Investigativ und innovativ – auch in Zukunft

Mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als je zuvor – der Campusradio-Tag 2018, zusammengefasst von Ben Schröder

Rund 250 junge Radiomacherinnen und Radiomacher trafen sich am 8. Dezember im Deutschlandfunk Köln zum 17. Campusradio-Tag. Noch nie zuvor kamen auf Einladung der Landesanstalt für Medien NRW so viele Medienmacherinnen und Medienmacher aus ganz Deutschland zusammen, um sich über die Entwicklung und Zukunft der Campusradios auszutauschen. Im Anschluss an die Tagung wurden die in diesem Jahr herausragenden Hochschulradio-Beiträge mit dem Campusradio-Preis 2018 ausgezeichnet.

„Digital bewegte Zeiten: Wie investigativ und innovativ sind die Campusradios?“: Unter diesem Titel kamen Hochschulfunkerinnen und Hochschulfunker aus ganz Deutschland beim Campusradio-Tag 2018 zusammen. In zahlreichen Podiumsdiskussionen und Workshops diskutierten die Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten mit gestandenen Medienmacherinnen und Medienmachern die aktuellen Trends und Entwicklungen der Branche.

Kate Maleike, Chefredakteurin von Deutschlandfunk „Campus und Karriere“, moderierte die Eröffnungsveranstaltung. „Wir freuen uns sehr, heute so viele junge, talentierte Radiomacherinnen und Radiomacher aus ganz Deutschland hier bei uns im Deutschlandfunk in Köln begrüßen zu dürfen“, sagte Maleike zum Auftakt der Veranstaltung. „Sie sind aus ganz Deutschland angereist: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachen … großartig.“ Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue bemerkte in seiner Eröffnungsrede: „Das Radio erlebt zurzeit eine verdiente Renaissance, auch wenn die Form sich verändert. Entscheidend für die Relevanz eines Mediums ist, dass es Menschen Spannendes und Interessantes bietet, die sich für gründlich recherchierte und gut erzählte Inhalte interessieren.“ Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW betonte, dass die über 800 Hochschulfunkerinnen und Hochschulfunker allein in NRW einen wichtigen Beitrag für die Medienlandschaft in Deutschland leisten: „Gute Medienarbeit ist der Sauerstoff einer demokratischen Gesellschaft. Es liegt bei Ihnen, die Chancen, die Campusradios bieten, zu nutzen und der Gesellschaft diesen Sauerstoff zu geben.“

Es folgte ein Vortrag von Dr. Kim Otto, Professor für Wirtschaftsjournalismus an der Universität Würzburg. Dieser war mit dem Titel „Warum systematische Recherche kein Hexenwerk ist“ überschrieben. Otto, der neben seiner Professur für das ARD-Magazin „Monitor“ arbeitet, ermutigte die Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten, gründlich zu recherchieren, Quellen kritisch zu hinterfragen, nachzubohren und Missstände aufzudecken. „Fundierte Recherche ist ein elementarer Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft. Da sind auch Sie gefragt. Gerade heutzutage, in Zeiten der gezielt platzierten Desinformation.“

Im Anschluss an die Begrüßung konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus einer Vielzahl von Workshop-Angeboten zu verschiedensten Themen wählen.

Workshop 1: „Podcast das neue Audio – Eine Win-win-Situation fürs (Campus)Radio“
Was unterscheidet Podcasts von traditionellen Radioformaten? Und welche Chancen bietet sie für Campusradios? Über Fragen wie diese diskutierte Moderator Patrick Wira von bonnFM unter anderen mit der Deutschlandfunk-Moderatorin und Podcast-Autorin Ann-Kathrin Büüsker. „In einem Podcast komme ich als Person viel mehr heraus“, sagte Büüsker. „Ich sag auch mal offen und spontan meine Meinung. Wenn ich eine Nachrichtensendung moderiere ist das natürlich anders – da geht es eher darum, nüchtern die Inhalte zu präsentieren.“ Die Runde war sich einig: Diese Intimität und Authentizität sind der Grund, warum gerade junge Menschen gerne Podcasts hören. „Gerade die wollen wir als Campusradios erreichen, deshalb ist der Podcast für uns als Campusradios sicher eine sehr interessante Darstellungsform für die Zukunft“, fasste Wira am Ende der Diskussion zusammen. „Die Runde war ein schöner Rundumschlag zur Arbeit von Menschen, die selbst Podcasts produzieren“, zeigte sich Teilnehmer Lino Wendhof vom Bochumer Hochschulradio CT nach der Diskussion zufrieden.

