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Shit & Candy: Die neue Währung für den Journalismus?

29. Journalistentag des DJU/verdi

Womit lässt sich im digitalen Zeitalter mit Journalismus noch Geld machen? „Klicks!“ lautet die weit verbreitete Antwort. Klicks stehen für Aufmerksamkeit – die Währung schlechthin im Journalismus und seit jeher der Maßstab für zahlende Werbekunden. Und wer klickt und Inhalte in sozialen Netzwerken teilt, liefert gleich noch etwas mit, worüber sich Medienunternehmen und Werbewirtschaft noch viel mehr freuen: jede Menge persönliche Daten. Hinzu kommt ein weiteres Phänomen: Im Netz sind die Reaktionen auf journalistische Inhalte heftiger und ungefiltert. Shitstorms und Hasskommentare füllen ganze Pinnwände und Kommentarspalten – der Dialog mit dem Publikum in einer neuen Rolle als Akteur in den Medien stellt eine enorme Herausforderung für Journalistinnen und Journalisten dar.

Doch muss, was viel geklickt ist, wirklich gut sein? Lösen Artikelempfehlungen von Freunden die Auswahl nach journalistischen Kriterien ab? Und was macht es mit dem Journalismus, wenn Katzenbabys und Pöbelkommentare mehr Aufmerksamkeit und damit vermeintliche Relevanz erzeugen als professionelle Berichterstattung? Dem soll auf dem Journalistentag gemeinsam nachgegangen werden.

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