ola-Sand auf die Bühne, die den Preis im Namen der European Broadcasting Union entgegen nehmen werden.

[Sprecher] Wie in jedem Jahr hat das Kuratorium unter vielen Vorschlägen abgewogen, wer den Preis bekommen soll, doch gerade diese Entscheidung sei besonders wichtig.

[André Sommerlatte] Ich bin ein absoluter Befürworter, den ESC mit diesem Preis auszustatten, aus einem ganz einfachen Grund. Europa wird aktuell äußerst kontrovers diskutiert. Ich glaube, dass der ESC, so wie er sich darstellt, ein verbindendes Element ist, par excellence, für den europäischen Gedanken, in einem Themenumfeld, dass nicht politisch besetzt ist und mit dem man sich gerne umgibt.

[Sprecher] Keine Politik, doch Nicoles „ein bisschen Frieden“ – durchaus ein Statement damals – hallt auch im Jahr 2016 noch nach und inspiriert den Nachwuchs zu neuen Songs.

[Nicole] Also ich fand es toll, was Björn in dieser Laudatio gesagt hat. Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen, dass die richtige Institution den Preis verdient hat. Die Musik ist Grenzen überwindend und an solch einem Abend sind wir alle eins, eine Einheit. Wir wollen einfach nur Musik machen, wir wollen vergessen wo wir herkommen, wie alt wir sind – Wir sind Musiker/Musikanten. Wir machen Kunst –  mal mehr mal weniger –  aber wir wollen, dass alle Menschen zur gleichen Zeit auch das gleiche Lebensgefühl haben und auch die Musik im Vordergrund steht.