Workshop 2: „… dazu guter Pop – Musikprogrammierung bei Deutschlandfunk Nova“  
Thorsten Mathieu und Christian Moster (Musikredakteure Deutschlandfunk Nova) erklärten, wie ein Radiosender durch die Musikauswahl seinen eigenen, individuellen Sound entwickeln kann. „Bei Deutschlandfunk Nova gibt es eine klare Trennschärfe zu anderen Radiosendern“, so Mathieu. „Wir wollen Musik spielen, die man so noch nie gehört hat, von Bands, die man so nicht kennt.“ Bei der Auswahl der Bands arbeite Nova eng mit den Musiklabels und Promoterinnen und Promotern zusammen. „Wenn wir das Gefühl haben, da ist ein Künstler, der passt zu uns, dann begleiten wir den Weg dieser Musiker auch von Anfang an.“ Für Campusradios, die oft ein eher alternatives Musikprogramm – genau wie Nova – spielten, sei es deshalb wichtig, talentierte Musikerinnen und Musiker frühzeitig zu entdecken und Kontakt zu halten.

Workshop 3: „Wir leben und lieben Musik. Wie innovativ sind Musikformate im Campusradio?“ 
Wie gelingt es Campusradios, die Zuhörerinnen und Zuhörer immer wieder zu überraschen? Mit welchen Formaten können sich Campusradios gegenüber der Konkurrenz abgrenzen? Darüber diskutierte Lennart Knebel (Radio Q, Münster) unter anderem mit Lilly Amankwah. Die Leiterin der Musikredaktion bei Kölncampus hält Vielfalt in den Redaktionen für entscheidend: „Im Optimalfall besteht eine Musikredaktion aus Menschen mit ganz verschiedenen kulturellen Hintergründen und Musikgeschmäckern.“ Das sorge für unterschiedliche Blickwinkel – auch bei der Programmgestaltung. Nicolas Blum, Leiter der Musikredaktion vom Paderborner Hochschulradio L'UniCo, hält es für wichtig, sich von anderen Medien abzugrenzen. „Wichtig ist zum Beispiel, in Interviews Fragen zu stellen, die andere so nicht stellen. Fragen zu stellen, die man nicht jedem Künstler stellen kann, sondern nur dem, der gerade vor einem sitzt.“

Workshop 4: „Das bleibt im Ohr: Mit der Stimme lebendig und klug im Campusradio“  
„Wie kriege ich hin, dass ich mit meiner Stimme im Ohr bleibe?“, machte Reinhard Pede, Sprechtrainer aus Düsseldorf, schon zu Beginn das Thema des Workshops klar. Nach kurzen Aufwärmübungen für die Stimme („Wie werde ich den Frosch im Hals los?“), ging es vor allem darum, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst sprechen zu lassen. „Wir wollen unsere schönste Stimme finden, richtig betonen und Monotonie beim Sprechen vermeiden“, sagte Pede. „Monotonie ist unser Feind, denn wenn alles gleich klingt, weiß am Ende niemand, was vom Gesagten jetzt eigentlich wichtig war.“ Der Workshop habe ihr sehr gut gefallen, sagte Teilnehmerin Joana Abondo von bonnFM danach. „Das war sehr praxisnah. Wir haben uns gegenseitig kurze Texte vorgelesen und danach mit dem Sprechtrainer daran gearbeitet. Für die Praxis beim Radio habe ich daraus viel für mich mitgenommen.“

Workshop 5: „Mehr Hörer-, Teambindung und Programmvielfalt durch kreative Sendeformate im Campusradio?“  
Welche Chancen bieten kreative Sendeformate, zum Beispiel aufwendig produzierte Themenwochen, für Campusradios? Lohnt sich der Aufwand? Fragen wie diese diskutierte Joana Leyendecker, Chefredakteurin von Kölncampus, mit ihren Gästen. Die Runde war sich einig: Sendeformate wie Themenwochen sind extrem aufwendig, aber auch sehr wichtig für Campusradios, um Hörerinnen und Hörer langfristig zu binden und auch komplexe Themen fundiert zu behandeln. Tim Neumann, Chefredakteur von „hochschulradio düsseldorf“, verwies auf eine von seiner Redaktion produzierte Themenwoche zum Thema Depressionen unter Studierenden. „Wir haben das Thema im Laufe der Woche aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und hoffen, dass wir damit viele Betroffenen erreichen konnten.“ An Hochschulen seien mehr Menschen von Depressionen betroffen als man denke, sagte Neumann.

