forsa-Befragung zur Wahrnehmung von Hassrede

Bereits seit 2016 erhebt forsa im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW in einer jährlichen Umfrage die Wahrnehmung von Hassrede im Netz. Die Ergebnisse bestätigen über die Jahre den Eindruck, dass es hier einen Handlungsbedarf gibt.

Auffällig ist die deutliche Diskrepanz zwischen den Angaben zur Wahrnehmung von Hassrede und den Personen, die angeben, Hassrede zu verbreiten. Während mehr als ein Drittel der Befragten glauben, dass es mehr hetzerische als sachliche Verfasser von Beiträgen im Internet gibt, geben nur ein Prozent der Befragten an, bereits Hassrede verbreitet zu haben.

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW: „Die Ergebnisse zeigen, dass wir viel Hetze, aber wenige Hetzer im Netz haben – dies zeigt uns aber auch, dass es eine Chance gibt, den zunehmenden Hass im Internet in den Griff zu bekommen. Die Ergebnisse sollten uns ermutigen, die Kommunikation im Netz zurückzuerobern, um es wieder zu dem zu machen, was es sein sollte: Ein Ort, geprägt von einer freien, offenen und konstruktiven Debattenkultur.“