Workshop 6: „Was ist guter Wissenschaftsjournalismus?“

Die wichtigsten Quellen des Wissenschaftsjournalismus sind Studien und Journals. Aber: Was sollten Journalistinnen und Journalisten beim Umgang mit den Publikationen beachten? Fragen wie diese diskutierte der freie Journalist Markus Dichmann mit seinen Gästen im Workshop „Was ist guter Wissenschaftsjournalismus?“. Einer von ihnen war Peter Hornung. Der NDR-Redakteur hatte in diesem Jahr durch eine Recherche gezeigt, wie einfach es ist, vermeintlich wissenschaftliche Studien in Journals zu veröffentlichen. „In bestimmte Publikationen kann man sich mit Geld einkaufen, um unter einem wissenschaftlichen Deckmantel die eigenen Thesen zu verbreiten“, mahnte Hornung. Für Wissenschaftsjournalistinnen und Wissenschaftsjournalisten sei es deshalb wichtig, besonders kritisch zu sein. Das fand auch Michael Stang, freier Wissenschaftsjournalist aus Köln, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitgab: „Jede Studie, die vor Ihnen liegt, sollten Sie in Ruhe prüfen. Ein guter Weg ist auch, Studien, bei denen Sie sich unsicher sind, anderen, seriösen Wissenschaftlern vorzulegen. Die können den Inhalt noch einmal fachlich ganz anders bewerten.“

Special 1: „Zukunftswerkstatt Campusradio 2025“

In der „Zukunftswerkstatt Campusradio 2025“ entwickelten die Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten unter Anleitung von Andreas Meske (Campus Radius NRW e.V.) eine Vision für das Campusradio der Zukunft. In kleinen Gruppen sammelten sie Schlagwörter, die für das Campusradio im Jahr 2025 relevant sein könnten. „Social Media: Instagram Stories, Twitter, Spotify“, stand auf einem Flipchart. „Ja zur Multimedialität“ und „Aufbrechen des rein linearen Denkens“ auf anderen. „Immer mehr Radios verschwinden aus den Haushalten“, sagte Teilnehmer Sebastian Schoenfeld vom Bochumer Hochschulradio CT nach dem Special. „Deswegen ist es sehr wichtig, sich über unsere Vorstellungen vom Campusradio der Zukunft auszutauschen.“

Special 2: „Ideen-Sprint für Medienmacherinnen und Medienmacher“
Im zweiten Special gab Sebastian Werner, bei RTL.de für innovative Medienformate verantwortlich, eine Einführung in „Design Thinking“-Strategien. „Design Thinking“ ist ein Ansatz, um Probleme zu lösen und Ideen zu entwickeln. Ganz im Sinne der Jahreszeit tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zweiergruppen darüber aus, was sie einander schenken könnten. Nach der Entwicklung einer Geschenkidee ging es darum, die Gedanken mit Hilfe verschiedener Bastelutensilien wie Legosteinen und Knete praktisch umzusetzen. „Das Prinzip lässt sich ganz leicht auf die Medienbranche ummünzen“, sagte Werner. Auch für die Hochschulradios gehe es darum, herauszufinden, was den Hörerinnen und Hörern gefallen könnte und wie Ideen realisiert werden könnten. „Es braucht ein bisschen, um sich auf die Methode einzulassen“, sagte Teilnehmerin Eva Schwert (Kölncampus) im Anschluss. „Aber ich nehme die Eindrücke mit in die Praxis und versuche, das ein oder andere umzusetzen.“

Special 3: „Arbeitstreffen Technik Campusradios“
Beim „Arbeitstreffen Technik“ diskutierte Christopher Cech vom Dortmunder Campusradio eldoradio* mit den Nachwuchstechnikerinnen und Nachwuchstechnikern der Hochschulradios aktuelle Herausforderungen, verursacht zum Beispiel durch Umbauten und Modernisierungen im Sendebetrieb. Cech berichtete von seinen Erfahrungen im Zuge der Umstrukturierungen bei eldoradio*. Im Anschluss hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, Fragen zu technischen Probleme bei ihren Campusradios zu stellen und sich miteinander auszutauschen.

Verleihung der Campusradio-Preise

Seinen feierlichen Abschluss fand die Tagung mit der Verleihung der Campusradio-Preise. Mit diesen ehrt die Landesanstalt für Medien in jedem Jahr herausragende Beiträge aus den Hochschulradios. Die Campusradio-Preise in den verschiedenen Kategorien sind mit jeweils 1.250 Euro und einer Skulptur honoriert. Der Anerkennungspreis ist mit 800 Euro dotiert. Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten zudem eine Urkunde. Moderiert wurde die Preisverleihung von Maike de Buhr und Keno Mescher. Beide moderieren heute bei „WDR Cosmo“ und waren einst selbst im Kölner Hochschulradio, bei Kölncampus, aktiv.

Die sechsköpfige Jury um die Vorsitzende Colleen Sanders, Chefredakteurin von Radio Lippe Welle Hamm, hatte in diesem Jahr mehr zu tun als je zuvor: Rund 230 Beiträge (2017: 142 Beiträge) hatten sich in den sieben Kategorien für Campusradio-Preise beworben. „In den Beiträgen haben wir alles gehört, was Radio kann“, sagte Sanders.  „Sehr gründlich und aufwendig recherchierte Geschichten, überraschende, innovative Erzählformate und auch den ein oder anderen Beitrag, der uns zum lachen gebracht hat.“ 

In der Kategorie „Innovative Programmleistung“ zeichnete die Jury Amélie Becker und Jonas Wintermantel (Radio Q , Münster) aus. In ihrem Interviewformat „Letzte Runde – auf ein Bier mit Jonas und Amélie“ sei es den beiden immer wieder gelungen, für die Hörerinnen und Hörer eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, sagte Sanders. „Es macht einfach Spaß, euch beiden zuzuhören.“

In der Sparte „Interview“ wurde Christina Pollmanns (Radius 92.1, Siegen) ausgezeichnet. Das Interview von Pollmanns mit dem AStA der Universität Siegen sei ein exzellentes Beispiel für gelungene Interviewführung, begründete Sanders die Entscheidung. „Uns hat beeindruckt, wie Christina genau zugehört hat, auch mal reingegrätscht ist und klare Aussagen vom Gegenüber eingefordert hat. Das ist alles, was eine gute Interviewführung leisten muss.“

Der Preis für die beste „Musiksendung“ ging an Eva Schwert, Joana Leyendecker und Max Heck von Kölncampus für ihren Beitrag „Straßenmusik – Ein Spaziergang durch Köln“. „In dem Beitrag lernt man so viele verschiedene Typen kennen, er ist so schön erzählt. Wir konnten gar nicht anders, als diese Reise mitzugehen“, so Sanders.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Hochschule“ erhielt Helen Bielawa von Hertz 87.9 in Bielefeld für ihren Beitrag und Kommentar zur Debatte um den Akademikerbund türkischsprachiger und muslimischer Studierende („Kultürk“) an der Universität Bielefeld.

Den Preis für die beste „Moderation“ erhielt Frederik Steen (bonnFM). Steens Moderationen seien voller Ideenreichtum, Phantasie und Herzblut, begründete Sanders. Die Hörerinnen und Hörer in Anmoderationen für Themen zu begeistern, sei nicht einfach. „Uns hat beeindruckt, wie Frederik das immer wieder schafft.“

In der Sparte „Wissenschaft“ wurde Tim Neumann vom Hochschulradio Düsseldorf für seinen Beitrag „Yesterday auf Altenglisch“ ausgezeichnet. In dem Beitrag erzählt Neumann die Geschichte eines Bibliothekars, der leidenschaftlich gerne Texte ins Altenglische übersetzen – unter anderem den Klassiker „Yesterday“ von den Beatles.

Laura Bartels und Marie Brand von Radio Q in Münster gewannen den Preis in der Kategorie „Kollegengespräch“. In ihrem Beitrag „I bims“ unterhalten sich Bartels und Brand zum Teil auf Jugendsprache miteinander und versuchen, den vor allem unter jungen Menschen verbreiteten Trend zu erklären. „Das ist ein KG, das beim Zuhören wahnsinnig Spaß macht“, begründete Sanders. „Sehr zielgruppengerecht und gut aufbereitet. Total auszeichnungswürdig.“

Der Anerkennungspreis ging an Maximilian Hampel (Hertz 87.9, Bielefeld) für seinen Beitrag über das Wirken des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Bielefeld. „Maximilian hat in seinen Beitrag unglaublich tief recherchiert und viele Quellen bemüht. Außerdem fanden wir den Ansatz, das große Thema NSU auf die eigene Region runter zu brechen, so gut, dass wir ihn dafür unbedingt auszeichnen wollten.“

Auch im kommenden Jahr wird die Landesanstalt für Medien NRW herausragenden Hochschulradio-Beiträge auszeichnen und jungen Radiomacherinnen und -machern aus ganz Deutschland eine Plattform für Diskussionen und Austausch bieten. Wenn Sie dazu Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich gerne an uns: presse@medienanstalt-nrw.de.

Ben Schröder